4-Spur: Unterschied zw. außen und innen beim Altern
#1
Hallo liebe Tonband-Freunde,

vor Tagen habe ich ein paar alte Bänder aus den 70er abgehört.

Bandtypen BASF DP 26 und AGFA PE 46; Spurlage 4-Spur, Stereo; Geschw. 19 resp. 9,5; Aufnahme mit UHER Royal de luxe.

Dabei ist mir aufgefallen, daß die linke Spur immer eine Idee leise ist als die rechte Spur. Die Stereowiedergabe ist somit etwas "schief".
Diesen Effekt habe ich unabhängig vom wiedergebenden Gerät beobachtet, daher kommt nur das Band als Ursache in Frage.
Ich möchte ausschließen, daß ich alle diese Aufnahmen so unsymmetrich aufgenommen habe, das wäre mir damals bestimmt aufgefallen.

Daher vermute ich, daß im Laufe der Jahre bei einer 4-Spur-Aufzeichnung die Spuren 1 & 4 (Stereo, links) etwas an Intensität verlieren. Diese Spuren befinden sich an der Außenkante des Bandes und haben daher - im Gegensatz zu den innen liegenden Spuren 2 & 3 - nur eine magnetische Nachbar-Spur, d. h. eine andere magnetische "Umgebung".

Es ist mir schon klar, daß die Magnetisierung eines Bandes im Lauf der Zeit nachlassen kann. Hier geht's es um den unterschiedlichen Intensitätsverlust zwischen dem linken und rechten Kanal bei 4-Spur-Aufnahmen.

Gibt es diesen Unterschied prinzipiell? Wenn ja, welche Ursache hat er? Von welchen (Band-) Parametern hängt die Stärke des Verlustes ab?

Wenn der Effekt wirklich von der Lage der Spur (außen oder innen) abhängen sollte, müßte es doch schon bei einer Neu-Aufnahme einen winzigen Unterschied in der Magnetisierung zwischen links und rechts geben oder?

Vielleicht findet sich ein kundiger Mensch, da hier Aufklärung leisten kann.
Vielen Dank!

prinz
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#2
Zitat:prinz postete
Diesen Effekt habe ich unabhängig vom wiedergebenden Gerät beobachtet, daher kommt nur das Band als Ursache in Frage.
Falsch. Da kommt mit Sicherheit n Frage das Gerät auf was das Band Bespielt wurde. Wen das Gerät den Kopf Falsch Ausgerichtet hat, ein Ungleichmäsigen Einschliff durch Abnützung, auf eine Spur ein Verschmutzungkrümmer Mehr durch Ablagerung vom Bandstaub oder wen das Band auf ein Gerät Bespielt wurde wo das Band mit hilfe von Kleine Filtz Stücke am Kopf Gedruckt wird, die zuständige Feder Verbogen und somit ein Ungleichmäsigen druck ausübt, hast'e das Gleiche Problem.

Du Soltest mahl auf ein Freien Stück probieren das Band Neu Bespielen mit eine gut Eingestellte Maschine, Perfekt Saubere Köpfe anschliesend das Ergebnis Begutachten. Ist der Efeckt wieder da, ist das Band Alle.
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#3
Hallo EinarN,

vielen Dank für Dein Posting. Die von Dir beschriebenen Punkte können in der Tat Ursachen für Asymmetrien im Wiedergabepegel links/rechts sein.

In meinem Falle scheiden sie allerdings aus.
Wie bereits erläutert, kann ich einen Fehler bei der Aufnahme mit Gewißheit ausschließen. Diese Asymmetrie hätte ich auch schon 1978 gehört. Da waren meine Ohren bestimmt nicht schlechter als jetzt:-)
Auch ist nicht der Wiedergabezweig meiner Tonband-Geräte die Ursache, denn die Asymmetrie besteht nur bei diesen alten Bändern, nicht bei neuen.

Damit bleiben die Fragen:
Wovon hängt der Pegelverlust durch Altern eines Tonbandes ab?
Gibt es beim Alterungsprozeß einen Unterschied zwischen Außen- und Innen-Spur eines 4-Spur-Bandes?

Für Antworten oder Gedanken zu diesem Thema wäre ich sehr dankbar.

prinz
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#4
Ist die Maschine, mit der die Aufnahmen gemacht worden sind, noch existent? Wenn ja: Macht sie problemlose Aufnahmen?

Zur Sicherheit: Die Bänder sind nicht wellig? Schon geringe Welligkeiten können zum Pegelverlust führen.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#5
Hallo niels,

vielen Dank für Dein Posting. Das Stichwort "Welligkeit" bringt für mich einen neuen Aspekt in die Geschichte.

Ich habe die Bänder inzwischen inspiziert und keine welligen Bandkanten entdeckt. Da habe ich Bänder aus den 60ern (BASF, LGS), bei denen die Welligkeit der Kanten direkt ins Auge springt.

Aber Du hast natürlich recht, da der Pegelverlust die äußeren Spuren betrifft, könnte er in der Tat eine mechanische Ursache haben.

Die Magnetisierung der äußeren Spuren scheint zumindest geschwächt. Fragt sich nur warum.

Vielleicht werde ich in nächster Zeit etwas Literatur-Recherche betreiben. Über "Lagerfähigkeit" o. ä. bei Tonbändern muss sich doch was finden lassen.

Zur benutzten Maschine: Es handelte sich um eine UHER Royal de luxe, die heute noch im Einsatz ist. Allerdings ist sie vor Jahren revidiert worden - also nicht mehr im Zustand von 1978, als ich die Bänder bespielt habe.

Noch was am Rande:
Zu Deinem Stichwort "Welligkeit" fiel mir die Werbung für das UHER Logic ein.
"Nie wieder wellige Bandkanten." Hätte ich damals ein Logic nutzen sollen? Ob das allerdings heute noch so problemlos liefe wie die Royal de luxe ...

Viele Grüße
prinz
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