16.07.2009, 01:49
Moin, moin.
Hier dann mal die Auflösung des "Vorderlader" Herstellers.
Der Hersteller hieß "Wendax" (abgeleitet von der Wendenstrasse in Hamburg).
Vor dem Krieg schon als Wendax WL 120 von 1937 - 40 gebaut. Als nach dem Krieg renommierte Autohersteller wieder mit dem Bau ihrer Vorkriegsmodelle begannen, reifte der Plan, ebenso zu verfahren.
Anstatt der Speichenräder erhielt der "neue" volle Felgen, die auch im Draisinenbau Verwendung fanden. Außerdem wurden Hinterradschwinge, Torsionsstabfedern und die "Roßlenkung" geändert. Auf dem hinteren Einzelrad saß nun ein 200ccm Ilo-Motor und die Vorderräder bedeckten geschwungene Kotflügel.
Im Juli 1948 begann die Produktion des "Wendax WL 200".
Kunden gab es genug. Das Hamburger Abendblatt bestellte gleich Wagen für seinen Zeitungs Zulieferbetrieb. Aus Bremen und Lübeck meldeten sich weitere Abnehmer.
Für 1500,- Mark bot Wendax damit ein billiges Transportmittel, das sich auch ohne lange Erprobungsphase in Kundenhand bewährte.
Der 16-jährige Sohn des Firmenchefs fuhr damit allein nach Lüdenscheid zum Patenonkel, und der ehemalige DKW Verkäufer Henry Böckmann benutzte es für Geschäftsfahrten von Hamburg runter ins Rheinland.
Es wurden 5 Stück pro Monat hergestellt.
Wie lange und welche Stückzahlen nennt das Buch leider nicht.
Auszug aus: Hanns Peter Rosellen "Deutsche Kleinwagen nach 1945, geliebt, gelobt und unvergessen". Erschienen im Weltbild Verlag.
Viele Grüße, Arnulf.
Hier dann mal die Auflösung des "Vorderlader" Herstellers.
Der Hersteller hieß "Wendax" (abgeleitet von der Wendenstrasse in Hamburg).
Vor dem Krieg schon als Wendax WL 120 von 1937 - 40 gebaut. Als nach dem Krieg renommierte Autohersteller wieder mit dem Bau ihrer Vorkriegsmodelle begannen, reifte der Plan, ebenso zu verfahren.
Anstatt der Speichenräder erhielt der "neue" volle Felgen, die auch im Draisinenbau Verwendung fanden. Außerdem wurden Hinterradschwinge, Torsionsstabfedern und die "Roßlenkung" geändert. Auf dem hinteren Einzelrad saß nun ein 200ccm Ilo-Motor und die Vorderräder bedeckten geschwungene Kotflügel.
Im Juli 1948 begann die Produktion des "Wendax WL 200".
Kunden gab es genug. Das Hamburger Abendblatt bestellte gleich Wagen für seinen Zeitungs Zulieferbetrieb. Aus Bremen und Lübeck meldeten sich weitere Abnehmer.
Für 1500,- Mark bot Wendax damit ein billiges Transportmittel, das sich auch ohne lange Erprobungsphase in Kundenhand bewährte.
Der 16-jährige Sohn des Firmenchefs fuhr damit allein nach Lüdenscheid zum Patenonkel, und der ehemalige DKW Verkäufer Henry Böckmann benutzte es für Geschäftsfahrten von Hamburg runter ins Rheinland.
Es wurden 5 Stück pro Monat hergestellt.
Wie lange und welche Stückzahlen nennt das Buch leider nicht.
Auszug aus: Hanns Peter Rosellen "Deutsche Kleinwagen nach 1945, geliebt, gelobt und unvergessen". Erschienen im Weltbild Verlag.
Viele Grüße, Arnulf.
