Sony MZ-1: Der erste einer ausgestorbenen Rasse
#1
Wir schreiben das Jahr 1992. Zwei Hersteller, die bei der Entwicklung der CD zusammengearbeitet haben, bringen jeweils ein neues digitales Aufnahmemedium für den Consumermarkt heraus. Philips die DCC, welche die markeneigene CompactCassette ersetzen soll und Sony die MiniDisc, welche ebenfalls die CC und die beim Consumer wenig erfolgreiche DAT-Kassette ablösen soll. Die konkurrierenden Systeme setzen auf komplett unterschiedliche Ansätze, vereinen aber die Nutzung von verlustbehafteter Datenkompression.

Sony startet die Minidisc im November 1992 mit dem portablen Recorder MZ-1. Bald würde also die MD ihren 25. Geburtstag feiern – wenn sie noch leben würde. Aus diesem Anlass, möchte ich das genannte Gerät vorstellen.

       

Beschreibung:

Der MZ-1 ist ein tragbarer MiniDisc-Recorder und das erste MiniDisc-Gerät überhaupt. Der Betrieb ist entweder über einen NiCd-Akku möglich oder am Stromnetz mit einem Netzteil. Auf Seiten der Eingänge ist ein analoger Line-In, ein digitaler Line In (optisch, über kombinierte Buchse), sowie ein Stereo-Mikrofoneingang mit wahlweise 20dB Dämpfung vorhanden. Der Aufnahmepegel kann entweder automatisch oder manuell gestellt werden. Ausgänge sind ein analoger sowie digitaler, optischer Line-Out (ebenfalls über kombinierte Buchse) und ein Kopfhörerausgang vorhanden. Bei letzterem kann die Lautstärke eingestellt und eine zweistufige Bassanhebung (Bass Boost) zugeschaltet werden. MiniDisc-typisch sind Editierfunktionen vorhanden, was sich aber damals auf das Teilen und Zusammenfügen wie auch Verschieben und natürlich Löschen von Titeln beschränkte. Disc- und Titelnamen können aber auch am Gerät eingegeben werden. Der MZ-1 nutzt die erste Generation des Kompressionscodecs ATRAC, in diesem Fall ATRAC1. Der Codec wurde bis heute weiterentwickelt und ist, was ihn in Kombination mit der MD angeht, abwärtskompatibel. D.h. mit neueren Recordern aufgenommene MDs können mit dem MZ-1 wiedergeben werden, solange sie im SP-Mode (292 kbit/s) aufgenommen wurden. Der letzte Entwicklungsstand ist ATRAC9, dieser wird aber nur für Spiele für die Playstation 4 und Vita verwendet und kann somit von keinem anderen Spieler wiedergegeben werden.

Bedienung:

Im Gegensatz zu vielen moderneren MD-Walkman mit Klappmechanismus, die ein manuelles Einführen und Herausnehmen der MD notwendig machen, hat der MZ-1 ein Slot-In-Laufwerk wie stationäre Geräte, bei dem die Disc aktiv eingezogen und nach Tastendruck auch wieder ausgeworfen wird. Eine eingelegte MD wird durch eine separate, braune Schutzklappe signalisiert.

       

Die Hauptbedienelemente befinden sich oben rechts. Dort sind große Tasten für Wiedergabe, Pause und Stopp, sowie kleiner zum Vor-/Rücklauf und Titel-Skippen. Darüber sind noch Tasten für das Display zum Anzeigen des Disc- oder Titelnamens und Aufnahmedatums (falls abgespeichert). Bei Netzbetrieb ist das Display Hintergrundbeleuchtet. Die Tasten darunter sind für Titel-Direktanwahl oder Eingabe von Titelnamen bzw. Discnamen. Allgemein gestaltet sich die Bedienung als üblich für einen Digital Audio Player.

       

Rund um das Gerät befinden sich noch zahlreiche weitere Bedienelemente, die hier beschrieben werden:

vorn:

   
  • MD-Einschub.
  • Auswurftaste: wirft die MD aus.
  • EDIT-Taste: Durchschalten der Editierfunktionen (Teilen, Zusammenfügen, Verschieben, Löschen).
  • REC-Taste: Startet die Aufnahme.
links:

   
  • MIC ATT: Dämpfung des Mikrofoneingangs um 20dB ein-/ausschalten.
  • AGC: Automatische Aussteuerung ein-/ausschalten.
  • OPTICAL (DIGITAL) LINE OUT & IN: Kombinierte Buchsen für analogen und digitalen Line-In/-Out.
  • MIC: Stereo-Mikrofoneingang mit Phantom-Speisung.
  • REC LEVEL: Aufnahmepegel einstellen für manuelle Aussteuerung von analoger Quelle. Für beide Kanäle ist ein gemeinsames Poti vorhanden, sowie am Display auch nur ein gemeinsames VU-Meter da ist (siehe Display-Bild oben). Bei Aufnahme von eine digitalen Quelle ist ein Einstellen des Pegels nicht möglich. Außerdem ist kein Abtastratenwandler an Board, es können also nur digitale Quellen mit einer Abtastfrequenz von 44,1kHz aufgezeichnet werden.
rechts:

   
  • HOLD: Aktiviert die Sperrfunktion für alle Tasten.
  • PLAY MODE: Schaltet alle Wiedergabemodi durch (normal, einzelner Track, programmierte Wiedergabe und Zufall. Die Wiederholfunktion wird durch die ENTER/REPEAT-Taste oben auf dem Gerät eingeschaltet und kann mit den anderen Modi kombiniert werden.
  • BASS BOOST: Hinzuschalten der Tieftonanhebung über den Kopfhörerausgang. Entweder aus, mittel oder voll.
  • RESUME: Wenn aktiv, spielt der Player an der Stelle weiter, an der er vorher gestoppt wurde. Ansonsten beginnt er immer bei Track 1.
  • Kopfhörerbuchse
  • VOLUME: Steller für Lautstärke des Kopfhörerausgangs.
  • Akku-Schacht
hinten:

   
  • 1 PUSH <=: Schacht der Stützbatterie (CR-2025) für interne Uhr und Kalender.
  • DC IN 10.5V: Eingang für Netzteil.

Aufnahme-/Wiedergabequalität:

Dem ATRAC1-Codec wurde damals nachgesagt, dass durch die verlustbehaftete Datenkompression doch auffallend hörbare Unterschiede zum Original entstehen. Der PASC genannte Codec der DCC soll angeblich klanglich besser gewesen sein, verwendet er auch eine höhere Bitrate (384kbit/s). Ich habe mal versucht diese Unterschiede herauszuhören. Dazu habe ich vorher ein Lied von CD (Crying In The Rain von Magnum) über den digitalen Eingang des MZ-1 aufgezeichnet und ihn über den analogen Line-Out an meinen Verstärker (Yamaha C-4) angeschlossen. Der CD-Player (Yamaha CDX-930) ist an einem anderen Eingang des C-4 angesteckt. Ich habe CD-Player und MD-Walkman gleichzeitig auf Play geschaltet und dann am Eingangquellenwahlschalter des C-4 immer wieder umgeschaltet. Abgehört wurde über Kopfhörer (Beyer DT-990 Pro). Aufgefallen ist mir erst mal nur, dass der CD-Player viel lauter ist. Am CDX-930 kann man den Pegel absenken, allerdings nur in 1dB Schritten, was zu grob für eine genaue Angleichung ist. Ansonsten ist mir aber objektiv kein Unterschied aufgefallen. Vielleicht kann man was heraushören, wenn man weiß, wo man hinhören muss. Den Vergleich mit der DCC habe ich mir dann gespart. Die Aufnahme- und Wiedergabequalität würde ich daher als sehr gut bezeichnen, für mich sind keine Unterschiede zu einer LPCM-Quelle hörbar, wenn sie auch da sein mögen.

Netzteil- und Akkuproblematik:

Es gibt zwei große Probleme mit der Spannungsversorgung des Gerätes, wenn ein Ersatz für das original Netzteil (AC-MZ1) oder den original Akku (BP-MZ1) gesucht wird. Zuerst zum Netzteil: Der MZ-1 benötigt 10,5V Gleichspannung als Versorgung, Sony-typisch liegt außen am Stecker die Spannung an, innen ist Masse. Man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, ein 12V-Netzteil anzuschließen, laut Berichten in diversen Foren wird das zur Zerstörung des Geräts führen, genau wie eine Verpolung. Es gibt aber 10,5V-Notebook-Schaltnetzteile, die geeignet sind. Es ist nur auf die Polung zu achten. Ich habe noch herausgefunden, dass im Gerät eine SMD-Sicherung bestückt ist, die wohl im Falle einer Überspannung oder Verpolung als erstes kaputt geht. Laut diversen Foren-Berichten lassen sich durch Austausch dieser defekte MZ-1 oft wiederbeleben.

Was den Akku angeht, da ist es weitaus schwieriger. Der BP-MZ1 ist ein 6V NiCd-Akku mit 900mAh Stunden Kapazität, der für kein anderes Gerät verwendet wurde. Hier zu sehen: http://www.radiomuseum.org/r/sony_rechar...p_mz1.html. Als Ersatzteil ist er nicht mehr erhältlich, einen Nachbau gibt es keinen und die Alten sind meist verschlissen.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten für Ersatz, ich habe beide ausprobiert. Einmal könnte man fünf AAA-NiMh-Zellen (je 1,2V) benutzen. Das hätte den Vorteil, dass man sogar wieder mit dem Gerät aufladen kann. Fünf Stück passen aber schlecht in den Schacht. Wenn man sie pryramidenförmig stapelt (drei unten, zwei oben), gehen sie streng rein, was aber bedeutet, dass die Isolierung der oberen Zellen durchgescheuert wird und ein Kurzschluss entsteht. Das ist mir zu gefährlich, deshalb habe ich mich für die zweite Methode entschieden, die ich aus einem MiniDisc-Forum aufgeschnappt habe:

Zwei 18650 Lithium-Ionen-Zellen:

   

Die haben jeweils, wie die Bezeichnung schon sagt, 18,6 mm im Durchmesser und sind 65,2 mm lang. Damit passen sie gut in den Schacht des MZ-1, auch wenn noch Luft bleibt. Den kann man mit Polstermaterial ausfüllen.

   

Nun benötigt man noch eine Verbindungsbrücke für die beiden Zellen, die ich aus alten Batterie-Kontaktfedern und Kunststoffteilen gebastelt habe.

   

Obwohl die Lithium-Ionen-Akkus jeweils eine Zellspannung von 3,7V haben, was in Summe dann 7,4V statt der geforderten 6V ergibt, funktioniert diese Methode einwandfrei. Als Nachteil ergibt sich, dass man den Player mit eingelegten Akkus nicht mehr am Netzteil betreiben kann, da der Original-Akku im Gerät geladen wird. Die Ladeelektronik ist aber für Lithium-Ionen-Akkus nicht geeignet und es besteht Brand- und Explosionsgefahr wenn man es trotzdem versuchen sollte. Die Akkus müssen extern in einem dafür gedachten Ladegerät aufgeladen werden.
Für Perfektionisten gibt es im Internet sogar eine Datei für 3D-Drucker zum freien Download, mit der man einen passenden Halter drucken kann: https://www.thingiverse.com/thing:2297082

Fazit:

Der MZ-1 ist ein rundum gelungenes Debüt einer neuen Gerätegattung. Obwohl eigentlich für den Consumer gedacht, denke ich, hat Sony hier auch den semiprofessionellen Nutzer im Auge gehabt. Verarbeitung und Haptik sind hervorragend sowie auch Aufnahme- und Wiedergabequalität sehr gut, der Nutzwert war für damalige Verhältnisse sehr hoch. Nur dem Walkman-Aufdruck wird er nicht ganz gerecht, da er für die Hosentasche einfach zu klobig und schwer ist.
Auch fast 25 Jahre nach der Markteinführung funktioniert zumindest mein Exemplar noch einwandfrei, obwohl es Gebrauchsspuren zeigt, die auf eine ausgiebige Nutzung hindeuten. Nur die Akku-Problematik schränkt ein wenig die Nutzbarkeit in der Gegenwart ein. Aus Sicht Anfang der 90er Jahre hatte Sony mit der MiniDisc wirklich ein gutes Produkt auf den Markt gebracht, das mit besserer Preis- und Lizenzpolitik ein Renner hätte werden können.

   

Ergänzungen, Korrekturen und Kommentare dürfen wie immer gerne gepostet werden.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#2
Sehr interessante Vorstellung!
Die MD war eine ganz innovative Sache damals.
Eine Art externer Festplatte zum mitnehmen. Hätte Sony damals das Format schlichtweg freigegeben und nicht auf dem hauseigenen ATRAC und den Kopierschutzmassnahmen beharrt, günstige Geräte angeboten, wäre die MD ein Renner geworden. Zumal die Tonqualität recht schnell hervorragend wurde. Leider wie bei so vielen Sony-Innovationen war der grosse Erfolg nicht gegeben. U-matic, Betamax,Video 8, Elcaset...schade.
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#3
Von mir auch vielen Dank für die Vorstellung an Wayne. Tolles Gerät. Wusste gar nicht, daß der erste MD-Rekorder ein Portable war. Wieder was gelernt.

Ja, MD war für die damalige Zeit wirklich eine tolle Sache. Ich glaube aber, das Scheitern hätte Sony nicht abwenden können. Zuerst hat die Konkurrenz durch CD-Brenner im PC (weil die Medien deutlich billiger und praktisch überall abspielbar waren) der MD ordentlich Marktanteile abgejagt, und den Rest haben dann Internet-Tauschbörsen und billige tragbare MP3-Player erledigt.
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#4
Ich war damals mit einem Bekannten für die Musik bei Auftritten eines Herrenballett tätig. Die Musik der Tänze war jeweils auf einer Kassette pro Tanz. Nach dem Auftritt und vor dem nächsten mußten alle natürlich zurückgespult werden. Da ging dann irgrndwann immer mal was schief., die Kassette mußte auf der Bühne erst zurückgesult werden oder war verkehrt rum eingelegt. Irgendwann suchten wir dann was besseres und sahen bei eine bekannten Händler von uns ein Ausstellungsdisplay mit 2 Sony MD-Player, dem MZ-1 mit Aufnahme und einen gleich großen ohne Tastatur als nur Player. Da er die Geräte nicht verkauft bekam, konnten wir sie unter dem Verkaufspreis erwerben. Damit wurde die Arbeit bei den Autritten für uns sehr erleichtert und Pannen waren nur noch selten. Die Akkus der beiden Geräte sind mittlerweile defekt aber am Netzteil laufen sie noch immer.
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 3x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)
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#5
Sehr schöne und ausführliche Vorstellung. Mich wundert nur, dass du keine Klangunterschiede zur CD hörst. Ich habe mal die Supernatural CD von Santana über optical digital auf eine MD überspielt während ich die CD abgehört habe. Als ich mir am nächsten Tag die MD nochmal angehört habe, fehlte mir da Dynamik und Lebendigkeit im Sound. Das war einfach steril digital ohne Leben im Sound. Ich habe dann die CD nochmal eingelegt und mein Eindruck wurde bestätigt. Danach war MD für mich gestorben und ich habe das Gerät später verkauft. Angeschafft wurde es nur, um MD´s für das Sony Autoradio in meinem Dienstwagen zu bespielen.

MfG, bitbrain2101
Strom kann erst dann fliessen, wenn Spannung anliegt.
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#6
Ich hatte beim direkten Vergleich von meinem MDS-JE 510 (mit ATRAC 3.5?) und meinem damaligen Technics-CD-Player vor allem den Eindruck, daß die Aufnahmen von MD bassbetonter klingen. Klangverluste im eigentlichen Wortsinne konnte ich auch nicht feststellen.
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#7
Hallo zusammen und danke für Eure Antworten!

Ich hatte eigentlich erwartet einen Unterschied zu hören, da die Effektivität von Kompressionscodecs damals wahrscheinlich bei weitem nicht so hoch war wie heute. Bei ATRAC selbst wurde ja auch darauf geachtet, dass die Verarbeitung wenig Rechenleistung und damit auch Strom in Anspruch nimmt um eine portable Lösung praxistauglich zu machen.
Die zwei Quellen bei mir waren jedenfalls nicht genau eingepegelt und vielleicht ist auch das Musikstück ungeeignet um die Schwachstellen zu erkennen. Ich konnte aber nichts feststellen. Es gibt bestimmt spezielle Aufnahmen, die den Codec überlisten können, welche mit Musik aber nichts mehr zu tun haben werden.

Bei neueren Geräten mit LP-Modus höre ich aber schon Unterschiede, wenn in LP2 oder LP4 aufgenommen wurde.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#8
Objektiv zeigen die neueren Atrac-Generationen klanglich keinerlei Schwächen.
Jedoch der Klangeindruck ist bei MD zwischen Quelle und MD-Kopie unterschiedlich. So ging es auch mir. Der einzig greifbare Begriff dafür ist für mich das Wort "Lebendigkeit". Die geht bei der Aufnahme auf MD flöten.
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#9
Soweit ich mich erinnern kann, war der Klangunterschied bei ATRAC-1 nur mit speziell ausgesuchten Musikmaterialien hörbar. Z.B. Glockenklänge hatten ein Vorecho produziert.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
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#10
Hallo Michael.

mash,'index.php?page=Thread&postID=210060#post210060 schrieb:Soweit ich mich erinnern kann, war der Klangunterschied bei ATRAC-1 nur mit speziell ausgesuchten Musikmaterialien hörbar. Z.B. Glockenklänge hatten ein Vorecho produziert.
Dabei müsste es sich um ein "ringing artifact" handeln, welches oft in Verbindung mit Datenkompression auftritt.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#11
Ich denke wenn das mit der Datenkompression damals alles schon so weit her gewesen wäre es ja keiner mp3 Erfindung bedarft hätte...

Trotzden Danke für den informativen Bericht!

VG Martin
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#12
ATRAC 1 wurde 1992 von Sony mit der Minidisk eingeführt, MP3 wurde schon ab 1982 entwickelt und 1992 als Teil des MPEG-1-Standards festgeschrieben.

MfG, bitbrain2101
Strom kann erst dann fliessen, wenn Spannung anliegt.
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#13
timo,'index.php?page=Thread&postID=210048#post210048 schrieb:Ja, MD war für die damalige Zeit wirklich eine tolle Sache. Ich glaube aber, das Scheitern hätte Sony nicht abwenden können. Zuerst hat die Konkurrenz durch CD-Brenner im PC (weil die Medien deutlich billiger und praktisch überall abspielbar waren) der MD ordentlich Marktanteile abgejagt, und den Rest haben dann Internet-Tauschbörsen und billige tragbare MP3-Player erledigt.
Die MD war im Gegensatz zur DCC tatsächlich eine große Innovation. Bei der CD-R waren zwar die Medien billig, die Geräte waren aber immer noch an die Maße der CD gebunden. MD Recorder und Player gab es dagegen auch im Hosentaschenformat. Erst die MP3-Player, wie z.B. der Rio von Diamond oder der iPod von Apple verdrängten die MD entgültig vom Markt.
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#14
Houseverwalter,'index.php?page=Thread&postID=210217#post210217 schrieb:Die MD war im Gegensatz zur DCC tatsächlich eine große Innovation. Bei der CD-R waren zwar die Medien billig, die Geräte waren aber immer noch an die Maße der CD gebunden. MD Recorder und Player gab es dagegen auch im Hosentaschenformat. Erst die MP3-Player, wie z.B. der Rio von Diamond oder der iPod von Apple verdrängten die MD entgültig vom Markt.

Vielleicht ist mein Umfeld da nicht repräsentativ, aber da waren die tragbaren Geräte und ihre Größe kein Thema. Mehrere meiner Freunde waren grundsätzlich begeistert von der MD, griffen aber dann letztendlich aus den oben genannten Gründen trotzdem zu einem CD-Brenner. Mehr noch als die Preise der Medien störte die meisten, daß man sie nicht auf Parties mitnehmen oder im PKW abspielen konnte.
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#15
Zu der Zeit unserer Auftritte war der MZ-1 genau richtig, Tasten auf der Oberseite für die man keine angespitzten Fingernägel brauchte und ein Display das man ohne Lupe lesen konnte und die möglichkeit schnell bei Programmänderungen die Titelreihenfolge ändern zu können.
Die späteren kleineren Modelle waren leider nicht mehr so gut zu bedienen.
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 3x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)
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#16
Was mich am Meisten gestört hat, war die absichtliche Verunmöglichung, mp3s direkt auf die MD zu spielen. Es ging nur mit Atrac. Und dann konnte man das File nicht mehr uneingeschränkt tauschen "dank" des Sony-eigenen Kopierschutzsystems.
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#17
Zum Schluss ging das. Der MZ-RH1, den ich auch habe, kann per NetMD mit mp3s bespielt werden:

[Bild: normal_Sony_MZ-RH1.jpg]
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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