06.02.2010, 13:00
Lieber Alex,
Franks Hinweis trifft ins Schwarze, solange in der Schweiz noch etwas anzutreffen ist.
Demnach: Je eher dabei, umso eher davon, ehe zu London oder Washington das Regensdorfer Finale angepfiffen wird, das Peter Holenstein schon 1997 vorhergesagt hatte. Die 78 MB des Downloads sind es generell und im Speziellen auch für deinen Fall wert, weil auf S. 73 der auf dem Regensdorfer Server lagernden, englischsprachigen A77-Serviceanleitung der einzige, mir bekannt gewordene Bestückungsplan der A77-Timer-IC-Tonmotorsteuerung zu haben ist. Dort findest du dann auch die von mir angesprochenen Lötaugen eingezeichnet:
Das 25-kOhm-Pot mit den Vorwiderständen an jedem Ende der Kohlebahn (mindestens 220 Ohm auf der langsamen und mindestens 2k7 auf der schnellen Seite) wird schleiferseitig an dasjenige Platinenlötauge angeschlossen, das zum Pin 5 des Timer-ICs führt. Der Kohlebahnvorwiderstand der 'langsamen Potentiometerseite' (220 Ohm oder wohl besser etwas größer) kommt an das Lötauge, das mit der positiven Seite der NE-555-Betriebsspannung verbunden ist (Pins 4 und 8), die schnelle Potseite wird mit jenem Lötauge verbunden, das an die 0V- bzw. Massebelegung führt (Pin 1 des NE 555).
Die Aufgabe des Ein-Ausschalters besteht lediglich darin, die Verbindung des Schleifers zum "Control-Voltage"-Eingang des Timers herzustellen oder aufzutrennen. Dies kann mit einem kleinen, aber möglichst hochwertigen Schalter geschehen, weil keine Lesitungen geschaltet werden müssen. Hochwertigkeit ist anzuraten, da eine oxidbedingt zufällige Öffnung eine Aufnahme ruinieren wird. In meiner vor Jahrzehnten erfolgreich umgerüsteten A77 tut da ein etwas größerer Druckschalter von Schadow (bitte nicht "Shadow", denn des Firmengründers Familie kam nicht aus dem Schatten, sondern aus dem wendischen Sprachraum, der Berlin bekanntlich umgibt) Dienst, bei dem ich -notorisch vorsichtig- zur Kontaktsicherung beide Kontaktebenen parallel geschaltet habe.
Dass an der Tonmotorregelungsplatine der 'x'77 gesundheitgefährdende Spannungen (130-150 V) anliegen können, weißt du. Welche Anforderungen damit an deine fachliche Kompetenz gestellt werden, hoffentlich auch, selbst wenn Studer die bekannte Sicherheitseinrichtung zur Spannungsfreischaltung des gesamten Gerätes vorgesehen hat, die dem Bandgerät elektrische Totalruhe immer dann verordnet, sobald das Chassis aus dem Koffer gehoben wird. Diese Schalteinrichtung ist bei meinen A77ORF allerdings schon in historischer Zeit (von mir und wissend warum) ersatzlos entfernt worden. Auf diesen Trichter dürfte aber nicht nur ich gekommen sein, weil es dafür Gründe gab, derer man lediglich gewahr werden musste.
Daher: VORSICHT.
Solltest du durch meine obigen Anweisungen anhand der A77-Schaltung und des Bestückungsplanes zum 1.077.724 nicht restlos durchpeilen, frage lieber ein weiteres Mal nach oder besprich dich mit einem kundigen Techniker deines Vertrauens, der bitte seinerseits ohne Spoekenkiekerei durchkommen möge. Andernfalls dräut potenzielle Gefahr für auf jeden Fall irgendjemanden: Für dich, den Spoekenkieker oder die Löffingerin.
Zu den elektrophysikalischen Gründen, warum bestimmte Drehzahlgrößenordnungen mit der magnetischen Umlaufgeschwindigkeitsabnahme bei A77 nebst Nachfolgern und Geschwistern nicht überschritten werden können, wäre zwar allerhand zu sagen, was zentral in die analog-magnetische Technik auch der Aufzeichnung führen würde ("Omegagang"); ich lasse das aber.
Hans-Joachim
Franks Hinweis trifft ins Schwarze, solange in der Schweiz noch etwas anzutreffen ist.
Demnach: Je eher dabei, umso eher davon, ehe zu London oder Washington das Regensdorfer Finale angepfiffen wird, das Peter Holenstein schon 1997 vorhergesagt hatte. Die 78 MB des Downloads sind es generell und im Speziellen auch für deinen Fall wert, weil auf S. 73 der auf dem Regensdorfer Server lagernden, englischsprachigen A77-Serviceanleitung der einzige, mir bekannt gewordene Bestückungsplan der A77-Timer-IC-Tonmotorsteuerung zu haben ist. Dort findest du dann auch die von mir angesprochenen Lötaugen eingezeichnet:
Das 25-kOhm-Pot mit den Vorwiderständen an jedem Ende der Kohlebahn (mindestens 220 Ohm auf der langsamen und mindestens 2k7 auf der schnellen Seite) wird schleiferseitig an dasjenige Platinenlötauge angeschlossen, das zum Pin 5 des Timer-ICs führt. Der Kohlebahnvorwiderstand der 'langsamen Potentiometerseite' (220 Ohm oder wohl besser etwas größer) kommt an das Lötauge, das mit der positiven Seite der NE-555-Betriebsspannung verbunden ist (Pins 4 und 8), die schnelle Potseite wird mit jenem Lötauge verbunden, das an die 0V- bzw. Massebelegung führt (Pin 1 des NE 555).
Die Aufgabe des Ein-Ausschalters besteht lediglich darin, die Verbindung des Schleifers zum "Control-Voltage"-Eingang des Timers herzustellen oder aufzutrennen. Dies kann mit einem kleinen, aber möglichst hochwertigen Schalter geschehen, weil keine Lesitungen geschaltet werden müssen. Hochwertigkeit ist anzuraten, da eine oxidbedingt zufällige Öffnung eine Aufnahme ruinieren wird. In meiner vor Jahrzehnten erfolgreich umgerüsteten A77 tut da ein etwas größerer Druckschalter von Schadow (bitte nicht "Shadow", denn des Firmengründers Familie kam nicht aus dem Schatten, sondern aus dem wendischen Sprachraum, der Berlin bekanntlich umgibt) Dienst, bei dem ich -notorisch vorsichtig- zur Kontaktsicherung beide Kontaktebenen parallel geschaltet habe.
Dass an der Tonmotorregelungsplatine der 'x'77 gesundheitgefährdende Spannungen (130-150 V) anliegen können, weißt du. Welche Anforderungen damit an deine fachliche Kompetenz gestellt werden, hoffentlich auch, selbst wenn Studer die bekannte Sicherheitseinrichtung zur Spannungsfreischaltung des gesamten Gerätes vorgesehen hat, die dem Bandgerät elektrische Totalruhe immer dann verordnet, sobald das Chassis aus dem Koffer gehoben wird. Diese Schalteinrichtung ist bei meinen A77ORF allerdings schon in historischer Zeit (von mir und wissend warum) ersatzlos entfernt worden. Auf diesen Trichter dürfte aber nicht nur ich gekommen sein, weil es dafür Gründe gab, derer man lediglich gewahr werden musste.
Daher: VORSICHT.
Solltest du durch meine obigen Anweisungen anhand der A77-Schaltung und des Bestückungsplanes zum 1.077.724 nicht restlos durchpeilen, frage lieber ein weiteres Mal nach oder besprich dich mit einem kundigen Techniker deines Vertrauens, der bitte seinerseits ohne Spoekenkiekerei durchkommen möge. Andernfalls dräut potenzielle Gefahr für auf jeden Fall irgendjemanden: Für dich, den Spoekenkieker oder die Löffingerin.
Zu den elektrophysikalischen Gründen, warum bestimmte Drehzahlgrößenordnungen mit der magnetischen Umlaufgeschwindigkeitsabnahme bei A77 nebst Nachfolgern und Geschwistern nicht überschritten werden können, wäre zwar allerhand zu sagen, was zentral in die analog-magnetische Technik auch der Aufzeichnung führen würde ("Omegagang"); ich lasse das aber.
Hans-Joachim
