01.02.2010, 21:01
Lieber Uni,
Franks Aussagen kann ich nur zustimmen. Genauer zur M24 lässt sich sagen, dass bei dieser Maschine vieles nach M5 riecht, der Tonmotor damit entweder als reiner Asynchronläufer oder aber Hysterese-Synchronmotor mit Zwischenradgetriebe ausgelegt wurde. Wenn du den 'Capstan-Motor' unter der Tonwelle vermutest und an der Tonwelle drehend diese nicht bewegen konntest, so sei angemerkt, dass der Motor erst beim Einschalten des Gerätes mechanisch mit der Einheit Schwungmasse-Tonwelle über ein Zwischenrad verbunden wird. Vorher muss die Tonwelle völlig frei drehen.
Wenn ich nun mit meiner Mutmaßung richtig liege, dass du an der Tonwelle drehend geprüft hast, so ist das Lager der Tonwelle schwergängig und bedarf einer angemessen vorsichtigen Reinigung und Nachschmierung mit Sinterlageröl. Nachdem du wahrscheinlich keine Verbindungen zu schmiertechnisch kundigen Personen hast, wird dir das Einpressen des Lageröls in die Sinterlager wohl nicht möglich sein. Die (Neu-)Schmierung muss dann eben so gut erfolgen, wie sie erfolgt.
Solltest du aber bereits am Motor mit entsprechenden Ergebnissen gedreht haben, so muss dieser natürlich auch seinerseits leichtest möglich laufen, zumal er abweichend von den früheren Gepflogenheiten bei AEG-Telefunken nicht gebremst ist, sondern beim Einschalten der Maschine sofort zu laufen beginnt bzw. beginnen muss.
Beim Ausbau des Motors aus der Laufwerksumgebung ist darauf zu achten, dass dem Zwischenrad keine Beschädigung widerfährt, wie denn auch bei einer Motor-Zerlegung und dem Wiederzusammenbau Lagern und Welle nach einer Reinigung mit etwas Sinterlageröl wieder zur temporären Leichtgängigkeit zu verhelfen ist. Auch hier gilt wohl: Für ein solides Einpressen heißen Sinterlageröls werden dir sicher die Werkzeuge bzw. fachlichen Verbindungen fehlen. Es muss demnach ebenfalls 'auch so' gehen.
Welches Öl bei der M24 Verwendung fand, weiß ich leider nicht. Lager und Motorwelle müssen beim Zusammenbau hundertprozentig fluchten, andernfalls kommst du mit dem Gleichlauf auf keinen grünen Zweig. Vergleichbares gilt für das Zwischenrad, dessen Achse zugunsten brauchbaren Gleichlaufs absolut parallel zu der von Tonwelle und Motor ausgerichtet sein muss.
Für Notfälle verfüge ich über das PDF einer, allerdings recht knappen Werkstattanleitung zur Wartung der M24 vom August 1960.
Hans-Joachim
Franks Aussagen kann ich nur zustimmen. Genauer zur M24 lässt sich sagen, dass bei dieser Maschine vieles nach M5 riecht, der Tonmotor damit entweder als reiner Asynchronläufer oder aber Hysterese-Synchronmotor mit Zwischenradgetriebe ausgelegt wurde. Wenn du den 'Capstan-Motor' unter der Tonwelle vermutest und an der Tonwelle drehend diese nicht bewegen konntest, so sei angemerkt, dass der Motor erst beim Einschalten des Gerätes mechanisch mit der Einheit Schwungmasse-Tonwelle über ein Zwischenrad verbunden wird. Vorher muss die Tonwelle völlig frei drehen.
Wenn ich nun mit meiner Mutmaßung richtig liege, dass du an der Tonwelle drehend geprüft hast, so ist das Lager der Tonwelle schwergängig und bedarf einer angemessen vorsichtigen Reinigung und Nachschmierung mit Sinterlageröl. Nachdem du wahrscheinlich keine Verbindungen zu schmiertechnisch kundigen Personen hast, wird dir das Einpressen des Lageröls in die Sinterlager wohl nicht möglich sein. Die (Neu-)Schmierung muss dann eben so gut erfolgen, wie sie erfolgt.
Solltest du aber bereits am Motor mit entsprechenden Ergebnissen gedreht haben, so muss dieser natürlich auch seinerseits leichtest möglich laufen, zumal er abweichend von den früheren Gepflogenheiten bei AEG-Telefunken nicht gebremst ist, sondern beim Einschalten der Maschine sofort zu laufen beginnt bzw. beginnen muss.
Beim Ausbau des Motors aus der Laufwerksumgebung ist darauf zu achten, dass dem Zwischenrad keine Beschädigung widerfährt, wie denn auch bei einer Motor-Zerlegung und dem Wiederzusammenbau Lagern und Welle nach einer Reinigung mit etwas Sinterlageröl wieder zur temporären Leichtgängigkeit zu verhelfen ist. Auch hier gilt wohl: Für ein solides Einpressen heißen Sinterlageröls werden dir sicher die Werkzeuge bzw. fachlichen Verbindungen fehlen. Es muss demnach ebenfalls 'auch so' gehen.
Welches Öl bei der M24 Verwendung fand, weiß ich leider nicht. Lager und Motorwelle müssen beim Zusammenbau hundertprozentig fluchten, andernfalls kommst du mit dem Gleichlauf auf keinen grünen Zweig. Vergleichbares gilt für das Zwischenrad, dessen Achse zugunsten brauchbaren Gleichlaufs absolut parallel zu der von Tonwelle und Motor ausgerichtet sein muss.
Für Notfälle verfüge ich über das PDF einer, allerdings recht knappen Werkstattanleitung zur Wartung der M24 vom August 1960.
Hans-Joachim
