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Meine X-2000R löscht im Vorwärtsbetrieb nicht mehr vollständig. Vorwärts gemachte Aufnahmen werden gelöscht, von Aufnahmen, die im Reversebetrieb entstehen verbleiben nach den Vorwärtslöschen Reste vor allem auf dem rechten Kanal. Im Rückwärtsbetrieb werden alle Aufnahmen richtig gelöscht.
Ich habe den Verdacht, dass das Band nicht richtig über den Löschkopf geführt wird. Ich habe die linke Andruckrolle einmal umgedreht, um zu sehen, ob sie evtl. ungleichmäßig abgenutzt ist und daher das Band verzieht, es war jedoch keine Änderung festzustellen. Meine Vermutung ist ein deutlicher Einschliff an der linken Bandführung.
Ist die Bandführung zu drehen, so dass das Band über einen intakten Abschnitt läuft, oder wird dabei die Höhe verstellt oder sitzt sie dann einfach nicht mehr fest?
Der Bandzug scheint auch ok zu sein.
Können noch andere Ursachen vorliegen?
niels
(Hat jemand eine funktionierende Akaisonyrevox zu einem erträglichen Preis abzugeben?)
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Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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Zitat:niels postete
(Hat jemand eine funktionierende Akaisonyrevox zu einem erträglichen Preis abzugeben?)
Die Fangemeinde der X-2000 schrumpft. :-)
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Hallo Niels,
ich würde Dir raten erst einmal die Andruckrollen und den Riemen zu wechseln. Der Doppel Capstan Antrieb ist ja so was von sensibel.
Ein leicht zu geringer Bandzug kann dann das Problem noch verstärken. Somit sollte man die Federn der Bandzughebel gleich mittauschen.
Die mittlere Bandführung kann gedreht und dann wieder justiert werden. Die äußeren Bandführungen lassen sich, wenn ich mich recht erinnere nicht so einfach drehen.
Viel Erfolg,
Rainer
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Danke, Rainer.
Da die Löschköpfe jedoch außerhalb der Andruckrollen liegen, sollten jene von diesen doch nicht allzusehr beeinflußt sein?
Ich habe die Abwickelspule von Hand leicht gebremst und konnte keinen Unterschied feststellen.
niels
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Zitat timo:
Die Fangemeinde der X-2000 schrumpft. :-)
Wen wundert´s ? ;-)
Thomas
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Ich war jung und hatte das Geld (gerade so eben) und die Schwäche waren mir leider nicht bekannt. Ich hatte wirklich geglaubt eine gute Maschine zu erwerben.
niels
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Wahrscheinlich war ich im selben Alter und ein guter Freund von mir ebenfalls. Der hatte sich auch eine X-2000 gekauft, einige Wochen vorher habe ich mir meine B77 MKII zugelegt. Damals war ich schon ein bisschen neidisch, die Teac sah ja viiiieeeel besser aus als die graue Revox-Maus. Das war 1988.
Zeitsprung nach 2008: Die X-2000 ist schon lange tot, die B77 dagegen erst im besten Alter.
Tja.....
Gruss
Thomas
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Zitat:niels postete
Ich hatte wirklich geglaubt eine gute Maschine zu erwerben.
Ich bin auch aus allen Wolken gefallen, als ich hier im Forum von den ganzen Problemen mit diesem Modell gehört habe. Eigentlich war Teac für mich immer der japanische Bandmaschinen-Hersteller, der potentiell störanfällige Konstruktionen vermieden und stattdessen auf maximale Zuverlässigkeit gesetzt hat.
Vielleicht hatten sie genau deswegen bei der X-2000 Nachholbedarf in Sachen kühner Experimente. Siehe auch Uher SG-630. :-)
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Hallo Interessierte...
...auch wenn es nach "herbei gezogener Entschuldigung" klingt: bedenkt
bitte, dass die X2000 eine der letzten Vetreterinnen ihrer Art war.
Teac verbaute dort Baugruppen, deren Langlebigkeit der zu erwartenden
Nutzungsdauer der späten 80er Jahre entsprach (und folgte damit
bereits marktüblichen Trends....) ...und diese Nutzungsdauer
war nicht mehr zu vergleichen mit der TB-Nutzungsdauer zur Blütezeit
einer B77.
Zurück zu Niel´s Problem: da auch bei Deiner X2000 die Vorwärtsrichtung
wesentl. häufiger benutzt worden sein dürfte, tippe ich hier auf
erhöhten Kopfverschleiss auf der Vorwärtsseite. (evtl. auch Verstellung
des Kopfes und/oder starke Verschmutzung). Wenn Du die Andruckrollen
bereits einmal von L nach R getauscht hast und keine Änd. feststellbar
ist, kann man das ja dann ausschliessen.
Da der Effekt verstärkt auf einer Seite auftritt, könnte auch ein elektr.
Defekt des Löschkopfes vorliegen (...was aber m.W. selten ist). Messen
kann hier aber nicht schaden. Bei der Gelegenheit kann man sich den
gesamten Löschkreis einmal "ansehen" - vielleicht liegt da etwas in der
Schaltung im Argen.
Als weitere Verschleissteile bleiben die Metallstifte/Führungsstifte unter der
Kopfabdeckung übrig - starker Einschliff sollte ertastbar sein (mit dem
Fingernagel über die Öberfläche gehen...) oder spätestens unter der Lupe
sichtbar sein.
Gruss
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
Hallo in die Runde
Ob gleich ich eine derartige Maschine nicht besitze, lese ich diesen Thread aufmerksam mit. (Hätte ich doch fast vor ein paar Wochen mir eine Teac aus der Bucht gefischt ;-) )
Peter kam mir zuvor, denn bei den ersten Posts kam mir auch die Idee, mal nach der Elektronik zu fragen. Vielleicht einfach mal mit dem Ozzi vergleichweise zwischen Vorderseite und Rückseite messen. (Ob gleich ich nicht wüßte was dort genau zu messen ist. Vermute pulsierendes Magnetfeld ~ Strom und Frequenz, bitte um Korrektur!)
Insofern wäre aber auch die Frage interessant: Kam der Fehler plötzlich oder langsam schleichend.
Bei einer GX-77 kann ich aus Erfahrung sofort auf die Bandführung tippen (typischer Fehler bei der GX-77, Schlaffer Loadingroller, dann wird eine Seite auch nicht richtig gelöscht.) Also wäre das, wenn die Elektronik ok ist, die wahrscheinliche Vermutung. Ist es möglich mal ein paar Bilder der Bandführung zu sehen ??? Wie schon eingangs gesagt, rein Interesse halber.
VG
Michael
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Also, Rollie, bitte nciht die Bandführungen der X2000 mit der X1000 verwechseln.
Bei der X2000 kann man smämtliche Bandführungsbolzen drehen, OHNE daß sich daran eine Höhenjustierung oder etwas anderes ändert!
Bei der X2000 schraube man, um die äußeren Bolzen zu drehen, die MAschine hinten auf, enferne alle gesteckten Kabelverbindungen (ACHTUNG: Stecher und Steckplätze beschriften, da hier falsch gesteckt werden kann!!!). Dann entferne man die hintere Schwungscheibenlagerplatte samt Riemen und die Kopfabdeckung von vorne.
Dann kannst Du vorne und hhinten gleichzeitig die Schrauben lösen und die Bolzen drehen. Dann vorne und hinten die Schrauben wieder festziehen. Gleichzeitig empfehle ich, mit einer NAdel die Teflonstützscheibchen für die Schwungscheiben rauszupuhlen und umzudrehen. Eiinfetten oder einölen mit dickerem Öl nicht vergessen!. Die plombierten Schwungscheibenlager kann man nachstellen, wenn mans kann.
Dann einfach alles wieder zusammenbauen und schon ist der ganze Sonntag rum, weil halt X2000 kompliziert ist.
Gruß
MArtin
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Wenn ich das Band mit einem Wattestäbchen auf den rechten Weg zwinge, erfolgt die Löschung, wie sie soll; elektrisch ist also alles in Ordnung.
Den deutlich eingeschliffenen Fühlbolzen zur Reverseumschaltung habe ich bereits gedreht, das hat jedoch noch nicht gereicht.
Wenn ich das Laufwerk zerlege, ist auch die Öffnung des Motors fällig, da dieser, ganz X-Serie, inzwischen auch vor dem Kohlenstaubbedingten Exitus stehen dürfte.
Martin, was für ein Schmiermittel empfiehlst du für die Schwungscheibenlager? Möchtest du nicht mal für ein Wochenende nach Hildesheim kommen? Kost und Logis frei? Besuch des 1000jährigen Rosenstocks, von mir persönlich bekocht (keine Angst, ich koche regelmäßig für Frau und Kind) und gemeinsames Schrauben......
niels
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Ich komme gerne mal bei Gelegenheit nach Hildesheim.
Für die CAPSTANlager (vorderes und hinteres) habe ich Sinterlageröl für Siemens 2000 Projektoren verwendet. Sauteuer das Zeug, muß also gut sein. Gibts nur noch bbei Kinotechnik Welsch 10ml 10 Euro. Habe ich auch für die Teflonscheiben der Stützlager verwendet. Von diesen Lagern sprach ich im obigen Post. Dieses Öl verwendete ich ebenso für die LAger des Capstanmotors, auch für die bewegliche hintere Lagerpfanne.
Nach einer Neujustierung der Schwungsscheibenlage mit den verrplombten Schrauben lief sie ein knappes Jahr lang leierfrei auf Revox-Niveau. Dann gings wieder los, genauso schlimm wie zuvor, von einem Moment auf den anderen.
Da muß0 ich auch nochmal wieder ran. ich habe aber keine Lust mehr. Vielleicht kaufe ich mal, wenn ich zuviel Geld habe, einen neuen Motor.
Ein Traum wäre ein Umbau auf einen Drehstrom-Asynchronmotor und Steuerung mittels Frequenzumrichter. Aber das ist wegen der Oberschwingungen der Frequenzumrichter auch sehr sehr schwwierig....
Liebe Grüße
MArtin
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Bei der Maschine lässt sich vieles ein- und verstellen. Auch in bestimmten Grenzen die Parallelität zwischen Andruckrollen und Tonwellen. Martin, hast du diesbezüglich Erfahrungen? Ich kann mir vorstellen, dass eine Unparallelität zu eben dem Bandverzug führen könnte. Ich meine mich zu meinem Unglück an spezielle Einstellstifte zu erinnern, die im SM erwähnt sind. Wäre also die Frage, ob diese zu bekommen, nachzubauen oder sonstwie zu ersetzen sind.
Da bei Wiedergabe, egal in welcher Richtung, das Band an allen Köpfen vorbeiläuft, gibt es keinen unterschliedlichen Verschleiß infolge häufigerer Vorwärtsnutzung.
niels
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Ob es die Stifte noch gibt?
Das sind einfach Metallröhrchen mit einem Schlitz drin, die man auf die Tonwellenärmchen aufstetzt, um diese dann zu verbiegen (!!).
Das Band läuft IMMER, aber das habe ich schon oft genug erklärt, da raus, wo der Andruck am stärksten ist. Also dahin, wo die Andruckrolle "zuerst" berührt.
Kannst Du OPTISCH denn sehen, daß das Band rausläuft?
Habe ich bei meiner nicht. Meine leiert nur. Wird Deine aber auch, wenn wir nachmessen, wetten?
Liebe Grüße
MArtin
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Moin, moin.
Da war sie wieder, die Frage nach dem richtigen Öl.
Ich wundere mich immer wieder darüber, daß das nicht allgemein bekanntes Wissen ist.
Die Modellbahner haben das gleiche Problem. Deshalb bietet so ziemlich jeder Modellbahn-Hersteller "Modellbahnöl" an. Gut, es steht nicht Sinterlageröl drauf, damit man ja nur ihr Öl kauft. Es ist aber allerfeinstes Sinterlageröl. Auch nicht gerade billig, aber man kriegt es an jeder Ecke und es ist auch meist mehr drin als 10 ml .
Ich würde aber eine normale Flasche ohne Ölermechanismus nehmen (ist auch billiger) und das Öl in eine kleine Spritze mit feiner Kanüle ziehen. Damit kann man besser dosieren und auch fast alle Stellen erreichen.
Ansonsten kann man sich auch im Fachhandel diverse verschiedene Sinterlager-Öle normal kaufen. Notfalls für Polar, oder Wüstenbetrieb. Auf dem Öl-Sektor gibt es heute fast alles. Oft sogar zuviel, um da noch richtig Durchblick zu haben, aber dafür gibt´s ja den Fachverkäufer.
Für mich ist regel- und sachgemäße Schmierung der wichtigste Wartungspunkt bei mechanischen Dingen.
Viele Grüße, Arnulf.
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Ich habe da gerade bei meiner Dresden D2 35mm Maschine so einige Erfahrungen gesammelt.
Ich kann nun sagen, daß es nicht darauf ankommt, daß sich etwas leicht dreht (dünnes Öl), sondern daß es sich absolut gelichmäßig dreht (dickels Öl).
Deswegen empfielt ja Teac auch die dicke DTE Light-Pampe.
Ich werde diesbezüglich das nächste mal, wenn ich die Teac richte, nicht das sauteure Sinterlageröl für original Siemens 2000 16mm Projektor verwenden, sondern das dicke Getrieböl für die 35er MAschine.
Zur Erklärung: In einen 35mm Kinoprojektor kommt wie in ein normale Auto, eine Ölfüllung ins komplette Getriebe. Meist zwischen 300ml und 500ml.
Gruß
MArtin
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