Studer A810 Fragen an die Experten
#1
Hallo 810-Experten

Ich habe eine 810 aus einem englischen Studio erstanden (60.118.10430 Konsole. VU panel, TC).
Ich habe folgendes Problem:
Weder bei der Wiedergabe noch bei der Aufnahme zeigt das VU-Panel eine Reaktion (Beim Einschalten gibt es einen Impuls). Wiedergabe und Aufnahme funktionieren über XLR-Out/in nicht. Über den Panel-Monitor wird das Band wiedergegeben (nicht über rep, sondern nur sync, input, merkwürdig da rep als Wiedergabe-Einstellung vorgesehen ist). Die Maschine zeigt beim Einschalten einen EE01 Error. Lt. Manual lädt das Gerät die Basiseinstellungen und sollte deshalb funktionsfähig sein.
Hat jemand eine Idee was die Ursache für das Fehlverhalten sein könnte?
Kann es sein, dass die XLR für GB abweichend belegt sind?
#
Noch ne Frage:
Die Schnittstelle Adressprint ist mit einer Karte mit 8 Jumpern belegt. Gibt es hier mögliche Einflüsse?

..
Ja. ich habe mich überfliegend mit den 460 Seiten des Manuals befasst :-) Leider lässt das Dokument vom Studer-Server keine Item-Suche zu - ärgerlich!

Ich bedanke mich im voraus für die professionelle Hilfe.

Grüße
Wolfgang
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#2
Moin,

fangen wir mal ganz behutsam vorne an. Ist es eine Maschine mit LCD-Display (lt. Fehlermeldung sollte sie das sein)?

Sind die Timecode-Karten (slot 5&6, genaugenommen: 6&7) vorhanden?

Hast Du schon mal in die Maschine reingeschaut, ob vom Transport (den Du sicher nicht selbst gemacht hast) irgendwelche Kabelverbindungen 'abgerutscht' sind?

Und nun zum EE01: ziehe mal die erste Karte, MPU-Unit 1.810.752, und gucke den Akku an; graust es Dich beim Erstkontakt oder macht er noch einen vernünftigen Eindruck? Wenn ja, miß mal seine Spannung (alles bitte ohne Netzspannung) und teile sie uns mit. Dann sehen (oder hören) wir weiter...

Was die XLRs betrifft: nimm ein Ohmmeter und messe nach, ob die Gehäusemasse an Pin 1 anliegt; dann zwischen Pin 2 & 3 messen, es sollten ein paar Ohm (Input: etwa 10 kOhm, Out: etwa 45 Ohm) zu erkennen sein; weder von 2 noch von 3 darf es niederohmigen (eigentlich: gar keinen) Durchgang zu Pin 1 geben. Nenne bitte die Studer-Nr. der Line-Out Karten in slot 11 & 16.

Pit

PS 13.06.2010: hier die grundsätzliche 'Bedeutung' des angezeigten Fehlers:

[Bild: EE01-Doku.jpg]

Hauptursache: schwacher oder defekter Akku; auch Memory-Probleme oder IC-Fehler kommen in Frage; schon gesehen: falsche Memory-Inhalte, die nur durch externes Resetten des Chips verschwanden, nicht per CPU-Neustart sauber 'überschrieben wurden'... Gerne nach wilden Konfigurations-Tausch-Arien...
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#3
Hallo Pit

Danke, dass Du dir die Mühe gemacht hast mir zu antworten. Zu mir: Ich bin relativ neu in der Materie. Mein Verhältnis zu Bandmaschinen war bisher Einschalten, Musik hören. Meine ASC 6002, PR99II und meine andere A810 behelligten mich bisher nicht mit technischen Zicken.

Grüße aus Bonn

Wolfgang



Moin,

fangen wir mal ganz behutsam vorne an. Ist es eine Maschine mit LCD-Display (lt. Fehlermeldung sollte sie das sein)? Ja

Sind die Timecode-Karten (slot 5&6, genaugenommen: 6&7) vorhanden? Ja

Hast Du schon mal in die Maschine reingeschaut, ob vom Transport (den Du sicher nicht selbst gemacht hast) irgendwelche Kabelverbindungen 'abgerutscht' sind? Ich habe die Steckkarten auf festen Sitz geprüft.

Und nun zum EE01: ziehe mal die erste Karte, MPU-Unit 1.810.752, und gucke den Akku an; graust es Dich beim Erstkontakt oder macht er noch einen vernünftigen Eindruck? Wenn ja, miß mal seine Spannung (alles bitte ohne Netzspannung) und teile sie uns mit. Dann sehen (oder hören) wir weiter...
Der Akku zeigt 3,6V, sieht gut aus, scheint aber nicht original zu sein, da er in die Fassung gelötet wurde und auch wesentlich kleiner ist. Gibt es passende Vergleichstypen im Handel?

Was die XLRs betrifft: nimm ein Ohmmeter und messe nach, ob die Gehäusemasse an Pin 1 anliegt; dann zwischen Pin 2 & 3 messen, es sollten ein paar Ohm zu erkennen sein; weder von 2 noch von 3 darf es niederohmigen (eigentlich: gar keinen) Durchgang zu Pin 1 geben.

Nenne bitte die Studer-Nr. der Line-Out Karten in slot 11 & 16. -> 1.820.714
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#4
Zitat:wolfgang2007 postete
[Anfrage...]
Hast Du schon mal in die Maschine reingeschaut, ob vom Transport (den Du sicher nicht selbst gemacht hast) irgendwelche Kabelverbindungen 'abgerutscht' sind?
Zitat:Ich habe die Steckkarten auf festen Sitz geprüft.
Und nun zum EE01: ziehe mal die erste Karte, MPU-Unit 1.810.752, und gucke den Akku an; graust es Dich beim Erstkontakt oder macht er noch einen vernünftigen Eindruck? Wenn ja, miß mal seine Spannung (alles bitte ohne Netzspannung) und teile sie uns mit. Dann sehen (oder hören) wir weiter...
Zitat:Der Akku zeigt 3,6V, sieht gut aus, scheint aber nicht original zu sein, da er in die Fassung gelötet wurde und auch wesentlich kleiner ist. Gibt es passende Vergleichstypen im Handel?
[...]

Nenne bitte die Studer-Nr. der Line-Out Karten in slot 11 & 16. -> 1.820.714
Aha; also der standardmäßige Trafoausgang und ein Akku mit 3,6V. Waren diese 3,6V jetzt nur 'abgelesen' oder nachgemessen?

Du schriebst nichts zu den XLR-Messwerten...

Es ist gut, daß eine zweite A-810 im Hause ist, aber dazu ev. später mehr, bleiben wir erst einmal beim Problemkind.

Ich nehme an, daß die Maschine seit ihrer Ankunft bei Dir noch nie vernünftig funktioniert hat; möglicherweise ist sie ja nur 'zusammengestöpselt' und über den Kanal geschafft worden.

Es gibt u.a. auf den line-out Karten einen DIP Schalter (S1), der will vernünftig eingestellt sein. Ich nehme an, Du kommst mit dem Schaltbild allein (Sec. 7/1) nicht unbedingt klar, oder unterschätze ich Deine Kenntnisse? Kannst Du mal die aktuelle Stellung der (10) DIP-switches durchgeben?

Wenn Du schon dabei bist, kannst Du bitte auch die anderen 'großen' Konfigurations-DIPs notieren, bevor wir da irgendwo daran herum schrauben. Ggf. frage ich die ein oder andere Einstellung dann ab. Ich meine die beiden je 10-stelligen Schalterreihen, die erkennbar werden, wenn man die Frontklappe um 90° hochklappt. Bitte von oben nach untern 'notieren'...

Noch was habe ich in der ersten Anfrage vergessen: ist in slot 12 der M/S switch verbaut oder fehlt diese Karte?

Schließlich noch ein Nachtrag: der kleine Adressprint hat nichts mit deinem Fehlverhalten zu tun, damit werden die seriellen Schnittstellen (Fernsteuerung, Programmierung) addressiert, falls man mit mehreren Maschinen arbeitet.

Bis denne,

Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#5
Momentan haben wir folgenden Funktions-Zustand, wenn ich Wolfgang richtig interpretiere:

[Bild: w_2007_Signalverlauf.1.jpg]

Was ich noch nicht herausgelesen habe ist, ob auch das/ein 'Input-Signal' auf diese Weise im Monitor/Panel-Speaker zu hören ist oder ob es dabei still bleibt. Warten wir auf weiteren Input...

Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#6
Aha; also der standardmäßige Trafoausgang und ein Akku mit 3,6V. Waren diese 3,6V jetzt nur 'abgelesen' oder nachgemessen?
Nachgemessen.

Du schriebst nichts zu den XLR-Messwerten...
Die liefere ich noch. Das verd... Voltmeter hat gerade schlapp gemacht.

Ich nehme an, daß die Maschine seit ihrer Ankunft bei Dir noch nie vernünftig funktioniert hat; möglicherweise ist sie ja nur 'zusammengestöpselt' und über den Kanal geschafft worden.
Die Laufwerksfunktionen sind einwandfrei (Play, Stop (Bremsen ok), Forward, Rewind, Zero loc auf den Punkt - alles Ok)

Es gibt u.a. auf den line-out Karten einen DIP Schalter (S1), der will vernünftig eingestellt sein. Ich nehme an, Du kommst mit dem Schaltbild allein (Sec. 7/1) nicht unbedingt klar, oder unterschätze ich Deine Kenntnisse?
Du schätzt das schon richtig ein :-)
Kannst Du mal die aktuelle Stellung der (10) DIP-switches durchgeben?

Hier sind sie:
Um Missverständnisse zu vermeiden; 1 bedeutet der Schalter (+ Seite) ist gedrückt.
Line out 11
0=1
1=0
2=1
3=0
4=1
5=1
6=1
7=0
8=1
9=1

Line out 16 ist mit den selben Werte konfiguriert.


Wenn Du schon dabei bist, kannst Du bitte auch die anderen 'großen' Konfigurations-DIPs notieren, bevor wir da irgendwo daran herum schrauben. Ggf. frage ich die ein oder andere Einstellung dann ab. Ich meine die beiden je 10-stelligen Schalterreihen, die erkennbar werden, wenn man die Frontklappe um 90° hochklappt. Bitte von oben nach untern 'notieren'...

0=0
1=0
2=1
3=0
4=1
5=1
6=0
7=0
8=0
9=1


Auf dem zweiten DIP sind alle Werte 0.

Noch was habe ich in der ersten Anfrage vergessen: ist in slot 12 der M/S switch verbaut oder fehlt diese Karte?
Slot 12 ist nicht belegt.

Wenn ich das Schaltbild richtig lese, ist die M/S Card notwendig und deren Fehlen könnte für das Fehlerbild verantwortlich sein?? Meine zweite 810 hat eine.

Bis bald
Wolfgang
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#7
Zitat:wolfgang2007 postete
[...]

Wenn ich das Schaltbild richtig lese, ist die M/S Card notwendig und deren Fehlen könnte für das Fehlerbild verantwortlich sein?? Meine zweite 810 hat eine.

[...]
Nein, das geht auch ohne M/S und zwar mit genau den von Dir durchgegebenen Schalterstellungen! Soweit ist also erst mal alles im 'grünen Bereich', mehr folgt später, wenn ich wieder etwas verfügbarer bin.

Nachdem Du schreibst, die Laufwerksfunktionen sind alle in Ordnung, würde ich als nächsten Schritt mal die Prozessorkarte aus der guten Maschine in die Neuerwerbung transferieren und sehen, ob die Maschine ohne Fehlermeldung hochstartet.

Diesen Tausch bitte nur machen, wenn beide MPU-units auch dieselbe 'Studernummer' tragen; sind sie abweichend, wäre erst zu klären, welche Überaschungen warten...

Mal noch was ganz 'banales', sofern Dein Voltmeter wieder funktioniert: sind denn die Betriebsspannungen alle 'da' und alle zugehörigen Sicherungen intakt? Dazu mußt Du Dich allerdings an die Rückwandabnahme trauen. Traust Du?

baw Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#8
Hallo Pit

Zu den MPU, sie sind different. Die Problemmaschine hat eine 1.810.752, die andere 1.820.780.00.

Bis bald

Wolfgang
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#9
Wolfgang,

ich warte noch die Messungen über die XLR-Belegung ab (gibt's auch die Betriebsspannungen von der Hinterseite?), die MPUs lass vorerst mal stecken, wo sie sind. (Obwohl nicht viel daneben gehen kann: 'n gepflegter Memory-Verlust vielleicht...== Mehrarbeit...)

Danach befassen wir uns mit dem Input-Signalweg, bis da einwandfrei etwas zu hören ist. Ich hab Dich so verstanden, daß Du nur 'ab Sync' ein bespieltes Band abhören kannst, aber weder Input noch Rep(roduction) Töne im Minimonitor erzeugen.

baw Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#10
Hallo Pit

Zur Frage 2:
Wenn ich am panel von rep direkt auf inp geht, höre ich nichts. Gehe ich von rep auf sync gibts sound aus dem monitor. Gehe ich von sync auf inp ebenfalls.

Der Monitor gibt nur in der Schaltung ch1 und ch 1+2 aus. ch2 rauscht.

Grüße
Wolfgang
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#11
Zitat:wolfgang2007 postete
[...] Gehe ich von rep auf sync gibts sound aus dem monitor. Gehe ich von sync auf inp ebenfalls.

Der Monitor gibt nur in der Schaltung ch1 und ch 1+2 aus. ch2 rauscht.

[...]
Kommt dabei tatsächlich das am ch1 XLR liegende Input-Signal aus dem Lautsprecher? Das hattest Du bislang verneint! Oder bleibt es bei dem Signal vom Band? Ich verstehe die Aussage nicht ganz eindeutig.

Mit ch2 liegt offenbar noch ein weiteres Problem vor, immer schön der Reihe nach... Versuche zuallererst einmal, eine vollständige Signaldurchschleifung von XLR-IN bis XLR-OUT hinzubekommen. Sowohl ch1 als auch ch2. Sobald das funktioniert, kommt der Monitor dran. Wenn der funktioniert, kommt endlich das Band ins Spiel. Also nochmal:

Hörst Du das Signal des Bandes oder das vom linken Eingang ?

Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#12
Vielleicht habe ich mich undeutlich ausgedrückt:
Das oben beschriebene Verhalten bezieht sich auf den Lautsprecher im externen VU-Panel. Aus den Line In/Out-XLR gibt es nach wie vor kein Signal.

Entschuldige, dass ich etwas schleppend antworte. Ich habe im Moment 10/11Stdn Arbeitstage.
Da Du Betriebsspannungen schreibst gehe ich davon aus, dass ich verschiedene liefern soll. Ehrlich gesagt weiß ich nicht welche Spannung ich wo abgreifen soll. Ich habe die Rückwand demontiert, erster Eindruck - alles pico bello, kein Staub, alle Stecker in ihren Fassungen, die beiden Sicherungen Ok.


Die Messwerte für die XLR (gemessen mit DigiVoltmeter) :

Ch 1 in
Pin1 an Masse 0 Ohm
2+3 10 KOhm
2 an Masse Keine Anzeige
3 an Masse K A

Ch 1 out
Pin1 an Masse 0 Ohm
2+3 10 KOhm
2 an Masse 0 Ohm
3 an Masse 0 Ohm

CH 2 in
1 an Masse 0 Ohm
2+3 10 KOhm
2 an Masse K A
3 an Masse K A

Ch 2 out
1 an Masse 0 Ohm
2+3 10 KOhm
2 an Masse K A
3 an Masse K A

Grüße
Wolfgang
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#13
Wolfgang,

pico bello ist zwar schön & gut, aber Strom sieht man leider nicht. Daher zu den Spannungsmessungen später mehr.

Klären wir zuerst die Dinge, die auf der Hand liegen. Deine Angaben sagen mir, daß auch in England das normgerechte XLR-Schema verwendet wurde. Allerdings gibt es eine kleine Unpässlichkeit bei Deinen Ausgängen: Du schreibst da für beide (ch1 & ch2) je 10 kOhm. Meine TrafoAUSgänge messen sich zu etwa 45 Ohm, und ein lt. Schaltbild parallelgeschalteter 820 Ohm-Widerstand muß als höchster anzutreffender Wert betrachtet werden.

Dann gibt es bei Deinen Messungen noch einen Widersprüch in sich: Ch1 out. Es kann nicht sein, daß zwischen den Pins 2&3 10 kOhm zu messen sind, und sowohl von 1,2&3 nach Masse 0 Ohm nachweisbar wären. Ich muß Dich also bitten, die Messungen nochmal zu wiederholen.

Achte gerade bei den Ausgängen darauf, was zwischen 2&3 zu messen ist, und finde eine Erklärung, warum Ch1 so skurrile Kombinationen liefert.

Du schuldest immer noch die Antwort, ob aus dem Lautsprecherli das Input-Signal tönt (wenn Du von Sync auf Inp schaltest) oder das Tape-Signal. Du sprachst von Ch1. Ch2 sei 'tot'...

Bis morgen,

Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#14
Hallo Pit

Die nächste Messwertrunde.

Die Messwerte für die XLR :

Ch 1 in
Pin1 an - 0 Ohm
2+3 10 KOhm
2 an - Keine Anzeige
3 an - K A

Ch 1 out
Pin1 an - 0 Ohm
2+3 46 Ohm
2 an - K A
3 an - K A

CH 2 in
1 an - 0 Ohm
2+3 10 KOhm
2 an - K A
3 an - K A

Ch 2 out
1 an - 0 Ohm
2+3 44 Ohm
2 an - K A
3 an - K A



Nachdem, wie ich dir geschrieben habe, ich das Problemkind umgebaut habe, gibt es keine Möglichkeit mehr deine Frage nach dem Ton aus dem Lautsprecherli zu beantworten. In der Frage des Output müssen wir also zurück auf Los.
Ich habe heute nochmal getestet: Die Wiedergabe über XLR Outund über die Phonesbuchse funktionieren nach wie vor nicht. Stellt sich die Frage, ob die Totaloperation der VU-Brücke mit samt ihren Einstellmöglichkeiten (rep, sync, inp, ...) einen negativen Einfluss auf das Gesamtsystem hat. Konkret: Kann die Maschine ohne die schalter überhaupt wiedergeben oder aufnehmen?
Zur Not hätte ich noch zwei funktionsfähige 810er VU-Panel.

Bis demnächst
Wolfgang
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#15
Ääääähh: nun steh ich doppelt auf dem Schlauch...

Die vier Eingangs/Ausgangskarten Deiner Maschine sind nach den neuen Messungen lt. post #013 schonmal perfekt in Ordnung und normgemäß verdrahtet. Obwohl die Engländer falschrum rumkurven, ist diese Maschine doch im Studer'schen Sinne verdrahtet.

Aber ich lese da was von 'Umbau'! Wo steht das bitte? Wer hat wann was umgebaut und warum kann man nun (knapp 2 Wochen nach thread-Eröffnung) nichts mehr hören?

Mach bitte mal ein Photo von der jetztigen Ausstattung Deiner Maschine, bevor wir uns ganz im Wald verrennen.

Mein aktueller Stand ist: Maschine im Konsolen-Wagen, darin oberhalb der Maschine angeordnete 2 x VU/PPM-Meter und Eingangswahlschalter (je 7 Tasten, 2 Potis), 1 x Monitorsektion: 5 Tasten, Vol. Regler, Lautsprecherli & Kopfhörerbuchse.

Wir wissen, daß es eine Timecodemaschine ist, mit Karten, aber ohne Steuermodul. Wir wissen, daß kein MS-Schalter in der Kiste sitzt.

Nochmal: wer hat wann was daran umgebaut und welche Funktionalität war vorher da, die jetzt verschwunden ist? Auf welchen Stand 'gehen wir also zurück'?

Redest Du von der Kopfhörerbuchse beim Geschwindigkeits-Wahlschalter oder von der in der Monitorbrücke?

Hitzige Grüße nach dem dritten Bad im See, allerdings ohne nennenswerte Abkühlung,

Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#16
Hallo Pit

Aber ich lese da was von 'Umbau'! Wo steht das bitte?
Dazu hatte ich dir eine PM geschickt.

Wer hat wann was umgebaut und warum kann man nun (knapp 2 Wochen nach thread-Eröffnung) nichts mehr hören?

[Ich wollte eine funktionierende Maschine in der Konsole mit VU-Brücke. Deshalb habe ich aus dem Problemkind die VU-Anschlüsse aus und in die funktionierende 810 eingebaut. Das Ganze dann in die Konsole eingebaut und ... es tut wunderbar :-).]

Mach bitte mal ein Photo von der jetztigen Ausstattung Deiner Maschine, bevor wir uns ganz im Wald verrennen.

Mein aktueller Stand ist: Maschine im Konsolen-Wagen, darin oberhalb der Maschine angeordnete 2 x VU/PPM-Meter und Eingangswahlschalter (je 7 Tasten, 2 Potis), 1 x Monitorsektion: 5 Tasten, Vol. Regler, Lautsprecherli & Kopfhörerbuchse.

[Das alles hat das Problemkind jetzt nicht mehr].

Wir wissen, daß es eine Timecodemaschine ist, mit Karten, aber ohne Steuermodul. Wir wissen, daß kein MS-Schalter in der Kiste sitzt.

[Yeap]

Nochmal: wer hat wann was daran umgebaut und welche Funktionalität war vorher da, die jetzt verschwunden ist? Auf welchen Stand 'gehen wir also zurück'?

[Wir sind auf dem Stand, dass wir ein nackte 810 ohne VU und ohne zwei Schaltpanels (Eingangswahlschalter (inp, sync, rep...) haben.]

Redest Du von der Kopfhörerbuchse beim Geschwindigkeits-Wahlschalter -> dieser!

Grüße
Wolfgang
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#17
Hier die Fotos
[Bild: raffexport%20069.jpg]
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#18
die Rückseite
[Bild: raffexport%20065.jpg]
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#19
Zitat:wolfgang2007 postete
Hallo Pit

Zitat:Pit mutmaßte:
Aber ich lese da was von 'Umbau'! Wo steht das bitte?
Dazu hatte ich dir eine PM geschickt.

[...]
PMs lese ich nicht, die überfliege ich allenfalls... Wer hier mitliest, hat diese Info ja auch nicht, von daher: Aufgemerkt!

Zitat:wolfgang2007 postete
[...]

[Ich wollte eine funktionierende Maschine in der Konsole mit VU-Brücke. Deshalb habe ich aus dem Problemkind die VU-Anschlüsse aus und in die funktionierende 810 eingebaut. Das Ganze dann in die Konsole eingebaut und ... es tut wunderbar :-).]

[...]
So sieht die Situation natürlich völlig anders aus! Auch die folgenden 'Buidln' bestätigen das. Damit ist auch klar, was zu tun ist:

Die DIP Schalter auf den line-out Platinen müssen für die Problemkindmaschine anders gejumpert werden wie für die aufgerüstete. Ich scanne Dir nochmal einen Plan ein (zur Verdeutlichung) mit der zutreffenden Schalterei.

Übrigens gibt es auch eine kleine 'Übersicht' im Manual, wo das dokumentiert ist (Sec 4/41, 4.2.9.3.); ggf. willst Du's selber zwischendrin versuchen? Ich komme erst heute Abend wieder zum Maltisch...

mfg Pit

PS: Auf den Photos sehe ich, daß Du nun ja überhaupt keinen Input-Selector Wahlschalter mehr in der Maschine hast! Wie willst Du denn da überhaupt zwischen Vor- und Hinterband umschalten? Mindestens ein solches schmales Panel (braucht ja kein VU-Meter dran zu kleben...) mußt Du der Kiste schon belassen ;-) (Sollten ja noch welche aus der 'anderen' Maschine da sein...)
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#20
Ok, die beiden Input Selector Panels habe ich eingebaut. Beide Maschinen funktionieren noch :-). Nach wie vor kein Ton weder auf XLR Out noch auf Phones.
Der EE01 dto.

Wegen des Switcheinstellungen warte ich liebe auf deine Antwort, da ich vermute, dass hier noch weitere Anpassungen notwendig sein werden.

Übrigens: Gibt es noch passende Pufferakkus im Vertrieb?

Bis denn
Wolfgang
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#21
Na gut,

wer drängelt, bekommt Info ;-)

Noch vor dem 'scan' mit Signalverlauf hier die bei beiden line-out Karten einzustellende Schalterkombination:

JS 0 - 9 mit:
0
1
0
1
1
1
0
1
0
1

das bedeutet: ohne VU-Panel, ohne M/S Karte, Monitor-Signal vom Ausgangsverstärker.

Allerdings geht davon m.E. die Fehlermeldung nicht weg (hab' das Ganze heute Mittag mal kurz simuliert), aber in Sachen Töne könnte es einen Schritt nach vorne geben. Teste zunächst einmal, ob die Panel-LEDs für Vorband/Hinterband /ready/safe/REC wieder vernünftig anzusteuern sind.

Akku gibt es als Standard-Bauteil im gutsortierten Elektronic-Zubehörhandel, meist als NiMH Ersatzzelle. Doch das brauchst Du m.E. noch nicht, solange da 3,6V zuverläßig rauskommen und keine Chemiespuren an den Rändern kleben...

Den EE01 finden wir auch noch, und wenn es ein durchgeschlagener Kondensator auf dem Mutterbrett ist... Alles Schritt für Schritt, bitte...

mfg Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#22
Hallo

Die Switches sind nach deinen Vorgaben gesetzt.


Teste zunächst einmal, ob die Panel-LEDs für Vorband/Hinterband /ready/safe/REC wieder vernünftig anzusteuern sind.

Getestet, funktioniert! Play + Rec schaltet das rote LED.

Immer noch kein Bandton (Out und Phones), Rec funktioniert auch noch nicht. Neu ist, dass beim Einstecken des Kopfhörers das typische Kratzen über XLR Out ausgegeben wird. Der Ein-/Auschaltimpuls dto.


Akku gibt es als Standard-Bauteil im gutsortierten Elektronic-Zubehörhandel, meist als NiMH Ersatzzelle. Doch das brauchst Du m.E. noch nicht, solange da 3,6V zuverläßig rauskommen und keine Chemiespuren an den Rändern kleben...

Vielleicht bin hier etwas kleinlich, ich hätte gerne die Originalgröße (meine sieht so aus "http://www.afterbuy.de/afterbuy/shop/storefront/produkt.aspx?shopid=1637&produktid=18076881"). Zusätzlich stellt sich mir die Frage warum das Manual 1,25V vorschreibt (Section 5/48). Zudem steht der Akku soweit über, dass er bei jeden Abziehen der CPU-Karte abreißt und somit jedesmal neu angelötet werden muss.

Übrigens: Einen internen Laufsprecher hat die Maschine nicht.

Wie bekomme das Zitieren mit der hervorgehobenen Box hin (wie von dir unter #18 genutzt). Ich nutze bisher Zitatantwort.

Grüße
Wolfgang
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#23
Für alle die gerne 460 Seiten Papier in den Händen halten möchten.
Aktuell gibt es in der Bucht ein gedrucktes Exemplar der BA für die 810 für 8,75€ (Kein Original).
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#24
Zitat:wolfgang2007 postete
[...]

Immer noch kein Bandton (Out und Phones), Rec funktioniert auch noch nicht. Neu ist, dass beim Einstecken des Kopfhörers das typische Kratzen über XLR Out ausgegeben wird. Der Ein-/Auschaltimpuls dto.
Das ist keine Kunst, sondern ein 'Schmutzeffekt', dem keine weitere Bedeutung zuzumessen ist.

Zitat:wolfgang2007 postete
Akku gibt es als Standard-Bauteil im gutsortierten Elektronic-Zubehörhandel, meist als NiMH Ersatzzelle. Doch das brauchst Du m.E. noch nicht, solange da 3,6V zuverläßig rauskommen und keine Chemiespuren an den Rändern kleben...

Vielleicht bin hier etwas kleinlich, ich hätte gerne die Originalgröße (meine sieht so aus "http://www.afterbuy.de/afterbuy/shop/storefront/produkt.aspx?shopid=1637&produktid=18076881"). Zusätzlich stellt sich mir die Frage warum das Manual 1,25V vorschreibt (Section 5/48). Zudem steht der Akku soweit über, dass er bei jeden Abziehen der CPU-Karte abreißt und somit jedesmal neu angelötet werden muss.
Aha. Treffer! Daß im Manual in der Stückliste 1,25V ausgewiesen sind, das ignoriere bitte mal als missverständlichen Druckfehler. Auch wenn Du dieses im Platinenlayout eingezeichnete "Riesenoriginal" meinst: vergiss es, das habe ich bei noch keiner funktionsfähigen A-810 je gesehen... Quasi ausgestorben. Ganz am Anfang waren das mal 3 Stck. 1,2V-Zellen (siehe Plan, da geht's draus hervor!). Genau der von Dir verlinkte 3,6V Akku gehört da rein. Und bitte: etwas vorsichtiger beim Herausnehmen der Karte sein: Wenn dabei der Akku abreißt, disqualifizierst du Dich eigentlich bereits für weitere tiefergehende Eingriffe in die Elektronik und es wäre ein Fachmann angesagt...

Das kann übrigens dann sogar der Grund sein, warum Du Deinen EE01 hast: Ev. ist auf dieser MPU Unit irgendeine Leiterbahn in Mitleidenschaft gezogen worden bei der Reisserei/Löterei, sodaß es nun umso umsichtiger weitergehen muß mit MPU-Tauschen und Fehlereinkreisen.

Zitat:wolfgang2007 postete
Übrigens: Einen internen Laufsprecher hat die Maschine nicht.
Ja, und? Braucht sie auch nicht. Reicht ja, wenn aus den XLRs endlich was gescheites rauskommt... ;-)

Eigentlich wollte ich heute nur noch die beiden scans zum intendierten Signalverlauf und Erklärung der DIP-Schalter nachreichen; hier sind sie:

[Bild: w_2007_Signalverlauf.2.2.jpg]

[Bild: w_2007_lineamp-Jumper.2.jpg]


Zitat:wolfgang2007 postete
Wie bekomme das Zitieren mit der hervorgehobenen Box hin (wie von dir unter #18 genutzt). Ich nutze bisher Zitatantwort.
Das muß Dir wer anderer erklären oder verlinken, oder Du übst einfach mit den links neben der Edit-Box angelisteten 'Formatierungsmöglichkeiten' ein wenig herum...

Gruß Pit und Servus, Sonntag wieder.
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#25
Zitat:P.Nieratschker postete

Immer noch kein Bandton (Out und Phones), Rec funktioniert auch noch nicht. Neu ist, dass beim Einstecken des Kopfhörers das typische Kratzen über XLR Out ausgegeben wird. Der Ein-/Auschaltimpuls dto.
Das ist keine Kunst, sondern ein 'Schmutzeffekt', dem keine weitere Bedeutung zuzumessen ist.[/quote] Neu ist es trotzdem. Das hatten wir vorher nicht.


Zitat:P.Nieratschker postete
Aha. Treffer! Daß im Manual in der Stückliste 1,25V ausgewiesen sind, das ignoriere bitte mal als missverständlichen Druckfehler. Auch wenn Du dieses im Platinenlayout eingezeichnete "Riesenoriginal" meinst: vergiss es, das habe ich bei noch keiner funktionsfähigen A-810 je gesehen... Quasi ausgestorben. Ganz am Anfang waren das mal 3 Stck. 1,2V-Zellen (siehe Plan, da geht's draus hervor!). Genau der von Dir verlinkte 3,6V Akku gehört da rein. Und bitte: etwas vorsichtiger beim Herausnehmen der Karte sein: Wenn dabei der Akku abreißt, disqualifizierst du Dich eigentlich bereits für weitere tiefergehende Eingriffe in die Elektronik und es wäre ein Fachmann angesagt...
;-)

Zitat:P.Nieratschker postete
Das kann übrigens dann sogar der Grund sein, warum Du Deinen EE01 hast: Ev. ist auf dieser MPU Unit irgendeine Leiterbahn in Mitleidenschaft gezogen worden bei der Reisserei/Löterei, sodaß es nun umso umsichtiger weitergehen muß mit MPU-Tauschen und Fehlereinkreisen.
Den EE01 hatten wir von anfang an :-)

Zitat:P.Nieratschker postete
Eigentlich wollte ich heute nur noch die beiden scans zum intendierten Signalverlauf und Erklärung der DIP-Schalter nachreichen; hier sind sie:
Das entspricht dem was Du mit vorab als Einstellung (s.#20) geschickt hattest - oder?


Hoffentlich regnet es morgen :-)

Wolfgang
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#26
Test Zitatantwort:

So funktioniert die Antwort. Da sind meine angestaubten HTML-Kenntnisse doch zu irgend etwas gut.
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#27
Moin again,

machen wir ein wenig weiter. In Sektion 3 ist beschrieben, wo/wie die Betriebsspannungen kontrolliert werden.

Bevor es ins Eingemachte der CPU/MPU geht, sollten wir das mal auf die Reihe kriegen.

Bitte Vorsicht beim Messen, man rutscht nur allzu leicht von den Messpunkten ab und produziert Funken an der Gehäuseschiene (die übrigens prima als Bezugs-Null-Potenzial dient), mit unterschiedlichsten Folgeeffekten!

Bin mal gespannt, ob alle 4 Spannungen vernünftig 'anliegen'...

look:

[Bild: Kontrolle_Speisespannungen.jpg]
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#28
Hallo Pit
Nachricht von unterwegs. Ich werde vor Freitag nicht an der 810 arbeiten können.

Sorry, der Job geht vor.

Wolfgang
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#29
Hallo Pit
Es regnet, endlich Zeit weiterzumachen.

Die Werte sehen gut aus.

+ 24,4
+ 5,3
+ 15,3
- 15,6

Um an die Messpunkite zu kommen musste ich das breite Flachbandkabel abziehen. Kann das Einfluss auf die Messung gehabt haben?

Bis später
Wolfgang
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#30
Zitat:wolfgang2007 postete
[...]
Um an die Messpunkite zu kommen musste ich das breite Flachbandkabel abziehen. Kann das Einfluss auf die Messung gehabt haben?

[...]
Du machst es Dir unnötig kompliziert... Einfach die (beschrifteten) Meßpunkte nach Abnahme der Rückwand auf der 'Hinterseite' / Unterseite der Platine anpeilen... bei gutem Licht mal ganz genau hinschauen... dann kann auch der Breitbandstecker draufbleiben...

also bitte nochmal wiederholen und Abweichungen zu Deiner ersten Gutmessung nennen...
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#31
Hi

keine Abweichungen, Werte wie oben.

Wolfgang
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#32
Pit

Aktuell werden div. Karten für die 810 angeboten. Hälst du es für sinnvoll hier etwas einzukaufen, sozusagen auf Vorrat?
http://cgi.ebay.de/Studer-A-812-Audiokar...19bd050c95
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#33
Zitat:wolfgang2007 postete
Pit

Aktuell werden div. Karten für die 810 angeboten. Hälst du es für sinnvoll hier etwas einzukaufen, sozusagen auf Vorrat?
http://cgi.ebay.de/Studer-A-812-Audiokar...19bd050c95
Nein. Nachdem Dein Problem mindestens vier Audiokarten betrifft (und die 'trafoless Karte' ist m.A.n. deutlich überteuert!) ist es aller Wahrscheinlichkeit nach NICHT auf diesen Karten beheimatet, sondern irgendwo auf Mutterbrett / MPU / Peripherie-Ctr. ... Bevor wir das nicht näher eingegrenzt haben, sind das Blindflüge, die enden, wie die gute alte DC-3 gestern... Also: Augen auf und weiter so!

Deine Messwerte sagen mir, daß alle Voraussetzungen für ein sinnvolles Arbeiten der Audioelektronik eigentlich gegeben sind.

Nach wie vor gilt also: die Laufwerksfunktionen sind soweit o.k., am Ton scheitert's!

Ziel Nr. 1 muß sein, ein Input-Signal auf den Ausgang durchgeschleust zu bekommen. Nachdem Du ja den Monitor mittlerweile gekappt hast, habe ich mir folgende Strategie ausgedacht (auch zur Beruhigung, daß die Straßenrenner-Karten wirklich nicht benötigt werden ;-) ):

Setz' einfach einmal nacheinander - immer nur eine zur gleichen Zeit, ev. jede individuell markieren - die record und reproduce-Karten in die GUTE Maschine und berichte, ob die Funktionalität dort erhalten geblieben ist.

Wenn Du mit der Umschaltung auf den line-Amp-Karten mittlerweile fit bist (auch hier: markieren und Notizen machen!), kannst Du diese beiden in der 'guten 810' ebenfalls probelaufen lassen. Die MPU/Logik laß bitte vorerst, wie sie ist.

Wenn bei diesem Massentest herauskommt, daß alle 4+2 Karten i.O. sind, üben wir mal den Memory-Reset, aber dazu mehr später.

baw Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#34
Hi Wolfgang,

sollte Deine A810 in Bonn beheimatet sein, so wäre ich bereit über Deine A810 zu schauen. Du könntest mir diese vorbei bringen (Köln) und ich will sehen wo der Wurm steckt.

Gruß

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
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#35
Falls eine "trafo-less linecard" gesucht wird, hier liegt noch eine ...
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#36
Falls der Wurm in Köln gefunden wird, hätte ich die gerne ;-) , diese eisenlose Vagabundin...

Am liebsten paarweise...

PvS
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#37
Hallo Thomas

Ja die Maschine wohnt in Bonn.
Es ist wirklich sehr freundlich von dir, dass Du dir das Problemkind anschauen willst. Im Moment komme ich wirklich zu nichts, wie Du an der Laufzeit der Threads sehen kannst.
Schick mir bitte eine PM mit deiner Adresse; ich könnte nächstes Wochenende vorbeikommen. Ich werde dir meine Tel# mit PM senden.

Viele Grüße
Wolfgang
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#38
Pit

Ich möchte dir erstmal für dein Engagement und deine Geduld (etwas Ungeduld war ab und an zwischen den Zeilen zu lesen :-)) danken. Ich habe in dem "Fernkurs" eine ganze Menge von dir gelernt; auch dafür herzlichen Dank. Ich werde dich über den Fortschritt auf dem Laufenden halten.

Schönen Sonntag noch

Wolfgang
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#39
You two,

viel Erfolg bei der IRL-Inspektion! Auch Thomas darf gerne auf meine Zwischenzeilen zurückgreifen, wenn er den Faden verliert. Würde mich freuen, irgendwann über den/die/das Corpus Delicti in Kenntnis gesetzt zu werden... bin dann mal weg...

Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#40
Inzwischen ist die A810 ein paar Tage hier bei mir zur Durchsicht.
Nach einem ersten beschnuppern des Gerätes, leichter Rauchergeruch und dem Lüften des Inneren ist eine Bestandsaufnahme gemacht.

Ich konnte erkennen dass hier schon jemand am Gerät gewerkelt hatte und dies leider nicht mit Leidenschaft, so dass einige Leiterbahnen am "Basis PCB" das zeitliche gesegnet hatten und damit zahlreiche elektrische Defekte bildeten. Eine von einigen defekten Leiterbahnen hier hier dargestellt:

[Bild: 1919_Studer_A810.JPG]

[Bild: 1936_Studer_A810.JPG]

Eine Teil der beschädigten Leiterbahnen wurden wohl zuvor entdeckt und wie bei den beiden obigen Fotos dargestellt etwas salopp geflickt.

Andere Defekte am Bord wurden jedoch nicht erkannt und daher konnte die Elektronik auf dem "Basis PCB" nicht funktionieren.

[Bild: 1935_Studer_A810.JPG]

Auch eine Quetschverbindung konnte ich ausmachen ;-)

[Bild: 1913_Studer_A810.JPG]

Weiterhin war am "Tape Deck Controller" die Brückenstecker in einer nicht spezifizierten Stellung gesteckt. Diese habe ich nach Studer-Vorgabe korrigiert.

Weiterhin habe ich den vom Eigentümer (Wolfgang) mitgelieferten Akku, so angepasst, dass dieser steckbar in die dafür vorgesehene Fassung platz nehmen kann.
Dies sieht nun so aus:
[Bild: 1937_Studer_A810.JPG]

Hier noch weitere Impressionen mit dem Thema A810 einmal anders:


[Bild: 1912_Studer_A810.JPG]

[Bild: 1914_Studer_A810.JPG]

[Bild: 1915_Studer_A810.JPG]

[Bild: 1916_Studer_A810.JPG]

[Bild: 1917_Studer_A810.JPG]

[Bild: 1923_Studer_A810.JPG]

Festzustellen ist noch, dass leider weiter Defekte bzw. nicht korrekt abgeglichene Parameter vorliegen.

Es ist folgendes noch zu beklagen:

1: Laufwerkfunktionen führen zu Bandsalat. Hier läuft bei "Play"-Funktion zeitweise das Band vor der Andruckrolle aus der Führung. Es entstehen beim Wechsel der Laufwerksfunktion zeitweise leichte Bandschlaufen rechts. Weiterhin drehen sich die Wickelmotoren nach Ablauf des Bandes vom Wicklel eine zeit-lang weiter. Es ist wie bei einer Braun TG1000

2) Der linke Kanal (Kanal 1) ist deutlich leiser bei Wiedergabe und auch der Aufsprechpegel ist etwas geringer als der des rechten Kanals

Es muss also noch etwas geforscht werden.

Mehr dann in den nächsten Tagen.

Gruß

Euer Studer-Bastler

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
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#41
Thomas
Auwei, da haben die Engländer ganz schön herumgemurkst, schließlich aufgegeben und das Teil an mich vertickt. Glücklicherweise habe ich nicht viel dafür bezahlt :-).

Was Du bisher zu Tage gefördert hast, lässt hoffen, dass Du sie wieder zum Leben erweckst.


@ Pit
Wenn ich mir den Schrott anschaue, wären wir Monate mit der Reparatur beschäftigt gewesen ;-).

Hast Du die Karten erstanden. Der Endpreis lässt den Schluss zu.

1:0 für Deutschland.

Grüße
Wolfgang
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#42
Na, das sehe ich etwas entspannter... Auch wenn's Pfusch war, so ist doch die Idee dahinter, daß das Gerät 'besser' finktioniert als davor. Vermutlich hat das allgemeine internationale Elkosterben auch auf der Insel zugeschlagen, und eventuell sind das die ersten Ergebnisse der bleifreien Lötkünste: Thomas schaut sich das bestimmt ganz genau an...

Wenn jedenfalls die Spannungsversorgung 'bis zum hintersten slot' in Ordnung ist / war / sein wird, wird die restl. Fehlersuche zum Kinderspiel.

Allerdings berichtetest Du nicht von Laufwerksfehlern, bei Dir las sich das so, daß die Logik- und Bandlauffunktionen in Ordnung seinen, wie bei der 'guten' Maschine... Nun, der Thomas wird dem schon auf die Schliche kommen...

Man informiert sich (und: nein, die 'Karten' wurden ohne mich gemischt...)

Zweite Halbzeit...

Pit

PS: hiervon war die Rede in Sachen Mischprodukte...
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#43
Liebe Studerfreunde und Tonbandinteressierte!


Nachdem nun die A810 bedauerlicherweise nur für kurze Zeit den Hoffnungsschimmer auf sich gerichtet hatte, folgte vor kurzem der gänzliche Ausfall der Laufwerkfunktion.

Auf der Spurensuche ins Innere der A810 taten sich dann weitere Abgründe auf!

Vor ab sei jedoch erwähnt, dass wohl Studer ein Freund von Schrauben war, nicht nur ein B285 liefert einiges für die Schraubendose, nein auch ein A810 trägt üppig dazubei. ;-)

Wartung ist bei einer A810 durchaus gut möglich, eine Instandsetzung jedoch ist eher eine Herausforderung.

Hier erst ein Foto aus der Totalen, bevor es ins Detail geht.


[Bild: 00153_Studer_A810_Inside-Out.JPG]



[Bild: 00154_Studer_A810_Inside-Out.JPG]

[Bild: 00155_Studer_A810_Inside-Out.JPG]


Nun kommen wir der Sache schon näher.

Ich lasse ab hier wieder die Bilder für sich sprechen. Aber bitte setzt Euch zuvor!!


[Bild: 00156_Studer_A810_Inside-Out.JPG]


[Bild: 00157_Studer_A810_Inside-Out.JPG]



[Bild: 00158_Studer_A810_Inside-Out.JPG]



[Bild: 00159_Studer_A810_Inside-Out.JPG]


Nachdem nun der este Schrecken verflogen ist, werde ich dann mal weiter werkeln.

Versprochen!

Es wird weitergehen mit dem neuen Kapitel "Tot dem Grauen" in der Serie "Studer A810 Inside Out"

Euer Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
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#44
Zitat:Thomas prägte das Motto
[...] Kapitel "Tod dem Grauen" in der Serie "Studer A810 Inside Out"
Da wäre der kürzlich über die Bühne gehandelte Kartensatz (s. post #041) wohl doch eine Erleichterung gewesen! Ich glaube, da war so ein Netzteilmodul mit dabei! Schade. Vielleicht mal den Käufer kontaktieren...

Ein STUDER-Techniker, egal ob auf dem Kontinent oder sonst wo in 'old europe' hätte so ein 'Schadensbild' wohl nicht hinterlassen, das zeugt schon von sehr respektlosem Umgang mit einem Arbeitstier der Feinmechanikerkunst, samt integrierter Elektronik. Aber die Soundscraftmen von genau derselben Insel sind ja gerade dabei, den Rest von STUDER auch noch für ihre bilanztechnischen Tricks zu verbraten, da hat die BBC (oder war's nur ein priv. Studio?) einfach sachlich vorgegriffen ;-) . Die Haarleute will ich in dem Zusammenhang gar nicht erst lobend erwähnen.

Pass gut auf die Klemmen der Hagen-Batterie auf, bei Deinen weiteren Erkundungsreisen, und halte uns auf dem Laufenden, was die 'dritte Halbzeit' so ergibt.

PvS
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#45
Zitat:P.Nieratschker postete
Zitat:Thomas prägte das Motto
[...] Kapitel "Tod dem Grauen" in der Serie "Studer A810 Inside Out"
Da wäre der kürzlich über die Bühne gehandelte Kartensatz (s. post #041) wohl doch eine Erleichterung gewesen! Ich glaube, da war so ein Netzteilmodul mit dabei! Schade. Vielleicht mal den Käufer kontaktieren...

......
PvS
Das benötigt noch keine neue Leiterplatte, das richte ich schon, sieht dann zwar nicht mehr unbefleckt aus, jedoch wieder solide und sicher in seiner Ausführung.

Es bleibt also noch etwas spannend die Entdeckungsreise ins innere der Erde, ...ups.. der A810.

Thomas
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#46
Tzz, Tzz

ich kann mich nur zitieren #40!

Thomas, ich bewundere deinen Forscherdrang!

Den Forumslink habe ich zur "Info" an den Verkäufer geschickt.

Wolfgang
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#47
Gestern berichtete mir Thomas (per mail) von Ungereimtheiten an jener Baustelle:

[Bild: A-810_TC_Kopftr%E4ger.jpg]

[Bild: A-810_TC_Kopftr%E4ger.2.jpg]

Vielleicht schreibt er ja ein wenig mehr hier ins Forum, nachdem ich mich hier baw rar machen werde. Es gibt ja zum Glück genügend Experten, wie andernorts zur Genüge festgestellt.

Viel Erfolg weiterhin beim Entwanzen der britischen Sondermülldeponie und weiterhin Forscherglück in Sachen 'magnetischer Ungehorsam',

Pit
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#48
Nach langem Messen und Testen, bin ich dazu übergegangen eine kleine AS5002 (nicht die mit LED Zählwerk) und deren Wiedergabetonkopf an den Kopfverstärker der A810 zu klemmen und siehe da es funktioniert auf beiden Kanälen mit gleichen Pegeln. Ein Tausch der Tonkopfkanäle des Studer-Tonkopf lässt den Fehler wandern.

Diagnose Tonkopf defekt, jedoch ist er Messtechnisch nicht zu erfassen, beide Aderpaare des Wiedergabetonkopfes haben je etwa 120Ohm und etwa 280mH.

Gruß

Thomas
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#49
Inzwischen habe ich die Tonköpfe unter der Lupe betrachtet. Für mein dafürhalten sind diese nicht mehr i.O.
Evt. Könnte man durch Läppen wieder etwas richten?


[Bild: Aufsprechkopf_01.jpg]


[Bild: Wiedergabekopf_02.jpg]


[Bild: Wiedergabekopf_01.jpg]

Der Gesamte Bandpfad ist fehljustiert! Da sorry, die Köpfe höher justiert werden müssen! (Die Angabe im Fotos ist falsch!)


[Bild: Aufsprechkopf_02.jpg]


[Bild: Wiedergabekopf_03.jpg]



[Bild: Bandlauf.jpg]


Gruß

Thomas
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#50
Es hat mir keine Ruhe gelassen, dieses :


[Bild: DSC00170.JPG]


Daher habe ich einen zerlegten ReVoxtonkopf zur induktiven Einspeisung eines Sinussignals direkt am Tonkopf benutzt.


[Bild: DSC00174.JPG]


Es ist eindeutig lediglich der obere Teil des eingebauten Tonkopfes funktioniert. Nachdem Umlöten am Kopfverstärker wandert der Defekt.


[Bild: DSC00172.JPG]
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