Zu Besuch bei einem Sammler-Kollegen
#1
Hallo Zusammen,

folgendes habe ich gestern in der WDR Lokalzeit Düsseldorf gesehen. Es geht zwar nicht im Tonbandgeräte, allerdings könnte der Beitrag für den ein- oder anderen interessant sein:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regiona...oPlay=true
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#2
Hallo,

immerhin hat es bei dem Genannten vor 15 Jahren mit einigen Tonband-
geräten angefangen, wie er selber sagt. Nun, wenn man alleine lebt
und Zeit/Geld hat, die Flohmäkte dieser Welt abzugrasen, kann schon
einiges zusammenkommen. Vielleicht sollte man sich den Namen
einmal merken. Ggf hat er zu dem ein oder anderen unbekannten
Schätzchen hier im Forum noch einige Informationen.

Viele Grüße

P.
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#3
Bei 27:25, wenn die Sammler zusammen am Tisch sitzen, sind im Hintergrund zwei Bandmaschinen zu sehen. Die vordere ist mit einiger Sicherheit eine Akai 4000 DS (MK II?). Die hintere könnte eine Teac A-3300(S(X)) sein.
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#4
Da sage ich nur :respekt: für die Sammlung

LG Manni
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#5
Guten Abend, liebe Tonbandfreunde,
es handelt sich bei dem Sammler um Herrn Helmut Dietsch. Näheres über ihn und sein Museum im SABA-Forum unter Ausstellung/Museen --> Dormagen (NRW):
Phono- und Radiomuseum.
Vielleicht sieht man sich dort mal...
Viele Grüße Klaus
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#6
Da:

http://saba.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=2820

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#7
Ich hole das Thema mal rauf, weil ich heute in dem Museum in Dormagen war (hab mit einer Band dort gespielt)...
Es lohnt sich absolut, mal dorthin zu fahren :musik: - meine Band hatte Mühe, mich nach der Pause aus der Ausstellung wieder rauszuholen Wink.

Unter anderem gibt's:

- einen Tonband-Ausstellungsraum mit schätzungsweise 90-100 Geräten :oah: vom Miniteil über Koffer, massenweise Großspuler, vor denen man früher (und jetzt auch noch) in Andacht verweilte, bis zur Studio-M10A :engel: - alle möglichen bekannten Marken und Typen, und alle Geräte in zumindest äußerlich schönem Zustand.
Edel-Exot ist u.a. ein merkwürdiges tragbares Gerät aus der Nagra-Schmiede mit ACHT Geschwindigkeiten und Mords-Verstellbarkeiten... einst irre teuer. Und ein SABA-Gerät von 1967 mit fünf Confusedhocked: Tonköpfen, für so was wie Autoreverse, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

- etliche Edison-Phonographen (es wird auch was vorgeführt) mit passenden Walzen, dazu gepflegte Koffer-, Trichter- und Schrankgrammophone bis zum Abwinken

- neben großen Radios aus den 50ern auch eine ganze Reihe sehr schöner Geräte aus den 20er und 30er Jahren

- und seit Juli als Stiftung das ehemalige Heimstudio eines gewissen Chris Howland Smile. Unter anderem mit zwei PR99 MKI (die wurden auch vorgeführt), Plattenspieler, zwei Revox-Cassettendecks, Revox-CD-Spieler, Neumann TLM170-Mikrofon, alles gesteuert über ein großes Mischpult mit Reglerstart... :party:

Aus Platz- und Kostengründen sind die einzelnen Geräte natürlich nicht so ober-edel inszeniert wie in einem internationalen Technikmuseum à la Deutsches Museum oder Deutsches Technikmuseum Berlin; aber gemessen daran, daß das ein privates Museum ist, haben die mit den Hunderten Exponaten wirklich beeindruckende Arbeit geleistet. :respekt:
Um da noch was draufzusetzen, bräuchte man schon Ausstellungsmacher-Profis und viiiiiiiiel Geld. Daß das Haus keine finanzielle Unterstützung von der Kommune bekommt (das kann man ggf. auch nur mit leeren Gemeindekassen begründen), sondern privat finanziert wird, merkt man ihm nicht an.
Für alle, die vor 15 Jahren noch im Deutschen Rundfunkmuseum in Berlin (unterm Funkturm) waren - das Dormagener Museum ist von der Ausstellungsdidaktik her im Prinzip ähnlich, nur um ein Vielfaches umfangreicher.

Also absolut eine Reise wert Smile.

Die Seite dazu ist die hier:
http://internationales-phono-radio-museum.de/

Michael
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#8
Zitat:mk1967 postete
Und ein SABA-Gerät von 1967 mit fünf Confusedhocked: Tonköpfen, für so was wie Autoreverse, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Ich denke ja, das dürfte die SH-600 gewesen sein.

Fünf Tonköpfe bringen Dich so aus der Fassung? Da gibt's doch viele gängige Geräte, die noch einen mehr haben. ;-)

Edit: Sollte die Saba aber nicht abwerten. Die ist toll, und ich würde gerne mal eine aus der Nähe und in Betrieb sehen. Vielleicht besuch' ich das Museum in meinem nächsten Urlaub auch mal, Dormagen ist ja "um die Ecke" von hier.
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#9
Zitat:timo postete
Ich denke ja, das dürfte die SH-600 gewesen sein.
Jep Smile ich erkenne sie wieder - im nußbaumfurnierten Holzgehäuse mit Klarsichtdeckel.
Zitat:timo postete
Fünf Tonköpfe bringen Dich so aus der Fassung? Da gibt's doch viele gängige Geräte, die noch einen mehr haben. ;-)
Na ja Wink wahrscheinlich holt mich meine Philips-N4420-Vergangenheit ein: "3 motors, 3 heads, 3 speeds" - nee, aber ich hab (wo ich grad überlege) tatsächlich bisher nur maximal Dreikopfgeräte gesehen...

Michael
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#10
Hallo in die Runde,

das ist ja fast bei mir um die Ecke. Gibt es da eine gute Kneipe in der Nähe ? Könnte mir vorstellen, dass dies ein Anlaufpunkt für den West-Stammtisch wäre. Quasi auf der Grenze zwischen Kölsch und Altbier Big Grin Auf jeden Fall werde ich es mal besuchen.

VG
Michael
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#11
Zitat:mk1967 postete
Na ja Wink wahrscheinlich holt mich meine Philips-N4420-Vergangenheit ein: "3 motors, 3 heads, 3 speeds" - nee, aber ich hab (wo ich grad überlege) tatsächlich bisher nur maximal Dreikopfgeräte gesehen...
Hier ist eine der bekanntesten mit sechs. Philips hatte übrigens auch eine, die N-4450. Na gut, ist wahrscheinlich (dem Avatar nach zu urteilen) nicht unbedingt Deine Sorte Maschinen. :-)

Die Saba ist natürlich insofern einzigartig, als daß sie (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) Viertelspur in beide Richtungen und zusätzlich auch Halbspur abspielen konnte. Die Sechskopfgeräte konnten Viertelspur in beide Richtungen abspielen und aufnehmen.

Zitat:GXNet postete
das ist ja fast bei mir um die Ecke. Gibt es da eine gute Kneipe in der Nähe ? Könnte mir vorstellen, dass dies ein Anlaufpunkt für den West-Stammtisch wäre.
Da wäre ich auf jeden Fall dabei, wenn die Zeit es zulässt.
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#12
Zitat:timo postete

Die Saba ist natürlich insofern einzigartig, als daß sie (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) Viertelspur in beide Richtungen und zusätzlich auch Halbspur abspielen konnte. Die Sechskopfgeräte konnten Viertelspur in beide Richtungen abspielen und aufnehmen.
Fast richtig:
Die Saba 600 SH ist eine Halbspurmaschine, die Autoreverse im Monobetrieb konnte, im Stereobetrieb war die Reverseschaltung ausser Betrieb.
Zusätzlich war noch ein Viertelspurkopf für die Wiedergabe entsprechend bespielter Bänder eingebaut.

Die Bezeichnung "SH" bedeutet übrigens "Stereo-Halbspur".
War schon ´ne tolle Kiste !

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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