Tapedeck-Cassetten-Stammtisch
Revox halt. Nur die aufwändigste Lösung ist gut genug.

Aber nicht zuletzt dafür liebe ich diese Teile. Insbesondere das B215 ist radikal: Nix Riemen sondern für jedes Teil einen eigenen Motor. So machte man halt ein Vier-Motoren-Laufwerk. Konsequent.

LG
Manuel
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(11.06.2025, 09:10)DOSORDIE schrieb: Ich find jedenfalls auch, dass es super aussieht!

Schon irre, dass man eine ganze Platine gebraucht hat, nur um ein Display zu beleuchten.

Danke, dann haben wir den gleichen Geschmack  Wink

Ich vermute, damals war die LED Technik noch so weit, deshalb hat man sich für diese Leuchtfolie entschieden. Diese hat aber eine sehr begrenzte Lebensdauer. Bei allen  B 215s muss man die Leuchtfolie wechseln, da diese sehr schnell altert. Ich habe da mal Bilder aus dem Archiv gekramt, als ich mein B 215s revidiert habe:

Originalzustand, grün, sehr schwach, Display im Schatten:

   

Neu und alt parallel:

   

Nach Auswechslung im blauton, da ich grün als Folie nicht bekommen hatte...

   
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Das Grüne gefällt mir, weil es dem Türkisgrün der Onkyo-Displays ähnelt.
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Am Wochenende kommt meine Nichte zu Besuch. Also gut dachte ich mir, nimmste mal was passendes für die Jugend auf ein schönes Tape auf und lässt Dein neues Revox B 215 aufspielen. Es soll ja noch was anderes als Streaming geben...

Gut was könnte der Nichte gefallen? Klar, Mileys neuntes Album „Something Beautiful“. Kassette rein, Aufnahme läuft...

Oh, mein Gott...ich habe selten so ein "dreckig" aufgenommenes Album gehört.

Bei jedem Lied musste ich Vor- und Hinterband vergleichen, weil ich dachte...oh, das rauscht aber mächtig, oh, jetzt verzerrt der Bass, oh, jetzt verzerrt der ganze Track usw. Ist der OPAMP hinüber, stimmt die Vormagnetisierung, Passt der Rec EQ....

...ja, passt alles, das Album ist einfach "dreckig" aufgenommen. Am B 215 liegt es nicht...

Da soll noch einmal jemand sagen, Kassetten klingen schlecht... Nach der ganzen Aktion erst mal  "Brothers in Arms von Dire Straits" gefüttert...ach klingt das B 215 herrlich...
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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Vielleicht musste Miley das Album selbst aufnehmen und abmischen, weil kein seriöser Techi bereit war, sich den Schrott anzutun.
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Weiß ja nicht, was die Quelle war. Uploads auf Youtube beispielsweise sind ja öfters grottenschlecht, da manche meinen, obwohl sie keine Ahnung haben ,mit irgendwelcher Audiosoftware daran herumfummeln zu müssen.
Bei gekauften CDs ist aber auch nicht immer alles gut, da gabs vor vielen Jahren schon mal den Ärger, dass Aufnahmen geclippt waren, ganz zu schweigen von zu Tode komprimierter Dynamik. Ist heut leider vieles oft nur noch auf stotterkreischgröhlklopfzischkrachbumm optimiert (ein Toning. ist da dann überflüssig). Nun ja, wers mag....

Gruß Holger
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Meine Quelle ist Tidal. Youtube hat mit Hifi nichts zu tun, da gebe ich Dir vollkommen Recht, Holger! Dafür sind mir meine Kassetten zu schade...  Wink

Nein, es liegt an der Produktion. Die Jugend findet diesen, ich nenne ihn "dreckigen Sound", wahrscheinlich cool. 

Ich, als Analog-Techniker, höre bei diesen (mit Absicht) verzerrten Bässen und "Effekten" halt sofort "Defekte" in der Wiedergabekette.

Es gab ja auch schon Lieder, da wurde, zwecks "coolness" das Knistern der Platte künstlich mit aufgenommen. So was mag ich halt gar nicht... Smile
Viele Grüße 
Manfred

"The warm sound of analog recordings is made of harmonic distortion and Tape hiss - I like it".
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(13.06.2025, 08:22)Manfred_K. schrieb: Es gab ja auch schon Lieder, da wurde, zwecks "coolness" das Knistern der Platte künstlich mit aufgenommen. So was mag ich halt gar nicht... Smile

Ich auch nicht. 

Wobei ich eh hauptsächlich ab Platte aufnehme - und da kommt ist das Knistern dann halt natürlich...  Cool
Manchmal hilft eine Plattenreinigung direkt vor der Aufnahme etwas.

LG
Manuel
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Man darf aber nicht die technischen Vorraussetzungen der Quelle mit dem mutwillig mies gemischten Masters moderner Pop Produktionen vergleichen (was ja auch subjektiv ist). Ob YouTube oder Tidal ist technisch eigentlich erst mal egal, weil Alles „gut genug“ und der Cassette haushoch überlegen ist. Da sind eher die Leute, die hinterm Mischpult sitzen oder wenn es von privat kommt die, die keine Ahnung haben, wie man Musik vernünftig digitalisiert bzw. So konvertiert, dass sie dem Standard der Quelle entsprechen. Das war auch zu Tauschbörsenzeiten schon so. Da konnte man 320 kbps MP3s runterladen, die klangen wie 64 kbps, weil die Leute zu doof waren ihre Ripping Software vernünftig zu konfigurieren und es ihnen eh egal war wie es klang, weil die 50 Mark PC Boxen sowieso einen Scheiß Sound hatten. Fürs Meiste war auch damals eine 128 kbps Datei schon ausreichend - wenn man es richtig machte.

Wir müssen halt damit leben, dass der Standard der Meisten Menschen bei Musik nicht besonders hoch ist. Das war aber früher auch nicht anders, denn die Wenigsten hatten ein Revox Cassettendeck. Eine Bausteinanlage mit Komponenten die bei 250 bis 400 Mark pro Stück lagen, war für die Meisten schon was richtig Gutes.
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Leute, spult Eure Cassetten zurück, oder steckt sie zumindest in Hüllen mit Arretierung für die Wickel! Diese hier lag nämlich in einer Kiste mit losen Cassetten vom Hüllenfresser:

   

Bei der ersten Denon HD-M mit derart gekräuseltem Band vor ein paar Jahren schob ich es noch auf schlechte Lagerung, die sah nämlich ziemlich fertig aus. Aber diese hier ist ansonsten sehr gut erhalten!

TDK MA der späteren Serien (so ab den 90er Jahren) verhalten sich manchmal genauso.

Viele Grüße,
Martin
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aber Martin,
meiner Erfahrung nach ist das Band meistens, wenn es dann wieder gespannt ist, ohne jegliche Ausfälle abhör- oder bespielbar...

An Deiner Mahnung ist ansonsten natürlich alles richtig  Wink
VG
Frank
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Hallo Frank,

das ist durchaus meistens so. Allerdings verformen sich die TDK- und Denon-Metallbänder derart stark, daß man beim Aufwickeln extrem vorsichtig sein muß. Bei einer hat es mir dabei mal das Band zwischen den Wickel und das Gehäuse gezogen - das war auch noch eine CDing IV oder sowas aus Japan mit verschweißtem Gehäuse Undecided Und die erste derartig gekräuselte Denon hat es mir damals auch etwas zerknittert (ok, die war sowieso nicht mehr gut). Bei der letzten hier gezeigten konnte ich das Band zum Glück unfallfrei aufwickeln, dann einmal komplett von vorne bis hinten abspielen (waren gruselige 80er-Schlager drauf), jetzt ist sie wieder gut zum neu bespielen.

Viele Grüße,
Martin
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Danke dass du das auch mal belegst! Ich hatte das mit mehreren späten MAs, die ich damals noch neu gekauft habe nämlich auch und bin dann ständig ausgelacht worden, das sei ein Einzelfall. War es aber nicht. Man muss höllisch aufpassen. Solang sie in der Hülle gelagert werden oder im Gerät bleiben ist alles ok. Aber wenn man sie nur kurz „frei schwebend“ aus den Augen lässt ist ein Unfall zu erwarten!

LG Tobi
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ein paar nette Decks 

Gruß Ulf

TF-Berlin
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Das macht der Kanal ja sehr ansprechend.
Gruß
Lorenz
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Heute endlich mal wieder eine Kassetten-Wühlkiste am Flohmarkt. Zumeist das übliche in falschen Hüllen, aber diese zwei Exemplare konnte ich doch nicht liegenlassen:

   
   

Diese Ferro Super gab es hier in der CH kaum; fehlte mir daher noch in der Sammlung. Und ja. die performt richtig gut. Weiss das jemand - ist es dasselbe Band wie in der Ferro Maxima oder war das da eine Neuentwicklung?

Die CM II ist die letzte Chroma Maxima offenkundig FeCo-Band und nicht mehr CrO2 wie in den früheren Exemplaren mit diesem Design. Wohl eher nicht dasselbe Band wie in der TP II, oder liege ich da falsch?

LG
Manuel
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According to the serial number, Basf CSII and CMII contained chromium dioxide until the summer of 1996, when it was changed to Feco.

Basf LH-Maxima I - Ferro Super I
Basf LH Maxima XI - Ferro Maxima I

However, the composition of Superferro has also changed over the years.

EZ
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Die blaue Super ist schon ein guter Fang, sowas findet man gar nicht mal so einfach in irgendwelchen Konvoluten.
Dagegen ist die späte Maxima Massenware...  das Band ist aber zumindest bei den Exemplaren von 1999 und 2000 dieich hier habe ein anderes als das der Super oder TPII.
Es ist das Band das auch in der Reference Master steckt, gut erkennbar an dem Zebramuster der Beschichtung.

Von wann ist denn deine und hat sie auch das Zebramuster?
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Meine ist gemäss dem Code von 1998.

Was mir da aufgefallen ist, dass sie nicht so wahnsinnig pegelfest ist bzw. mein B215 bei der automatischen Skalierung relativ wenig Pegel erlaubt. CrO2 schliesse ich aber trotzdem relativ sicher aus; bei der Aufnahme gibt es kaum weiteren Pegelverlust und der Wachsgeruch fehlt komplett. Meine älteren Chrome Maxima mit demselben Design sind von 1994 und zeigen alle deutlich Eigenschaften von Echtchromband.

Mangels einer Reference Master kann ich das mit dem Zebramuster nicht wirklich beurteilen.

@EZ: Yes, in fact, the tape on my first attempt at recording reminds me very much of that of the LH Maxima I. It must be the same.

LG
Manuel
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Vorhin habe ich dieses Video auf YouTube gesehen und konnte mir nicht vorstellen, dass der Generation Loss beim analogen Kopieren von Kassette so krass sein soll.

https://www.youtube.com/shorts/7v2l5F7tk3E


Daher habe ich das selber mal getestet.

Wenn beide Bänder, (nur moderate) Dropouts haben und wenn die Vormagnetisierung etwas zu hoch eingestellt ist, wird es recht schnell dumpf und die Dropouts werden dann so viel, dass es einfach nicht wirklich brauchbar klingt. Da klang schon die 4. Generation schlimm. Und ich hatte bis zur 14. Generation kopiert. Das war dann echt extrem.

Dann nochmal ein Test mit zwei anderen Bändern die kaum/keine Dropouts hatten. Da klang die 2. Generation noch recht gut, die 4. war noch ok, die 6. noch gerade so brauchbar. Weiter habe ich dann nicht getestet. Ich vermute die 8. Generation würde noch für einfachere Rekorder reichen. Aber dann wird es unschön.

Ich vermute, man könnte mit sehr guten Bändern und sehr penibler Pegel- und Biaseinstellung bis zur 10. Generation brauchbar hinkommen.

Hat jemand das schon mal durchgetestet?


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Gerade gefunden, auch interessant, Soviet-Tapedecks:
https://www.youtube.com/@Commkode
Gruß
Lorenz
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Naja, er hat auch neuzeitliche Cassetten verwendet, womöglich mit Bandmaterial von NAC oder aus China. Da kann das nicht lange gut gehen.

Es gab eine Szene, die Konzertmitschnitte auf Cassetten untereinander getauscht hat, insbesondere unter Grateful-Dead-Fans, aber auch für andere Künstler. Deren goldene Regel war, möglichst nur Maxell XL II zu verwenden. Schon TDK galt als Notlösung. Das kam nicht von ungefähr: Die Maxell-Bänder produzierten einfach die wenigsten Aussetzer und waren mechanisch am unempfindlichsten, die Gehäusequelität durchgehend gut, und die Einmessung paßte bei den allermeisten Geräten auch ohne Nachhelfen von Anwendern, die sich besser mit der Musik als mit der Technik auskannten.

Ab und zu kommt mal so ein Deadhead-Tape in einem Konvolut mit, und die sind tatsächlich meistens gut anhörbar, obwohl wahrscheinlich in x Generationen kopiert. Solange bei keinem der Kopiervorgänge grobe Azimutfehler passieren, leiden die hohen Frequenzen weniger. Die vielen Generationen hört man dann stattdessen an immer aufdringlicherem Rauschen, was bei Live-Mitschnitten von Rockmusik allerdings eher zweitrangig ist. Kritisch wird insbesondere auch der Gleichlauf, da addieren sich die Unregelmäßigkeiten aller beteiligten Geräte.

Viele Grüße,
Martin
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Danke für die interessanten Informationen. Stimmt, mit Typ 2 könnte noch ein paar Generationen mehr gehen.
Gruß
Lorenz
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Ja, gerade diese ganzen verschiedenen BASF Typ II Kassetten, da blicke ich beim besten Willen nicht mehr durch. Manche in meinem Fundus sind Top, andere dagegen lassen sich noch nicht mal mehr richtig einmessen.

Die besten Erfahrungen habe ich auch mit Maxell Kassetten gemacht. TDK ich schon deutlich abgeschlagen.
Viele Grüße
Michael
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CS II und CM II sind ab 1996 FeCo-bänder, TP II sowieso immer. Die sind alle gut bis sehr gut und haben keine Alterungsprobleme.

Alle CE II und die älteren Jahrgänge CS und CM II beinhalten mehr oder weniger Chromdioxid und sind daher der Alterung ausgesetzt. Die sind dann je nach Lagerung entweder auch noch gut oder eben nicht mehr, selbst wenn das Band aus derselben Charge stammt. Die gut gelagerten haben zwar auch etwas an Empfindlichkeit verloren, lassen sich aber noch einmessen.

Viele Grüße,
Martin
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