Tapedeck-Cassetten-Stammtisch
(19.11.2025, 18:50)cisumgolana schrieb: That´s Reinigung

Die hätte ich in den 80 igern für mein Pioneer-Cassetten-Autoradio gut gebrauchen können. Die Kassette versucht sogar Capstan und Andruckrolle zu reinigen...

Nur ein Löschkopf wird nicht gereinigt, den ein Auto-Cassettenspieler auch nicht hat, daher wohl genau für diesen Zweck konzipiert.

Danke für´s zeigen  Smile
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Die SA ist eigentlich mit die Norm konformste, unkomplizierteste Cassette, die es so gegeben hat. Die Black Limited ist außer der anderen Farbe und den orangenen Hubs eine ganz normale SA aus dem Zeitraum von 1997 herum.

LG Tobi
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(19.11.2025, 18:50)cisumgolana schrieb: That´s Reinigung
Das ist die bekannte Allsop 3 mit That's Aufkleber. So eine nutze ich schon seit über 30 Jahren mit sehr guten Ergebnissen.
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Das Sony Teil sieht aus wie ne Halterung für irgend n Walkman. Erinnert mich an die Halterung eines Walkman II, die allerdings etwas klobiger ist.
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Die TDK Entmagnetisierkassette enhält eine Knopfzelle. Die unbedingt kontrollieren u. bei Nichtgebrauch herausnehmen. Denn wenn die ausläuft, dann Mist.
Viele Grüsse, Sebastian
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Hallo "ser"!

... danke für den Tipp.
Könnte evtl. zu spät sein.
Denn die Cassette lag bestimmt schon sehr lange in dieser Kiste.
Schaue am Sa sicherheitshalber nach...

Gruß
Wolfgang
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Hallo Wolfgang
Wenn Du Glück hast, ist eine Silberoxid-Knopfzelle drin, die laufen nicht aus (im Gegensatz zu den viel billigeren Alkaline-Knopfzellen).
Die Erfahrung, auf Silberoxid zu achten, hab ich bei Uhren gemacht. Seitdem meide ich die billigen Knopfzellen-Sets aus der Aktionskiste im Supermarkt tunlichst.
Das tut auch anderen elektronischen Spielzeugen gut, die man lange unbenutzt herumliegen lässt, wie z. B. auch Taschenrechner oder "antike" Fernbedienungen.
Just so einen TDK Head-Demagnetizer hab ich nämlich auch mit einem Oxid-Schaden aufgrund ausgelaufener Batterie.
Viele Grüsse, Sebastian
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Hallo "ser"!

Ich vermelde Vollzug - die Knopfzelle (Alkali) habe ich soeben entfernt.

Gruß
Wolfgang
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Hier verkauft gerade einer (imo etwas zu teuer) BBC CDS Kassetten. 

Rein aus Interesse habe ich da mal etwas gegoogelt. Kann es sein, dass es sich dabei um RAKS-Kassetten handelt:
BBC CDS C60 Chrome Bias 2 Kassetten, Neu, Originalverpackt (Neu und originalverpackt) in Fribourg für CHF 50 – mit Lieferung auf Ricardo kaufen

Auch diese Ferro-Variante sieht mir stark nach RAKS aus:
BBC FX Super Ferric C90 blank audio cassette tapes - Retro Style Media

Aber diese hier wird sicher von Samsung sein:
Project C-90 | Catalogue | Compact cassettes | BBC | BBC CDS

LG
Manuel
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Ja, sind RAKS. Die letzten sind von SAEHAN.
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Die BBC-Cassetten gab es in zwei Serien. Die ersten, in klassisch dicker und eckiger Hülle, kenne ich nur von Saehan:
https://www.45cat.com/audio-compact-cass....php?a=bbc

Die späteren in leicht abgerundeten Slimline-Hüllen sind von Forward und Raks, bei OVP-Exemplaren nicht voneinander zu unterscheiden:
https://www.45cat.com/audio-compact-cass...a=bbc&c=uk

Viele Grüße,
Martin
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Alles klar, danke.

Diese Parallelen erinnern mich doch etwas an die Maxell SQ, die es ja auch von RAKS und Saehan/Samsung gab.

LG
Manuel
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Stimmt, ist wahrscheinlich aber eher Zufall. Um die Jahrtausendwende gab es nicht mehr viele große Hersteller, die auch als OEM für andere Marken produzierten: Emtec, Forward, Raks, Saehan und SKM. Die belieferten zu der Zeit fast alle in Europa verkauften Marken, welche ihre Cassetten nicht selbst herstellten, was bei Maxell ja für die Billigmodelle auch der Fall war.

Die BBC-Cassetten wurden von der britischen Firma Strand vertrieben, die eine Reihe technisch identischer Cassetten unter verschiedenen Namen verkaufte: Bush, Sky, auch unter dem eigenen Namen Strand Audio, und bestimmt noch ein paar mehr. Die waren auch alle von Forward, Raks und am Ende aus China, da gab es die BBC wahrscheinlich nicht mehr.

Viele Grüße,
Martin
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Da sagen die Briten immer "Buy british" und bekommen etwas aus China... Rolleyes
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Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
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(24.11.2025, 08:21)Kirunavaara schrieb: Die BBC-Cassetten wurden von der britischen Firma Strand vertrieben, die eine Reihe technisch identischer Cassetten unter verschiedenen Namen verkaufte: Bush, Sky, ....

Viele Grüße,
Martin

Danke Martin, da hast du wieder etwas Licht ins Dunkel gebracht  Smile

Ich hatte mir bis dato gar keinen Kopf gemacht und auch nicht nachgeforscht, wo die denn überhaupt her kommt....

       

Lieben Gruß
Thorsten
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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Eine Bush SF90 (Raks) hab ich auch, leider vom Hüllenfresser.
Könnte der nachgedruckte Einleger zu der abgebildeten Kasette passen?
   
Viele Grüsse, Sebastian
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Die Kombination habe ich zwar selbst nicht und finde sie auch nicht auf den einschlägigen Seiten, aber ja, das sollte so passen. Es sei denn, die Raks-Cassetten steckten erst im hellblauen Verpackungsdesign von Bush, und der Einleger darin war eventuell nochmal anders:

https://www.45cat.com/audio-compact-cass...=aud419775

Der Aufdruck auf der Cassette paßt aber genauso gut zur dunkelblauen Verpackung, die wiederum leider nur mit unbedruckten Cassetten im Netz auffindbar ist:

https://www.ez647.sk/cc/bush_sf.html#sfmb

Ich würde es einfach mal so zusammenstecken, ganz verkehrt kann die Kombination nicht sein :-)

Viele Grüße,
Martin
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@Martin
Vielen Dank für die Infos, ich hab ganz ähnlich "auf den einschlägigen Seiten" gesucht und auch bei ebay o. so nichts Ausgepacktes gefunden. Für meine Sammlung reicht es auch, dass Kassette u. Einleger mit hoher Wahrscheinlichkeit zusammenpassen. Man ist ja selber auch nicht perfekt.
Viele Grüsse, Sebastian
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Über die Tanashin-Laufwerke und deren Klone wird ja gerne mal geschimpft. Ein unfassbar schlechtes Laufwerk durfte ich aber in einer JVC UX P4 R Kompaktanlage entdecken:

   

Andruckrollen und Tonkopf sitzen in einem großen Plastikschlitten. Das Problem hierbei ist, dass der bei betätigen des schnellen Vor- oder Rücklaufs etwas in die Höhe fährt. Das kennt man so auch bei Geräten, welche einen Titelsuchlauf oder eine "CUE"-Funktion haben, allerdings da dann idR. nur als optionales Feature. 
Diese JVC-Anlage besitzt eine solche Funktion aber garnicht.

Durch diese Eigenheit ist es allerdings so, dass beim Spulen unnötigerweise der Tonkopf zusätzlich verschlissen wird und auch die Andruckrollen dauerhaft leichten Bandkontakt haben. Die Lauffläche wird dadurch sehr schnell sehr unbrauchbar, was man auf dem beigefügten Foto auch sehen kann - eine glänzende, harte Fläche und dadurch geknitterte Bänder und hohe Gleichlaufschwankungen.
Auch für die Bandoberfläche wird das dauerhafte Schleifen nicht unbedingt von Vorteil sein.

Unfassbar, wie man sowas verkaufen kann, da hätte jeder Tanashin (-Klon) bessere Dienste verrichtet.

Die Wickeldorne erinnern übrigens an das Laufwerk in meinem Kenwood KX-4520.
Viele Grüße
Alex

We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
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Das Full Auto Stop Laufwerk von Tanashin ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Wenn der Motor vernünftig ist, kommen die auf unter 0,1% W&F und sind eigentlich auch „Bandsalat sicher“, im Prinzip sind die Dinger unkaputtbar.

Und wie man hier sieht, scheinen nun auch die Klone so langsam besser zu werden.

https://m.youtube.com/watch?v=8HTZL5YulC...4Bo7VqN5tD

Das Ding macht einen soliden Eindruck, scheint echt gut klingen, hat Typ II Entzerrung und ein Full Auto Stop Laufwerk. Das macht Hoffnung!
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Aus welchem Jahr stammt diese Sony UX-S 90, wo der Irokesenkopf gross auf der Rückseite auf dem Einleger gedruckt wurde?
1994-1996 +/- gab es den Irokesenkopf, aber im Internet nur auf der Folienhülle und ganz schwach und klein auf dem Einleger.
Den Einleger in dieser Form hab ich im Internet überhaupt nicht als Bild gefunden.
Es steht kein "made in E. E.C" oder so auf dem Einleger.
Passen Kassette und Einleger überhaupt zusammen? Ich bin relativ sicher, aber nicht ganz.
   
Viele Grüsse, Sebastian
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Habe ich so auch noch nicht geshen, der Drucksachennummer nach sollte der Einleger aber auch aus der 1994-96 Serie stammen.
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Wahrscheinlich ist dieser Einleger durch Bildbearbeitung entstanden: Verpackungsfolie gescannt, die darauf enthaltenen Elemente neu verteilt und ausgedruckt. Solche digitalen Basteleien sind inzwischen recht oft auf eBay zu finden.

Es gäbe noch die Möglichkeit, daß es sich um eine Art Werbeexemplar handelt, sowas gab's von der 1986er UX-S nämlich schonmal. Aber für ein professionelles Design sind mir hier noch zu viele Ungereimtheiten drin: Der viele verschenkte Platz im oberen Bereich, und die kurze Lasche unten wird normalerweise ansprechender gestaltet, weil sie ja in einer transparenten Hülle zusammen mit der Cassette sichtbar ist. Auch die Drucksachennummern wurden normalerweise irgendwo am unteren Rand des Beschriftungsfelds versteckt, und nicht an so prominenter Stelle angebracht.

Wie sieht denn die Innenseite aus?

Viele Grüße,
Martin
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Hallo zusammen, vielen Dank für die Antworten. Gebastelt mit Hausmitteln ist das nicht.
Innen sieht es so aus:

   
Der Druck innen ist silbern, also kein profanes Grau! Die goldfarbenen Elemente (unten grün eingeringelt) sind auf der Frontseite auch golden, nicht nur gelblich.

Der Einleger wurde also richtig professionell gedruckt, das ist keine Farbkopie. Er trägt innen auf der Frontseite "Anti-Vibration Mechanism".

   

Zur Info noch der Code auf dem Kassettenrücken: C1348525

Da ich zwei Exemplare dieses Sonderlings habe, hab ich mal verglichen. Code und Drucksachennumemrn sind jeweils identisch, somit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Kram zusammengehört.

Zum weiteren Vergleich noch die Drucksachennummern der "normal", also sparsam, bedruckten Einleger, die ich habe:

2-477-527-01 (Anti-Vibration Mechanism):

   


---

2-477-702-01 (Guide Block):
   
Ist bekannt, wann die Bezeichnung von "Guide Block" zu "Anti-Vibration "Mechanism" (oder umgekehrt, ich weiss nicht, was eher da war) geändert wurde?
Viele Grüsse, Sebastian
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Ich denke, da hat jemand die Verpackungsfolie gescannt und das dann als Inlay gedruckt.

Gegen ein Original spricht, dass es nie beide Bezeichnungen, also "Guide Block" und "Anti Vibration Mechanism", zusammen auf einem Inlay gab. Immer nur das Eine oder das Andere. Die Beschriftung war außen und innen von der Bezeichnung her immer gleich.

Bei den Inlays mit dem Guide Block Aufdruck, gab es allerdings zwei unterschiedliche Ausführungen. Bei den Made in France Tapes, stand Guide Block aussen in grüner Schrift auf schwarzem Grund, innen war es schwarze Schrift auf grauem Grund. Bei den Made in E.C / E.C.C. Tapes war es außen schwarze Schrift in einem weißen Rechteck, innen silbergraue Schrift in einem weißen Rechteck. Dieser Einlegr war auch kürzer und hatte keine umgeklappte Seite.

Lieben Gruß
Thorsten

Edit sagt noch:
Die Änderung des Aufdrucks von Guide Block zu Anti-Vibration-Mechanism muss so langsam ab der ´95er Serie eingeflossen sein. Auf der Verpackungsfolie stand es noch drauf, auf dem Einleger dann nicht mehr. Was mir auch irgendwie suspekt ist: Bei der Guide Block Serie stand auf der Kassette selbst nie Guide Block. Bei den Ersten stand dort Anti-Vibration-Mechanism, als diese Bezeichnung dann auf den Einlegern stand, stand es auf der Kassette nicht mehr.
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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(30.11.2025, 20:13)al3x135 schrieb: Über die Tanashin-Laufwerke und deren Klone wird ja gerne mal geschimpft. Ein unfassbar schlechtes Laufwerk durfte ich aber in einer JVC UX P4 R Kompaktanlage entdecken:

Das habe ich mal in einem Sony-Radiorecorder aus den 90ern entdeckt, komplett Wabbelplastik. Bei den günstigen Modellen haben offenbar auch angesehene Marken richtigen Müll verbaut.

   

Viele Grüße
Nils
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Bitte Bilder nicht drehen, so einstellen, wie sie auf dem eigenen Bildschirm gut zu sehen sind, danke!
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zu den Sony UX-S:
Vielen Dank für die vielen Antworten.
"Bei den Inlays mit dem Guide Block Aufdruck, gab es allerdings zwei unterschiedliche Ausführungen. Bei den Made in France Tapes, stand Guide Block aussen in grüner Schrift auf schwarzem Grund, innen war es schwarze Schrift auf grauem Grund."
@Thorsten, diese Beschreibung klingt wie die vorangehende Serie, also die von 1992-1994. Wie zu sehen auf
https://ez647.sk/cc/sony_uxs.html
1992-1994 sind aber auch die Kassetten anders. Abgesehen vom Aufdruck auch die Löcheranordnung der Wickelkerne.
Die Einleger tragen 1992-1994 ja auch überhaupt keine grafischen Elemente, nur Schrift.

Vielleicht gabs diese aufwendige kunterbunte Einlegervariante mit dem Irokesen wirklich nur zu Werbezwecken auf einer Messe oder so.
Auf den "normalen" Einlegern 1994-1996, die man im Internet findet, ist der Irokese nur klein aufgedruckt, so wie ich sie ja auch gezeigt habe.
Wie lässt sich denn anhand der Drucksachennummern auf den Einlegern überhaupt eine zeitliche Zuordnung oder Systematik feststellen?
Viele Grüsse, Sebastian
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Das Sony-Radiorecorder-Laufwerk sieht den Walkman-Laufwerken ähnlich, die zu selber Zeit in den günstigeren Plastikmodellen mit mechanischen Tasten verbaut wurden.
Viele Grüße
Alex

We Sold our Souls to Rock 'N' Roll!
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(03.12.2025, 22:01)al3x135 schrieb: Das Sony-Radiorecorder-Laufwerk sieht den Walkman-Laufwerken ähnlich, die zu selber Zeit in den günstigeren Plastikmodellen mit mechanischen Tasten verbaut wurden.

Und die waren auch gräßlich. In Radiorecordern war mir sowas noch nicht untergekommen. Das Ding hat halt Kassetten gefressen, ich dachte mir, schaue ich mir mal an... habe ich gleich wieder zugemacht.
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Hat hier jemand schon mal festgestellt, dass bei einer Sony HF-S von 1988 wesentlich mehr Headroom der hohen Frequenzen vorhanden zu sein scheint, als bei üblichen Ferro Tapes, vor allem wenn man zu wenig Bias gibt und dafür den Pegel entsprechend zurück nimmt?

Ich weiß nicht mehr von wem ich die gebrauchte HF-S 60 bekommen habe hier, aber ich bin schwer begeistert von der Kassette.

Ebenfalls ist mir bei einigen gebrauchten Sony EF60 von 1986 aufgefallen, dass die Bänder einen Abfall ab ca. 10-11kHz haben müssen, der fällt aber auch nur bei entsprechender Musik auf. Allerdings klingen diese EFs irgendwie recht musikalisch und angenehmer als z.B. eine 88er UR, die bei gleichem Musikmaterial harscher rüberkommt. Daher verwende ich die für Sachen wo es nicht auf das letzte Zirpen ankommt. Akustische Gitarre zum Beispiel. Klavier müsste auch gut funktionieren.
Gruß
Lorenz
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Ich denke das liegt daran, dass das eine echte Superferro ist, also mit Cobaltanteil. Die Standardbänder waren irgendwann so gut, dass man sie oft als Superferro bezeichnet, also sowas wie D, UR, HF, Ferro Extra usw. Darunter gab es ja bis weit in die 80er noch die klassischen Low Noise Tapes, die irgendwann komplett verschwanden.

Ich neige auch dazu die qualitativ hochwertigeren Ferros Superferro zu nennen, weil viele dieser Cassetten eben schon sehr gut klingen. D, UR, Ferro Extra und HF erreichten zu Hochzeiten ja immerhin fast 58 dB Dynamik und vertragen sehr viel Pegel. Das waren natürlich alles Standard Varianten zu der Zeit. Die besseren waren hier kaum vertreten.

Ich habe z.B. sehr wenige TDK AD-X. Ich dachte wirklich, ich nehme auf eine Typ II Cassette auf, weil ich diesen typisch-verhangenen oberen Hochton da zum ersten Mal bei einer Typ I Cassette nicht hatte.

Natürlich ist auch das nicht richtig: Es gibt keine offizielle Definition von Superferro, aber die Standard Bänder waren irgendwann gut genug, weshalb die besseren Varianten hier kaum Relevanz hatten, weil Deutschland durch die Werbung von BASF sowieso auf Chromdioxid „gepolt“ war. Letzendlich waren die besten Superferros aber auch teurer als Standard Typ II Bänder, wodurch sich das in den seltensten Fällen gelohnt hätte. Evtl. Wenn man sehr bassige Musik hatte, die Echtchrom nicht so verträgt, aber da kam man auch eine FeCo Typ II nehmen und erzielt vermutlich bessere Ergebnisse.

Bis auf bessere Kompatibilität in einfachen Geräten haben so hochwertige Typ I Cassetten ja eigentlich keinen Vorteil. Selbst die Besten schaffen durch die andere Equilisation in Theorie höchstens 62 dB Dynamik.
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@Tobi

Geht das "verhangene" bei dir bei den normalen Ferros weg, wenn du den Bias noch weiter runter drehst?
Gruß
Lorenz
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Nein, bei dir? Ich glaub da ist im oberen Hochton einfach ein frühzeitiger Sättigungseffekt, ab einem gewissen Pegel, auch wenn das Deck mit Ferro den selben Frequenzgang wie bei Chrom erreicht. Die werden ja bei -10 dB gemessen. Es ist ja auch so, dass man das normalerweise, ohne direkten Vergleich kaum bis gar nicht hört. Nicht ganz so hot Pegeln bringt da meistens was. Ich hatte mal so eine alte LH Super von BASF richtig geprügelt und war verwundert, dass eine Cassette aus den 70ern mit 90er Rave und Eurodance auf +6 dB ohne fiese Verzerrungen in meinem GX75 kam. Im Nachgang hab ich dann aber gemerkt, dass die Höhen massiv abgesunken sind, der Bassbereich blieb relativ stabil, aber trotzdem kommt das "Verhangene" ja durch den weniger präzisen oberen Hochton und auch bei vorsichtigem Aussteuern ist das einer Typ II oder IV Cassette immer unterlegen. Auch bei den Messungen in MOL und SOL kommt das nicht so zum Vorschein, weil es ja frequenzabhängig ist und wir hier ja von Frequenzen irgendwo oberhalb 12 kHz reden.

Das "underbiasen" führt zwar erst mal zu einem anscheinend höhenlästigerem Klangbild, aber die Frequenzen, die nicht oder unterpräsent sind kommen dadurch auch nicht weiter raus, es führt eher zu frühzeitigem Zischeln. Übrigens hab ich ein paar alte Sony Ferrochrom, die sind zwar mit Echtchrombeschichtung, also etwas gealtert, lassen sich aber in meinen Decks auf Typ I Position gut einmessen und vertragen dann auch Pegel bis etwa +1 dB. Der Frequenzgang ist da zwar nicht so ganz glatt, aber der Hochton wirkt etwas präsenter - ähnlich wie bei Typ II, also besser als bei den meisten Ferros.

Übrigens: Genau den gleichen Effekt hab ich bei Reel2Reel auch. Meine AKAI GX 747 ist ja EE Band tauglich (die Typ II Marken für Cassetten gab es bei den bekannten Herstellern zwischen Ende der 70er und Mitte der 80er auch als Tonband) und ich habe mal so ein BASF Chromdioxid Super II EE Band ergattert. Neben der typischen Alterung des Chromdioxid Bandes ist der Hochton dort sauberer, als bei XL I, LPR 35 und co. Der Effekt ist wirklich exakt der Gleiche wie bei Cassette. Wenn man mal günstig an so eine XL II oder SA Spule käme wär das echt mal spannend, ist aber leider unbezahlbar, vor Allem die großen und die TDKs sehen echt verschärft aus!

LG Tobi
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Also ehrlich gesagt, ich habe meistens kein Problem mit den Höhen bei Ferro. Hatte vor einiger Zeit Kaufkassetten von "Das Beste" bespielt. Das Ferroband da drin scheint gar nicht so schlecht zu sein. Ich gebe aber auch nicht so viel Pegel, Meistens so -6dB Peak (Sony Skala). Auf einer Chrome Maxima von 88 habe ich ein Lied sogar nur bei -10dB aufgenommen. Der SOL14k liegt laut einem Werbeplakat der 89er Maxima (im Neuzustand) bei -12dB. Der SOL10k steht da mit -6,5dB. Es ist aber eher der SOL14k der dann limitiert.

Ich habe aber festgestellt, dass zum Beispiele eben eine 86er Sony EF ab über 11kHz langsam nachlässt, auch mit sehr wenig BIAS wird das kaum besser.

Ich habe mittlerweile auch den Verdacht, dass das Zischen bei überschreiten des SOL auch sehr vom Kassettendeck abzuhängen scheint. Bzw, vermutlich vom Schallkopf und vielleicht auch der Kopfgeometrie.
Gruß
Lorenz
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Probleme hab ich damit auch nicht. Aber der Unterschied ist hörbar. Und ja Zischeln hängt vom Deck ab, aber eher vom Bias (sicher auch vom Kopf) aber viele Decks geben eben in der Einmessung noch Höhen drauf, vielleicht auch damit Dolby bei alternden Aufnahmen noch gut funktioniert, dann zischt es auch eher. Diese Erfahrungen mache ich im Moment auch mit dem Technics Einmessystem. Im Großen und Ganzen klingt das super und ich kann Bänder benutzen, von denen ich dachte, die sind total im Eimer, weil das bei 2 stufiger Einmessung nie funktioniert hat, aber dafür fangen viele Cassetten frühzeitig an zu zischeln. Vielleicht organisiere ich mir mal noch ein einfacheres Deck von Pioneer mit Auto BLE, möglicherweise funktioniert das besser.

Naja eine EF liegt irgendwo bei 55 dB Dynamik, da rauscht es dann aber schon extrem, wenn man so niedrig aussteuert, da verzichte ich lieber auf Details im oberen Hochton und nutze den Headroom aus. Die Maxima kann aber normalerweise noch mehr, die ist verhältnismäßig gut gealtert. Kommt natürlich auch immer auf ihre Historie an, aber mit denen mit großem Fenster ab 89 hab ich keine Probleme. Die schaffen bei mir Alle noch 0 oder +1 dB und klingen dann sehr gut.

LG Tobi
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So extrem rauscht das gar nicht. Ich merke eigentlich gar kein Rauschen ohne Dolby. Ich weiß ja nicht mit welchen Boxen und in welcher Lautstärke du hörst. Ich höre recht leise, da sind um die 60dB die Ziellautstärke.

Ich habe sowieso den Eindruck das möglicherweise viele "Rauschbeschwerden" vor allem von Boxen resultieren die eine deutliche Höhenanhebung haben. Zu lautes hören direkt danach. Möglicherweise wird daher auch eher mit weniger Höhen gemastert.

Ein Trick aus Aufnahmen noch Details herauszukitzeln ist so: Quelle durch einen EQ, die Mitten und die Höhen entsprechend rausdrehen, damit nachdem mit Dolby B aufgenommen wurde der Frequenzgang in der Verteilung einigermaßen dem Original entspricht. Bei vielen Titeln funktioniert das ohne das der Kompressionseffekt groß auffällt, bei manchen Titeln passt der sehr gut, bei anderen nicht so.


Übrigens, ich habe mal mit Ohrstöpseln unter Kopfhörern eine interessante Entdeckung gemacht. Der Effekt, dass Musik für viele bei leiser Lautstärke matt und wenig dynamisch klingt und auch die Räumlichkeit mit der Lautstärke etwas ansteigt, den hatte ich da auch.

Normal beim hören ohne Ohrenstöpsel sind irgendwann recht schnell alle Klangdetails da, da kommt auch nicht wirklich noch was wenn man lauter macht. Das wird dann nur laut und hässlich. Richtig Lärm. Vielleicht hängt das aber auch mit Autismus zusammen. Die Frage wäre in wieweit sich normale Leute an leises Hören gewöhnen können.
Gruß
Lorenz
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Die Sony HF-S hatte von Hause eine starke Höhenanhebung von über 2dB im Hochtonbereich. Wenn du dann noch unter Bias fährst kommt dieser Headroom womöglich zu stande. Spiel die gleiche Stelle ein paar mal ab und prüfe mal ob sich der Hochtonanteil verändert. Die HF-S  hatte einen starken Höhenverlust auf Recordern mit "scharfen" Löschkopfen.

Viele Grüße

Michael
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Bisher habe ich die Kassette mehrfach in verschiedenen Rekordern gehört. Ich kann nicht feststellen, dass sich da was verändert hat. Allerdings hatte auch keiner der Rekorder einen Permanentmagnet als Löschkopf. Meinst du das mit "scharfen" Löschkoöpfen?
Gruß
Lorenz
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Mit "scharfen" Löschköpfen sind vermutlich bestimmte Ferritarten gemeint, die den Bändern nicht so gut tun, habe sowas irgendwo mal gelesen. Pemanentmagnete mit zu geringem Abstand vom Band oder Gleichstromlöschköpfe mit Restmagnetismus bringen ein Gleichfeld aufs Band, was neben der Höhendämpfung noch Rauschen und evtl. Rumpelgeräusche bei der Wiedergabe zu Folge hat. Eine solche Cassette ist verdorben, das läßt sich nicht mehr rückgängig machen, Neuaufnahmen auf dem Band werden allerdings wieder einwandfrei, so zumindest meine Erfahrung. Ich hatte das allerdings nur bei Typ I Bändern beobachtet, "gute" Cassetten hab ich auf solchen Billiggurken nicht abgespielt.

Gruß Holger
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Mit diesen Problemlöschköpfen, wohl auch gern als raue Löschkopfe bezeichnet, habe ich in meiner Erinnerung bisher ausschließlich in Verbindung mit Doppelcapstan Geräten gehört.
Gruß
Lorenz
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Hier haben wir das im Forum schon einmal besprochen

Scharfe Löschkopfe


Viele Grüße 

Michael
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Danke, dass du das nochmal rausgesucht hast. Ich vermute, dass die Sony HF-S da deshalb so betroffen davon war, weil das Band vermutlich einen besseren Kontakt zum Kopf aufweist als andere. Bei Computern verwendet man ja auch Wärmeleitpaste um winzige Unebenheiten und Luft zwischen zwei Bauteilen loszuwerden. Vielleicht ist das HF-S Band glatter.

Ich habe auch nochmal im Thread gelesen, das dort im Test besprochenen AIWA AD-F 640 ist ein Doppelcapstan Gerät.
Gruß
Lorenz
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Es waren eigentlich nur die Löschkopfe der Dreikopfdecks betroffen. Alle Löschkopfe ohne Sendust Schutzschicht haben bei der Wiedergabe die Höhen der Ferrobänder angelöscht. Zweikopfdecks hatten wohl zumeist schon Doppelspalt-Sendust Löschkopfe verbaut. 

Chrom- und Metallcassetten waren zum größten Teil Immun, weil eine höhere Koerzitivfeldstärke nötig gewesen wäre um überhaupt etwas löschen zu können. 

Viele Grüße 

Michael
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(31.10.2025, 17:23)Manfred_K. schrieb: So wie es ausschaut gibt es die B 215 noch für 3.800 €:

https://revox.com/de/classic/classic-pro...deck?c=230

Es war einmal im Oktober 2025...

Aktuell für 5.490,00 € zu ordern.

Wem der Preis zu hoch erscheint...(ich musste ebenfalls schlucken)..."Angebot und Nachfrage regeln den Preis", lernte ich schon in der 7. Klasse bei "Herrn Schuster"

Auf der Revox-Seite steht:  "Aufgrund hoher Nachfrage gibt es bei diesem Produkt momentan verlängerte Lieferzeiten. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf."

Das Positive daran: Unsere Kassette lebt!  thumbup
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Und vor allem, es muss nicht immer Revox sein. Andere Hersteller haben auch tolle Decks. Und für die 3800€ stelle ich mir vier andere Super Decks in die Bude. 

Viele Grüße 

Michael
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Für 5.490,00 € wären das mind. 5 Decks  Big Grin

Interessant, dass diese Preiserhöhung mit dem Angebot der Revox-Kassetten quasi parallel verlaufen ist...
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Ein stolzer Preis.
Viele Grüße
Michael
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Ich wurde nach etwa neun Monaten auf der Warteliste kürzlich freundlich gefragt, ob ich noch Interesse habe. Da hat es noch 3,8 gekostet. So'n Mist, hätte ich mal zugeschlagen, dann könnte ich es jetzt für 5 verkaufen und wäre noch immer günstiger als Revox.
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Sunlion, das heißt, Du hättest mind. 9 Monate warten müssen um überhaupt ein revidiertes B 215 bei Revox zu bekommen?
Viele Grüße 
Manfred

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