15.06.2005, 13:43
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.11.2024, 13:17 von user-332.
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Zitat:Gyrator postete
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als die Konsumerliga wie z.B. ReVox, ASC, Braun, Grundig usw..
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Das sehe ich nicht ganz so 1:1. Ein ASC hat seine Halbwertszeit ja schon nach dem zweiten Aufschrauben erreicht. Von Spaß bei der Sache mal garnicht zu reden!
Wenn Du ein Studer aufschraubst, lacht Dein Herz, bis es wieder zu ist, egal was ihm fehlt.
Wenn Du ein Grundig wieder zusammen hast, weißt Du, warum Anselm für seine U.H.E.R.s so eine witzige Signatur gewählt hat.
Nein, ich will nicht hetzen und bin ja auch deutlich vorbelastet, all diese Marken haben ihre Berechtigung und Herkunft. Aber daß Elektrolyte sich nach 20 / 30 Jahren verflüchtigen, das merkst Du bei den Geräten, die bereits dreimal durch den Schredder gegangen sind halt nicht. Und wo Plastikteile an Sollbruchstellen verbaut sind, darüber brauche ich Dir auch nichts zu erzählen. Die mtbf eines MD-Recorders ist ingenieursmäßig projektiert, die Lebensspanne einer Studer hat sich Willi m.E. mit +6dB auf seine eigene austariert...
Just more two cents...
Pit
PS im März 2023: ein Nachtrag für Interessierte. Beim Abendessen auf Guidos Geburtstagsfete vor ein paar Tagen sprach ich mit einem der professionellen Instandsetzer von STUDER über den A-68. Was 'wichtig ist' beim Einstellen des Ruhestroms: das etwa 1/2 stündige 'Warmlaufenlassen'! Und über die in den zurückliegenden Jahren aufgetretenen Defekte (siehe auch #18, habe mittlerweile 5 6 A-68 & 2 A-740 im Einsatz). Zu Beginn gab's mal einen raschelnden/knisternden Widerstand oder/und Transistor im preamp. Es kamen einige wenige Frako-Elko-Ausläufer dazu, zwei oder drei oder vier der kleinen, unterdimensionierten Brückengleichrichter und es kündigen sich in 2 oder 3 der Endstufen auslaufende 80V Becherelkos an (die im Hochvolt-Netzteil, Roederstein, glaub' ich; sind auch Siemens & F&T & Plessey & andere verbaut...). Die jeweils 4 Hauptelkos sind alle noch original. Alle (!) Tantals sind noch original! Auch sämtliche Poties/Trimmerle wurden bislang nie getauscht, nur überprüft. 2 RIFAs mußten bislang ersetzt werden. Einige weitere wurden prophylaktisch ausgetauscht. Ein paar Sicherungen als Begleiterscheinung haben ihren Zweck erfüllt. Das 'Schlimmste' waren die Standschäden (vorgehend aber enthalten) nach einer Betriebspause von etwa 4-5 Jahren. Ansonsten war unser gemeinsames Resümee: 'rock solid' oder 'solid state' . Viel Spaß beim Drüberstolpern über diesen thread...
2024: erstmals (!) ein sich ankündigender Treiberschaden bei A-740-II; aufgefallen beim Endcheck für die Übergabe an Waltis Museum; der Offset der einen Endstufenhälfte war außergewöhnlich hoch ( >= 35 mV). Trotz Optimierung der bekannten Schwachstellen (Rn, Rm, Rx, Ry, Rz) und plausibler Spannungen an allen relevanten Meßpunkten sowie dem Ausbau / Ringtausch sämtlicher 6 Leistungstransistoren (alle waren/sind o.k. - MJ2N5631/MJ2N6031) keine Verbesserung der Schieflage. Den Erfolg brachte dann der Austausch der beiden Vortreiber 2SC/SA496. Ersetzt durch BD135/BD136 und der Offset war < 10 mV wie erwartet. Mehrstündiger Probelauf unter Vollast ergab keine Auffälligkeiten mehr. In diesem Exemplar befinden sich noch viele originale Tantals & die 4 + 2 dicken Siebelkos sind auch noch vom ersten Tag. Baujahr 1976.
2024 im November: erstmals ein durchgeschlagener Folienkondensator, Marke Philips, Wert 1200 pF, in der Vorstufe (C10). Passiert beim Einmessen an der (Eingangs) Clipping Grenze... Auch hier sind im Schaltbild Bezeichnungsfehler bei den Anschlußleisten (3C & 4C vertauscht)
2024: ein pragmatischer Prüfansatz für die 'dicken ELKOS' (15 mF 63 V meist FRAKO)... habe noch nie welche wechseln müssen... Blindtestvergleiche mit audiophilen Neubestückungen (deutlich 'mehr Punch') stehen für 2025 auf dem Plan, z.B. mit Udo DL8WP
hierin sind sämtliche Erkenntnisse & Fehler & more (z.B. die Dachorganisation) handschr. dokumentiert:
©DK1TCP ©Studiofoto by analogfan Andreas
Vorschau '24 TittWoWS