telefunken magnetophon m5 b - machen oder schlachten? allgemeine infos?
#4
Hallo Mario,

leider fehlt eine Übersicht, deswegen muß ich ´mal aus den Detailaufnahmen schließen bzw. Vermutungen anstellen.

Ich denke, daß das eine Mariage verschiedener M5 ist:

Die Detailaufnahme des gebrochenen oder mit ungeeignetem Werkzeug bearbeiteten Verstärkerchassis sieht aus wie das einer M5/M5A, die Verstärker sind aber eindeutig M5B: Kann es sein, daß da jemand M5B-Verstärker inklusive Netzteil und Anschlußleiste (die kann man en bloc demontieren) in eine M5A eingebaut hat??

Dafür würde auch sprechen, daß der Teil des Tastensatzes, oder besser, die Sicht von unten auf den Tastensatz, nicht nach M5B aussieht: da fehlt mir der Kondensatoren-Satz, der bei M5B vor den Tasten liegt (bei M5A wars anders, zu M5C wurde das auch wieder geändert)

Dashalb meine Frage: die M5 haben immer 2 Nummern: eine auf dem Verstärkerchassis hinten an der Anschlußleiste, eine zweite am Laufwerk hinten/in der Mitte/unten hinter dem Umspulmotor. Was steht denn auf diesem Typenschild??
Hat das Laufwerk außer dem Ein/Aus-Schlater rechts am Laufwerk links den für die Fernbedienung?? Oder eben nur den einen Kippschalter rechts??

Vollends unübersichtlich wird das Ganze, weil Telefunken bei den M5B zwar M5A-gelabelte LAufwerke verbaute, diese Laufwerke sich aber von denen der ursprünglichen M5A unterschieden, insbesondere durch den Schalter links für die Fernbedienung, aber auch durch die oben erwähnten Kondensatoren am Tastensatz.

Meine Vermutung: da hat jemand eine M5A zur M5B aufgerüstet. Dazu mußte er das Verstärkerchassis zersägen, um die M5B-Verstärker in das M5A-Chassis zu bekommen.

Übrigens hätte ich noch ein nacktes M5B-Chassis hier herumstehen....Ich benutze das gerne, um bei M5A/B/C am Laufwerk zu schrauben: das ist dann leichter zugänglich und das Ganze nicht so entsetzlich schwer.

Zu Deinen anderen Fragen:

Wenn die Maschine äußerlich in einem vergleichbar guten Zustand ist wie die Bilder aus dem Inneren vermuten lassen, halte ich das Schlachten für daneben.
Dann sollte man das Teil erhalten.

Die M5 ab A bis C hatten Synchronmotoren. Die Kondensatoren dienten zur Anpassung und mußten nach Serviceanleitung verändert werden, wenn der Motor getauscht wurde.

Unterlagen habe ich in digitaler Form.

Ersatzteile gibt`s bei den üblichen Verdächtigen und bei Herrn Andrä in Hamburg

Gummiandruckrollen gehen bei M5 x nicht kaputt, und die Riemen zwischen Umspulmotor und Wickelkuppungen kann man durch 4 mm O-Ringe ersetzen, außerdem gibt`s noch einen Hersteller, der passende textilverstärkte Riemen mit trapezförmigen Querschnitt herstellt.

Nochwas zu M5B: die hatten einen schlechten Ruf. Warum ist mir nicht ganz klar: es wird denen eine schlechte Übersprechdämpfung nachgesagt. Was die betrifft, die ich habe: die ist ganz leise, leiser als z.B. spätere M15/A, klingt gut, rauscht auch nicht mehr als M15A, und die Übersprechdämpfung ist mir wurst.
Ich hatte ´mal Kontakt zum Technikchef eines kleinen Senders, der bis Ende der 90-iger JAhre des letzten Jahrhunderts mit M5B arbeitete,und den habe ich gefragt, warum sie kein M15 (die die gleichen Verstärker wie M5C hatte) angeschafft hätten: "weil die die Einmessung nicht halten"

Die M5B ist vielleicht doch besser als ihr Ruf..

Viele Grüße
Frank
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[Kein Betreff] - von uk64 - 10.02.2013, 16:50
[Kein Betreff] - von bastler234 - 10.02.2013, 16:54
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