Dual Kassetten Decks
#1
Gab es von der Firma Dual empfehlenswerte gute Kassetten Decks?
Viele Grüße
Michael
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#2
Ich hatte mal ein DUAL C826, welches ich dann zugunsten eines Kenwood KX-880D verkauft habe. Ich fand es eigentlich recht gut, Sendust Kopf, zwei Motoren Laufwerk, DLL, und sehr leise. Ein DUAL C844 habe hier noch stehen, läuft selten. Eigentlich ein tolles Deck, leider gibt es halt klangliche Probleme mit Dolby Fremdaufnahmen, oder wenn du Eigenaufnahmen des DUAL C844 auf anderen Decks wiedergeben möchtest. Da entstehen auf beiden Seiten meist Pumpeffekte, vor allem wenn unterschiedliche Dolby ICs verbaut sind. Ein DUAL C846 bzw. CC1462 wäre die aktuellere Version des DUAL C844 und verwendet schon neuere Dolby ICs, ich glaube TEA 0665, die hatte ich nie, aber fand ich auch immer sehr ansprechend. Alle Decks haben DLL. Ich fand die DUAL Decks mit DLL eigentlich immer toll, selbst die kleinen, welche ja vom Laufwerk her nicht so dolle waren.
Viele Grüße,

Michael
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#3
Dual C830! (https://www.hifi-archiv.info/Dual/1979/dual79-26.jpg)
Nach dem Beheben kleiner Alters-Zipperlein ein sehr schönes und solides Dreikopfdeck. Allerdings nur Dolby B, falls dich das stört....

LG
Holgi
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#4
Im Dual Board ist mal wieder was los. Da hat auch jemand nach einem Dual Deck gefragt.
Offensichtlich sind dort gewaltige Wichtigtuer und Kindsköpfe unterwegs.
Viele Grüße
Michael
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#5
(23.02.2021, 14:27)hannoholgi schrieb: Dual C830! (https://www.hifi-archiv.info/Dual/1979/dual79-26.jpg)

Das ist aber kein "richtiges" Dual, sondern OEM (Denon?), oder?

Die Optik ist stark.
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#6
Das ist zwar ein OEM-Deck, aber Denon ist es nicht. Es war irgendein nicht so bekannter japanischer Hersteller, ich komme jetzt aber nicht mehr drauf, welcher.

So sieht es von innen aus:

   
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#7
Das C844 könnte dann auch von diesem Hersteller gekommen sein. Boardbeschriftung und verwendete Bauteile ähneln sich schon stark.
Viele Grüße,

Michael
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#8
Sieht meinen JVC von innen ähnlich  Huh
Gruß, Kuni
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http://kuni.bplaced.net/
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#9
Holger könnte das Asai gewesen sein?
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#10
(23.02.2021, 18:50)hannoholgi schrieb: Das ist zwar ein OEM-Deck, aber Denon ist es nicht. Es war irgendein nicht so bekannter japanischer Hersteller, ich komme jetzt aber nicht mehr drauf, welcher.

Ich hatte mal ein C809 (siehe hier). Ein einfaches, aber rundum solides Deck, mit dem ich als Dreikopf-Fan allerdings nicht so richtig warm geworden bin und es forenintern weiterverkauft habe. Der neue Besitzer hatte Denon als Hersteller im Verdacht, war sich aber nicht sicher.

Ich bilde mir ein, innen (5. Bild von oben im verlinkten Beitrag) Familienähnlichkeit mit dem C830 erkennen zu können (wobei im C809 natürlich deutlich mehr Luft ist), aber mir fehlt das geschulte Auge, um das wirklich beurteilen zu können.
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#11
Das C901 wurde noch nicht genannt, welches für mich besonderen Charme ausstrahlt und außerdem hervorragende Aufnahmen macht wenn es eingemessen ist.
Gruß
Manfred

....und jetzt mit einer weiteren Verbesserung der Grundig TS1000.....
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#12
Was mich interessieren würde. Ist das c901 für eine Wandmontage ähnlich einem Tandberg TCD 330 geeignet?

VG  Martin
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#13
Ja, ist es
Gruß
Manfred

....und jetzt mit einer weiteren Verbesserung der Grundig TS1000.....
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#14
das C901 ist auch mein absolutes Dual-Lieblingsdeck, wenngleich es sicher spätere Modelle gibt, die klanglich besser sind. Es trägt halt diese unzerstörbare Anmutung, die auch die Dual Dreher zu der Zeit hatten. Was auch interessant ist, ist, dass das Deck schon für Quadro vorbereitet war, im Chassis sind Ausstanzungen für zwei weitere VU-Meter und zusätzliche Schieberegler vorhanden. Leider ist es hierzu nicht mehr gekommen, Prototypen und Unterlagen existieren nicht mehr. Ich wollte immer mal anfangen, ein Quadro 901 zu bauen, aber Arbeit, Familie und Eigenheim versauen mir die ganze Freizeit Rolleyes . Wenn jemand so ein C901 zum Basteln haben möchte, ich habe noch ein paar davon, die ich damals für das Projekt weggestellt hatte.

@Michael ( Adler23 ) - das ist genau der Grund, weshalb ich mich aus dem Dual Board irgendwann verabschiedet habe, obwohl ich Fan deser Marke bin und jahrelang dabei war.

Gruß Frank
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#15
(23.02.2021, 22:42)Technics123 schrieb: Holger könnte das Asai gewesen sein?

Genau! Das war's!  Smile
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#16
(24.02.2021, 09:50)nick_riviera schrieb: das C901 ist auch mein absolutes Dual-Lieblingsdeck, wenngleich es sicher spätere Modelle gibt, die klanglich besser sind. Es trägt halt diese unzerstörbare Anmutung, die auch die Dual Dreher zu der Zeit hatten. Was auch interessant ist, ist, dass das Deck schon für Quadro vorbereitet war, im Chassis sind Ausstanzungen für zwei weitere VU-Meter und zusätzliche Schieberegler vorhanden. Leider ist es hierzu nicht mehr gekommen, Prototypen und Unterlagen existieren nicht mehr. Ich wollte immer mal anfangen, ein Quadro 901 zu bauen, aber Arbeit, Familie und Eigenheim versauen mir die ganze Freizeit Rolleyes . Wenn jemand so ein C901 zum Basteln haben möchte, ich habe noch ein paar davon, die ich damals für das Projekt weggestellt hatte.

@Michael ( Adler23 ) - das ist genau der Grund, weshalb ich mich aus dem Dual Board irgendwann verabschiedet habe, obwohl ich Fan deser Marke bin und jahrelang dabei war.

Gruß Frank

Daher kenne ich deinen Namen. Ich war dort auch früher unterwegs.
Viele Grüße
Michael
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#17
Ich mag da noch das C939 beisteuern, sieht phantastisch aus, solide gebaut UND klingt prima.
Und wenn ich es wieder ans Laufen bekommen Angry  sollte, steuer ich auch gern paar Bilder bei.
Im Moment liegt das Teil wieder zerlegt auf der Werkbank.

LG
Mike
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#18
Das hatte ich lange Jahre und es war mein bestes DUAL-Deck.

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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#19
(24.02.2021, 09:26)mampfi schrieb: Ja, ist es

Hast du das mal gemacht? Sind da unten Einkerbugen für die Schrauben wie beim Tandberg vorhenden oder muss man selber Löcher in die Zarge bohren. Hängt dann nicht die Haube etwas nach unten und wird die Kassette dabei von oben eingeschoben? Fragen über Fragen ich weiß. Ich frage das weil ein Freund evtl. sein Tandberg ersetzen will und auch schon an Dual gedacht hat. Er hat aber nur Platz für Wandmontage. Ich möchte ihm keine Empfehlung geben die dann nicht funktioniert.

[Bild: Dual_C-901-Prospekt-1.jpg]
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#20
Nein habe ich nicht.
Ich hatte aber schon zwei in der Mache. Am Boden des Gerätes sind 2 sog. Schlüssellöcher angebracht.
Mit denen wird, nach genauem messen und bohren, das Gerät an die Wand gehängt. Die Tasten zeigen dabei nach unten und die VU Meter sind im eingeklappten Zustand abzulesen, daraus ergibt sich, daß die Cassette praktisch von unten ins Cassettenfach eingeschoben wird.
Die Zarge, also der Holzteil, schätze ich mal mit 80mm Höhe ein. Entsprehend dürften die Scharniere der Haube etwa 100mm von der Wand entfernt sein. Das heißt es dürfte kein PRoblem sein auch die Haube im hängenden Zustand zu benutzen.

Aber wie geschrieben, probiert habe ich das nicht.
Gruß
Manfred

....und jetzt mit einer weiteren Verbesserung der Grundig TS1000.....
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#21
Bzw. das C919 ohne Autoreverse von 1976 könnte fast noch besser geeignet sein? oder fällt das Qualitativ zum C901 schon etwas ab?

VG Martin
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#22
ich denke, C919 und C939 sind noch ähnlich robust wie das C901. Es gibt aber eigentlich keinen Grund, das C901 nicht zu nehmen - die Dinger sind immer noch leicht zu finden und kosten nicht viel, und von den technischen Daten sind die Nachfolger nicht besser. Ist eigentlich eher eine Designfrage - zum Plattenspieler 701 oder 1229 passt das C901 besser, zum 721 sehen die Nachfolger besser aus.

Gruß Frank
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#23
Hi Michael und alle anderen,
vielleicht helfen diese Bilder von den beiden Decks C939 und C919 weiter? Der Vollständigkeit halber zeige ich die Decks nicht nur von hinten  Big Grin. Fangen wir mit dem C919 an. Mit geschlossenem Deckel sieht es so aus:
   

Der Deckel lässt sich um 90° öffnen:
   

Hat man einen Deckel (die sind rar) und möchte ihn bei Wandmontage benutzen, muss sichergestellt sein, dass sich die Scharniere noch so stramm ziehen lassen. Ich finde, offen gestanden, die Bedienung an der Wand mit dem Deckel unpraktisch, weshalb bisher noch keines meiner beiden (drei) Decks an der Wand hing. Reizvoll finde ich es aber schon, offen gestanden, und Platz hätte ich dafür auch noch. Von Hinten sieht das C919 so aus:
   

Damit ist es eher für Wandhaken als -schrauben geeignet - das würde ich wegen des Gewichts ohnehin vorziehen. Nicht, dass das Gerät übermäßig schwer wäre, aber der Boden besteht nun einmal nur aus recht dünnwandigem Kunststoff.

So richtig knorke stelle ich mir das C919 an der Wand aber aus diesem Grund nicht vor, und das sind die Zuleitungen:
   

Das ist beim C939 besser gelöst, aber zunächst mal wieder die Bedien-Ansicht:
   

Wie beim C919 lassen sich die Aussteuerungsanzeigen hochklappen, aber es gibt kein Prismenglas mehr für das Zählwerk (ich muss offen gestanden sagen, dass ich den Sinn von Zählwerken noch nie verstanden habe, da sie untereinander nicht geeicht sind):
   

Von unten fällt direkt etwas auf:
   

Das C939 hat eine MENGE Löcher im Boden - neben den Ösen für die Wandbefestigung halt auch welche, um einen Ständer einzuklemmen. Durch die drei jeweils zusammengehörenden, versetzten Schlitze kann ich den Winkel bestimmen. Mit einem Kollegen vom Dual-Board habe ich einen Ständer im 3D-Druck entwickelt - von mir kommt der grobe Entwurf und der Kollege hat's verfeinert. Wer Interesse und einen 3D-Drucker hat...

Besser als beim C919 ist die Zuleitungsfrage gelöst, finde ich:
   
Durch die Aussparung unterhalb der Anschlüsse lassen sich die Audio-Kabel besser und weniger sichtbar verlegen.

Noch mein Senf zur Qualität der Decks: beide Decks klingen erstaunlich gut. Ich habe 70er-Jahre-Decks aus der Verwandtschaft immer nur muffelig in Erinnerung, d.h., bar jeder Höhenwiedergabe. Das ist hier nicht so. Ich finde, dass beide Decks gut klingen und das C939 hat auch erstaunlich wenig Azimuth-Probleme. Es wirkt etwas moderner als das C919, ist auch etwas größer, was vor allem im direkten Vergleich auffällt. Die Kassetten fallen nicht heraus, wenn das Deck senkrecht steht (oder hängen würde). Dennoch glaube ich, dass die beiden Decks mit dem Tandberg TDC-310 nicht mithalten können. Es sind halt nur Einmotorendecks mit interessanter, aber auch einfacher Mechanik (was bei der Revision vielleicht von Vorteil ist). Die Motoren sind die bekannten "Dosenmotoren" aus den Dual-Plattenspielern - die sind kräftig, leise, aber muten in Tapedecks merkwürdig an. Blöd finde ich, dass die Decks komplett abgeschaltet sind, wenn keine Taste eingerastet ist (also am Ende einer Aufnahme, Wiedergabe oder beim Spulen) - jeweils quittiert mit einem Ploppen in den Lautsprechern. 

Zu einer Vintage-Anlage passen die Decks optisch natürlich hervorragend und Musik kann man damit auch prima aufnehmen und wiedergeben.
Liebe Grüße
Thomas
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#24
Hallo Thomas,

Danke dir für die wirklich nützlichen Informationen!

VG

Martin
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