Diverse Probleme mit meiner Akai GX-625
#1
Hallo,

Ich habe seit Freitagabend auch eine Akai GX-625, leider mit folgenden Problemen:

1. bei Wiedergabe kommts nur leise verkracht aus den Kopfhörern bzw. Line Out und das Vol. Poti muß ich ganz aufdrehen!
2. wenn ich auf Source schalte ist ein starkes Rauschen zu hören obwohl die Eingangspotis (Mic / Line In) zu sind und nix an den Eingängen angeschlossen ist!

zu 1.: habe bereits eine Testaufnahme gemacht und diese auf meiner Philips N4418 mit zufriedenheit anhören können -- Aufnehmen klappt wunderbar.
Habe daraufhin den Stecker des PB-Kopfes von der Audioplatine gezogen und die Widerstände beider Kopfspulen an diesem Stecker gemessen: jeweils 190 Ohm, habe also hier schonmal kein Masse-/Kabelbruchproblem.
Desweiteren habe ich mit meiner altbewährten Methode diverse Punkte ab dem PB-Kopfstecker auf der Audioplatine mit meinem Zeigefinger berührt (jeder andere Finger tuts auch) und es kam jedesmal ein ordentliches Brummen aus dem Kopfhörer, was mir eigentlich sagt das der PB-Vorverstärkerzweig i.O. ist...

zu 2.: fällt mir grad nix ein...

Werde jetzt mal den PB-Kopf entmagnetisieren, vielleicht ist das ja schon die Lösung?


Gruß
Thilo
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Grundig TK3200HIFI, Philips N4418, Akai GX-625 + GX-77
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#2
Sodele,

habe den kompletten Kopfbereich entmagnetisiert aber ohne das sich was gebessert hat.

Werde mir morgen die Transistoren und Kondensatoren die im PB-Vorverstärkerzweig sitzen besorgen und auf einen Schlag austauschen.



Gruß
Thilo
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Grundig TK3200HIFI, Philips N4418, Akai GX-625 + GX-77
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#3
Habe jetzt je Kanal schonmal die drei 10µF und den 100µF Kondensatoren erneuert und bekomme jetzt wieder ordentlich zu hören was auf Band ist.

Werde die Tage noch die restlichen Elkos und evtl. die Transistoren im PB-Vorverstärkerzweig erneuern in der Hoffnung das das Aufgenommene dann annähernd so gut klingt wie die Aufnahmequelle (mom. sind die Höhen noch zu stark gedämpft).


Gruß
Thilo
P.S. Warum hat Akai so an Steckverbindungen gespart und stattdessen die Verbindungsdrähte um die Lötstifte gezwirbelt?? So kann man doch garnicht die einzelnen Platinen zur Generalüberholung herausnehmen...
Wenn ich da an meine Philips N4418 denk, die ist rundum Servicefreundlich mit Aufklapptechnik und Steckplatinen.
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Grundig TK3200HIFI, Philips N4418, Akai GX-625 + GX-77
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#4
Zitat:luemmel postete
P.S. Warum hat Akai so an Steckverbindungen gespart und stattdessen die Verbindungsdrähte um die Lötstifte gezwirbelt??
Philips und Revox haben in europäischen Dimensionen gedacht: Arbeitskraft ist teuer, also macht man es Servicetechnikern so einfach wie möglich. Bei den Japanern war es dagegen zu der Zeit noch egal, ob in der Werkstatt ein paar Schrauben mehr aufgedreht oder Kabel abgelötet werden müssen.

Für ein exportorientiertes Unternehmen wie Akai war das natürlich nicht sehr weitsichtig.
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#5
Ich mag die Verbindungen auch nicht, aber diese Wickelverbindungen (Wire Wrap) haben durchaus
auch Vorteile. Deutlich niedrigere Übergangswiderstände und gegenüber einem Steckverbinder
ein besseres Langzeitverhalten.
Bei der deutschen Bundespost (heute Telekom) wurden diese Verbindungen für spezielle Anwendungen auch eingesetzt, sie sind also nicht typisch japanisch.


Gruß Ulrich
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#6
Hallo Runde,

diese Kontakttechnik war ja in Fernost und den USA "anno-dunnemals"
übliche Fertigungspraxis. Auf lange Sicht kann man aber leider
auch bei ihr Pech haben.. Der Grünspan "kriecht" näml. auch
zwischen den Pfostenkontakt und den gewickelten Leiter und
dann kommt man da mit üblichen Kontaktmitteln schlechter
bei, als bei einem Stecker. So zu mindest meine persönl.
Erfahrung.

@Thilo

Ich schätze, wenn Du die "typischen Rausch-Transistoren" und
die Kondensatoren gewechselt hast, dürfte sich der Patient noch
weiter der Genesung nähern. Vergiss bitte nicht, die Gelegenheit zu nutzen
um auf dem "Mainboard" die Schiebeschalter zu reinigen. Das ist
ja bekanntlich auch so ein häufiges Thema bei den Akai-Geräten.

Viel Erfolg...

Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#7
Hier im Forum gabs doch mal ein Thema wo Maschinenintern ein zusätzliches Netzteil eingebaut wurde um die elekronischen Zählwerke, die nach dem ausschalten der Maschine ihren Stand verlieren, zu stützen.

Die Buchse für die externe Versorgung ist ja vorhanden, ich hätts halt auch gern intern und würde mir dazu gerne nochmal das Thema durchlesen -- leider find ichs nichtmehr...


Nochdazu quittiert mir die Bordsuche eine Trefferzahl >100 mit einer Fehlermeldung was sehr unbefriedigend ist!

@PeZett
Das mit den Rauschetransistoren habe ich heute morgen in einem anderen Thema gefunden nachdem ich mit Hilfe von google hier das Forum zu einem Teil durchwühlt hatte. Die Transis sind bereits auf dem Weg zu mir (Reichelt sei dank).
Die Spurwahl- und der Tape-/Source-Schalter arbeiten noch einwandfrei, kein knacken oder krachen. Ebenso die Potis.

Wozu ist eigentlich die linke Umlaufrolle mit Schwungmasse gut, beruhigt diese den Bandtransport?



Gruß
Thilo
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#8
Geschafft... Smile

Habe jetzt alle 2SC458'er Rauschetransistoren, 10µF und 47µF Elkos im PB- und Mic-/Line-In-Zweig beider Kanäle getauscht.
Anschließend den rechten PB-Trimmer (den ich zwischenzeitlich verdreht hatte) mittels 1kHz-Vollspurband wieder an den linken Kanal angeglichen. Dazu hab ich kurzerhand die VUs als Meßgeräte genutzt, das sollte erstmal reichen.

Jetzt hör ich grad ein 2-Spur Monoband das von meinem Klassenlehrer (7.-9. Klasse) auf einem Grundig TK3200HIFI vor laanger Zeit aufgenommen wurde und bin für heute Glücklich Smile


Grüße und Danke an alle Senkelhörer hier im Forum
Thilo
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Grundig TK3200HIFI, Philips N4418, Akai GX-625 + GX-77
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#9
Zitat:luemmel postete
...Wozu ist eigentlich die linke Umlaufrolle mit Schwungmasse gut, beruhigt diese den Bandtransport?
Hallo Thilo,

meiner bescheidenen Kenntnis nach: JA!

EDIT: Schön, dass sie wieder läuft - hoffentlich jetzt rauschärmer!

Gruß

Peter
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#10
Wenn ich auf Source schalte und das Volume- und das Line-In-Poti bis zum anschlag aufdrehe höre ich nur ganz leise ein Rauschen.
Beim Mic-Poti kommt etwas mehr rauschen zu Gehör da dort ja noch 2 weitere Transistoren je Kanal arbeiten.

Als ich die Maschine das erste Mal testete kam mir in Stellung Source ja sofort ein starker Rauscheteppich entgegen der nur durch entsprechend lautes Nutzsignal halbwegs überdeckt werden konnte.

Das dollste ist aber das der Typ von dem ich die Maschine bei eBay ergatterte schrieb, er hätte sie davor noch inner Werkstatt gehabt!!!
Aber so verstaubt wie die Wickelmotoren sind und die Tatsache das alle Transistoren auf der Audioplatine noch Original sind (deren Beinchen sind von Kopf bis zur Platinenoberkannte schwarz verknastert!) glaube ich das entweder die Werkstatt nur Kohle gescheffelt aber keinen Finger krumm machte oder aber die Maschine nie in einer Werkstatt war.
Auch ihr Äußeres war doch gut mit einem Schmutzfilm übersehen. Mit Screen 99 hab ich sie wieder ordentlich sauber gekriegt. Vorallem dieser verchromte Kunststoffstreifen direkt unterhalb der Köpfe war fleckig und angegrabbelt, jetzt glänzt er wieder wie frisch aus der Produktion Smile



Gruß
Thilo
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#11
"Inner Werkstatt", vielleicht stand sie ja drin. Dann hat Herr Werkstatt gesagt: "Fürs Aufschrauben nehme ich 30 €" und dann kam die Maschine aus der Werkstatt wieder raus.

Und ja, die linke Rolle dient der Bandberuhigung. Sie filtert Modulationsrauschen. Zeichne mal 1 kHz (gerne auch weitere Frequenzen auf), höre während der Aufnahme, am besten mit Kopfhörer, über Hinterband mit, und halte die Rolle fest. Gut möglich, dass der Effekt hörbar ist. Ich habe diesen Test mit der TC-366 gemacht, bei der sich die sehr kleine Bandberuhigungsrolle direkt zwischen Lösch- und Aufnahmekopf befindet, da war die Wirkung der Rolle sehr deutlich.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#12
Wo entsteht denn dieses Modulationsrauschen?
Bzw. wo kann man solche spezielleren Sachen kompakt verständlich nachlesen?


Gruß
Thilo
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#13
Nachlesen? Z. B. in "Zeitschichten" bei dem "unser" Friedrich Engel maßgeblich beteiligt ist. Das Buch, so erhältlich, kostet allerdings GELD.

Hier stand auch mal was. Z. B. im Post # 003

http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...eadid=9187

niels
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#14
Habe heute meine erste Aufnahme mit der GX-625 gemacht:

von DVD: Mike Oldfield - Tubular Bells III - Live Konzertaufnahme "at horse guards parade in London"
auf "RMG LPR35 1100m auf 26,5 cm NAB-Aluspule" und da ich komplett über Hinterbandkontrolle mitgehört habe viel mir in leisen Passagen ein starker Rauscheteppich auf.

Eben hab ich nochmal ein Stück nach der Aufnahme angehört und da ist das gleiche Rauschen zu hören, arbeiten die Löschköpfe etwa nicht richtig??


Positiv ist anzumerken das die Aufnahme in den Mitten und Höhen genauso klingt wie das Original, die Tiefen sind sogar etwas angehoben Smile)


Gruß
Thilo
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#15
"Starker Rauschteppich" ist natürlich sehr vage. Wenn du deine Testtitel mit einem andern Gerät aufzeichnest und abhörst, ist es dort weniger? An einen defekt der Löschköpfe mag ich nicht glauben. Einfacher Versuch: Lösche doch deine Testaufnahme. Wenn nur Rauschen bleibt, von der Nutzmodulation aber nix mehr zu hören ist, wird ausreichend gelöscht. Evtl. während des Löschens das Band vorsichtig mittels eines Stiftes o. ä. vom Aufnahmekopf abheben, dann wir deutlicher, ob dort Rauschen hinzugefügt wird, das der Löschkopf gerade "gemäht" hatte.

"Die tiefen sind sogar etwas angehoben", im Sinne der genauen Reproduktion wäre das kein Vorteil.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#16
Zitat:luemmel postete
...
Eben hab ich nochmal ein Stück nach der Aufnahme angehört und da ist das gleiche Rauschen zu hören, arbeiten die Löschköpfe etwa nicht richtig??

...
Hallo Thilo,


....hast Du das Musikstück über am TB angeschl. Kopfhörer abgehört?
Wenn JA, der Kopfhörerzug ist bei der GX auch nicht gerade rauschfrei.
Das sollte man bedenken...

Übrigens: deutliche Bassanhebung (was nicht Akai-GX-typisch ist...)
deutet auf leicht verstellten BIAS hin. Das mag bei einer anderen
Bandsorte natürl. wieder anders ausfallen.


Gruß

Peter
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#17
Ich hatte während der Aufnahme öfters mal zwischen Vor- und Hinterbandkontrolle (Tape - Source) umgeschaltet, das Rauschen ist definitiv nur bei Hinterbandkontrolle bzw. Playback zu hören.

Hatte eben mal die letzten ca. 10 Sekunden der Aufnahme mit zugedrehten Eingangsreglern und kurzgeschlossenen Eingängen überspielt, dieser Abschnitt hört sich jetzt genauso an wie das noch unbespielte Band nach der Aufname.
Auch das vorsichtige abheben des Bandes vom Aufnahmekopf ändert nichts am Rauschen.

Falls die 1100 Meter auf eine 18er-Dreizackspule passen, kann ich das Band mal mit meiner Philips N4418 testen.
Desweiteren werde ich auch noch das RMG PM975 auf 18er Spule bei gleichem Aufnahmepegel testen.



Gruß
Thilo
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#18
Also mit dem umspulen der 1100 Meter auf eine 18er Spule ging nicht, hätte mich auch gewundert.

Das RMG PM975 weist das gleiche Rauschen auf der GX-625 auf.

Habe jetzt nochmal den gleichen Titel mit der N4418 auf das RMG PM975 mit der annähernd gleichen Aussteuerung aufgenommen. Das Hintergrundrauschen bei Hinterbandkontrolle ist da ebenfalls vorhanden. Wenn ich aber ein noch jungfreuliches Stück vom Band abspiele ist dort das Bandrauschen leiser als bei der GX-625.

Desweiteren habe ich bei der GX-625 festgestellt das beim umschalten zwischen "Wide Range" und "Low Noise" bei Wiedergabe kein Unterschied zu hören ist.

Vielleicht liegt da ja der Hund begraben?


Habe eigentlich keine Lust die Maschine soweit zu zerlegen....



Gruß
Thilo
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#19
Zitat:luemmel postete
Ich hatte während der Aufnahme öfters mal zwischen Vor- und Hinterbandkontrolle (Tape - Source) umgeschaltet, das Rauschen ist definitiv nur bei Hinterbandkontrolle bzw. Playback zu hören....
Über die Kopfhörerbuchse der GX gehört oder über angeschlossenen
Verstärker?

Zitat:...Desweiteren habe ich bei der GX-625 festgestellt das beim umschalten zwischen "Wide Range" und "Low Noise" bei Wiedergabe kein Unterschied zu hören ist.
Ist diese Umschaltung denn nicht nur bei Aufnahme aktiv?

Gruß

P.
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#20
Natürlich über die Kopfhörerbuchse der GX aber deren Kopfhörerverstärker rauscht so schwach das ich es kaum höre auch wenn ich den Volumeregler auf maximum aufdrehe.


Selbst während der Aufnahme höre ich keinen Unterschied zwischen "Wide Range" und "Low Noise".



Gruß
Thilo
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#21
Der Unterschied zwischen "Wide Range" - "Low Noise" scheint in der Tat sehr gering zu sein (bei meiner 210 und 230 bemerkbar, aber nahezu homöopathisch), der Schalter ist nur bei Aufnahe aktiv; bei der "Normal" - "Special"- Umschaltung bei Sony geschieht deutlich mehr.

Wenn das Abheben des Bandes vom Aufnahmekopf während des Löschens keinen Klangunterschied im Rauschen bringt, gehe ich davon aus, dass der Aufnahmepfad unverdächtig ist.

Zitat:Habe jetzt nochmal den gleichen Titel mit der N4418 auf das RMG PM975 mit der annähernd gleichen Aussteuerung aufgenommen. Das Hintergrundrauschen bei Hinterbandkontrolle ist da ebenfalls vorhanden. Wenn ich aber ein noch jungfreuliches Stück vom Band abspiele ist dort das Bandrauschen leiser als bei der GX-625.
Ich zergliede das Mal, damit ich sehe, ob ich richtig verstehe.

1. Testtitel mit N4418 auf PM975 aufgenommen.
2. Leise Passagen rauschen bei Wiedergabe auf N4418.
3. Jungfräuliches Band PM975 rauscht auf N4418 weniger als auf GX-625.

Klare Aussagen zu treffen, wird schwierig, wenn nicht gemessen wird. Wenn du Testtöne hast, vergleiche mal welchen Ausschlag 1 kHz, bei der N4418 bis 0 VU ausgesteuert auf der Akai erzeugt.

niels
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#22
Zitat:niels postete
Klare Aussagen zu treffen, wird schwierig, wenn nicht gemessen wird. Wenn du Testtöne hast, vergleiche mal welchen Ausschlag 1 kHz, bei der N4418 bis 0 VU ausgesteuert auf der Akai erzeugt.
Das werd ich heute oder morgen Abend mal Probieren.


Was mir grad noch einfällt: Im Schaltplan der Audioplatine sind neben den bekannten 2SC458-Rauschetransistoren auch noch 2SC945-"Low Noise"-Typen verbaut, könnten diese ebenfalls das Rauschen erlernt haben?
Hatte bei Reichelt vorsorglich auch von diesen Typen eine Vorratsladung geordert, ein austauschen wäre also kein Problem...



Gruß
Thilo
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#23
Testtonaufnahme ist soeben erfolgt:

Computer: Netbook Asus 901 mit XP Home
Soundgerät: Creative X-Fi USB
Software: waveGen von www.audiotester.de

Signal: 1kHz Sinus

Aussteuerung N4418 nach Hinterbandkontrolle: Links -1 dBVU, Rechts 0 dbVU
Aussteuerung GX-625 im Playback: Links 0 dbVU, Rechts 1 dbVU

Nachtrag: als ich bei der N4418 direkt die Aussteuerung auf 0 dbVU machte und während der Aufnahme auf Hinterband umschaltete, schlugen die Zeiger oben (4 dbVU+) an.



Gruß
Thilo
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#24
Nur so nebenbei:

habe bei meiner GX-625 heute auch die 2SC458 Transistoren im Aufnahmezweig tauschen müssen, auch in meinem Gerät rauschte der Verstärker gigantisch.
Interessanterweise ist der Verstärker der älteren GX-630 leise. Offensichtlich hat man bei der 625 eine mangelhafte Serie von Transistoren verbaut.
Grüße
Nikola
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#25
Da ich mich vorhin mal wieder mit meiner Akai beschäftigt habe fiel mir auch wieder das Rauschproblem beim aufnehmen ein...

Wäre es möglich das das Rauschen über den Löschkopf aufs Band kommt?

Gibt es eine Methode um ein Band so zu löschen das es nicht rauscht um anschließend zu testen ob das Rauschen durch den Löschkopf und somit durch die Lösch-Oszillatorschaltung bzw. der darin verbauten Transistoren kommt?



Grüße
Thilo
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#26
Hallo Thilo,

ich hatte vor kurzem eine stark rauschende GX 625 auf dem Tisch. Bei der Maschine war sowohl Aufnahme wie auch Wiedergabe betroffenen. Auf einem Kanal war gar keine Wiedergabe mehr möglih. Für alle Fälle wurden sofort alle Transistoren (also auch der andere Typ) im Aufnahme und im Wiedergabezweig getauscht. Beide Typen wurden durch stärkere 2SC Typen ersetzt. Den genauen Ersatztyp kann ich von hier nicht nennen, das kann ich erst am WE mailen.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#27
Hallo Rainer,

an der Nennung der Ersatztype(n) hätte ich auch grosses Interesse.
Meine GX620 rauscht näml. auch wie die Nordsee und aufnehmen ist
gar nicht mehr. Hier ist also fröhliches Löten angesagt.

Gruß

Peter
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#28
Ich habe seit unserem letzten Nordtreffen eine 630. Da rauscht es vorband - und dann auf der Aufnahme - auf dem rechten Kanal. Da bräuchte ich auch Ersatztypen. Wir können uns ja zum Gemeinschaftslöten treffen. Big Grin

Achso, Thilo. Dass der Löschkopf Rauschen aufzeichnet halte ich für unwahrscheinlich. Eine Testmöglichkeit wäre ein Leerband zu nehmen und mittels Klebestreifen auf den Köpfen wechselweise Abstand zu schaffen und lauschen was geschieht.

niels
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#29
@Niels

...die Transen in der 620 und 625 dürften identisch sein, die 630er
hat möglicherweise andere.

@Thilo

...wenn Du eine 2te Maschine hast, nimm doch mal ein neues Band
und lasse es auf beiden Maschinen laufen und hörst.
Dann löscht Du mit der Akai (wie von Niels beschrieben) und hörst Dir das dann noch mal auf beiden Masch. an.

Gruss

Peter
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#30
Die 630 wartet auf mit

2SC 458 LG
2SC 945 L

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#31
Ich hatte bis jetzt nur die insgesamt 12 2SC458LG in den Vorverstärkerstufen der Eingänge und des Wiedergabekopfes gewechselt.

Die originalen 2SC945L hatte ich drin gelassen... vielleicht sollte ich diese jetzt auch noch wechseln.


Gruß
Thilo
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#32
@Niels

...na dann hat man bei Akai an der Stelle doch nicht von
der 630 zur 620/625 "weiterentwickelt" - die Kollegen sind's
ja in den 620/625ern auch.

@Thilo

Ja, wenn man schon mal dran ist, raus mit dem Mist.
Welche Ersatztypen hast Du denn nun verbaut?

Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#33
Als Ersatztypen habe ich mir jeweils 2SC458 und 2SC945 (beides als Standardtypen) auf Vorrat bei Reichelt Elektronik schicken lassen.

Werde die 945er Typen morgen wechseln, mal schauen wies dann aussieht mit dem Rauschen... Smile


Gruß
Thilo
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#34
Sodele, die 2SC945 Transen sind gewechselt:

- je 2 pro Kanal im Wiedergabepfad
- je 3 pro Kanal im Eingangs-/Aufnahmepfad
- 2 im Steuerpfad des Löschoszillators

Verbessert hat sich nix, werde das Rauschen beim aufnehmen dadurch "verringern" indem ich höher aussteuere.



Gruß
Thilo
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#35
Hallo Thilo,

mit den einfachen Versionen der 2SC Transistoren ist es durchaus möglich, dass die Maschine mehr rauscht als notwendig. Die im Original in der AKAI verbauten Typen sind ja rauscharme Versionen dieser einfachen Typen, nur dass die eben nach so vielen Jahren eben diese Eigenschaft verlieren.


Meine Vergleichsliste listet unter anderen 2SC2240 für alle beiden Originaltypen als Ersatz auf. Diese hatte ich dann auch in der GX 620 verbaut.

Der 2SC2240 ist als rauscharm gekennzeichnet. Er geht allerdings "nur" bis 100Mhz, was aber für die Audio Anwendung in der Bandmaschine völlig ausreichend ist.

Das man damals verschiedene Typen verbaut hat könnte durchaus an höhreren Kosten für die spannungsfesteren Typen gelegen haben.

Ansonsten ist eventuell noch and die Fet´s zu denken, die die Signalweiterleitung schalten. Ob diese auch rauschen können? Keine Ahnung.

Viel Erfolg,

Rainer
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#36
Danke für den Vergleichstyp und das du mir gerade die Augen geöffnet hast!

Habe schon bestimmt 50 Mal den Audio-Schaltplan studiert und mir ist bis jetzt nie aufgefallen das es sich bei beiden Transentypen um NPN's handelt. War die ganze Zeit blind davon ausgegangen das es sich um NPN- und PNP-Typen handelt, ohne mal genauer hinzuschauen.

Werde mir so schnell als möglich die 2SC2240 holen und einbauen Smile

EDIT: habe heute (17.05.2010) bei Reichelt geordert da mein lokaler Händler nur noch 4 Stück auf Lager hat und was von 1-4 Wochen Lieferzeit gesagt hat... das ist mir doch definitiv ein wenig zu lang.



Gruß
Thilo
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#37
Habe jetzt alle Signalrelevanten 2SC458 und 2SC945 auf dem Audioprint gegen 2SC2240 gewechselt doch das Rauschen hat sich nicht merklich vermindert. Vieleicht bin ich auch nur verwöhnt von rauscharmer Musik aus meinem MP3-Player...

Werde kommende Woche noch den Kopfhörerverstärker-IC auswechseln und dann bleibt die Maschine so wie sie ist.


Gruß und schöne Pfingsten
Thilo
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#38
'Tschulligung, mag nicht alles nochmal lesen:

Wann tritt das Rauschen wie auf?
Ändert es sich, wenn das Gerät auf Wiedergabe-Pause hast, und du die Geschwindigkeit umschaltetst? Das wäre ein Indiz dafür, dass es das ganz normale Rauschen ist, was sich durch die Umschaltung der Entzerrung bei den Geschwindigkeiten ändert.

niels
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#39
Das Rauschen hört man bei Aufnahme-Hinterbandkontrolle mit zugedrehten Eingangspotis und bei Wiedergabe eines leeren/gelöschten Bandes.

Schalte ich bei Aufnahme-Hinterbandkontrolle mit zugedrehten Eingangspotis die Geschwindigkeit um ändert sich das Rauschen vom "Klang" her, bleibt aber gleichlaut.

Wenn ich auf Source umschalte ist das Rauschen kaum noch wahr zu nehmen.


Gruß
Thilo
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#40
Zitat:luemmel postete im Eingangsposting
2. wenn ich auf Source schalte ist ein starkes Rauschen zu hören obwohl die Eingangspotis (Mic / Line In) zu sind und nix an den Eingängen angeschlossen ist!
Zitat:luemmel postete letzlich
Wenn ich auf Source umschalte ist das Rauschen kaum noch wahr zu nehmen.
Dann ist also doch etwas besser geworden?

niels
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#41
Die Verbesserung kam dadurch das ich zuerst alle ElKos und die Originalen Transistoren gegen neuzeitliche Nich-Rauscharme gewechselt hatte.

Jetzt hatte ich nochmals alle bereits gewechselten Transistoren gegen die rauscharmen 2SC2240 gewechselt ohne jedoch eine weitere Rauschminderung zu erzielen.

Ich hatte mir halt eine weitere Verbesserung erhofft.



Gruß
Thilo
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#42
Hallo Thilo,

im Vergleich zum Vorband ist natürlich immer einiges mehr an Rauschen im Hinterbandsignal einer Bandmaschine. Ist halt analoge Technik. Geräuschspannungsabstand ca. 62 db. CD Player liegen dagegen bei ca. 98.



Wenn es dich zu sehr stört, kannst du dich ja mal mit externen Rauschunterdrückungssystemen auseinandersetzen. Eine ordentlich eingemessene Maschine ist hierfür jedoch Voraussetzung, denn nur dann ist der Einsatz sinnvoll. Mit dbx sind über 90db möglich, das produziert aber auch sehr große Klangverfälschungen, wenn die Maschine nicht penibel eingemessen ist, da Fehler der Maschine vom dbx gnadenlos verstärkt werden.

Band ab - Band läuft,

Rainer
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#43
Mit externen Rauschunterdrückungssystemen fang ich garnicht erst an, die Maschine bleibt jetzt so wie sie ist.

Habe vielleicht Ende nächsten Monats die Möglichkeit die gleiche Maschine bei jemand anderem zu Testen.



Gruß
Thilo
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#44
Sodele, der Kopfhörerverstärker-IC ist gewechselt, mein lokaler Elektronikladen hatte noch welche auf Lager. Hat nochmal eine kleine Rauschminderung gebracht wenn man über Kopfhörer hört.


Gruß
Thilo
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#45
Haben die 2240 die gleiche Anschlußreihenfolge?

niels
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#46
Ja, sind Pinkompatibel.


Gruß
Thilo
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#47
Guten Morgen.

Bitte entschuldigt das ich mich hier dranhänge, aber ich wollte jetzt nicht einen neuen Thread zum gleichen Thema eröffnen.

Ich habe mit meiner Akai GX625 ein ähnliches Problem. Sie rauscht bei Wiedergabe. Das passierte schleichend, und ich hatte als Ursache immer die Bänder in Verdacht. Gestern habe ich dann aber mal die beiden Umlenk-Arme betätigt und "Play" gedrückt, sodass die Maschine ohne Band in Betrieb geht...und das Rauschen ist trotzdem da !

Ich bin jetzt etwas verunsichert, was zu tun ist...erstmal entmagnetisieren? Oder gleich die ominösen Transistoren tauschen?
Falls zweiteres: 
Löten kann ich, bin aber bei weitem kein Elektro-Experte, daher folgende Bitte:
Kann mir bitte jemand einen Link zu dem exakten benötigten Transistortyp und die korrekte Anzahl (bei Reichelt o.Ä.) schicken oder hier einstellen? 
Und falls jemand das Service-Manual hat oder besser noch Bilder der Innereien, wo die Transistoren getauscht werden müssen, wäre es auch schön die hier bitte einzustellen oder mir per PM zukommen lassen.

Für jegliche Hilfestellung bin ich sehr dankbar.
Gruß Sebi
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#48
Dieser Thread ab Beitrag 12 sollte dir weiterhelfen

https://tonbandforum.de/showthread.php?t...#pid396120


Und hier das SM

https://www.terhechte-edv.de/akai_gx-625_sm.pdf



Gruß, Jan
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#49
Erstmal vielen lieben Dank für die schnelle Hilfe.

Bin trotzdem etwas verwirrt. In dem Thread geht es um die 215, bei mir um die 625...ist das alles so auf beiden Maschinen anwendbar?

Gruß Sebi
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#50
In beiden Kisten sitzen die anfälligen 2SC458.
Die Symptome sind die gleichen.
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