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@Michael
Nach meiner Auffassung wird das Band etwas besser durchmagnetisiert und dadurch auch widerstandsfähiger gegen Fremdeinflüsse wie auch durch Nachlassen der magnetischen Ausrichtung.
@Niels
Kann ich auch bestätigen, Rauschminderer setze ich bei guten Bändern nicht ein, das erhält auch die Abspielkompatiblität auf anderen Geräten, das Restrauschen ist zumindest für mich tolerierbar.
Gruß André
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Zitat:Captn Difool postete
@Michael
Nach meiner Auffassung wird das Band etwas besser durchmagnetisiert und dadurch auch widerstandsfähiger gegen Fremdeinflüsse wie auch durch Nachlassen der magnetischen Ausrichtung.
Nach meiner Auffassung wird eingemessen, damit bei bestimmtem (genormtem) Pegel aufnahmeseitig ein bestimmter (genormter) Pegel wiedergabeseitig bei möglichst linearem Frequenzgang und noch zulässigem Klirr erzielt wird. Dafür gibt es präzise Vorschriften der Band und Bandmaschinenhersteller.
Eine "bessere Durchmagnetisierung zwecks Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Fremdeinflüsse" ist nicht vorgesehen und auch nicht Sinn und Zweck der Einmessung.
Michael(F)
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Sicherlich nicht der primäre Zweck, aber eine Nebeneigenschaft. Denn ein nicht optimales Aufsprechen wird auch durch längere Lagerung nicht mehr besser.
Gruß André
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Nichteinmal eine Nebeneigenschaft. Durch korrektes Einmessen nach Spezifikation wird ein Band im Interesse der Austauschbarkeit oft weniger stark durchmagnetisiert als es technisch möglich wäre.
Kein Magnetband wird durch lange Lagerung besser, egal ob die Maschine gut oder schlecht eingemessen war.
Eine korrekte Einmessung ist Voraussetzung für eine korrekte Aufnahme. Was davon über die Jahre erhalten bleibt ist alleine eine Frage der Lagerung.
Michael(F)
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Geht es jetzt nur noch ums Rechthaben?
Mit gut durchmagentisiert meine ich nicht höchstmöglich, sondern beständiger gegen Einflüsse und Eigendemagnetisierung. Ein weniger gut aufgenommenes Band mit z.B. weniger Höhenanteil wird schneller dumpf klingen als ein gut aufgenommenes, mehr wollte ich damit eigentlich nicht sagen und auch keine OT-Grundsatzdiksussion anleiern.
Gruß André
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Nochmal:
Du kannst nicht per Einmessung die Beständigkeit gegen Fremdeinflüsse erhöhen.
Daß ein Band von vornherein möglichst korrekt aufgenommen sein soll, da es im Laufe der Zeit nicht von selber besser wird, ist eigentlich selbstverständlich.
Michael(F)
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Da ich hier mittlerweile den Thread zunehmend ratlos verfolge, an Euch die Frage, welchen noch heute gängigen Kassettentyp Ihr empfehlen würdet.
Ich mach zwar nicht mehr viel damit, möchte aber dann doch so 20...30 Stück auf Lager behalten.
Bert
Zitat:Huubat postete
Da ich hier mittlerweile den Thread zunehmend ratlos verfolge, an Euch die Frage, welchen noch heute gängigen Kassettentyp Ihr empfehlen würdet.
Spontan würde ich den Typ I bevorzugen, da die derzeit noch erhältliche Maxell UR die einzige Kassette ist, die noch ein Abschirmblech besitzt. Im Typ II-Sektor war die Maxell XLII die letzte richtig gute Kassette, und die gibt es bereits seit 2006 nicht mehr.
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Die aktuelle SA ist so schlecht nicht und konnte bisher auch keinen Nachteil im fehlenden Abschirmblech feststellen. Klanglich ist sie immer noch sehr gut, das Rauschen gering.Die Maxell UR ist eine noch gute Standardcassette, ansonsten würde ich nach NOS-Beständen/Angeboten im Netz schauen, da gibt es hin und wieder auch Maxell XLII und -S.
Gruß André
Zitat:Captn Difool postete
Die aktuelle SA ist so schlecht nicht und konnte bisher auch keinen Nachteil im fehlenden Abschirmblech feststellen.
Durch das fehlende Abschirmblech könnten Brummeinstreuungen auftreten, die Decks mit Einmesscomputer aus dem Konzept bringen könnten. Ist mir aber auch noch nie passiert.
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Zitat:cassettenfreund posteteDurch das fehlende Abschirmblech könnten Brummeinstreuungen auftreten, die Decks mit Einmesscomputer aus dem Konzept bringen könnten. Ist mir aber auch noch nie passiert.
Mein Akai-Deck ist von Hand einzumessen und da konnte ich diese Problematik deutlich nachvollziehen. Lange stand es nämlich im Hifischrank unter dem Fernseher (Röhre). Das war früher kein Problem mit dem Einmessen, wenn die Glotze lief, aber mit "ohne Abschirmblech" sind die Balken da nicht ruhig zu bekommen.
Zitat:Huubat postete
Da ich hier mittlerweile den Thread zunehmend ratlos verfolge, an Euch die Frage, welchen noch heute gängigen Kassettentyp Ihr empfehlen würdet.
Ich mach zwar nicht mehr viel damit, möchte aber dann doch so 20...30 Stück auf Lager behalten.
'tschuldigung. Dafür hatte ich ja mal meine Marktanalysen online gestellt - bis GeoCities zu machte. Ich bin nun auf der Suche nach einem neuen, kostenfreien Hoster und will die Übersichten auch noch final für 2009 um zwei bis drei Kassetten ergänzen.
Wenn dur mir eine PM schickst, sende ich dir die beiden PDFs gerne zu. Das ist zwar eine subjektive Einschätzung, aber ich glaube ich habe da alle Meinungen zu aktuellen Kassetten hier aus dem Forum kondensiert.
Übrigens, vielleicht geht es der Kassette doch ein bischen wie der LP. Während Musiker in Sondereditions LPs beilegen (wie gerade im neuen Mash-Album), erscheinen Computerspiel-Retro-Releases tatsächlich auch auf Tape:
http://www.retromagazine.eu/retro/2009-1...ge-dagons/
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Haltbarkeit: Da spielt die Koerzitivkraft eher eine Rolle, also die Kraft, die benötigt wird, um eine magnetische Veränderung herbeizuführen. Die ist bei Typ IV höher als bei I/II/III. Die Einmessung hat darauf keinen Einfluss. Die Haltbarkeit hängt von der Lagerung und den verwendeten Magnetpartikeln ab.
Abschirmblech:
Dem Einmesscomputer sollten 50 Hz Brummeinsteuung halbwegs egal sein, da die Messfrequenzen bei ca. 400 und 10 000, manchmal wohl auch 16 000 Hz liegen. Mit Kopfhören ist mir beim Herumexperimentieren die Einstreuung durchaus schon aufgefallen, in der Praxis hat sie mich noch nicht gestört.
In der Nähe von Bildröhren ist ohnedies keine artgerechte Recorderhaltung.
Edith: Ein nicht korrekt eingemessenes Band kann zudem viel zu viel Höhen beinhalten. Mag der Lagerung dienen, hat aber mit "eingemessen" nix zu tun.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
´n Abend zusammen.
Betreffend noch erhältlicher Kassetten ohne Abschirmblech konnte ich bis dato noch Nie eine Einschränkung betreffend einer Brummeinstreuung wahrnehmen - weder Meß - noch "Hör"technisch ... (Neuere TDK - SA sowie TDK - D).
Dazu: Meine jeweiligen Decks stehen etwa lediglich knapp 30 cm unter dem TV (Röhre) - selbst der Entmagnetisierungs - Einschaltstromstoß hinterläßt hier keinerlei negativen "Hinterlassenschaften".
Von den Kassetten mit Kürzeln wie "X" / "XL - S" etc. halte ich persönlich auch Nichts - abgesehen man hat ein Deck mit mangelhafter Höhenaussteuerung bei der Aufnahme; diese Kassetten haben nämlich eine höhere Höhenaufnahmeempfindlichkeit und daher wird bei auf Normmaterial eingemessenen Decks ohne automatische Einmessvorrichtung dann natürlich etwas "zuviel" Hochton auf das Kassettenband gebracht ;-).
Fehlende "Anti - Brumm - Bleche" dürften im Zweifelsfall auch nur Decks ohne automatischem Einmesscomputer stören - hier wird buchstäblich Alles "gefressen" bzw. eingemessen; eventuell mag Es Unterschiede bezüglich Einmesshilfen geben welche lediglich die Eckfrequenzen 400 Hz / 10 kHz bereitstellen und nicht extra noch ca. 3 kHz für den Aufnahmeequalizer.
Von daher kaufe ich - soweit preislich für mich vertretbar - eigentlich alle Marken / Hersteller (Soweit hier noch erhältlich) und erziele das gleiche gute Aufnahme - / Wiedergabeergebnis.
Eine Kassette bzw. dessen Bandmaterial mit höherer Hochtonaufnahmeempfindlichkeit dürfte allerdings eine höhere "Lebenserwartung" - im Sinne von "in den Höhen klar klingend" - haben als Jene welche dem jeweiligem Normband nahe sind (als da wären z. Bspl. die schon erwähnte Maxell - UR -> Die ist sehr nahe am Ferro - Normband, früher die TDK - A / AR; oder war´s die AD?).
MfG
Andreas
Moin, moin.
Zum Abschirmblech habe ich mal gelesen, daß der Bandwickel vor dem (aktiven) Kopfbereich geschützt werden soll. Bei Wiedergabe ist es wohl nicht so wichtig.
Solange man es nachrüsten kann und man genug Bruchkassetten bekommt, ist es kein Hinderungsgrund.
Was mich wundert, ist die Aussage, daß die aktuelle SA sonst gut ist.
Meine Erfahrungen entlarven sie als regelrecht indiskutabel. Die Zusammensetzung des Bandmaterials scheint eher eine zufällige "Zusammengießung" zu sein. Ich nehm die nichtmal geschenkt. Eher zahle ich in Zukunft 10,- Euro für vernünftiges Bandmaterial.
Für mich ist die brauchbare Kassettenproduktion seit ihrem Erscheinen endgültig beendet.
Dieser Thread ist zwar sehr interessant, aber wo ihr noch von Zukunft sprecht, ist für mich schon Vergangenheit.
Mit guten Typ I Cassetten lassen sich auf entsprechenden Decks zwar erstaunlich gute Resultate erzielen, aber gerade hier kommt man recht billig an gute NOS-Ware heran. Warum sollte ich dann Sparversionen im Laden teurer kaufen? Im kommerziellen Denken ist die "gute" Cassette tot. Wir werden weder die Existenzdauer der Neuware, noch ihre Qualität beeinflussen können.
Also mein Fazit: Da die letzten Maxell Serien (Typ II) sehr viele Rückläufer (nach Aussage vieler Händler) wegen Bandknittern hatten, war mit der TDK SA EA schon Schluß.
Für mich schon mit der Serie ET, als die Plastikachsen für die Umlenkrollen kamen.
Trotzdem gedenke ich, noch die nächsten Jahrzehnte mit Cassetten arbeiten zu können.
Während ich dies schreibe, nehme ich gerade wieder eine Kassette für einen Freund auf. In dem Sinne, Arnulf.
Zitat:Was mich wundert, ist die Aussage, daß die aktuelle SA sonst gut ist.
Wenn ich auf die aktuelle SA was aufnehme, hört sich die Aufnahme genauso an wie die Quelle. Somit komme ich zu dem Schluss, dass die SA ganz gut ist.
Bei den Exemplaren, die ich ausprobiert habe, ist eine stabile Einmessung schlicht unmöglich.
Ausserdem gibt es mechaniche Kreischgeräusche und vom Band unregelmäßige Quietschgeräusche.
Die Cassetten stammten aus völlig unterschiedlichen Quellen und durften sich in drei grundverschiedenen Geräten beweisen.
Ich mag nicht recht glauben, daß das Zufälle waren. Aber wie schon mal geschrieben, gut ist, was geeignet ist. Entscheiden tut jeder selbst.
Es wäre traumhaft, wenn TDK im Zuge der "Retrowelle" nochmal eine MA-X(G), oder SA-X(S) in alter Qualität auflegen würde.
Was ich im Moment gar nicht verstehe ist, daß selbst für gebrauchte Sony SMMST über 40,- Euro hingelegt werden.
Viele Grüße, Arnulf.
Zitat:Araso postete
Ausserdem gibt es mechaniche Kreischgeräusche und vom Band unregelmäßige Quietschgeräusche.
Diese Probleme hatte ich auch. Allerdings nicht mit der aktuellen Imation-SA mit dem Life on Record-Schriftzug, sondern mit der Serie davor. Mit der aktuellen Serie hatte ich bisher noch keine Probleme.
Hmmh.
Ich gelobe, die dann auch noch mal auszuprobieren.
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Zitat:Araso postete
Moin, moin.
Zum Abschirmblech habe ich mal gelesen, daß der Bandwickel vor dem (aktiven) Kopfbereich geschützt werden soll. Bei Wiedergabe ist es wohl nicht so wichtig.
Hast du da vielleicht noch die Quelle parat? Ich halte das nämlich für -hust- Unfug. Das Magnetfeld vor dem Aufnahmekopf, so verstehe ich "aktiver Kopfbereich", nimmt mit der Entfernung sehr schnell ab. Aus diesem Grund reinigen wir nämlich so gründlich die Köpfe, weil 1 µm schon, na, was war's?, 3 dB?, Pegelabfall bedeutet. Das Magnetfeld vor dem Löschkopf sollte um ein vielfaches kräftiger sein, da die Kopfspalte erheblich größer als beim Aufsprechkopf sind. Zudem ist der volle Wickel näher am Löschkopf als irgendwas vom Wickel am Aufnahmekopf. Wenn also Abschirmung aufnahmeseitig not täte, dann vor dem Löschkopf.
Das Abschirmblech ist die Brummklappe, nothing else.
niels
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Zitat:Araso postete
Bei den Exemplaren, die ich ausprobiert habe, ist eine stabile Einmessung schlicht unmöglich.
Ausserdem gibt es mechaniche Kreischgeräusche und vom Band unregelmäßige Quietschgeräusche.
Ich kann jetzt derzeit nur von meinem beiden Reordern sprechen Yamaha KX-670 und KX-650. Auf beiden mit den aktuellen SA weder Kreisch- noch Quietschgeräusche und auch immer eine sehr stabile Einmessung.
Dagegen verhalten sich die bereits benutzten CRS-II von BASF wahrlich zickig, da diese Bänder glatter als die bewußt rauher gehaltenen TDK-/Maxellbänder sind und so weit empfindlicher auf Tonkopfverunreinigungen reagieren. Eine Autoeimessung mit CRS-II gelingt meist nur mit zuvor penibelst gereinigten Köpfen, bei TDK/Maxell hingegen immer problemlos.
So unterschiedlich sind die Erfahrungen.
Gruß André
Moin, moin.
@Niels. Ich habe gegrübelt, aber ich weiß nicht mehr, woher ich das habe.
Ich hätte es auch lieber zitiert.
Von deinen Überlegungen her, gebe ich dir recht. Vielleicht gibt´s ja auch was dazu zu lernen, wer weiß.
@André Welche sind bei dir die aktuellen? Die Life on record? Dann siehe oben.
Viel Spaß, Arnulf.
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Hallo Arnulf,
nein es sind noch die letzten "originalen", ohne diesen kleinen Schriftzug. Ich denke aber, das sollte sonst keinen Unterschied haben.
Gruß André
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Zitat:Captn Difool postete
Dagegen verhalten sich die bereits benutzten CRS-II von BASF wahrlich zickig, da diese Bänder glatter als die bewußt rauher gehaltenen TDK-/Maxellbänder sind und so weit empfindlicher auf Tonkopfverunreinigungen reagieren.
Bewußt rauere Bänder? Auch da interessiert die Quelle. In einem -zugegeben- älteren TDK-Prospekt glänzte der Stolz über die glatte Oberfläche durch.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
Sagen wir mal anders herum.
BASF hatte da wohl mal zu glattes Material hergestellt. War aber glaube ich nur diese seltene Refence Super II aus den 80ern. Taucht auch im 1 Teil, Seite 1, post 008 der Schätze auf.
Ansonsten wird Martin mehr dazu wissen.
@André Haben deine Decks einen sogenannten Tape-Pad Lifter? Vielleicht verhindert das das Quietschen.
P.S. Wegen Einmessproblemen. Entmagnetisiert sind deine Köpfe aber?
Erstmal, Arnulf.
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Tape-Pad-Lifter? Hilft der denn etwas? Bei "normalharten" Köpfen sollte doch der Einschliff nach 200 Stunden den gleichen Effekt haben, oder?
niels
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Der Tape-Pad Lifter bei Naka zum Bleistift, hebt den Filz locker einen Millimeter an.
Die blauen Warzen bei den Sonys dürften wohl nur etwas in den Filz drücken. Die hätte ich fast als Dreck angesehen, wenn sie nicht so regelmäßig wären. Denen spreche ich ihre Funktion jedenfalls ab.
Zum Kopfeinschliff. Du sollst nicht so lästern. Solche Decks haben wir ja wohl hinter uns :-) .
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Zitat:Araso posteteSolche Decks haben wir ja wohl hinter uns :-)
Nee, leider nicht.
Ich kannte bisher nur den Sony-Pad, und auch nur aus dem Katalog. 1 mm ist natürlich eine ganz andere Klasse.
niels
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Weil ich es eh gerade geknipst habe.
Der konstruktive Unterschied machts wohl deutlich.
P.S. Hattest du nicht mal ein 808? Da müssten die "Warzen" auch drin sein.
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Also ich lebe ganz gut ohne Lifter besser verschleissfeste Köpfe, zum glück hat AKAI bis zum schluss die GX Geräte damit ausgerüstet !
Zu Kassetten ich kann die TDK SA nur empfehlen das beste was es momentan neu zu kaufen gibt und die ist verdammt nah an der alten SA-X drann, mehr kann ich dazu nicht sagen !
Ich hab auch vor kurzem mal neugierig ein paar Fuji DRII gekauft und ausprobiert die habe zwar noch ein Abschirmblech aber das wahren schon alle Highlights das Bandmaterial ist eine Katastrophe Basschwach und verzerrungsfrei (nach Gehör) nur bis etwa -3 dB aussteuerbar die Kassettenmechanik recht laut sogar beim AKAI GX 75 MKII deutlich hörbar beim Spulen !
Guten Morgen zusammen.
"PadLifter" oder Ähnliches dürften wohl nur die Decks mit Doppel - Capstan - Antrieb haben ...
Zu den Fuji DR II: Die gab´s hier mal bis vor ca. 9 Jahren im Penny - Markt.
Habe ich seinerzeit sehr gerne genutzt da die Qualität anfangs doch überraschend gut war - zum Schluß jedoch quietschten Die nur noch ->
Die Vibrationen schlugen da sogar voll in die Aufnahme durch, seit dem ist "Essig" mit diesen Kassetten bei mir (Lediglich ein paar haben´s überlebt).
Lassen wir Uns überraschen mit Was für MAterial unser Hobby enden wird ...
MfG
Andreas
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Zitat:Araso postete
BASF hatte da wohl mal zu glattes Material hergestellt. War aber glaube ich nur diese seltene Refence Super II aus den 80ern. Taucht auch im 1 Teil, Seite 1, post 008 der Schätze auf.
Ansonsten wird Martin mehr dazu wissen.
@André Haben deine Decks einen sogenannten Tape-Pad Lifter? Vielleicht verhindert das das Quietschen.
P.S. Wegen Einmessproblemen. Entmagnetisiert sind deine Köpfe aber?
.
Ich habe das nur in über 20jähriger Erinnerung aus einem damaligen HiFi-Magazin. Damals wurde erwähnt, das die beiden japanischen Hersteller bewußt eine rauhere Bandoberfläche verwenden, die dadruch einerseits weniger Schmutzanfällig ist und anderseits durch ihre Eigenschaft zugleich einen Reinigungseffekt bewirkt. In der Tat konnte ich allenfalls an den Andruckrollen einen leichen Bandabrieb feststellen, auf Achsen und Köpfen war bestenfalls eine Spur am Wattestäbchen mit Alkohol zu sehen, jedoch kein brauner Belag direkt auf dem Kopf sichtbar, wie ich es noch aus frühren "BASF-Zeiten" (wo ich nur diese Marke in meiner Anfangszeit hatte). Gleiches gilt auch für das Vorspannband, welches ebenfalls eine erhöhte Reinigungswirkung hat, gleiches Material kenne ich auch aus den speziellen TDK-Cleaningtapes. Während europäische Hersteller einfach ein glattes Kunsstoffband als Lead-In/Out hatten. Durch die japanische Technik war eine Kopfreinigung daher kaum noch notwendig, auch eine Magnetisierung konnte ich zumindest hörbar nie feststellen.
Ja, trotz der vorgenannten Erfahrungen sind meine Köpfe auch regelmäßig entmagnetisiert, auch wenn eigentlich übnerflüssig. Aber bei Messungen/Tests bin ich da immer sehr gründlich. Ich zweifelte Anfangs erst am Recorder (die von mir erwähnten Yamaha) und dachte erst, der Einmesscomputer spinnt, da aber nicht immer das identische Fehlergebnis vorlag (mal ging es mal, mal nicht, dann wieder mit anderem Fine-BIAS) kam ich zur Erkenntnis, es muß an den Cassetten liegen, denn wie ebenfalls erwähnt, machten SA-X, XLII-S und Typ IV nie solche Probleme, da stimmte die Einmessung immer auf Anhieb, bei den CS-II dagegen mehrere Fehlversuche. Erst nach gründlicher Reinigung der Köpfe klappte es dann auch wie bei den Japanern und die Einmessung stimmte. Bei den CS-II stellte ich die Probleme ürbrigens fast quer durch viele Jahrgeänge fest, sofern vorhanden.
Meinst Du mit "Tape-Pad Lifter" ein Andruckteil, welches das Gehäuse bedämpft? Ja, sowas hat das KX-670. Mein voriges KX-7030 von Kenwood wie auch das Yamaha KX-650 haben das jedoch nicht und auch dort fiel mir kein Quietschen auf. Auch das kenne ich eher von alten Cassetten wie BASF (ohne SM), Agfa und einigen alten Cover-Marken, wo am Gehäuse gespart wurde. Ok, die aktuellen TDK haben auch ein sichtbar billig gemachtes Gehäuse, scheint aber ein gelungener Kompromiß aus Aufwand und Preis zu sein. Die Bänder wickeln zumindest im Abspielbetrieb recht sauber.
Von der lieben Edith: Habe ich erst jetzt gesehen, nein, solche Tape-Pad-Lifter hatten/haben keine meiner Decks. Halte ich auch nicht viel davon, da das band sonst bei zu wenig Andruck einen Pegelverlust bekommen kann, da reicht schon ein hundertsel Millimeter. Im Gegenteil, bei manchen Cassetten muß ich sogar das Pad ein wenig herausheben um die Spannkraft leicht zu verbessern. Ich sehen das auch so, besser verschleißfeste Köpfe nehmen. Zu doll sollte der Andruck dann aber auch nicht sein, denn auch das Band selbst verschleißt bei jedem Abspielen und bekommt so schneller Einlaufspuren.
Gruß André
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Jetzt fällt mir noch was ein, was Du mit quietschen bei den neuen SA meinen könntest, ich dachte immer erst ans Gehäusequietschen durch schlecht gewickelte Spulen...
...ich kann das vom Kenwood KX-7030 bestätigen, ich habe mir einen Wolf (im Gerät) abgesucht und nichts finden können. Zwar hatte ich hauptsächlich die neuen SA darauf gespielt und kaum andere Typen. Aber eines Tages fiel es mir auf, ein feines Singen/Pfeifen (in ständig gleicher Tonhöhe), das sich schnell aus dem Recorder lokalieren ließ. Ich hatte daraufhin alle Laufteile nachgeölt und alles gecheckt, aber ohne Erfolg. Das Quitschen war immer wieder mal da nicht ständig, aber wiederkehrend. Entnahm ich die SA kurz, legte sie wieder ein und spielte weiter ab, war es oft verschwunden. Anscheinend kommt das Quietschen bei nicht perfekter Bandlage auf bestimmten Köpfen. Deshalb auch immer im gleichen Ton. Daher wohl Deine Idee mit diesem Tape-Pad-Lifter...
Die Yamaha sind bei ein und den selben Cassetten jedenfalls mucksmäuschenstill und haben nur die ganz normalen Laufgeräusche einer Cassette, die beim Musikhören absolut nicht stören.
Gruß André
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Nein, Arnulf, das 808 ist noch "warzenfrei". Damals '93/'94 war nur das 909 mit den Dingern (und den Laser Amorphus Heads, wenn die so hießen) ausgestattet.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
Moin.
Erstmal nur kurz.
Das mit den rauen TDKs wundert mich doch. Die Japaner haben sehr früh angefangen, auf glatte Oberflächen Wert zu legen. Schon in den 70ern.
Ich habe auch noch nie seit 1979 irgendeinen Abrieb o. ä. bei TDK gehabt (SA / SA-X). Egal in welchem Deck. Wohl aber bei BASF und AGFA.
Das Quietschen, was ich meinte, dürfte von den Köpfen kommen. Das Kreischen ist dann vom Gehäuse, bzw. Umlenkrollen.
@ Niels. Das mit dem 808 wundert mich doch. Das 890 von 1990 hatte die Warzen schon. Das 808 kam doch erst danach.
Laseramorphe Köpfe gab´s schon ab TC-K 750. Der Walkman, den ich neulich mithatte, hat sie auch. Das gab dann aber noch nach LFC die LFC-OCC (oder so ähnlich) Köpfe. Das eine war das Laser-Schweißverfahren, das andere noch eine andere Legierung.
Da kann ich nachher nochmal nachgucken. Dazu habe ich was abgespeichert.
Ich muß weg, Arnulf.
Zitat:Captn Difool postete
Zitat:Araso postete
BASF hatte da wohl mal zu glattes Material hergestellt. War aber glaube ich nur diese seltene Refence Super II aus den 80ern. Taucht auch im 1 Teil, Seite 1, post 008 der Schätze auf.
Ansonsten wird Martin mehr dazu wissen.
@André Haben deine Decks einen sogenannten Tape-Pad Lifter? Vielleicht verhindert das das Quietschen.
P.S. Wegen Einmessproblemen. Entmagnetisiert sind deine Köpfe aber?
.
Ich habe das nur in über 20jähriger Erinnerung aus einem damaligen HiFi-Magazin. Damals wurde erwähnt, das die beiden japanischen Hersteller bewußt eine rauhere Bandoberfläche verwenden, die dadruch einerseits weniger Schmutzanfällig ist und anderseits durch ihre Eigenschaft zugleich einen Reinigungseffekt bewirkt. In der Tat konnte ich allenfalls an den Andruckrollen einen leichen Bandabrieb feststellen, auf Achsen und Köpfen war bestenfalls eine Spur am Wattestäbchen mit Alkohol zu sehen, jedoch kein brauner Belag direkt auf dem Kopf sichtbar, wie ich es noch aus frühren "BASF-Zeiten" (wo ich nur diese Marke in meiner Anfangszeit hatte). Gleiches gilt auch für das Vorspannband, welches ebenfalls eine erhöhte Reinigungswirkung hat, gleiches Material kenne ich auch aus den speziellen TDK-Cleaningtapes. Während europäische Hersteller einfach ein glattes Kunsstoffband als Lead-In/Out hatten. Durch die japanische Technik war eine Kopfreinigung daher kaum noch notwendig, auch eine Magnetisierung konnte ich zumindest hörbar nie feststellen.
.......
Hallo André,
Diese Aussage betreffs der rauheren Oberflächen kann ich so nicht nachvollziehen, war doch gerade die BASF Chromdioxid Super I und II immer als das Band mit der rauheren Oberfläche in den Tests benannt worden. Die Tester jener Zeit bemägelten dies regelrecht und führten diesen Umstand immer zu Punktabzügen, weil sie eine höhere Verschleißtätigkeit mittels diesen Bandmaterials an den Kopfoberflächen feststellten.
Ob letzteres wirklich so ist, kann ich nicht nachvollziehen bei mir obwohl ich von den BASF mindestens 100 Cassetten genutzt habe in den 80ern und mein TA-2070 auf die Cassetten nie besonders reagiert hat.
Von Scotch gab es mal Cassetten mit Reinigungsband als Vorlaufband.... müsste mal nachsehen wie die heißen..... liegen noch im Regal herum. Habe davon noch 3/4 Stück.... ;-)
Gruß
Jürgen
PS die Knubbel/Warzen hatten fast alle Decks mit Doppel-Capstan Antrieb um so den bei diesem Antrieb nicht nötigen Andruckfilz von den Köpfen zu heben. beim Doppelcapstan soll der Filz sogar für schlechteren Kopfkontakt führen. Ob dem so ist weiß ich nicht....
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@Arnulf
Vielleicht ein wenig mißverständlich, ich meine mit der angesprochenen Rauhigkeit eine Rauhigkeit im Micrometerbereich, vom Auge nicht also solche zu erkennen. Denn Deine Beobachtungen mit dem Bandabrieb scheinen meine Aussagen ja eher zu bestätigen. Diese Technik verwendete TDK sicherlich schon seit Ende der 70er, denn meine alten SA haben bereits die von mir beschriebenen Eigenschaften.
@Jürgen
Ich kann das leider nur aus der Erinnerung wiedergeben, der Testbericht (ein Vergleichstest) liegt mir leider nicht mehr vor. Könnte aus der STEREO von damals sein...
PS. Mein Toshiba Aurex PCX-60AD hatte auch mit den Jahren einen etwas eingeschliffenen Kopf. Dort wurden zu ca. 90% TDK-SA gespielt.
Gruß André
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Also nicht alle Doppelkapstan Decks hatten einen Padlifter auch ist es umstritten ob es ohne Pad besser läuft diese Higlights kamen auch erst zum ende der Kassettenära auf so wie die "Kassettenzange" ein Schaumgummipad in der Kassettenlade und im Laufwek der beim schliessen der Lade die Kassette in die Zange nimmt um ev. Vibrationen vom Kassettengehäuse zu unterdrücken oder die schrägstellung des Laufwerkes bei Pioneer um taumelbewegungen der Tonwellen zu eliminieren !
Ich habe die erfahrung gemacht das es mit Pad besser läuft auf jeden Fall weniger Dropout's, ob der Verschleiss der Köpfe mit Pad villeicht etwas höher ist glaube ich nicht da ohne pad ein höherer Bandzug (das Band muss stärker gespannt werden) über die Köpfe nötig ist um sicheren Kontakt zu halten aber verschleiss gibts auf jeden Fall, egal wie rauh das Band ist das Kopfmaterial hat einen weitaus grösseren Einfluss auf den Verschleiss, völlig Verschleissfreie Köpfe gibts nun mal nicht.
Mal abgesehen davon das der Andruckfilz nicht genormt ist und der Padlifter so schmal wie möglich sein sollte um den Filz auch zuverlässig zu erwischen und ihn hochdrücken besteht die Gefahr das beim einfahren des Kopfes in die Kassette das band kurzzeitig zwischen Padlifter und Filz eingeklemmt wird und dadurch nen Knick am Rand bekommt.
Zu den Laufgeräuschen (quitschen) von Kassetten kann ich nur Sagen mit Tpedeck's von AKAI / AIWA / Pioneer / UHER / DUAL / Grundig und Technics hatte ich noch nie derartige Probleme mit Markenbändern deshalb kann ich die TDK-SA nur empfehlen.
Bandabrieb ist mir ausser bei Typ I und den ersten AGFA und BASF Chrom Kassetten noch nicht untergekommen.
Zum Kopfverschleiss kann ich nur sagen egal ob Hard Permalloy / sendust oder Amorphus Köpfen eingelaufen sind alle nach mehreren Jahren betrieb einzig der GX Kopf von AKAI und andere Ferritköpfe haben sich als sehr verschleissfest erwiesen mein GX-75 eines der ersten zeigt keine Sichtbaren einlaufspuren an den Köpfen und das nach knapp 20 Jahren Betrieb und es ist nicht nur untätig im Regal gestanden ich höre regelmassig Kasseten damit vorwiegend BASF und TDK Typ II und IV, obwohl auch die Ferritköpfe sind nicht Verschleissfrei bei allzu exsessiver benutzung vom Titelsuchlauf bei dem das Band mit fast 20facher Geschwindigkeit am Kopf vorbeifliegt gibts auch auf Ferrit Kampfspuren was ich bei einigen AKAI Decks aus der Bucht festgestellt habe.
mfg
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An anderer Stelle gab Friedrich Engel zu bedenken: Es gibt einen Unterschied zwischen Rauhigkeit und Abrasivität!
Edit: http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...eadid=7969
Posting 017
niels
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Zum höheren Bandzug bei Pad-Liftern ist mir bei dem Nakamichi aufgefallen, daß die unterschiedlichen Dicken der Capstan-Schwungmassen (wo der Riemen läuft), sehr auffällig sind. Bei Geräten ohne Lifter sieht man den Unterschied kaum mit dem Auge. Bei ASC war es, glaube ich, gerade ein Zehntel Millimeter.
Auf dem Bild oben sieht man rechts neben den Köpfen eine recht lange Blechgabel nach oben stehen. Die zwingt das Band dann in die Lage, daß der Lifter das Band nicht einklemmt. Alles so Sachen, die mir nicht recht gefallen haben.
Die Warzen der Sonys haben so eine Gabel nicht nötig, allerdings können sie bei Filz eigentlich auch nicht funktionieren. Hier muss man die Schwungmassen auch nachmessen, um den Unterschied wahrzunehmen.
An die rauhen Bänder der "Testsieger"-BASF kann ich mich auch gut erinnern.
In den Tests wurde der höhere Verschleiß gerügt.
Einmal wurde ein Test gemacht, nachdem die Kassette 6 mal durchgelaufen war. Danach waren die Klangeigenschaften, die zum Testsieg geführt haben, dahin. Man sprach sich dann gegen diese Bänder aus, da sie nicht nur die Köpfe, sondern auch sich selbst unnötig verschleißen. Zu der Zeit galt als Geheimtip für BASF-Fans die entsprechende Sony-Cassette, da sie bei gleichem Material (!?) nicht deren schlechte Eigenschaften aufwies.
Übrigens, wo wir gerade alle Schreibweisen verwenden, es gibt einen Unterschied zwischen Rau-h-eit und Rau-tiefe. Ersteres hat was mit Abrasion zu tun letzteres etwas mit dem "Lotosblüteneffekt", also geringerer Berührfläche.
Rauh wäre gröber, als die Struktur des Kopfes. Rau wäre nicht glatt, aber feiner, als die Kopfstruktur (frei aus dem Maschinenbau auf unser Beispiel übersetzt).
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Bei dem Nakamichi ist auch der Unterschied im Tonwellendurchmesser sehr deutlich, die Differenz im Vorschub zwischen beiden Wellen wird wahrscheinlich nicht spektakulär groß sein. In einem Katalog, war es bei Sony?, Revox?, Teac?, wurde der unterschiedliche Durchmesser der Andruckrollen (sic!, evtl. auch der Tonwellen) damit begründet, dass zyklische Resonanzen verhindert werden sollten.
Das "gleiche Material" bei Sony und BASF deute ich als "gleiches Pigment".
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
Moin, moin.
Die Capstanwellen beim Naka scheinen den gleichen Durchmesser zu haben. Ich hab´s zwar nicht nachgemessen, aber die "Washer" klemmen auf beiden gleich stark. Auffällig ist aber, daß die linke nicht blank, wie bei anderen Doppelcapstandecks ist. Ich denke, daß das Trägermaterial der Bänder wohl mehr aushalten muß, als bei anderen Herstellern, um nicht die Spielzeit zu "verlängern" :-) .
Das "gleiche Material" ist nur in meiner Erinnerung. Wie es zu deuten ist.....?
Ich habe eben schonmal wegen den Sony-Köpfen etwas nachgelesen.
Die Laseramorphen Köpfe nennen sich LC-OFC.
Dann wurden später noch die Spulen aus sauerstofffreiem Kupfer mit "ESC-OCC" Bleidraht verwendet.
Im 91er Katalog hat das 950 beides. Das 750 garnix davon, was ich für einen Druckfehler halte, da das RX 70 wieder beides hat, und TC-K 620 und 520 die ESC-OCC Spulen.
Irgendwo in den Tiefen der Festplatte lauert aber nochwas. Ich find´s aber nicht.
Wir sind schon weit OT, Arnulf.
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Zitat:Araso postete
Moin, moin.
Die Capstanwellen beim Naka scheinen den gleichen Durchmesser zu haben. Ich hab´s zwar nicht nachgemessen, aber die "Washer" klemmen auf beiden gleich stark. Auffällig ist aber, daß die linke nicht blank, wie bei anderen Doppelcapstandecks ist. Ich denke, daß das Trägermaterial der Bänder wohl mehr aushalten muß, als bei anderen Herstellern, um nicht die Spielzeit zu "verlängern" :-)
Ein gleicher Durchmesser ist kein Problem, dann muß nur die primäre Schwungmasse (beim closed loop beltdrive) etwas kleiner sein, es kommt hier nur auf die leichte Drehzahldifferenz an.
Gruß André
Moin André
Das war ja die Ausgangslage. Die Schwungrad Durchmesser sind "augenscheinlich" recht unterschiedlich groß.
An Hand des Bildes vom LW meinte Niels, die Wellen wären auch unterschiedlich, weshalb der Unterschied nicht so drastisch wäre.
Die Wellen scheinen aber gleich, so daß mir persönlich das nicht so gefällt, im Vergleich zu anderen Doppelcapstanen.
Die Vermutung ist, daß der Pad-Lifter den Filz ganz abhebt und Naka das mit noch höherer "Vorspannung" ausgleicht, hingegen der Sony Lifter höchstens etwas den Filz entlastet, aber dafür mit normalen Unterschieden im Durchmesser im Capstanbereich auskommt.
War ja nur eine Beobachtung am Rande......und voll am Thread-Thema vorbei.
Schoin´Tach, Arnulf.
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Hallo Forum,
dieses Thema habe ich bisher verschlafen anzuklicken, jetzt habe ich es mal durchgelesen. Erstmal noch eine Antwort auf die konkrete Frage nach den (zu) glatten Bändern:
Es gab in der Tat Probleme mit der BASF Reference Super II, die 1988 auf den Markt kam und wenig später zurückgerufen wurde, weil Kunden die Cassetten reihenweise reklamierten. Das Band hatte eine sehr glatte Oberfläche, die sich angeblich bei einigen Walkmännern an den Andruckrollen festsaugte, was dann zu Bandsalat führte. Ich selbst habe noch nie ein derartiges Problem mit diesen Bändern gehabt, trotz damals ausgiebigen Gebrauchs zu Hause, im Walkman und im Autoradio. Das kann natürlich Glück mit den verwendeten Geräten sein.
Woher allerdings die Einmeßprobleme mit den Chrome Super II kommen sollen, ist mir nicht ganz klar. Natürlich hat das Chromdioxid andere magnetische Eigenschaften als kobaltdotiertes Eisenoxid (Chromsubstitut), und daß beides in denselben IEC-Typ II gezwängt wurde, ist sehr schade, andererseits historisch verständlich. Die Chromdioxid-Bänder sind im Schnitt weniger empfindlich, was sich bei meinem Sony 770 mit der Recording Level Calibration-Funktion gut ausgleichen läßt. Schwieriger ist da schon der nicht lineare Frequenzgang im Mittenbereich zu handhaben - das ist allerdings kein Chromdioxid- oder BASF-spezifisches Problem, sondern kommt von der Zweischichttechnik. Die SA-X und bis ca 1990 auch die XL II-S, beides Chromsubstitute, haben die gleiche Frequenzgangcharakteristik. Ohne eine spezielle Mitteneinmeßfunktion wird man auf allen drei genannten Bandsorten keinen linearen Frequenzgang hinbekommen. Je nach aufgezeichnetem Programm stört das mal mehr, mal weniger - als Gegenleistung bekommt man ein wesentlich niedrigeres Grundrauschen als mit Einschichtbändern. Zurück zum Grundproblem: Halbwegs neuzeitliche Chromdioxidbänder, so ab Anfang/Mitte der 80er Jahre, lassen sich zumindest mit dem Sony 770 völlig problemlos einmessen und bespielen.
Was Emtec da allerdings in den letzten Produktionsjahren alles als CS II und CM II verramscht hat, möchte ich lieber nicht so genau wissen. In einem Stereo-Test stand mal, das seien keine Chromdioxid-Zweischichtbänder mehr, sondern Einschicht-Substitute. Die paar wenigen davon, die ich bisher bespielt habe, verhielten sich zwar problemlos, legten aber schon einen deutlich erhöhten Rauschteppich an den Tag im Vergleich zu den Vorgängermodellen.
Dann kann noch ein Faktor hinzukommen: Chromdioxid mag keine Kälte. Mir sind schon alte Cr Super II zu Quietschies geworden, nachdem ich sie eine Weile im Auto liegen hatte. Und zwar nicht im Sommer (Hitze produziert da höchstens ein paar Durchkopiereffekte), sondern bei Minusgraden. Bei "New Old Stock" weiß man ja auch nie, wie der gelagert wurde...
Um zur Eingangsfrage des Themas zu kommen: Wer in 5 Jahren noch neue Cassetten produzieren wird, darüber möchte ich nicht orakeln. Das hängt von so vielen Faktoren und Entscheidungen innerhalb der Konzerne ab, in die wir keinen Einblick haben. Ich gehe aber davon aus, daß es noch 1-2 Hersteller geben wird, um eine gewisse Rest-Nachfrage zu bedienen. Bis die Spulenbänder für den Heimbedarf gänzlich aus den Läden verschwunden waren, dauerte es auch mindestens 2 Jahrzehnte nach dem Verschwinden des Formats aus dem Massenmarkt, und ich wage zu behaupten, daß die weltweite Randgruppe der Cassettennutzer aktuell größer ist als die der Tonbandnutzer im Amateurbereich vor 15-20 Jahren. Die Preise werden etwas steigen, und man wird neue Cassetten nicht mehr in jeder mittelgroßen Stadt bekommen. Und selbst wenn irgendwann Schluß ist, es gibt wirklich Unmengen an guter Gebrauchtware, die man kistenweise hinterhergeworfen bekommt. Bei den lauen Preisen finde ich es auch nicht schlimm, da erstmal ein paar Nieten aussortieren zu müssen. Klar, bei Metallbändern wird es schwieriger. Aber braucht man die wirklich? Wenn ja, dann ist genau jetzt die Gelegenheit, sich davon noch einen kleinen Vorrat für wirklich besondere Aufnahmen zu beschaffen.
Viele Grüße,
Martin
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´
Beim Besuch am Zeitschriftenkiosk fiel mir eine Jugendzeitschrift namens "Twist" ins Auge. So ein Blättchen für Mädchen, ein Ableger der Bravo.
Da ich ja nicht direkt zur Zielgruppe für Teeniepostillen gehöre, fragt sich der geneigte Leser wahrscheinlich, warum mir dieses Blatt aufgefallen ist: Als Beigabe liegt der Januarausgabe auf dem Titelblatt eine "... [b][size=12]Süße Star-Kette mit Kassetten-Anhänger..." bei.[/size][/b]
http://www.bravo.de/family/twist/twist-d...-von-bravo
Vermutlich sind die meisten LeserInnen erst geboren worden., als die Zeit der Cassette schon ihren Zenit überschritten hatte.
Na, vielleicht kommen selbst gemachte Hitzusammenstellungen auf Cassette bei den Kids wieder in Mode.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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Frank,'index.php?page=Thread&postID=154163#post154163 schrieb:Na, vielleicht kommen selbst gemachte Hitzusammenstellungen auf Cassette bei den Kids wieder in Mode.
Das kann man wohl ausschließen. Ich vermute mal, daß da eher der Faktor Retro-Chic eine Rolle spielt. Musik der 1980er Jahre ist bei Jugendlichen des Jahres 2012 ja durchaus angesagt, warum also nicht auch die passenden Medien als Bildchen? Solange man sich nicht hinsetzen und sie mühevoll in Brutto-Echtzeit bespielen muss... :-)
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Ich schliesse mich da Timo's Meinung an. Wer mag, kann ja mal "Musikkassetten-Design" in einer Suchmaschine eingeben. Vom IPhone-Cover über Klebebandabroller bis hin zum USB-Hub kommen da dutzende Produkte zu tage. Aber all das wird wohl kaum die gute alte Kompaktkassette wiederbeleben.
Gruß
Peter
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timo,'index.php?page=Thread&postID=154168#post154168 schrieb:Das kann man wohl ausschließen. Ich vermute mal, daß da eher der Faktor Retro-Chic eine Rolle spielt. Musik der 1980er Jahre ist bei Jugendlichen des Jahres 2012 ja durchaus angesagt, warum also nicht auch die passenden Medien als Bildchen? Solange man sich nicht hinsetzen und sie mühevoll in Brutto-Echtzeit bespielen muss... :-) och, nich so negativ, leute .... DENEN hier gehts ziemlich gut. die produzieren fleissig, haben ihre umsatzzahlen gesteigert, und da gibts auch noch jede menge taufrischer bänder  ... hab schon selber überlegt, mal da zu bestellen  .
und unterschätzt doch bitte die geduld der jugendlichen nicht ... wenn die bereit sind, sich den neuesten film im nen halben tag im schneckentempo von irgendwelchen russischen servern zu saugen, dann ist das anfertigen einer C90 nu echt n klacks  ..
liebe grüsse und nen guten rutsch, das :gear: ...
Es grüßt, das :gear: .
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zahnrädchen,'index.php?page=Thread&postID=154175#post154175 schrieb:DENEN hier gehts ziemlich gut. die produzieren fleissig, haben ihre umsatzzahlen gesteigert
Guck' Dir an, wie viele Negativmeldungen dem in den letzten Jahren gegenüberstanden: Sony stellt Kassetten-Walkman-Produktion ein, Pallas als größtes deutsches Kopierwerk stellt die Produktion ein, Europa nimmt fast alle Hörspielkassetten aus dem Programm, fast alle ehemals großen Leerkassettenhersteller haben ihre eigene Bandproduktion aufgegeben und bieten, wenn überhaupt, nur noch ein Minimalsortiment an...
Kann schon sein, daß ein einzelnes Unternehmen durch den Niedergang der Konkurrenz seine Umsätze vorübergehend steigern kann, aber daraus abzuleiten, daß die Kassette eine Zukunft hat oder sogar wieder zur Mode wird, halte ich für sehr gewagt. Die Stückzahlen, um die es hier geht, dürften im Vergleich zu MP3-, aber auch CD- und sogar Vinyl-Verkäufen verschwindend gering sein.
Zitat:und unterschätzt doch bitte die geduld der jugendlichen nicht ... wenn die bereit sind, sich den neuesten film im nen halben tag im schneckentempo von irgendwelchen russischen servern zu saugen, dann ist das anfertigen einer C90 nu echt n klacks ..
Da gibt's einen wesentlichen Unterschied: Den Download kann man einfach laufenlassen, ohne sich darum zu kümmern. Das Bespielen einer Mix-Kassette erfordert mehrere Stunden Aufmerksamkeit.
Ganz abgesehen davon wird heute kaum noch ein Jugendlicher einen klobigen Kassetten-Walkman mit sich herumtragen. Selbst Standalone-MP3-Player sind doch inzwischen vom Handy als Universal-Unterhaltungs- und Kommunikationsgerät verdrängt worden.
Nene... die Kassette lebt nicht mehr, die hat gerade ihre letzten Zuckungen. Und diejenigen, die ihr noch die Treue halten, dürften heute fast durchweg Ü30 sein.
Ungeachtet dessen: Dir auch einen guten Rutsch! :-)
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jaja, alles bekannt ... es reicht aber, wenn ein unternehmen bleibt, wo wir unsere frischen kassetten her bekommen.
ausserdem: das einzige, was richtig aufmerksamkeit kostet, ist ein mixtape .. ansonsten: kassette einmessen lassen, CD player programmieren, aufnahme laufen lassen, fertig ist das album für unterwegs... lass ich genauso nebenbei laufen ohne aufsicht, wie andere sachen, die ich automatisieren kann ... anders hab ichs mit den ausgeliehenen CDs meiner freunde vor 20 jahren auch nicht gemacht. da hat man dreimal im jahr n mixtape für n nettes mädel gemacht, aber doch nicht andauernd ....
ich hab ja auch nix dagegen, wenn die kassette aus dem mainstream verschwindet. mir reicht eine lücke für liebhaber, wie bei vinyl. wenn das läuft, so wie bei tapeheads, die die leute gleich zu national audio weiterleiten, dann is doch alles tutti ... soll der rest doch bei ipod und co bleiben. das waren vor jahrzehnten dieselben leute, nur das die damals ihre tchibo kompaktanlagen, fisher, schneider und universumplörre zuhause hatten. ich sehe öfters lieblos bekritzelte kassettensammlungen, tausendmal von schlechten geräten zerkaut, mit banaler chart kacke, die aussehen, als wenn sie ein paar tausend jahre neben ötzi im eis gelegen haben. da weiss ich doch gleich, was das für "musikliebhaber" waren und sind. soll ich darüber tränen vergiessen, das diese leute keine kassetten mehr kaufen und damit den preis schön niedrig halten ?
ich verschenke ab und an mal n tapedeck oder n walkman, was ich für nen zehner aus der bucht gezogen habe, an die u25 fraktion, die mir oft am wochenende im club über den weg läuft. kassette kennen die nur als hörspiel im fisherprice kassettenrecorder. die sind regelmässig überrascht, wie gut tape noch klingen kann. vor allem unterwegs, direkt am ohr... der kultfaktor is natürlich auch nich zu verachten  ....
und mal ehrlich ... sowas hier : https://www.youtube.com/watch?v=WOFR5hsYHzA hat doch stil  ....
Es grüßt, das :gear: .
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