Grundig MCF 600, Stoppt nach Sekunden
#1
Liebes Forum, liebe Grundigfreunde,


Ich habe mir wohl versehentlich, durch Unaufmerksamkeit (Steuerung ist gegen Netzteil-Kondensator gekommen) einen Defekt ins MCF600 eingebracht.

Das MCF600 stoppt jegliche Laufwerksfunktion nach einigen Sekunden, es löst, so scheint es, einen Autostopp aus.

Wenn ich mir den Schaltplan betrachte werde ich daraus nicht so recht schlau, ich kann die Autostoppfunktion nicht sicher ausmachen und kann daher den Fehler nicht wirklich einkreisen.

Am Taktgeber des Laufwerks liegt es nach meiner Einschätzung nicht, da das Zählwerk korrekt arbeitet.


Wer mag mir den entscheiden Hinweis geben?


Vorab besten Dank und Grüße

Thomas

   

   

PS: Service-Handbuch_MCF600
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#2
Gelöscht, war Blödsinn.
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#3
T609 gucken ob bis zum abschalten ein Signal ankommt. 
Wird gleichgerichtet und geht über T606 und D629 auf Stopp Falls es fehlt. Da hast du deine Zeitkonstante.
Guck hier auf dem Handy und muss immer hin und her switchen. Ist schwierig, deshalb die Kurzform.
Ist nicht der klassische Weg mit erst Spannung messen.
Die Fachleute melden sich bestimmt noch.
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#4
Hi ManiBo,

danke für Deinen Hinweis, das Revier hatte ich mir gerade auch erschlossen, habe die Germanium Diode D629 einseitig ausgelötet, danach war kein Autostopp mehr. Bin dann auch auf die ungewöhnliche Taktaufbereitung mit T606 usw. gestoßen. Da die Abschaltung erst nach einigen Sekunden greift sollten demnach T606, T607 i.O. sein.

Ich werde einmal messen! 

Was mich überrascht bzw. mir sich nicht offenbart, ist dass der Takt scheinbar nicht aus der Wickeldornabtastung kommt oder sehe ich da wieder etwas nicht? (Verbindung zu G, des Zählerbausteins (D-Punkt), wird es ja wohl nicht sein?)

Thomas
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#5
Kommt vom Motorbaustein über R667.
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#6
Der Motorbaustein hat aber lediglich die Versorgungsanschlüsse sowie einen Takteingang der direkt zum Quarzbaustein geht. An die Logik-Leiterplatte geht nur Masse und Plus 10,8V DC über "C+". Ich sehe da keine Taktung welche über R 667 führt.
Ich werde irgendwie aus der Schaltung nicht schlau, ich sehe den Taktgeber nicht!
Grüße

Thomas

PS: Die Messung an C618 läßt keinen Takt erkennen.
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#7
Das ist wirklich leicht undurchsichtig. Es kann aber eigentlich nur vom Zählerbaustein kommen, zu mal ja auch die Verbindung zum Memory-Stopp darüber laufen muss. Vielleicht einfach mal messen was über die Verbindung "G" so vor sich gehrt.

Gruß Ulrich
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#8
Liebe Grundig-Freunde,

inzwischen habe ich viel gemessen und getestet sowie vor allem recherchiert und bin auf Lehrreiches gestoßen.

Die Schaltung zum Auto-Stop (weitestgehend auch der kompletten Steuerung) des MCF500/6000 entspricht dem Kassettenrekorder Typ CF5500 und dies war für mich ein entscheidender Hinweis. Denn die ungewöhnliche Schaltung wird nicht wie zunächst vermutet über den Zählerbaustein als Taktgeber getriggert, sondern ausschließlich über den Strom des Wickelmotors.

Eine tolle Beschreibung aus dem Jahre 1980 gibt es direkt von Grundig:


.pdf   Grundig_CF5500_Elektronik_Funktionsbeschreibung.pdf (Größe: 1.21 MB / Downloads: 13)

Inzwischen rennt die Schaltung auch wieder, nur ein fehlerhaftes Bauelement konnte ich nicht ausmachen, was irgendwie total unbefriedigend ist, wenn es auch eine lehrreiche Zeit war.

Ich habe die Schaltung in ihre Funktionssegmente/stufen unterbrochen und deren Bereiche auf Funktion händisch (z.B. Takteinspeisung über einen Draht der pulsweise auf Masse geht.) geprüft. Wahrscheinlich durch die zahlreiche Löterei auf der etwas problematischen doppelkaschierten Leiterplatte, war der Fehler wohl eher irgendwie in der Verlötung zu suchen. Es sind also keine Bauelemente weder auf Verdacht oder sonstwie erneuert worden.


Grüße

Thomas
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#9
Video 
Ich wollte erst noch geschrieben haben, dass es Geräte gibt, die diese "Störimpulse" des Motors zur Bandendabschaltung auswerten. Ich habe es aber in der Grundigschaltung nicht erkannt (fortschreitendes Alter bzw. Demenz??).
Vor über 30 Jahren hatte ich mal an einem Sansui D705 rumgebastelt (an Schaltungsunterlagen zu kommen war damals nicht so einfach wie heute) an dem der Wickelmotor Störungen im Audiobereich verursacht hat. Da kam ich auf die dumme Idee diese Störungen einfach wegzufiltern (Spule, Kondensator), das Ergebnis war Störung im Audiobereich weg, aber Gerät schaltet nach kurzer Zeit auf Stopp. Da war mir klar, dass diese Impulse benötigt wurden.

Schaltungstechnisch sieht das dort so aus:

   

Pin 5 IC2 (BA6208, enthält die H-Brücke) entspricht ungefähr Emitter T622 im Grundig. Q18 im Sansui bringt den Impuls auf Logikpegel des IC 1. Im Grundig läuft es halt noch ein bisschen diskreter ab, das Prinzip ist gleich.

Da ich diesen Sansui noch besitze, mal eine Messung. Kanal 1 (Gelb) Pin 5 IC 2, Kanal 2 (Blau) Kollektor Q18.

   

Gruß Ulrich
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#10
Hi Ulrich,

in etwa sehen die Kommutatorimpulse (Abschaltinduktion) auch beim MCF600 aus, allerdings eher im Wiedergabebetrieb, da hier über den BD135, der als Drehmomentbegrenzer (nur bei Wiedergabe) dient, der Strom begrenzt wird. Beim schnellen Vor- bzw. Rücklauf sind die Kommutatorimpulse erheblich ausgeprägter (zeitlich länger bzw. breiter im Signal) und man kann bei der Messung gut beobachten, dass die Impulse, bei Blockierung des Wickels, ausbleiben.

Beste Grüße

Thomas

PS: Warum man dies hier so verwirklicht hat, ist mir aber nicht ganz verständlich, zumal der Zählertakt als Signal zur Transporterkennung vorhanden ist. Muss schlussendlich doch preiswerter in der Umsetzung gewesen sein!
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