03.05.2010, 13:20
Lieber Bratfisch,
mein nachfolgender Text setzt voraus, dass du unter "Rauschen" ebendas verstehst, was die 'Szene' und ich mit ihr darunter verstehen: Ein breitbandiges Geräusch mit einem konstanten mittleren Pegel.
Sofern nun deine Beobachtungen,
- Rauschen kommt definitiv aus den Lautsprechern (Plural??!!),
- Rauschen bleibt gegenwärtig, auch wenn der (Wiedergabe?!-) Volume-Steller am Linksanschlag steht,
korrekt sind,
rührt die Störung, sollte sie nicht ohnehin spezifikationsgemäß sein, aus den Endstufen des 4418 bzw. dem ihnen vorgeschalteten, kleinen Klangregelnetzwerk.
Diese Endstufe wurde von vorne bis hinten gleichspannungsgekoppelt durchkonstruiert (die Schaltung enthält lediglich zwei Elkos!), was sowohl die Arbeitspunkteinstellung der Vorstufe, als auch die Ruhestromeinstellung dieser Endstufen in den Fokus rückt. Wird an solcherart Potentiometern von Vorbesitzern im verzweifelten Bemühen, den "Klang zu verbessern", wild herumgedreht, so tut sich für die gequälten Ohren des Versuchers scheinbar nichts, es kann aber je nach Beschaffenheit der Spannungsversorgungen durchaus zu Nebengeräuscherscheinungen und namentlich für End- und Treibertransistoren auch zu unzuträglichen Betriebszuständen kommen, die bis auf die Lautsprecher durchschlagen, welche im vorliegenden Falle nämlich ebenfalls ohne Trennkondensatoren angekoppelt sind. Nun besteht die Endstufe des 4418 hinsichtlich der Endtransistoren aus 2N3055-Pärchen, deren Maltraitierungsresistenz allerdings sprichwörtlich ist. In diesem Falle gingen daher eher die kleinen Treibertransistoren hoch, als die 2N3055.
Man sollte daher den Ruhestrom der Endstufe, zuvor aber die Symmetrieeinstellung der Endverstärkereingangstransistoren (li und re) kontrollieren. Anweisungen dafür stehen in der Serviceanleitung des 4418, die hier natürlich 'mal wieder einen Druckfehler aufweist ("R410" ist falsch und muss 'R401' heißen).
Sollte beim Kurzschließen der Endstufeneingänge nicht völlige Ruhe aus den Lautsprechern lärmen, haben die Endstufen etwas. Merkwürdig berührt mich aber, dass beide Endstufen gleichzeitig dasselbe haben sollen ...
Das vorgeschaltete Klangregelnetzwerk ist 'rauschtechnisch' auch nicht ganz unproblematisch, weil vergleichsweise einfach aufgebaut. Die verwendete Schaltung (symm. Baxandall-Filter mit nur einem Aufholtransistor) ist -bis in professionellste Kreise- weit verbreitet, funktioniert ordentlich, besitzt aber in der vorliegenden Ausführungsform nur begrenzte Aussteuerbarkeit. Auch hier kann 'etwas sein', was man aber sofort merkt, wenn man die Endstufeneingänge abhängt. Wenn das Rauschen dann verschwindet, sollte man sich im Klangregelnetzwerk auf die Suche begeben. Da allerdings kann auch nicht sehr viel sein, außer, dass der Aufholtransistor (BC169C) sich aufs Altenteil vorbereitet.
Aber auch hier gilt: "Merkwürdig berührt mich aber, dass beide Endstufen gleichzeitig dasselbe haben sollen ..."
Wenn bei dir wirklich ein Schaden vorläge, wäre gewisse Fachkompetenz gefragt. Radikallösungen wie "Hamm' Se schon ma' Windows neu installiert?" oder Treibertausch sind für die analoge Audiotechnik bei weitem zu aufwendig und kommen daher auch nicht vor. Dafür muss dann eben an anderer Stelle etwas 'geklotzt' werden.
Euer Merkwürden Hans-Joachim
mein nachfolgender Text setzt voraus, dass du unter "Rauschen" ebendas verstehst, was die 'Szene' und ich mit ihr darunter verstehen: Ein breitbandiges Geräusch mit einem konstanten mittleren Pegel.
Sofern nun deine Beobachtungen,
- Rauschen kommt definitiv aus den Lautsprechern (Plural??!!),
- Rauschen bleibt gegenwärtig, auch wenn der (Wiedergabe?!-) Volume-Steller am Linksanschlag steht,
korrekt sind,
rührt die Störung, sollte sie nicht ohnehin spezifikationsgemäß sein, aus den Endstufen des 4418 bzw. dem ihnen vorgeschalteten, kleinen Klangregelnetzwerk.
Diese Endstufe wurde von vorne bis hinten gleichspannungsgekoppelt durchkonstruiert (die Schaltung enthält lediglich zwei Elkos!), was sowohl die Arbeitspunkteinstellung der Vorstufe, als auch die Ruhestromeinstellung dieser Endstufen in den Fokus rückt. Wird an solcherart Potentiometern von Vorbesitzern im verzweifelten Bemühen, den "Klang zu verbessern", wild herumgedreht, so tut sich für die gequälten Ohren des Versuchers scheinbar nichts, es kann aber je nach Beschaffenheit der Spannungsversorgungen durchaus zu Nebengeräuscherscheinungen und namentlich für End- und Treibertransistoren auch zu unzuträglichen Betriebszuständen kommen, die bis auf die Lautsprecher durchschlagen, welche im vorliegenden Falle nämlich ebenfalls ohne Trennkondensatoren angekoppelt sind. Nun besteht die Endstufe des 4418 hinsichtlich der Endtransistoren aus 2N3055-Pärchen, deren Maltraitierungsresistenz allerdings sprichwörtlich ist. In diesem Falle gingen daher eher die kleinen Treibertransistoren hoch, als die 2N3055.
Man sollte daher den Ruhestrom der Endstufe, zuvor aber die Symmetrieeinstellung der Endverstärkereingangstransistoren (li und re) kontrollieren. Anweisungen dafür stehen in der Serviceanleitung des 4418, die hier natürlich 'mal wieder einen Druckfehler aufweist ("R410" ist falsch und muss 'R401' heißen).
Sollte beim Kurzschließen der Endstufeneingänge nicht völlige Ruhe aus den Lautsprechern lärmen, haben die Endstufen etwas. Merkwürdig berührt mich aber, dass beide Endstufen gleichzeitig dasselbe haben sollen ...
Das vorgeschaltete Klangregelnetzwerk ist 'rauschtechnisch' auch nicht ganz unproblematisch, weil vergleichsweise einfach aufgebaut. Die verwendete Schaltung (symm. Baxandall-Filter mit nur einem Aufholtransistor) ist -bis in professionellste Kreise- weit verbreitet, funktioniert ordentlich, besitzt aber in der vorliegenden Ausführungsform nur begrenzte Aussteuerbarkeit. Auch hier kann 'etwas sein', was man aber sofort merkt, wenn man die Endstufeneingänge abhängt. Wenn das Rauschen dann verschwindet, sollte man sich im Klangregelnetzwerk auf die Suche begeben. Da allerdings kann auch nicht sehr viel sein, außer, dass der Aufholtransistor (BC169C) sich aufs Altenteil vorbereitet.
Aber auch hier gilt: "Merkwürdig berührt mich aber, dass beide Endstufen gleichzeitig dasselbe haben sollen ..."
Wenn bei dir wirklich ein Schaden vorläge, wäre gewisse Fachkompetenz gefragt. Radikallösungen wie "Hamm' Se schon ma' Windows neu installiert?" oder Treibertausch sind für die analoge Audiotechnik bei weitem zu aufwendig und kommen daher auch nicht vor. Dafür muss dann eben an anderer Stelle etwas 'geklotzt' werden.
Euer Merkwürden Hans-Joachim
