Fragen zu den DOLBY Filtern
#1
Hi

Wie funktioneiren denn diese Dinger denn?
Das frage ich mich schon lange.
Sollte man gleich, z.b. Dolby B bei der Aufnahme einstellen?
Dann ohne Filter laufen lassen. Oder besser mit einem Filter drunter (also A) oder mit dem gleichen mit dem man aufgenommen hat?
Welöche Filter sind am sinnvollsten?


MfG
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#2

Hallo Akai-Fan,

der Einfachkeit halber verweise ich mal auf einen mit der Suchfunktion hergezauberten Grundsatzthread zu diesem Thema. (und noch einen oder zwei Wink)

Wenn Du den 'durch' hast, können wir vielleicht etwas griffiger über Sinnvolles oder weniger Sinnvolles diskutieren. Einverstanden?

mfg P.

©DK1TCP

zur Entstehung der A-810: S.2 ff im ersten SwissSound von 1982
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#3
Hallo,

das ist doch einfach und auch altbekannt. Natürlich muss eine Aufnahme auch bereits mit Dolby gemacht werden, um die dann bei der Wiedergabe wieder mit Dolby zu entzerren, um den Geräuschspannungsabstand gegenüber einer Aufnahme ohne das Dolby-System erhöhen zu können. Jegliche andere Anwendung ist unsinnig. Auch sind die Dolby-Systeme verschiedener Tonbandgeräte bzw. Tapedecks nicht unbedingt kompatibel miteinander.

Wenn Du eine Aufnahme mit Dolby machst, weden die Höhen bei leisen Passagen angehoben. Spielst Du ohne Dolby-Entzerrung ab, so hast Du einen "Höhenüberschuss", der Dir aber nicht viel nutzt. Dr Sinn des Dolby-Systems liegt ja gerade darin, das Bandrauschen bei leisen Passagen zu 'übertönen' und dies bei der Wiedergabe auszuglichen. Grundsätzlich ist bei der Wiedergabe dasselbe Dolby-System zu nutzen, mit dem man aufgenommen hat. Ansonsten gibt es Klangverfälschungen / ungeradlinigen Frequenzverlauf.

Vielleicht kann es ja auch noch jemand besser erklären als ich auf die Schnelle hier? Wink

Gruß Jens
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#4
Ach du grüne neune.
Werde mal anfangen...

Was ich noch vergessen hab:
Die Fragen bezihen sich auf Aufnahmen vom Satelit (Radio Musik).
Also keine Mikrofonaufnahmen.

MfG
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#5
Hier mal meine ganz einfache Erklärung aus unserem Kinotechnik und Filmforführerforum rauskopiert:

Eigentlich ganz einfach erklärt:

Um Bandrauschen zu vermindern (oder Filmtonspurrauschen) macht man zwei Dinge:

Erstens:

Man macht quasi die leisen Stellen der Toninformation viel lauter auf die Tonspur, als sie eigentlich sein sollten, die lauten Stellen bleiben aber genauso laut. Hierdurch ist der sogenannte Dynamikbereich (also der Abstand zwischen leise und laut) auf der Tonspur eingeschränkt. Durch das Anheben der leisen Tonpassagen erreicht man, daß der leise Nutzton jetzt deutlich über dem Rauschpegel der Tonspur liegt.

So muß man bei der Wiedergabe die leisen Toninformation weniger verstärken, als die laute Toninformation, womit man gleichzeitig das Rauschen weniger verstärkt.

Zweitens: Man verstärkt bei der Aufnahme der Tonspur den Hochtonanteil auf der Tonspur sehr stark. Dadurch sind nun auf der Tonspur viel zu viele Höhen drauf. Da das Rauschen aber aus hohen Frequenzen besteht, muß man nun, da ja auf der Tonspur zu viele Höhen drauf sind, die Höhen bei der Wiedergabe wiederum weit weniger verstärken als den Rest der Toninformation. Hierdurch wird abermals das Rauschen weniger verstärkt als der Rest der Toninformation.

Nun muß noch die Dekodierung der Tonspur (z.B. Dolby SR) in den sogenannten Arbeitspunkt gebracht werden. Hier wird nun beim Abspielen einer bestimmten Pegelschleife (CAT 69T) der Tonpgegel im Dolbyprozessor eingestellt. Dies dient dazu, damit der Prozessor quasi weiß, wie laut diese Pegelschleife ist. Damit weiß der Prozessor nun, wie stark er wann welche Frequenzen und Pegel verändern muß, damit spiegelbildlich wieder genau der gleiche Ton rauskommt, wie er vor Aufnahme der Tonspur war. (also vor der Encodierung).

Spielst Du nun daher eine SR-Tonspur ohne Dolbyprozessor ab, so muß das [color="ff0000']schlecht[/color] klingen, weil - wie Du ja gerade hoffentlich verstanden hast - der Dynamikbereich stark eingeschränkt ist und die Hochtonwiedergabe viel zu spitz ist.

Das ist nun wirklich ein ganz simpler Erklärungsversuch für Dich für das grundlegende Verständnis. In Wirklichkeit ist dieser Vorgang natürlich noch viel komplexer!

Liebe Grüße
Martin


[color="ff0000']Edith sacht: können wir uns auf "schlecht" einigen? Meinetwegen auch auf "höhenbetont" ... Wink Danke.[/color]
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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#6

Zitat:Kai postete
[...]
Sollte man gleich, z.b. Dolby B bei der Aufnahme einstellen?
[...]
Oder besser mit einem Filter drunter (also A) oder mit dem gleichen mit dem man aufgenommen hat?
[...]

Ganz zu Beginn (neben den grundsätzlichen Dingen) mal die Frage, womit Du denn aufnehmen willst.

Bei den allermeisten Apparaten stellt sich die Frage nach 'A' bzw. 'SR' ja überhaupt nicht. die Frage nach 'C' oder 'S' hingegen schon.

Dennoch wäre es fein, wenn wir nicht nebulös spekulierten, sondern wüßten, worum es überhaupt gehen soll.

Es klafft eine riesige Lücke zwischen 3,81mm Stereo und 0,75mm Trennspur bei 38 cm/s...

Gruß Pit

©DK1TCP

zur Entstehung der A-810: S.2 ff im ersten SwissSound von 1982
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#7
Da das Akai GX6 ein 80er Jahre Cassettendeck ist, stellt sich nur die Frage ob Dolby B oder C.
Früher nahm ich C. Jetzt nehme ich, aus Kompatibilitätsgründen B, weil viele Klassiker nur B haben.
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#8

Weil gerade an anderer Stelle im Forum ein Dolby™ Faden am Entstehen ist, hier kurz nachgefragt, was aus der GX6 Geschichte denn geworden ist.

Alles völlig ungeklärt, schlecht oder did everything go wrong in that game?

Ein bisschen Vorspiel war ja schon in diesem thread.

Pit

©DK1TCP

zur Entstehung der A-810: S.2 ff im ersten SwissSound von 1982
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