AKAI GX-630 PRO - Bass Aufnahme zu wenig
#51
(19.07.2021, 16:10)kaimex schrieb: Der Widerstand sollte sich nur auf das Verhalten unterhalb 300 Hz auswirken.
Wenn es nicht so ist, solltest du überprüfen, ob die reale Schaltung mit der im Service Manual übereinstimmt.

Überprüfen kannst du das auch ohne Band, indem du den Wiedergabe-Kopf vom Playback-Amp Eingang abklemmst und dort über einen Spannungsteiler direkt mit dem Tongenerator einspeist.
Dann sollte mit 82k die grüne Kurve des folgenden Bildes rauskommen.

Mit 200k sollte es wie die rote Kurve aussehen.
Für den im Wiedergabe-Kopf eingespeisten Fluß ergäbe das im Idealfall den blauen bzw türkisen  Frequenzgang infolge des Induktionsgesetzes.
Der Höhen-Frequenzgang wird durch C8 (18 nF), R12 (3.9k) und C9 (2.2nF) bestimmt, nicht durch R11.

MfG Kai

Kai, Peter! 

Sorry!!!! - , mir ist erst jetzt wieder "siedend heiss" eingefallen.....ich war viel zu fokussiert auf den REC AMP, da ich dachte PB sei in Ordnung.......: 

der Verkäufer, der mit das Gerät (eines von seinen 18.....) überlassen hat, hatte angemerkt, dass da vor "10 Jahren" in einer "professionellen Werkstatt" der Wiedergabe Tonkopf gewechselt wurde. In Ermangelung eines Akai PB Heads wurde offensichtlich ein REVOX 2-Spur Kopf eingebaut!! War offensichltich OK genug für seinen Musikgeschmack....

Wie konnte ich das nur vergessen! Ich habe zwar sonst viel um die Ohren, aber sowas! tut mir leid, aber mit Eurer Hilfe habe ich mich ja schon gut weitergetastet. 

Ich denke diese Tatsache ändert Euren Blick auf das Gerät und das "Problem"?? 

Liebe Grüsse!

MM.
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#52
Die Pegel sind idR wenige MilliVolt.
Beim Teiler würde man sich an dem orientieren, was für den Ton-Generaror "verträglich" ist und in der Bastelkiste rumliegt.
Wenn aus dem 1-2 V rauskommen und nichts gegen 1-3kOhm spricht, könnte man mal 2.2k auf 2.2 Ohm probieren .
10kOhm zu 10 Ohm sind auch nicht verboten.
Wenn der Vorwiderstand sehr groß gewählt wird, macht sich irgendwann dessen Streukapazität störend bemerkbar. Wird der zweite Widerstand zu klein gewählt, gehen die Widerstände der Verdrahtung in das tatsächliche Teil-Verhältnis ein.

Man kann auch über 500k bis 1MOhm direkt an den Eingang mit angeschlossenem Wiedergabe-Kopf koppeln. Das bewirkt näherungsweise eine Stromspeisung der Wicklung. Der zugehörige Frequenzgang hat mehr Ähnlichkeit mit dem vom Band, weil das im mittleren Frequenzbereich auch zu einem Omega-Gang führt. Bei tiefen Frequenzen gibt es demgegenüber aber einen scheinbaren Bass-Anstieg durch den Gleichstrom-Widerstand der Wicklung. Bei hohen Frequenzen gibt es ebenfalls höheren Pegel, weil der Bandfluß im kHz Bereich mit Zeitkonstante nach Norm abfällt.

MfG Kai
Nachtrag zu deinem letzten Beitrag (der obige Text bezog sich noch auf den davor):
Hellsehen kann ich nicht und habe auch nicht die nötigen Kopfdaten parat. Letztere bräuchte man, um Exegese betreiben zu können.
Falls du Widerstand und Induktivitäten messen kannst (ohne die Köpfe zu magnetisieren), wäre das hilfreich.
Erklären könnte das aber nicht, wieso du jetzt stärkeren Höhenabfall über 1 kHz feststellst. Das muß eine andere Ursache haben, zB eine Nebenwirkung der letzten Operation oder Verschmutzung des Kopfes.
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#53
Hallo Mike, kannst du event. noch in Erfahrung bringen, warum der Kopf genau getauscht wurde. Zu der Zeit, vor ca. 10 Jahren, gab es aber schon 
GX Köpfe in der Bucht. Hab ja selber die 1/4 Spur gekauft, und ich meine mich zu erinnern, da gab es auch mal 1/2 Spur aus einer Schlachtmaschine.

Gruß - Theo
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#54
(19.07.2021, 20:40)Onkel Theo schrieb: Hallo Mike, kannst du event. noch in Erfahrung bringen, warum der Kopf genau getauscht wurde. Zu der Zeit, vor ca. 10 Jahren, gab es aber schon 
GX Köpfe in der Bucht. Hab ja selber die 1/4 Spur gekauft, und ich meine mich zu erinnern, da gab es auch mal 1/2 Spur aus einer Schlachtmaschine.

Gruß - Theo

Hallo Theo, ist offensichtlich schon viel länger als 10 Jahre her. Der Kopf ging nur auf einer Spur. Wurde damals in Solingen gemacht, ein Akai-Kopf war nicht mehr zu kriegen, deshalb wurde ein Revox 2-Spur-Kopf eingebaut. 
Grüße,
MM.

Hallo,

Sorry für die Funkstille. War erst heute nochmals aktiv an der Maschine dran. Spannungsteiler gebaut und wie von Kai vorgeschlagen die Messreihe durchgeführt. Habe sie noch nicht ausgewertet bzw in Tabelle eingetragen.

Denn,
Ich habe mir nochmals den Bias angeschaut und der war offensichtlich nicht optimal eingestellt. Die eine Lötnase hatte auch gewackelt. Hab das Board ja zig-mal ausgebaut- ich hatte die Ersatz-Quetschrimmer aussen angelötet um an die Justier-Schrauben ranzukommen. 

Nun- die Höhen sind wieder da!  Smile Smile
Hinterbandkonrolle mit CD als Zuspieler klingt richtig gut! Und der Bass hat endlich den “Wumms” den er haben soll, genauso knackig wie von CD.

Werde mich morgen noch ans zusammenbauen machen, heute keine Zeit mehr…

***Vielen lieben Dank an Euch für die Hilfestellung! 

Liebe Grüsse!

MM.
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#55
NACHTRAG: 
Habe mich wohl zu früh gefreut....
Ich habe vor dem Zusammenbauen nochmal die Aufnahme getestet. Während den Pausen zwischen zwei Titeln hört man nun auf beiden Kanälen auf TAPE/Hinterbandkonrolle ein deutliches Rauschen. 
Die Aufnahme gelingt, Bässe un Höhen sind da, aber eben auch ein Rauschen das man bei Pausen deutlich bemerkt. Habe mir die Platinen nochmals gründlich angeschaut und nichts Auffälliges entdecken können.
 
Hat jemand eine Idee?

Liebe Grüsse! 

MM.
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#56
Da gibt es mehrere Möglichkeiten ...

Rauscht es auch bei Wiedergabe eines anderen Tonbands ohne Aufzeichnung (fabrikneu oder auf einer anderen Maschine gelöscht)? Dann würde ich auf magnetisierte Köpfe oder Bandführungen tippen. Falls es auch ohne Band rauscht, liegt der Hase im Wiedergabeverstärker, meist die Vorstufe. (Ich nehme an, dass der Koppelkondensator am Wiedergabekopf nicht versehentlich verpolt eingelötet ist, das würde ihn aufmagnetisieren.)

Falls das Rauschen nur bei Aufnahme auf demselben Gerät auftritt, ist entweder der Aufnahmekopf magnetisiert, der HF-Strom unsymmetrisch oder der Aufnahmeverstärker selber rauscht.

Sofern es nicht auch bei "Pause" rauscht (der WK muss dabei natürlich "eingeschaltet" sein, also ohne Muting o.ä.), würde ich es zunächst mit Entmagnetisieren versuchen, wenn das keinen Erfolg hat, weiter forschen.

Grüße
Peter
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#57
Ich habe mal beim Einmessen einen Fehler gemacht und den Aufnahmepegel viel zu gering eingestellt, dafür den Wiedergabeverstärker umso höher. Dadurch war der Wiederpegel zwar so laut wie er sein sollte, aber es rauschte natürlich deutlich mehr, weil der Pegel auf dem Band eben zu niedrig war. Es muss also nicht unbedingt ein Fehler am Gerät sein...

Gruß
Robert
Revox A700 (2-Spur) - A77 MK III (2-Spur), A77 MK IV HS (2-Spur), A77 MK III (4-Spur) - B77 MK I (2-Spur) - PR99 MK I (Vollspur) - G36 MK III HS (2-Spur) - Modell (A)36 - Uher Report 4100 V - Tandberg 10X (4-Spur)
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#58
(24.07.2021, 19:17)q-tip schrieb: Ich habe mal beim Einmessen einen Fehler gemacht und den Aufnahmepegel viel zu gering eingestellt, dafür den Wiedergabeverstärker umso höher.

Danke, diese Möglichkeit ist mir nicht eingefallen.

Grüße
Peter
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#59
Hallo Peter, 

vielen Dank für Deine Antwort!

Ich habe die Köpfe nochmals entmagnetisiert. Brachte leider nichts. 

Ich habe dann das Test-Band mit 700 Hz Test-Ton abgespielt. Da war kein Rauschen zu hören bzw. zu sehen. 
Siehe Bild. 

   

Dann habe ich einen 1 kHz Ton aufgenommen (Source Ton und Tape/Wiedergabe, siehe Bilder). Im Spektrum der Hinterbandkontrolle ist ein deutliches Rauschen zu sehen. Auf beiden Kanälen. 

   
   

Es sollte also irgendwo etwas am Aufnahme-Verstärker sein? Ich habe auch den Verdacht dass es mit HF und BIAS zu tun hat. Dies Quetschkondensatoren z.B. sind so wackelig und sehr schwierig einzustellen. Schon im Grenzbereich der Verschraubung (locker). Die haben nominell <80 pF, in der Schaltung dann, je nach Stellung der Schraube ergeben sich 300 pF  +/- .  Meine Justage war zuletzt so bei 315 pF. 

Kann man diese Trim-C's mit etwas anderem ersetzen? Folien Trimmer? 

Noch eine Idee?

Liebe Grüsse!

MM.
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#60
(24.07.2021, 20:08)MikeMechanic schrieb: Diese Quetschkondensatoren z.B. sind so wackelig und sehr schwierig einzustellen. ...
Kann man diese Trim-C's mit etwas anderem ersetzen? Folien Trimmer? 

Mir ist "Quetschkondensatoren" nicht geläufig, hast du mal ein Foto?

"Quetscher" bedeutet bei Funkern sowas, das war wohl nicht gemeint:

[Bild: drehko1.jpg]

Folientrimmer gehen, solange sie genügend spannungsfest sind (das sind die meisten).

Grüße
Peter
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#61
Probier es doch mal mit 330 pF Fest-Kondensatoren.
Wenn du das Spektrum des Oszillators anschauen kannst, dann prüfe mal, wie Frequenz-stabil er ist.
Oder schau an, wie stabil der Bias-Pegel am Aufnahme-Kopf ist.

MfG Kai
Nachtrag: Hast du geprüft, ob die Koppelkondensatoren des "Aufsprech"-Verstärkers keinen Gleichstrom durch die AK-Wicklungen schicken ?
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#62
hier ist mal so ein quetschkondi aus einer gx 630 db
   
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#63
(19.07.2021, 20:15)kaimex schrieb: Die Pegel sind idR wenige MilliVolt.
Beim Teiler würde man sich an dem orientieren, was für den Ton-Generaror "verträglich" ist und in der Bastelkiste rumliegt.
Wenn aus dem 1-2 V rauskommen und nichts gegen 1-3kOhm spricht, könnte man mal 2.2k auf 2.2 Ohm probieren .
10kOhm zu 10 Ohm sind auch nicht verboten.
Wenn der Vorwiderstand sehr groß gewählt wird, macht sich irgendwann dessen Streukapazität störend bemerkbar. Wird der zweite Widerstand zu klein gewählt, gehen die Widerstände der Verdrahtung in das tatsächliche Teil-Verhältnis ein.

Man kann auch über 500k bis 1MOhm direkt an den Eingang mit angeschlossenem Wiedergabe-Kopf koppeln. Das bewirkt näherungsweise eine Stromspeisung der Wicklung. Der zugehörige Frequenzgang hat mehr Ähnlichkeit mit dem vom Band, weil das im mittleren Frequenzbereich auch zu einem Omega-Gang führt. Bei tiefen Frequenzen gibt es demgegenüber aber einen scheinbaren Bass-Anstieg durch den Gleichstrom-Widerstand der Wicklung. Bei hohen Frequenzen gibt es ebenfalls höheren Pegel, weil der Bandfluß im kHz Bereich mit Zeitkonstante nach Norm abfällt.

MfG Kai
Nachtrag zu deinem letzten Beitrag (der obige Text bezog sich noch auf den davor):
Hellsehen kann ich nicht und habe auch nicht die nötigen Kopfdaten parat. Letztere bräuchte man, um Exegese betreiben zu können.
Falls du Widerstand und Induktivitäten messen kannst (ohne die Köpfe zu magnetisieren), wäre das hilfreich.
Erklären könnte das aber nicht, wieso du jetzt stärkeren Höhenabfall über 1 kHz feststellst. Das muß eine andere Ursache haben, zB eine Nebenwirkung der letzten Operation oder Verschmutzung des Kopfes.

Hallo Kai, 

wollte noch die Wiedergabeverstärker-Messreihe (abgeklemmter REVOX WK) übermitteln (ist wohl jetzt eh hinfällig). Aber nachdem ich mir die Mühe gemacht habe, habe ich sie in eine Tabelle geklopft und wollte Dich fragen, ob das so Sinn gemacht "hätte"? 
Der Spannungsteiler war 10 Ohm und 3.3k. Im tiefen Frequenzbereich waren bei 20 Hz und 25 mV schon VU +1 dB. Ab 630 Hz musste ich den Pegel hochfahren um überhaupt noch was messbares zu bekommen. Bin wohl messtechnisch schon an die Grenzen gestossen.....

   


Grüße, 

MM.

(24.07.2021, 20:40)kaimex schrieb: Probier es doch mal mit 330 pF Fest-Kondensatoren.
Wenn du das Spektrum des Oszillators anschauen kannst, dann prüfe mal, wie Frequenz-stabil er ist.
Oder schau an, wie stabil der Bias-Pegel am Aufnahme-Kopf ist.

MfG Kai
Nachtrag: Hast du geprüft, ob die Koppelkondensatoren des "Aufsprech"-Verstärkers keinen Gleichstrom durch die AK-Wicklungen schicken ?

Hallo Kai, 

ich denke das ist das 2. Bild das ich geschickt habe. 1 kHz vom iMac. Das Signal vom iMac ist meiner Erfahrung nach sehr Pegel-stabil (über "DC" - 20 kHz) und einigermassen "sauber". (ist es das was du in Frage stellst?)

OK, das Aufnahmetool ist nicht das gelbe vom Ei, aber mit dem 110 MHz Oszi und Digitalvoltemeter alles was ich momentan zum Arbeiten habe. Ich wünschte, ich hätte den HP Spektrum Analyser von vor 30 Jahren, .... aber der hatte mir ja auch damals nicht gehört....

Von welchen Koppelkondensatoren sprichst Du? Wo muss ich da nachschauen? C23/24?

Grüsse!

MM.
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#64
(24.07.2021, 20:40)kaimex schrieb: Probier es doch mal mit 330 pF Fest-Kondensatoren.

Ist das nicht ein bisschen viel, wenn die Trimmer 80 pF Nominalwert haben?

(24.07.2021, 20:40)kaimex schrieb: Hast du geprüft, ob die Koppelkondensatoren des "Aufsprech"-Verstärkers keinen Gleichstrom durch die AK-Wicklungen schicken ?

Das ist in meinem Schaltplan C22 und sein Gegenstück im rechten Kanal. Die hängen am Kollektor der Aufnahmeendstufe (TR 5) vor dem HF-Sperrkreis L1 || C23.



(24.07.2021, 20:59)MikeMechanic schrieb: 1 kHz vom iMac. Das Signal vom iMac ist meiner Erfahrung nach sehr Pegel-stabil (über "DC" - 20 kHz) und einigermassen "sauber". (ist es das was du in Frage stellst?)

Die Frage dreht sich um den HF-Oszillator in der Akai. Wenn dessen Sinus nicht "sauber" ist (genauer gesagt quadratische Verzerrungen enthält), verhält sich der Aufnahmekopf so, als wenn er mit Gleichstrom magnetisiert würde, was ein Grund für das erhöhte Rauschen bei Eigenaufnahme wäre.

Du kannst informationshalber noch einen Test machen und den Aufnahmekopf mit einem Stück Klebeband abdecken (z.B. womit man Tonbänder zusammenklebt, alternativ mit einem passenden Stück Papier, das nicht wegrutscht). Dann sollte bei Aufnahme das Bandrauschen etwa 4...5 dB niedriger liegen als mit dem Aufnahmekopf.

Grüße
Peter
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#65
In Beitrag #59 wurde gemeldet, die aktuelle Trimmer-Einstellung läge bei 315 pF.
Das paßt zwar nicht zu "nominell 80 pF", aber garnichts mehr glauben, ist auch keine Lösung  Confused
Deshalb habe ich 330 pF ohne potentielles Geflatter vorgeschlagen.

MfG Kai
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#66
(24.07.2021, 22:02)kaimex schrieb: In Beitrag #59 wurde gemeldet, die aktuelle Trimmer-Einstellung läge bei 315 pF.
Das paßt zwar nicht zu "nominell 80 pF", aber garnichts mehr glauben, ist auch keine Lösung  Confused
Deshalb habe ich 330 pF ohne potentielles Geflatter vorgeschlagen.

MfG Kai

Hallo Kai: Der Trimmer ist meiner Auffassung parallel zu einer festen Kapazität geschaltet.
Die Summe machts dann.

MM.
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#67
(24.07.2021, 22:02)kaimex schrieb: In Beitrag #59 wurde gemeldet, die aktuelle Trimmer-Einstellung läge bei 315 pF.
Das paßt zwar nicht zu "nominell 80 pF", aber garnichts mehr glauben, ist auch keine Lösung  Confused
Deshalb habe ich 330 pF ohne potentielles Geflatter vorgeschlagen.

MfG Kai

Der Schaltplan gibt max. 80 pF vor. Die 315 pF sind entweder auf einen Messfehler oder auf einen defekten Trimmer zurückzuführen.

Falls tatsächlich fast 12 dB höhere HF durch den Aufnahmekopf fließt, würde es mich nicht wundern, wenn die Wiedergabe verrauscht wäre (und dumpf zugleich). Es besteht aber auch die Chance, dass der AK-Wicklung damit auf Dauer übermäßig eingeheizt wird, und das verträgt nicht jede Konstruktion Idea



(24.07.2021, 22:10)MikeMechanic schrieb: Der Trimmer ist meiner Auffassung parallel zu einer festen Kapazität geschaltet.

Den sehe ich in meinem Schaltplan nicht, wie heißt der?
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#68
Zu dem Frequenzgang in Beitrag #63:
ist der mit 82 kOhm oder 200 kOhm in der Wiedergabe-Entzerrung aufgenommen ?

Zwei Dinge sind verwunderlich:
In der Regel hat der Frequenzgang ein Minimum um 2..3 kHz  Darunter steigt er an wegen der Omega-Gang-Kompensation und darüber zur Kompensation der Höhenverluste bzw des Bandfluß-Frequenzgangs.
Hier geht es jedoch jenseits 2kHz weiter abwärts.
Die Bass-Anhebung paßt auch nicht so recht zu den 200 kOhm und noch weniger zu den 82 kOhm. In letzterem Fall läge das Maximum bei etwa 100 Hz, mit 200 kOhm um 50 Hz, mit 500 kOhm um 20 Hz.
Diese Messweise ist anspruchsvoll in Sachen Dynamik. Das kann man abmildern, indem man in zwei Segmenten mißt: einmal von unten bis 1 kHz, und dann mit größerem Eingangssignal ab zB 400 Hz bis 20 kHz.
Die Messung mit Strom-Einspeisung in die Kopf-Wicklung hat dieses Problem nicht. Dafür gibt es dabei einen störenden Bassanstieg durch den Gleichstrom-Widerstand der Wicklung, der bei induktiver Einkopplung nicht auftritt.
Aber auch problematische Messungen sind nicht unnütz: sie können darauf aufmerksam machen, daß entweder in der Hardware noch was im Argen liegt, oder die Meßtechnik suboptimal ist, oder daß man noch nicht alles durchschaut.

MfG Kai
Nachtrag: Noch eine Ergänzung zur Bassanhebung: die erfolgt asymptotisch mit 1/f, also 6 dB/Oktave. Bei einer oberen Eckfrequenz von 1 kHz und einer unteren von 50 Hz ergäben das 1000 Hz/50 Hz = 20 bzw 26 dB. Davon gehen bei beiden "Ecken" jeweils 3 dB ab -> 20 dB. Entsprechend bei 2 kHz -> 50 Hz 26 dB oder 1 kHz->20 Hz 1000/20=50 bzw 34 dB. -6 dB => 28 dB.
Nachtrag2: Wenn der Frequenzgang unten nicht in einen konstanten Wert übergeht, sondern unterhalb der Eckfrequenz beginnt, mit 6 dB/Oktave abzufallen, beträgt die Anhebung im Maximum weitere 3 dB weniger.
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#69
(24.07.2021, 22:28)kaimex schrieb: Zu dem Frequenzgang in Beitrag #63:
ist der mit 82 kOhm oder 200 kOhm in der Wiedergabe-Entzerrung aufgenommen ?

Hallo Kai, 
bei der Messreihe war der 200kOhm Widerstand schon verbaut. 
Gruss, 
MM.

(24.07.2021, 22:11)Peter Ruhrberg schrieb:
(24.07.2021, 22:02)kaimex schrieb: In Beitrag #59 wurde gemeldet, die aktuelle Trimmer-Einstellung läge bei 315 pF.
Das paßt zwar nicht zu "nominell 80 pF", aber garnichts mehr glauben, ist auch keine Lösung  Confused
Deshalb habe ich 330 pF ohne potentielles Geflatter vorgeschlagen.

MfG Kai

Der Schaltplan gibt max. 80 pF vor. Die 315 pF sind entweder auf einen Messfehler oder auf einen defekten Trimmer zurückzuführen.

Falls tatsächlich fast 12 dB höhere HF durch den Aufnahmekopf fließt, würde es mich nicht wundern, wenn die Wiedergabe verrauscht wäre (und dumpf zugleich). Es besteht aber auch die Chance, dass der AK-Wicklung damit auf Dauer übermäßig eingeheizt wird, und das verträgt nicht jede Konstruktion Idea



(24.07.2021, 22:10)MikeMechanic schrieb: Der Trimmer ist meiner Auffassung parallel zu einer festen Kapazität geschaltet.

Den sehe ich in meinem Schaltplan nicht, wie heißt der?

Du hat recht, Peter, ich hatte nur vermutet, sehe das auch nicht....

Nur: im ausgelöteten Zustand kann ich bei den Trimmern Kapazitäten (je nach Stand der Schraube) zwisch ca 30 und 75 pF messen. Im eingelötetem Zustand immer über 300 pF!

Gruß
MM.

(24.07.2021, 21:49)Peter Ruhrberg schrieb: [quote pid="287436" dateline="1627152023"]
Hast du geprüft, ob die Koppelkondensatoren des "Aufsprech"-Verstärkers keinen Gleichstrom durch die AK-Wicklungen schicken ?

Das ist in meinem Schaltplan C22 und sein Gegenstück im rechten Kanal. Die hängen am Kollektor der Aufnahmeendstufe (TR 5) vor dem HF-Sperrkreis L1 || C23.



(24.07.2021, 20:59)MikeMechanic schrieb: 1 kHz vom iMac. Das Signal vom iMac ist meiner Erfahrung nach sehr Pegel-stabil (über "DC" - 20 kHz) und einigermassen "sauber". (ist es das was du in Frage stellst?)

Die Frage dreht sich um den HF-Oszillator in der Akai. Wenn dessen Sinus nicht "sauber" ist (genauer gesagt quadratische Verzerrungen enthält), verhält sich der Aufnahmekopf so, als wenn er mit Gleichstrom magnetisiert würde, was ein Grund für das erhöhte Rauschen bei Eigenaufnahme wäre.

Du kannst informationshalber noch einen Test machen und den Aufnahmekopf mit einem Stück Klebeband abdecken (z.B. womit man Tonbänder zusammenklebt, alternativ mit einem passenden Stück Papier, das nicht wegrutscht). Dann sollte bei Aufnahme das Bandrauschen etwa 4...5 dB niedriger liegen als mit dem Aufnahmekopf.

Grüße
Peter
[/quote]


Ich habe mal mit dem Oszi an den C22-ern (10 uF/25 V) gemessen: 

Das 102,+- kHz Signal scheint m.E. keine DC Komponente zu haben, es wabert nur etwas seitwärts (Phase nicht konstant). 

Hier ein paar Bilder: 

   
   
   

Liebe Grüsse!
MM. 

P.S.: Vielleicht doch ein Problem mit der "Trimmung" des Bias Stromes (C-25)? s. vorherige Nachricht.
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#70
(25.07.2021, 15:39)MikeMechanic schrieb: Im eingelötetem Zustand immer über 300 pF!

Kannst ja mal interessehalber in die Schaltung hineinmessen ohne den Trimmer. Vielleicht löst sich dann das Rätsel.

Mit einem Symmetrierband (aka Sprossenband) wie in meinem Avatar würde sich eine Gleichfeldkomponente unweigerlich durch ihr charakteristisches Rattern verraten.

Das Oszillogramm lässt sich besser beurteilen, wenn eine bis zwei volle Schwingungen möglichst formatfüllend dargestellt werden und der Bildschirm frontal abgelichtet ist. Idealerweise wäre der Strom als Spannungsabfall an einem 10 Ohm Widerstand am Fußpunkt des AK zu messen, doch für eine schnelle Unsymmetrieprüfung reicht meist auch die am AK anliegende Spannung aus.

Grüße
Peter
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#71
Kapazität in einer Schaltung messen geht nicht.
Man mißt alles was angeschlossen ist.
Selbst wenn man ein "Bein" einer Kapazität ablötet, bekommt man im Hochfrequenz-Bereich infolge der Streufelder zu den Zuleitungen des Meßgerätes verfälschte Ergebnisse. Bei asymmetrischer Messung spielt es schon eine Rolle, wo man die "Masse"-Leitung bzw die mit geringerem HF-Potential gegenüber dem "Rest der Welt" anschließt.

Die gelbe Kurve auf dem Oszillographen-Foto sieht etwas verzerrt aus. Jede nicht exakt anti-symmetrische Kurvenform erzeugt an der Hysterese-Kennlinie einen  Offset  = "DC".
Die Rausch-Ursache muß allerdings etwas sein, was sich gegenüber den früheren rausch-ärmeren Messungen verändert hat.

Sah die HF-Spannung vor Änderung des Bias besser aus ?

MfG Kai
Nachtrag: Wesentlich an dem Vorschlag, es mal mit 330 pF zu versuchen, waren nicht die 330 pF, sondern einen Festwert zu probieren statt eines potentiellen "Zappel-Philip".
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#72
(25.07.2021, 15:39)MikeMechanic schrieb: Ich habe mal mit dem Oszi an den C22-ern (10 uF/25 V) gemessen: 

Warum dort? Zur Beurteilung der HF macht dieser Messpunkt (NF -seitig vor der Biasfalle) doch keinen großen Sinn.

PS: Da wird doch einfach nur die Amplitude der Vormagnetisierung nicht stimmen, alles Andere ist doch nur zu kompliziert gedacht.

Gruß Ulrich
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#73
Vielen Dank für die Beiträge!

Ich habe nochmal das Bias HF Signal vom C-22 (REC Schaltung), wie vorgeschlagen, abgebildet, mit 1-2 Phasen. An meinem Oszi springt das relativ viel umher. Ist das der Punkt: Weil, das Signal soll ja nur das Band löschen und vormagnetisieren?! Die Fotos zeigen u.a auch Dopplelbilder (Kamera-Effekt). 

Ich kann leider das Spektrum um 100 kHz herum nicht messen/darstellen. 

Kann die "wabernde" Phasenverschiebung und damit auch die daran angelehnte Frequenz-Instabilität des HF Signals das Basisband derart beeinflussen dass man dieses Rauschen hat?

Der Linke Kanal (CH1, gelb, Trigger) hängt an der Nullstelle (x/y) fest und "wabert" (Phase/Frequenz), CH2 (blau/RECHTS) oszilliert darum herum (auch +/-- Nullpunkt aber m.E. ohne Offset), d.h. auch ohne erkennbaren Gleichstrom-Anteil. 

   

Vielen Dank für eure weitern Ideen/Hilfestellungen. 

Liebe Grüsse!

MM.

(25.07.2021, 17:46)uk64 schrieb:
(25.07.2021, 15:39)MikeMechanic schrieb: Ich habe mal mit dem Oszi an den C22-ern (10 uF/25 V) gemessen: 

Warum dort? Zur Beurteilung der HF macht dieser Messpunkt (NF -seitig vor der Biasfalle) doch keinen großen Sinn.

PS: Da wird doch einfach nur die Amplitude der Vormagnetisierung nicht stimmen, alles Andere ist doch nur zu kompliziert gedacht.

Gruß Ulrich

Danke, Ulrich! 

War so vorgeschlagen......

Wie kann man diese Vormagnetisierung weiter beeinflussen, bzw. welcher Parameter / welches Bauteil ist im Verdacht?? 
Wie in den vorherigen Beiträgen bemerkt, kämpfe ich mit den C-25 Bias Trimm-C's. Aber diese sind recht simpel, da muss doch noch irgendwo anders ein Knackpunkt sein....?!
z.B. kann ich den Pegel der Vormagnetisierung irgendwie anders einstellen?

Vielen Dank!

Grüße, 

MM.
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#74
anfrage: ist denn bei den bias-trimm c's noch die glimmerscheibe vorhanden ?
bei dem bild von mir ist der defekte c zu sehen und da fehlt besagte scheibe.


reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#75
(25.07.2021, 21:08)reginald bull schrieb: anfrage: ist denn bei den bias-trimm c's noch die glimmerscheibe vorhanden ?
bei dem bild von mir ist der defekte c zu sehen und da fehlt besagte scheibe.


reginald

Hallo Reginald, 

ich habe die Dinger ausgetauscht. Die neuen sind "nominell" - gemessen - im grünen Bereich. Aber es sieht so aus als ob beim "Trimmen" der untere Bereich sogar zu wenig wird - Könnte noch etwas weiter runter. . Besonders im linken Kanal bin ich auf "lose Schraube" am Anschlag. Trotzdem klingen die Höhen jetzt OK. Nur das Rauschen ist noch da.

Grüße, 
MM.
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#76
Mach es doch einfach so wie im Service-Manual angegeben, Pegelgleichheit 1kHz - 10kHz. Das ist zwar nicht die reine Methode, aber die in der GX630 sinnvolle.

Nochmal zum Messpunkt.

   

an C22 ist die HF schon ausgefiltert, dort misst die nur noch Reste und alles was nicht mehr zu Hf-Grundschwingung gehört.
Die HF kann man direkt am Aufnahmekopf messen (im Hinterkopf behalten, das der angeschlossene Tastkopf das Ergebnis verfälschen kann).

Das kann dann so aussehen:

   

Viele modernen Oszilloskope bieten eine mehr oder (meist) weniger  brauchbare FFT Funktion. Das kann dann so aussehen.

   

Beides sind übrigens reale Messungen an einer Akai GX620.

Gruß Ulrich
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#77
Du musst den Oszillographen bei solchen Messungen von einem Abgriff am HF-Oszillator triggern, an dem ausreichend hohe und stabile Spannung vorhanden ist. Wenn der Oszi einen separaten Trigger-Eingang hat, dann benutze den dazu.
Wenn das Bild bei Triggerung auf den jeweiligen Eingängen unstabil ist, kann das am Oszillographen oder an unstabiler Spannungsamplitude oder überlagerten Störungen liegen.
Auf die Frequenzstabilität kann man daraus nicht schließen.
Einen Phasenbezug zwischen der HF und dem Audio-Signal kann es nicht geben.
Du kannst hier allenfalls nach stabiler Triggerung am Oszillator die HF-Spannungen an anderen Meßpunkten beurteilen.
Wie schon mal versucht zu erläutern, geht es hier auch nicht um einen sichtbaren Gleichspannungsanteil der HF (kann es nach Kopplung vom Trafo über ordentliche Kondensatoren in linearen Schaltungen garnicht geben) sondern zB um Asymmetrie der HF-Schwingung, die an der Hysterese-Kurve der beteiligten magnetischen Materialien (zB dem Band) zu einem Offset führt.
Solange du aber nicht alle Köpfe und Bandführungen rigoros entmagnetisiert hast, ist es verfrüht, nach ungewöhnlicheren Erklärungen zu suchen.

MfG Kai
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#78
In Ulrichs Beispiel sieht man eine leichte Unsymmetrie.
Wenn der Sinus Flächensymmetrisch ist, dann sind die Spannungswerte pos. Und neg. gleich. 

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#79
Da ist keine Unsymmetrie, sieht man auch an der dazugehörigen FFT. An einer Sinusschwingung/Kurve Klirr zu sehen/beurteilen ist zu dem nur bei sehr hohen Faktoren möglich.

Gruß Ulrich
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#80
Hallo Ulrich 

Die negative Spitze ist doch etwas größer als die positive.
Ich hab mal vor einem halben Jahrhundert gelernt dass der Sinus dann verzerrt ist.
Deshalb kann man das auch gut in AC Stellung sehen.
Aber das weißt du doch auch. 

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#81
So was ignoriere ich, das gibt die Genauigkeit eines Oszis in den Bereichen einfach nicht her. Man sucht sonst schnell nach Phantomen . Das identische Signal mit einem analogen Oszi, dort sieht der positive Anteil größer aus.

   

Gruß Ulrich
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#82
(25.07.2021, 21:16)uk64 schrieb: Mach es doch einfach so wie im Service-Manual angegeben, Pegelgleichheit 1kHz - 10kHz. Das ist zwar nicht die reine Methode, aber die in der GX630 sinnvolle.

MM: Das ist eigentlich meine Methode, ca -10dB/-10 VU am Signalgenerator einstellen und dann Pegelgleichheit bei 1 und 10 KHz herstellen. Funktioniert an diesem Gerät nicht zu 100%....


Die HF kann man direkt am Aufnahmekopf messen (im Hinterkopf behalten, das der angeschlossene Tastkopf das Ergebnis verfälschen kann).

Ich habe nun die AK Signale von der REC Platine, die direkt zum Kopf gehen, am Stecker abgegriffen, ohne Signal bei INPUT. 
Das ergibt dann folgendes Bild: 

   


   

Scheint so zu sein dass das Bias Signal auf einem Kanal viel zu niedrig ist? Links ist blau. Wenn ich an den C-25 drehe ändern sich die HF Pegel, ich denke das wäre normal, wenn da nur nicht diese Diskrepanz wäre. Pegelgleichheit (einige Volt?) kriege ich  nicht hin.... Rechts (167 mV Skalierung ist bei 200 mV) ist viel weniger als links (ca 4 V, Skalierung ist 5V). 

Grüsse!

MM. 

P.S.: Die Köpfe hatte ich vorher nochmals gründlich entmagnetisiert, zum 3. Mal in wenigen Tagen. Das Rauschen ist immer noch da. Auf beiden Kanälen, wie gehabt.
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#83
Sooo, 

**Zwischenmeldung**

habe jetzt nochmal die Transistoren (die sind ja alle neu reingekommen) auf Ausrichtung geprüft, alles so wie es sein soll. 

Dann habe ich, wie von Kai Vorgeschlagen, einen Festwert für die beiden "wackligen" Quetsch/Trimm -C-25 eingelötet. Habe mal 30 pF genommen. 
(Hat man damals nichts besseres zur Hand gehabt als diese komischen Trimmer??)

Jetzt habe ich auf der HF vernünftige (?) Pegel, zwar ungleich, siehe Bilder. 

   

   



Der erste Hör-/Klangtest mit Musik ist schon mal sehr Positiv!!!

Werde aber heute nicht mehr dazukommen, das Spektrum aufzuzeichnen, bzw. eine Feinabstimmung hinzukriegen.

Werde aber weiter berichten! 

Liebe Grüsse! und vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Ich sehe Licht, .....

MM. 

@Kai: Der Bass klingt immer noch umwerfend!!  Smile
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#84
Hallo,

bei der 630Dpro steht an Anschluß 9 des HF-Trafos 12.9 V AC (ziemlich unglaubwürdig),
bei der 630D steht da 117.4 V AC.
Für Anschluß 8 wird gemeldet:   630Dpro : 77.8 V AC,   630D : 72.8 V AC.
Was stimmt ?

Wie groß ist die Spannung an Anschluß 7 ?

Liegt der gemeinsame Anschluß der "Erase Head"s, Anschluß 5 des REC MODE PC BOARD, an Masse oder "hängt der frei in der Luft" ?

Wenn die Schaltung symmetrisch ausgeführt ist einschließlich der verbauten Kabellängen zu den Köpfen und zu den Umschalt-Boards, dann müssen gleich große Koppel-Kapazitäten C25 in beiden Kanälen auch zu gleicher HF-Spannung an den Aufnahme-Köpfen führen.
Wenn das nicht so ist, muß die Impedanz "linksseitig" der Cs im Schaltbild verschieden sein. Das kann zB durch unterschiedliche Kabellängen oder verstimmte Sperrkreise L1||C23 oder verschieden große C23 passieren.

TR5 arbeitet auf R32(1k)||R34(10k)||C24(10nF) vor dem Sperrkreis. Nimmt man vergleichsweise hoch-impedante Last an, dann ergibt diese RC-Kombination bereits eine obere -3 dB Grenze von 17.5 kHz.

MfG Kai
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#85
(27.07.2021, 14:53)kaimex schrieb: Hallo,

bei der 630Dpro steht an Anschluß 9 des HF-Trafos 12.9 V AC (ziemlich unglaubwürdig),
bei der 630D steht da 117.4 V AC.
Für Anschluß 8 wird gemeldet:   630Dpro : 77.8 V AC,   630D : 72.8 V AC.
Was stimmt ?

Wie groß ist die Spannung an Anschluß 7 ?

Liegt der gemeinsame Anschluß der "Erase Head"s, Anschluß 5 des REC MODE PC BOARD, an Masse oder "hängt der frei in der Luft" ?

Wenn die Schaltung symmetrisch ausgeführt ist einschließlich der verbauten Kabellängen zu den Köpfen und zu den Umschalt-Boards, dann müssen gleich große Koppel-Kapazitäten C25 in beiden Kanälen auch zu gleicher HF-Spannung an den Aufnahme-Köpfen führen.
Wenn das nicht so ist, muß die Impedanz "linksseitig" der Cs im Schaltbild verschieden sein. Das kann zB durch unterschiedliche Kabellängen oder verstimmte Sperrkreise L1||C23 oder verschieden große C23 passieren.

TR5 arbeitet auf R32(1k)||R34(10k)||C24(10nF) vor dem Sperrkreis. Nimmt man vergleichsweise hoch-impedante Last an, dann ergibt diese RC-Kombination bereits eine obere -3 dB Grenze von 17.5 kHz.

MfG Kai


Hallo, Kai: 

ich messe auf Anschluss 7, Emitter TR5  (wht) ca 5.3 V DC, 8 (blk) ist auf Masse. 

Anschluss 5 hat ca 1.2 kOhm auf Masse ist aber auf 0V....??

Mittlerweile hat sich der linke Kanal bei Hinterbandkontrolle während der Aufnahme verabschiedet. Evtl wegen dem vielen ein-und ausbauen, was kaputt gegangen??

Ich hatte verschiedene pF Festwerte ausprobiert, komme da aber auf keinen grünen Zweig. Das Spektrum sah mittlerweile rauschmässig viel sauberer aus. Nur den BIAS konnte ich nicht so richtig justieren. 

Habe die Quetsch-Cs wieder eingelötet. 

Nun, es wird links (bei 0 dB Eingang) kein Pegel mehr aufgenommen, bzw abgespielt.....?? sieht wohl mehr nach WG- Verstärker... aus....habs gerade getestet. Test band läuft bei Wiedergabe rechts OK, links kein Pegel.... Werde berichten. 

An den C-25 Trim-C's messe ich jetzt eingangsseitig ca. 84 V links und rechts, ausgangsseitig Links 9.2V und Rechts 4V, macht das überhaupt Sinn?

Ich denke ich könnte noch weitere Hilfe gut gebrauchen!

Grüsse!

MM.
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#86
Hallo,

"Anschluß 7, Emitter TR5", gibt es in dem mir vorliegenden Schaltbild nicht.
1.2 kOhm sehe ich nur als R28, weit entfernt vom "Tatort".
Meine Frage bezog sich auf die Anschlüsse  9, 8 und 7 des HF-Trafos.
Die Anschluß 9 ist mit den "Eingängen" der C25 verbunden.
4...9 V HF an den Aufnahme-Köpfe erscheint mir eher eine Falschmessung als realistischer Betriebswert.
Da liegen, abhängig von Kopf-Induktivität und HF-Frequenz, üblicherweise 40...100V HF, damit ein Strom von um 0.5 mA fließt.
Zuweilen liegt da sogar mehr HF-Spannung als am "Eingang" der Koppel-Cs.

MfG Kai
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#87
Hallo Kai,

du hast natürlich recht! 


(*.... ich musste erst ein gebrochenes Kabel Richtung WG Kopf reparieren um weitermachen zu können. Habs wohl schon zu oft ein- und ausgebaut....*)

Ich sehe nun, die HF Pegel sind beide in Ordnung. Ich messe Richtung AK Kopf am Steckkontakt, die Pegel gehen von ca. 40V - 130 V,  man kann sie mit den Quetschtrimmern mehr Recht als schlecht einstellen ....

f ist bei ca 101,4 kHz, ist aber nicht frequenzstabil. 

Wie gesagt, die Bias-Einstellung erweist sich als schwierig, gleiche Pegel bei -10 VU und 1 bzw. 10 kHz kriege ich nicht hin. Man muss dann wieder an die REC Level und die Prozedur wiederholen, ist hier aber ohne Konvergenz.

Bei Aufnahme ohne Eingangspegel hört man immer noch ein deutliches Rauschen auf der Hinterbandkontrolle. Zum Vergleich habe ich auch mal ein neues unbespieltes Band abgespielt, das deutlich leiser rauscht.


Bezgl des Messpunktes, ich hoffe wir reden nicht aneinander vorbei?

Ich hatte dort gemessen: 

[attachment=43848]

Was kann ich mit meinen begrenzten Mitteln noch ausprobieren?

Liebe Grüsse!!

MM. 


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#88
Hallo,

ich hatte nach den Spannungen an den Anschlüssen 7, 8 & 9 des HF-Trafos im Schaltbild gefragt.
   

Außerdem ist es von Belang, ob der Anschluß 5 des "REC MODE PC BOARD" auf Masse liegt oder "in der Luft schwebt". In letzterem Fall mißt man dort eine von Null verschiedene HF-Spannung.
   

Du schaust offenbar nicht ins Schaltbild sondern auf die Platinen-Zeichnungen.

Du solltest den HF-Pegel nach den üblichen Regeln einstellen, statt zu versuchen, damit einen flachen Frequenzgang hinzubekommen (Balance von 1 und 10 kHz).
Den Frequenzgang bearbeitet man mit den Entzerrungsschaltungen.

MfG Kai
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#89
Hallo Kai, 

Anschluß 5 des "REC MODE PC BOARD"  liegt nicht auf Masse. Multimeter zeigt das so an.           

Das Signal das ich dort gerade mit dem Oszi gegen Masse gemessen habe sieht wie folgt aus: 

77 V 101.8 kHz. 


   

Liebe Grüsse!

MM.
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#90
Manchmal bin ich ja blind, aber wo ist im Pro Schaltbild der Bezug der HF? Wie kann so ein Biasstrom durch den Aufnahmekopf fließen? Bei der 630 ohne Pro liegt eine Verbindung vor (Pin 7 der Oszillatorspule über Widerstand R40 an Masse bei der niedrigen Geschwindigkeit oder bei der Hohen direkt an Masse), im Schaltbild der Pro fehlt der Bezug komplett.

Gruß Ulrich
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#91
Deshalb habe ich gefragt, ob der Verbindungspunkt der Löschköpfe (wenigstens) auf Masse liegt.
Wenn man die im Service Manual gezeichnete Schaltung ernst nehmen kann/soll, dann besteht der Masse-Bezug des HF-Trafos nur aus den Kapazitäten der abgehenden Leitungen nach Masse (per Schirm) und den Streu-Kapazitäten der angeschlossenen Bauteile. Abgeschirmte Kabel haben "pi*Daumen" 100 pF/m. Große Kapazitäten kommen da nicht zusammen, vielleicht nur ähnliche Werte, wie man sie auch mit den Quetsch-Cs zu den Aufnahme-Köpfen einstellt. Damit wird die Spannung an deren "Eingang"(=Pin 9 des Trafos) aber auch abhängig von Änderungen weiterer Streu-Cs und entsprechend schlecht definiert. Da reicht schon das Anschließen eines weiteren Kabels oder eines Tastkopfes, um Spannungswerte zu verändern. Deshalb habe ich nach den Spannungen an den drei Trafo-Anschlüssen 7, 8 und 9 gefragt. Der bei 9 eingezeichnete ist völlig unglaubwürdig, an Pin 7 steht gar nichts dran.
Vielleicht tut man ein gutes Werk, wenn man die Schaltung auf den Dokumentationsstand der GX-630D bringt oder Pin 7 auf Masse legt. Dann müßte die Spannung an 9 eher 129 V sein als die angegebenen 12.9 V

MfG Kai
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#92
Bei Stereo sind beide Löschköpfe in Reihe geschaltet und liegen an 7 und 8.
Wird nur ein Kanal geschaltet liegt nur ein Kopf über eine Spule zwischen 7 und 8.

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#93
Es gibt mehrere Akai Geräte, insbesondere die mit Bezeichnungen GX-6.. , die die gleiche Oszillator-Schaltung verwenden.
Bei einigen liegt Anschluß 7 des Trafos an Masse. Dann erübrigt sich natürlich eine Spannungsangabe.
Bei einigen (zB GX-630D und DB) wird Anschluß 7 abhängig von der Bandgeschwindigkeit an Masse gelegt oder nicht. Damit kann zB eine Änderung des Bias-Pegels bewirkt werden, wobei allerdings der zweite Pegel von nicht definierten parasitären Leitwerten (Streu-Kapazitäten) abhängt.
Eine "professionelle" Methode ist das nicht.
Bei der GX-630Dpro scheint nur letzteres der Fall zu sein.
Das Betreiben der beiden Löschkopf-Wicklungen in Serie ist eine Unsitte (leider auch von Revox in der A77 praktiziert), die unnötig hohe HF-Spannungen/Feldstärken im Gerät bewirkt.

MfG Kai
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#94
(Gestern, 10:52)kaimex schrieb: Bei einigen (zB GX-630D und DB) wird Anschluß 7 abhängig von der Bandgeschwindigkeit an Masse gelegt oder nicht. Damit kann zB eine Änderung des Bias-Pegels bewirkt werden, wobei allerdings der zweite Pegel von nicht definierten parasitären Leitwerten (Streu-Kapazitäten) abhängt.

So ist das nicht, wie ich oben geschrieben habe ist da immer noch R40 2,4 kOhm 1/2 W der bei Bedarf vom Speed- Schalter gebrückt wird.
Ich glaube auch nicht, das das in der 630 Pro der Fall ist, da fehlt eher etwas in der Schaltzeichnung. Die Geräte müssen ja funktionieren, Schaltzeichnungen hingegen nicht.

Gruß Ulrich
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#95
Hallo, so, war gestern bei Jochen Schmidt, Tandberg Service. Jochen konnte sich auch noch erinnern, aber ich habe mich vertan, bei meiner 650
fehlten nicht die Tiefen, sondern die Höhen.
Jochen meint, MM sollte im Wiedergabe Verstärker noch mal alle Elkos überprüfen, meist liegt es daran das die Tiefen fehlen. Er hat sich auch die
Oszibilder bei sich vom Thread angesehen, das verstärkte seine Meinung noch.
Was er aber auch sagte, gerade bei den - jetzt - alten Akai GX Köpfen, muss man sowas von aufpassen beim Putzen, er hatte schon einige Maschinen
bei sich, da hat der Besitzer einfach ein Reinigungsmittel so wie Ajax aus der Flasche drauf gesprüht und geputzt, dadurch können, muss nicht, hatte 
er aber schon paar mal, in der Glasbeschichtung sogenannte Mikrorisse bilden. Auch nimmt nach all den Jahren die Dicke der Schicht bei den GX Köpfen
ab. 
Das war sein Tipp.

Da ich ja auch eine Pro habe, werde ich heute Abend oder Morgen mal ein neues LPR 35 auflegen und ohne Signal, Regler auf Null, aufnehmen lassen.
Mal sehen ob ich ein Rauschen höre oder auf dem Oszi sehen kann. Werde berichten.
Gruß - Theo
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