14.02.2010, 19:05
Hi Sven!
Ich habe 1961 mein erstes 4000 Report (Vorläufer von Deinem 4000-S) gekauft.
Es befindet sich noch im Orginalzustand (bis auf den obligatorischen Riemenwechsel
im letzten Jahr!). Nachgeschmiert habe ich nur die beiden Motorlager, die
Lager der Umspulwippe, Capstanrad oben und unten (muß dafür ausgebaut wer-
den) und die Schwungmassenlagerung. Danach lief das 4000 (und alle anderen
damit behandelten Report) deutlich "leichter". Mein Schmiermittel (von Ches-
terton/USA) ist dünnflüssig und ist aus dem Schiffsbau. Bisher habe ich ver-
geblich versucht es nachzukaufen, weil mein Restbestand sich dem Ende nähert.
Sinterlager sind m. W. Lager aus sog. Sinterbronze, die im heißen Ölbad gesintert
werden. Das dann in die Bronze eingelagerte Öl sorgt für lange Zeit ohne Nach-
schmierung für gutes Gleiten. Zum Nachschmieren ist m. E. ein gutes säurefreies
dünnes Öl gut geeignet, da es in den Zwischenspalt zwischen Welle und Lager
gelangen muß. Ob das, was als "Sinterlageröl" verkauft wird, das Öl ist, mit dem
die Lager gesintert werden, ist m. E. fraglich. Denn dann müßten die Lager, wie
oben, behandelt werden. Es könnte demnach ein Öl sein, was zum Nachschmieren
von Sinterlagern geeignet ist. Ich weiß es nicht - da mögen sich die Experten
bitte zu Wort melden.
Die Stromaufnahme habe ich bei allen meinen Report noch nie gemessen. Wozu
auch, wenn sie gut laufen.
---
Auf beiden Enden der Umspulwippe befinden sich so eine Art Gummikappen, dei
mit der Zeit verschleißen und auch hart werden. Diese Kappen solltest Du m. E.
austauschen. Nach dem Austausch die Kontaktflächen auf der Unterseite der
Bandteller gut reinigen. Diese Maßnahmen in Verbindung mit der moderaten
Nachschmierung (s.o.) sollte Abhilfe schaffen (kein Jaulen mehr).
Viel Erfolg & berichte über den Verlauf hier im Forum
Wolfgang
PS.: Zum Austausch der Gummikappen muß man je nach Seite, die rew-Taste
oder die ff-Taste drücken, damit die Wippe sich auf der Austauschseite anhebt.
Vor allem auf der rechten Seite (Motorseite) muß man vorsichtig agieren und
darf auf keinen Fall scharfkantiges Werkzeug (Schraubendreher, o. ä.) ver-
wenden, da sonst die Gefahr besteht, daß die Kappe einreißt (unbrauchbar!).
Drehen der Wippenwelle beim Aufziehen der Kappe hilft. Bei richtigem Sitz
dürfen die Kappen nicht "eiern"...
Nachtrag zum Riementausch:
Bei den frühen Report (4000 und 4000-S) habe ich festgestellt, daß der kurze
Motorriemen einen etwas kleineren Umfang haben muß, als bei den Nachfolge-
Report. Verwendet man den von UHER angebotenen Standardriemen, dann ist
ein erhöhter Schlupf die Folge (umspulen bei einseitig fast voller Spule geht
"zäh"). Ich verwende seither O-Ringe mit 42mm Durchmesser und 2mm Stärke
(1,5mm Stärke geht auch, wenn 2mm nicht zu bekommen ist)) für die 4000/4000-S.
Der sitzt gut und ist nicht zu stramm, was die Lager zu danken wissen.
Ich habe 1961 mein erstes 4000 Report (Vorläufer von Deinem 4000-S) gekauft.
Es befindet sich noch im Orginalzustand (bis auf den obligatorischen Riemenwechsel
im letzten Jahr!). Nachgeschmiert habe ich nur die beiden Motorlager, die
Lager der Umspulwippe, Capstanrad oben und unten (muß dafür ausgebaut wer-
den) und die Schwungmassenlagerung. Danach lief das 4000 (und alle anderen
damit behandelten Report) deutlich "leichter". Mein Schmiermittel (von Ches-
terton/USA) ist dünnflüssig und ist aus dem Schiffsbau. Bisher habe ich ver-
geblich versucht es nachzukaufen, weil mein Restbestand sich dem Ende nähert.
Sinterlager sind m. W. Lager aus sog. Sinterbronze, die im heißen Ölbad gesintert
werden. Das dann in die Bronze eingelagerte Öl sorgt für lange Zeit ohne Nach-
schmierung für gutes Gleiten. Zum Nachschmieren ist m. E. ein gutes säurefreies
dünnes Öl gut geeignet, da es in den Zwischenspalt zwischen Welle und Lager
gelangen muß. Ob das, was als "Sinterlageröl" verkauft wird, das Öl ist, mit dem
die Lager gesintert werden, ist m. E. fraglich. Denn dann müßten die Lager, wie
oben, behandelt werden. Es könnte demnach ein Öl sein, was zum Nachschmieren
von Sinterlagern geeignet ist. Ich weiß es nicht - da mögen sich die Experten
bitte zu Wort melden.
Die Stromaufnahme habe ich bei allen meinen Report noch nie gemessen. Wozu
auch, wenn sie gut laufen.
---
Auf beiden Enden der Umspulwippe befinden sich so eine Art Gummikappen, dei
mit der Zeit verschleißen und auch hart werden. Diese Kappen solltest Du m. E.
austauschen. Nach dem Austausch die Kontaktflächen auf der Unterseite der
Bandteller gut reinigen. Diese Maßnahmen in Verbindung mit der moderaten
Nachschmierung (s.o.) sollte Abhilfe schaffen (kein Jaulen mehr).
Viel Erfolg & berichte über den Verlauf hier im Forum
Wolfgang
PS.: Zum Austausch der Gummikappen muß man je nach Seite, die rew-Taste
oder die ff-Taste drücken, damit die Wippe sich auf der Austauschseite anhebt.
Vor allem auf der rechten Seite (Motorseite) muß man vorsichtig agieren und
darf auf keinen Fall scharfkantiges Werkzeug (Schraubendreher, o. ä.) ver-
wenden, da sonst die Gefahr besteht, daß die Kappe einreißt (unbrauchbar!).
Drehen der Wippenwelle beim Aufziehen der Kappe hilft. Bei richtigem Sitz
dürfen die Kappen nicht "eiern"...
Nachtrag zum Riementausch:
Bei den frühen Report (4000 und 4000-S) habe ich festgestellt, daß der kurze
Motorriemen einen etwas kleineren Umfang haben muß, als bei den Nachfolge-
Report. Verwendet man den von UHER angebotenen Standardriemen, dann ist
ein erhöhter Schlupf die Folge (umspulen bei einseitig fast voller Spule geht
"zäh"). Ich verwende seither O-Ringe mit 42mm Durchmesser und 2mm Stärke
(1,5mm Stärke geht auch, wenn 2mm nicht zu bekommen ist)) für die 4000/4000-S.
Der sitzt gut und ist nicht zu stramm, was die Lager zu danken wissen.
