22.09.2010, 08:28
So, inzwischen sind schon über 4 Monate ins Land gezogen, und ich habe die Akte Saba SH-600 immer vor mich her geschoben, doch diese Woche ging ich nun endlich ran. Grund waren eigentlich Probleme bei der Wiedergabe (Rauschen und knistern). Etwas genervt versuchte ich dann trotzigerweise eine Aufnahme zu machen und das klappte dann auf keiner Spur mehr richtig. Das Anfangsproblem hatte sich nun noch verschärft, also raus aus dem Gehäuse mit der Saba.
Dies geschieht recht komfortabel, muss man doch nur den Boden abschrauben (6 Schrauben), die Kiste dann auf den nicht mehr vorhandenen Boden stellen und alle Poti-Knöpfe/Schieber abziehen (ca. 100...) dann die beiden wunderschönen , massiven Blechabdeckungen abschrauben und entfernen und zum Schluss noch das Maschinen-Chassis mit 4 dicken Schrauben vom Holzgehäuse lösen. Das Holzgehäuse lässt sich nun einfach wegheben und zurück bleibt die nackte Saba.
Das elegante Äussere setzt sich leider im inneren der Maschine nicht wirklich fort. Viele Drähte und Drähtchen, mickrige Kondensatoren welche "freischwebend" von einer zur anderen Platine führen...
![[Bild: kondenserchen.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/kondenserchen.jpg)
Kondensator um die Ecke.
Vorbildlich dafür die kräftig angeschriebenen Platinen, so können gesuchte Bauteile in kurzer Zeit ausfindig gemacht werden. In meinem Falle C261 und C241. Leider befinden sich diese beiden Tantal-Cs unter dem Mischpult, hier ist ein dran kommen nicht wirklich einfach. Die Platine 2 dahinter muss losgeschraubt werden, danach kann diese leicht zur Seite geschoben werden. Entfernen klappt leider nicht, wegen den bereits erwähnten 1000 Drähtchen die kreuz und quer daran angelötet sind. Vorne müssen nun noch die beiden Schiebepotis entschraubt und weggeschwenkt werden und dank genug langer Kabel kann man nun mit zwei Finger zu den gesuchten Cs greifen, und vorsichtig, ohne Kabel zu verschmorren rückseitig durch den schmalen Spalte zwischen PLatine 2 und Gehäuse den Lötkolben durchführen und die entsprechenden Lötpunkte zum schmelzen bringen.
Ok, ok, ich übertreib etwas
Aber Steckverbindungen wären keine Luxus gewesen, bei so einer tollen, aufwändigen Maschine.
Da ich dann schon mal in der Maschine drin war habe ich auch noch C267 und C247 ersetzt. Diese musste ich aber leider von vorne abknipsen und die neuen Cs an die übrig gebliebenen Anschlussbeinchen löten, da rückseitig ein Blech den Zugang verhindert....
Damit war mein Vorrat an passenden Tantals erschöpft und ich versuchte einen Probelauf und es brummte und knackte gar fürchterlich! Zuerst vermutete ich einen Kurzschluss oder ähnliches meinerseits doch nach kurzem Suchen stellte sich dann heraus, dass Platine 2 einen Massepunkt hat welcher aber nur mittels Befestigungs-Schraube hergestellt wird.
![[Bild: P1010208.JPG]](https://tonbandforum.de/bildupload/P1010208.JPG)
Ein wichtiger Massepunkt.
Na gut, also Platine anschrauben und noch mal testen. Aha Brumm und Geknacke ist weg, Vorband klingt gut, Aussteuerung lässt sich nun endlich auf beiden Kanälen korrekt einstellen und -Hurra- auch die Aufnahme gelingt nun wieder in bester Saba-Qualität.
![[Bild: P1010212.JPG]](https://tonbandforum.de/bildupload/P1010212.JPG)
Nackige Saba mit korrekt anzeigenden VUs bei der Aufnahme
Ich vermute aber, dass in der Maschine noch der eine oder andere schadhafte Tantal schlummert , zuerst muss ich aber wieder Nachschub besorgen und inzwischen Saba-Sound geniessen
![[Bild: gesellen.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/gesellen.jpg)
Die 4 ausgetauschten Spiessgesellen.
Dies geschieht recht komfortabel, muss man doch nur den Boden abschrauben (6 Schrauben), die Kiste dann auf den nicht mehr vorhandenen Boden stellen und alle Poti-Knöpfe/Schieber abziehen (ca. 100...) dann die beiden wunderschönen , massiven Blechabdeckungen abschrauben und entfernen und zum Schluss noch das Maschinen-Chassis mit 4 dicken Schrauben vom Holzgehäuse lösen. Das Holzgehäuse lässt sich nun einfach wegheben und zurück bleibt die nackte Saba.
Das elegante Äussere setzt sich leider im inneren der Maschine nicht wirklich fort. Viele Drähte und Drähtchen, mickrige Kondensatoren welche "freischwebend" von einer zur anderen Platine führen...
![[Bild: kondenserchen.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/kondenserchen.jpg)
Kondensator um die Ecke.
Vorbildlich dafür die kräftig angeschriebenen Platinen, so können gesuchte Bauteile in kurzer Zeit ausfindig gemacht werden. In meinem Falle C261 und C241. Leider befinden sich diese beiden Tantal-Cs unter dem Mischpult, hier ist ein dran kommen nicht wirklich einfach. Die Platine 2 dahinter muss losgeschraubt werden, danach kann diese leicht zur Seite geschoben werden. Entfernen klappt leider nicht, wegen den bereits erwähnten 1000 Drähtchen die kreuz und quer daran angelötet sind. Vorne müssen nun noch die beiden Schiebepotis entschraubt und weggeschwenkt werden und dank genug langer Kabel kann man nun mit zwei Finger zu den gesuchten Cs greifen, und vorsichtig, ohne Kabel zu verschmorren rückseitig durch den schmalen Spalte zwischen PLatine 2 und Gehäuse den Lötkolben durchführen und die entsprechenden Lötpunkte zum schmelzen bringen.
Ok, ok, ich übertreib etwas
Aber Steckverbindungen wären keine Luxus gewesen, bei so einer tollen, aufwändigen Maschine. Da ich dann schon mal in der Maschine drin war habe ich auch noch C267 und C247 ersetzt. Diese musste ich aber leider von vorne abknipsen und die neuen Cs an die übrig gebliebenen Anschlussbeinchen löten, da rückseitig ein Blech den Zugang verhindert....
Damit war mein Vorrat an passenden Tantals erschöpft und ich versuchte einen Probelauf und es brummte und knackte gar fürchterlich! Zuerst vermutete ich einen Kurzschluss oder ähnliches meinerseits doch nach kurzem Suchen stellte sich dann heraus, dass Platine 2 einen Massepunkt hat welcher aber nur mittels Befestigungs-Schraube hergestellt wird.
Ein wichtiger Massepunkt.
Na gut, also Platine anschrauben und noch mal testen. Aha Brumm und Geknacke ist weg, Vorband klingt gut, Aussteuerung lässt sich nun endlich auf beiden Kanälen korrekt einstellen und -Hurra- auch die Aufnahme gelingt nun wieder in bester Saba-Qualität.
Nackige Saba mit korrekt anzeigenden VUs bei der Aufnahme
Ich vermute aber, dass in der Maschine noch der eine oder andere schadhafte Tantal schlummert , zuerst muss ich aber wieder Nachschub besorgen und inzwischen Saba-Sound geniessen

![[Bild: gesellen.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/gesellen.jpg)
Die 4 ausgetauschten Spiessgesellen.
