23.07.2009, 11:15
Zitat:
"Das zeigt sich besonders drastisch am Beispiel der Dessauer Magnetband (dmb). Die türkische Investorengruppe Raks hatte die dmb aus dem Treuhandbestand gekauft und den ohnehin maroden Betrieb dann binnen eines Jahres vollends heruntergewirtschaftet. Kurz vor der Liquidation sprangen Walter Herrmann und Gerd Henkelein, zwei dmb-Manager, die schon seit 20 Jahren zur Firma gehörten, ein. Sie übernahmen die dmb, verschuldeten sich jeweils mit 500.000 Mark und steckten das Geld als Eigenkapital in das Unternehmen.
Von den ehemals 2300 dmb-Mitarbeitern sind heute noch 100 Leute damit beschäftigt, Audio- und Videobänder in Plastikkassetten zu fädeln. Die Qualität der dmb-Ware ist gut; die Kunden wollen sie trotzdem nicht. ,,Seit der Vereinigung sind Produkte, die in Ostdeutschland einen Namen hatten, zu No-Names geworden", klagt Geschäftsführer Herrmann. Er müßte seine Kassetten um ein Viertel billiger anbieten als Sony, TDK oder BASF, um überhaupt einen Platz auf den Regalen der Einzelhändler zu erkämpfen. Derzeit liefert dmb hauptsächlich an zwei große europäische Markenhersteller, die dmb-Kassetten unter eigenen Namen vertreiben. Die Firmen nennen die Dessauer nicht - sie wollen ihren westdeutschen Kunden nicht schaden."
Zitat Ende.
Aus
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/1841.html
Viele Grüße au Athen
Hajo
"Das zeigt sich besonders drastisch am Beispiel der Dessauer Magnetband (dmb). Die türkische Investorengruppe Raks hatte die dmb aus dem Treuhandbestand gekauft und den ohnehin maroden Betrieb dann binnen eines Jahres vollends heruntergewirtschaftet. Kurz vor der Liquidation sprangen Walter Herrmann und Gerd Henkelein, zwei dmb-Manager, die schon seit 20 Jahren zur Firma gehörten, ein. Sie übernahmen die dmb, verschuldeten sich jeweils mit 500.000 Mark und steckten das Geld als Eigenkapital in das Unternehmen.
Von den ehemals 2300 dmb-Mitarbeitern sind heute noch 100 Leute damit beschäftigt, Audio- und Videobänder in Plastikkassetten zu fädeln. Die Qualität der dmb-Ware ist gut; die Kunden wollen sie trotzdem nicht. ,,Seit der Vereinigung sind Produkte, die in Ostdeutschland einen Namen hatten, zu No-Names geworden", klagt Geschäftsführer Herrmann. Er müßte seine Kassetten um ein Viertel billiger anbieten als Sony, TDK oder BASF, um überhaupt einen Platz auf den Regalen der Einzelhändler zu erkämpfen. Derzeit liefert dmb hauptsächlich an zwei große europäische Markenhersteller, die dmb-Kassetten unter eigenen Namen vertreiben. Die Firmen nennen die Dessauer nicht - sie wollen ihren westdeutschen Kunden nicht schaden."
Zitat Ende.
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Viele Grüße au Athen
Hajo
