18.01.2010, 14:51
Lieber Erik,
wenn du mit weißem Rauschen arbeitest, solltest du dessen Frequenzcharakteristik nicht aus dem Auge verlieren, da jenes per definitionem idealisiert alle Freuqenzen (des Übertragungsbereiches von Generator und Speicher) gleichmäßig enthält (bzw. enthalten soll). Infolgedessen darfst du ein solches Messignal keinesfalls mit vollem Pegel aufzeichnen, weil du sonst Gefahr läufst, die beim analogen Speicherverfahren mit erheblichen Nichtlinearitäten arbeitenden Aufzeichnungs- und Wiedergabeverstärker namentlich in den Höhen zu übersteuern. Bei 38,1 cm/s sind für die Messung Pegel empfehlenswert, die 10 bis 20 dB unter dem Bezugspegel liegen. Die Messtechnik zur analogen Zeit übrigens ersetzte aus den oben dargelegten Gründen ganz gerne das weiße durch ein so genanntes rosa Rauschen....
Bei einem Musiksignal erreicht man einen maximalen Geräuschspannungsabstand, wenn man das Magnetofon so hoch aussteuert, wie es die Musikmodulation aus spektralen und musikalischen Gründen zulässt. Der von mir nicht grundlos vereehrte Johann Sebastian Bach schrieb schon vor knapp 300 Jahren ein "pianißimo" vor, dem bei ihm ein "forte" bzw. "fortißimo" gegenübertritt, was im zu speichernden Signal adäquat dargestellt werden muss. Heute gibt es da zwar auch andere 'Ästhetiken', das Problem besteht aber fort und muss vom Tonmeister bewältigt werden, wenn seine Arbeit nicht für die Tonne getan sein soll.
M15a gehören in der Regel dem öffentlich-rechtlichen verfassten 'Kulturbereich des bunzdeutschen Rundfunks' an und arbeiten deshalb normalerwweise mit einem Eingangspegel von 1,55 V (also + 6 dBu), was die von dir vermutlich aus musikalischen Gründen angestrebten Sättigungserscheinungen sogar beim 528 etwas aus deinem Zugriffsbereich rückt. Sollte deine Soundkarte mehr hergeben als die + 4 dBu, solltest du dich nicht scheuen, dem Band etwas mehr Zunder zu verpassen, weil du bei + 4 dBu (1,23 V) und perfekter Einmessung deiner M15a mit dem Klirrfaktor unter oder um 0,5 % bleibst, was aus üblichen Lautsprechern schlicht nicht zu hören ist. Von den üblichen Brüllwürfeln schweigt des Sängers Höflichkeit.
Nicht ganz unwesentlich ist auch, dass neuzeitliche Computersoundkarten 'das eine', professionelle Studiotechnik der Epoche vor 30 Jahren aber 'etwas anderes' sind. Der Eingangswiderstand deiner M15a liegt bei 5 kOhm, weshalb der Ausgangswiderstand des treibenden Gerätes nicht über 600 Ohm liegen sollte. Das ist bei vielen Soundkarten oftmals erst bei Kopfhörerausgängen der Fall, sofern man keine Trennverstärker benützt bzw. benützen kann. Nun betrifft dies alles die Aufnahme auf die M15a, die du ja nicht dezidiert erwähnst. Ich vermute aber sicher nicht zu Unrecht, dass du nicht primär aufs Magnetofon, sondern zunächst auf den Rechner aufnimmst, dann auf die M15a kopierst, um dieses analog datenreduzierte Signal wieder auf den Rechner zurückzukopieren.
Hans-Joachim
wenn du mit weißem Rauschen arbeitest, solltest du dessen Frequenzcharakteristik nicht aus dem Auge verlieren, da jenes per definitionem idealisiert alle Freuqenzen (des Übertragungsbereiches von Generator und Speicher) gleichmäßig enthält (bzw. enthalten soll). Infolgedessen darfst du ein solches Messignal keinesfalls mit vollem Pegel aufzeichnen, weil du sonst Gefahr läufst, die beim analogen Speicherverfahren mit erheblichen Nichtlinearitäten arbeitenden Aufzeichnungs- und Wiedergabeverstärker namentlich in den Höhen zu übersteuern. Bei 38,1 cm/s sind für die Messung Pegel empfehlenswert, die 10 bis 20 dB unter dem Bezugspegel liegen. Die Messtechnik zur analogen Zeit übrigens ersetzte aus den oben dargelegten Gründen ganz gerne das weiße durch ein so genanntes rosa Rauschen....
Bei einem Musiksignal erreicht man einen maximalen Geräuschspannungsabstand, wenn man das Magnetofon so hoch aussteuert, wie es die Musikmodulation aus spektralen und musikalischen Gründen zulässt. Der von mir nicht grundlos vereehrte Johann Sebastian Bach schrieb schon vor knapp 300 Jahren ein "pianißimo" vor, dem bei ihm ein "forte" bzw. "fortißimo" gegenübertritt, was im zu speichernden Signal adäquat dargestellt werden muss. Heute gibt es da zwar auch andere 'Ästhetiken', das Problem besteht aber fort und muss vom Tonmeister bewältigt werden, wenn seine Arbeit nicht für die Tonne getan sein soll.
M15a gehören in der Regel dem öffentlich-rechtlichen verfassten 'Kulturbereich des bunzdeutschen Rundfunks' an und arbeiten deshalb normalerwweise mit einem Eingangspegel von 1,55 V (also + 6 dBu), was die von dir vermutlich aus musikalischen Gründen angestrebten Sättigungserscheinungen sogar beim 528 etwas aus deinem Zugriffsbereich rückt. Sollte deine Soundkarte mehr hergeben als die + 4 dBu, solltest du dich nicht scheuen, dem Band etwas mehr Zunder zu verpassen, weil du bei + 4 dBu (1,23 V) und perfekter Einmessung deiner M15a mit dem Klirrfaktor unter oder um 0,5 % bleibst, was aus üblichen Lautsprechern schlicht nicht zu hören ist. Von den üblichen Brüllwürfeln schweigt des Sängers Höflichkeit.
Nicht ganz unwesentlich ist auch, dass neuzeitliche Computersoundkarten 'das eine', professionelle Studiotechnik der Epoche vor 30 Jahren aber 'etwas anderes' sind. Der Eingangswiderstand deiner M15a liegt bei 5 kOhm, weshalb der Ausgangswiderstand des treibenden Gerätes nicht über 600 Ohm liegen sollte. Das ist bei vielen Soundkarten oftmals erst bei Kopfhörerausgängen der Fall, sofern man keine Trennverstärker benützt bzw. benützen kann. Nun betrifft dies alles die Aufnahme auf die M15a, die du ja nicht dezidiert erwähnst. Ich vermute aber sicher nicht zu Unrecht, dass du nicht primär aufs Magnetofon, sondern zunächst auf den Rechner aufnimmst, dann auf die M15a kopierst, um dieses analog datenreduzierte Signal wieder auf den Rechner zurückzukopieren.
Hans-Joachim
