Die "Nasenprobe" d.h. die Überprüfung eines Tonbandes auf seinen Geruch kann nicht in allen Fällen Klarheit über die zeitliche Stabilität des Bindemittels (in Richtung sticky shed syndrome bzw. Kleben oder Schichtabslösung bringen, es gibt immer wieder Ausnahmen:.
So riecht ein Maxell UDXL und auch XLI merklich, ist aber nach Jahrzehnten noch brauchbar (Versuche mit XL35-180P -also ohne RSM) stehen noch aus. Ein BASF DP26LH dagegen riecht kaum, ist aber in vielen Fällen völlig unbrauchbar. Sony ULH hatte im Neuzustand einen scharfen, pfefferminzartigen Geruch und schmierte bereits kurz nach dem Kauf in den End-70ern. Das Band enthielt eine wichtige Sicherheitskopie, wurde daher auch verwahrt und im Archiv seinerzeit "vergessen". Heute ist der Geruch bei diesem Band allerdings völlig verschwunden; das Band ist aktuell ohne weitere Maßnahmen oder gar Backen einwandfrei spielbar-erstaunlich!
Bei kürzlich testweise erworbenen Revox 601-621ern und extremem Geruch (was zum Verbot der Anwendung im Wohnzimmer durch meine Frau führte), ist der Reibwert beim Umspulen bereits merklich erhöht (Umspulgeschwindigkeit fällt ab im Vergeich zu anderen Bändern), während eine Aufnahme und Wiedergabe (noch) einwandfrei gelingt. Die Frage bei diesem Bandtyp ist allerdings ernsthaft zu stellen: wie lange noch?
In vernünftigen Grenzen wage ich daher folgende These aufzustellen: Bänder, die merkbar ausgasen (Geruchsprobe) zeigen dadurch an, dass sie mit einer großen Wahrscheinlichkeit zeitlich instabil sind, was beim Kauf unbekannter Bänder ernsthaft berücksichtigt werden sollte.
Nehme ich hingegen meine alten LP35 (ohne LH) zur Hand, dann haben die allenfalls diesen ominösen, extrem leichten und kaum wahrnehmbaren Geruch nach altem Walfischtran. Und diese Bänder laufen nach Jahrzehnten noch ohne jede Beanstandung.
Mich würden Eure Erfahrungen unter den o.g. Aspekten interessieren!
Ja, die Bändertauglichkeitsliste ist mir bekannt!
Martin
So riecht ein Maxell UDXL und auch XLI merklich, ist aber nach Jahrzehnten noch brauchbar (Versuche mit XL35-180P -also ohne RSM) stehen noch aus. Ein BASF DP26LH dagegen riecht kaum, ist aber in vielen Fällen völlig unbrauchbar. Sony ULH hatte im Neuzustand einen scharfen, pfefferminzartigen Geruch und schmierte bereits kurz nach dem Kauf in den End-70ern. Das Band enthielt eine wichtige Sicherheitskopie, wurde daher auch verwahrt und im Archiv seinerzeit "vergessen". Heute ist der Geruch bei diesem Band allerdings völlig verschwunden; das Band ist aktuell ohne weitere Maßnahmen oder gar Backen einwandfrei spielbar-erstaunlich!
Bei kürzlich testweise erworbenen Revox 601-621ern und extremem Geruch (was zum Verbot der Anwendung im Wohnzimmer durch meine Frau führte), ist der Reibwert beim Umspulen bereits merklich erhöht (Umspulgeschwindigkeit fällt ab im Vergeich zu anderen Bändern), während eine Aufnahme und Wiedergabe (noch) einwandfrei gelingt. Die Frage bei diesem Bandtyp ist allerdings ernsthaft zu stellen: wie lange noch?
In vernünftigen Grenzen wage ich daher folgende These aufzustellen: Bänder, die merkbar ausgasen (Geruchsprobe) zeigen dadurch an, dass sie mit einer großen Wahrscheinlichkeit zeitlich instabil sind, was beim Kauf unbekannter Bänder ernsthaft berücksichtigt werden sollte.
Nehme ich hingegen meine alten LP35 (ohne LH) zur Hand, dann haben die allenfalls diesen ominösen, extrem leichten und kaum wahrnehmbaren Geruch nach altem Walfischtran. Und diese Bänder laufen nach Jahrzehnten noch ohne jede Beanstandung.
Mich würden Eure Erfahrungen unter den o.g. Aspekten interessieren!
Ja, die Bändertauglichkeitsliste ist mir bekannt!
Martin
"Früher war mehr Lametta!"

