Telefunken M24
#5
Lieber Uni,

der Motor dürfte eigentlich nicht durchgebrannt sein, weil diese Asynchronläufer weit unterhalb des Synchronpunktes (Stillstand liegt maximal unter Betriebsdrehzahl...) nur recht moderat Strom ziehen, beim Blockieren also nicht so heiß werden können wie ein klassischer Kollektormotor. Der Hysterese-Synchronläufer unterscheidet sich da in nahezu nichts von der Asynchronmaschine, weil er grundsätzlich ähnlichen Prinzipien folgt. Er läuft lediglich als Asynchronmotor an und geht beim Erreichen der Netzsynchronität in den Synchronlauf über und entnimmt dem Netz im Synchronpunkt seine Leistung. Der Asynchronmotor nimmt nur knapp unterhalb des Synchronpunktes Leistung auf, gibt also auch nur knapp unterhalb des Synchronpunktes Leistung ab. Bremst man beide aus der Synchrondrehzahl heraus und auf Drehzahl Null herunter, geschieht dasselbe: Kaum Leistungsaufnahme und praktisch keine Leistungsabgabe.

In deinem Fall ist also zunächst einmal die Schwergängigkeit des Motors gewaltfrei abzustellen. Grundlegendes ist oben gesagt. Sollte dann das Ding immer noch nicht drehen wollen, aber Netzspannung anliegen muss man sich mit dem Hilfsphasenkondensator befassen, der gegebenfalls fertig sein kann. Danach sind die Wicklungen einer Prüfung zu unterziehen.
Dass hier überall in der Motorenumgebung selbst dann lebensgefährliche Spannungen anliegen können, wenn sich nichts bewegt, weißt du ja. Also größte Vorsicht, solange die Maschine am Netz ist.

Im Bereich des Tonmotors ist ja sonst nichts von Relevanz, weshalb ich glaube, dass der Motor zum Leben zu bekommen sein müsste. Wicklungsbrüche kann man mit dem Ohmmeter feststellen, ja Motoren dieser Art bei einem Motorenwickler neu bewickeln lassen, wenn man dazu gezwungen und die notwendigen Gelder aufzuwenden bereit ist.

Meine M24-Anleitung dürfte diejenige sein, die auch in den Downloadbereich gefunden hat. Ich habe lediglich seit jenen Tagen die beiden Hälften der Schaltzeichnung zusammengepappt, um nicht ewig -und das mit den entsprechend notorischen Verirrungen- gezwungen zu sein, die Hälften immer separat anzuschauen.

Hans-Joachim
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[Kein Betreff] - von Uni - 01.02.2010, 19:08
[Kein Betreff] - von Frank Stegmeier - 01.02.2010, 19:34
[Kein Betreff] - von PhonoMax - 01.02.2010, 21:01
[Kein Betreff] - von Uni - 01.02.2010, 21:37
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[Kein Betreff] - von PhonoMax - 05.02.2010, 19:19
[Kein Betreff] - von Uni - 22.09.2011, 06:49

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