07.07.2009, 08:39
Moin Arnulf,
...OT: ich habe mir abgewöhnt, ein Bevölkerung von ca. 250 Mio. Menschen,
zusammengewüfelt aus aller Herren Länder, verteilt auf einen riesigen
Staat, über einen Kamm zu scheren. Den Amerikaner gibt es meiner Ansicht nach nicht!
Der/die Eine steht zur Zeit Schlange, um tränenüberströmt sein/ihr
verstorbenes Popidol zu Grabe zu tragen (Zitat:"Er war mein Leben" - habe
ich heute noch im Radio gehört) und den/die Andere(n) juckt der ganze
Rummel überhaupt nicht!
Deshalb denke ich auch nicht, dass die "Amis" ihre Kultur mit Füßen treten.
Die Bevölkerungsteile, die eine haben und sich mit ihr identifizieren, pflegen
sie auch(....schau Dir an, wie die Menschen in NewMexico leben, schau nach
Utah auf die Amish, schau auf die Indianerstämme und Du wirst wissen,
was ich meine). Außerdem gehen die Europäer mit ihrer Kultur nicht
besser um (Deutschland ist da ein gutes Beispiel). Ist aber wurscht, weil´s
zu weit führt...
OT No.2: Der automobile Fortschritt wurde und wird vor allem in Entwicklungen gesteckt,
die den Verkauf fördern. Und eines dieser fördernden Elemente ist nun mal
der Komfort! Das ist hüben wie drüben gleich. In den USA war man da
nur 20 Jahre früher dran, weil die Kaufkraft und die breiten Strassen
da waren. Das mit der Kaufkraft kam dann auch nach Europa, die Strassen
blieben natürlich klein, folglich gibt es weniger "Dickschiffe" zu kaufen.
Und durch Komfort und Sicherheit werden unsere PKWs auch immer
schwerer (Golf V so um die 1.2 to - ein Wahnsinn ist das). Zwar wird das
Blech dünner und seltener dafür steigt der Elektroanteil, Dämmstoffe,
Sicherheitselemente etc. . Genau darum ist der Matador auch nicht schwerer
gewesen, als ein heutiger 5er! Das wundert mich gar nicht: ein Heckflossen-
Daimler von 1962 wiegt auch nicht mehr, als ein moderner VW-Passat.
(Oder ein anderes Beispiel: Ford 17m P4 "Blechschiff" 1969 = Ford
Escort Turnier 1998 = VW Polo 2008. Alle wiegen sie etwa gleich viel, näml.
ca. 1050 kg)
Also - nicht daß der Eindruck entsteht, ich möchte die europäische
Technik über den grünen Klee loben und den steinzetlichen Ruf
von "Auto-Amiland" nähren. Weit gefehlt... ...aber nüchtern betrachtet
"tun die sich alle nichts" weil sie viel von einander abgucken. Zeit also,
den weitverbreiteten Irrglauben etwas zu "ent-mystifizieren".
OT No.3: ...klar kann man mit ´nem Lambo auf einer stark befahrenen Stadt-
Autobahn nichts anfangen. Im Grunde haben wir in D schon seit langem
eine Geschwindigkeitsbegrenzung - sie wird lediglich auf kleinen Teilstücken
kurz aufgehoben. Denn welche Autobahn lässt sich schon länger als 30 km
ohne Limit durchfahren? Das Bundesrepublikanische Verhältnis zum Auto
würde es aber als einen echten "Freiheitsverlust" empfinden, wenn es
eine generelle Begrenzg. wie zB in den Niederlanden geben würde
(obwohl dies besser wäre, weil´s Staus und Stress vermeiden hilft)!
Letztendlich ist´s aber nur Selbstbeschiss einer grossen Zahl von
Bürgern (und der Automobil-Lobby) - mehr nicht. Insofern erübrigt
sich die Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Mittelklasse-PKWs mit
einer Motorleistung über 200 PS (...von der elektronisch abgeriegelten
Ober- u. Luxusklasse mal ganz abgesehen).
OT No.4: ...die schönen Zeiten sind vorbei? Wieso? Moderne Autos fahren
perfekt - nahezu geräuschlos, mit hohen Wartungsintervallen, gutem
Fahrwerk, leichtem Handling. Was willst Du mehr? Natürlich sind die
Straßen voller als vor 30 Jahren, das Cruisen damit weniger genussvoll
aber das liegt nicht an den Fahrzeugen ansich sondern daran, daß "wir"
zuviele davon zeitgleich bewegen (wollen)! Der Stress und seine Ursachen
spielt sich doch nur in unseren Köpfen ab. Etwas mehr Gelassenheit und
Toleranz würde da für deutliche Entspannung sorgen und dann könnte man
das Cruisen, auch mit einem modernen Cabrio z.B., geniessen. Ob´s
ökologisch gesehen noch zeitgemäß ist, steht auf einem anderen Blatt.
back to theme: ...wg. eines neuen Rätsels lasse ich anderen den Vortritt.
Herzl. Grüsse
Peter
...OT: ich habe mir abgewöhnt, ein Bevölkerung von ca. 250 Mio. Menschen,
zusammengewüfelt aus aller Herren Länder, verteilt auf einen riesigen
Staat, über einen Kamm zu scheren. Den Amerikaner gibt es meiner Ansicht nach nicht!
Der/die Eine steht zur Zeit Schlange, um tränenüberströmt sein/ihr
verstorbenes Popidol zu Grabe zu tragen (Zitat:"Er war mein Leben" - habe
ich heute noch im Radio gehört) und den/die Andere(n) juckt der ganze
Rummel überhaupt nicht!
Deshalb denke ich auch nicht, dass die "Amis" ihre Kultur mit Füßen treten.
Die Bevölkerungsteile, die eine haben und sich mit ihr identifizieren, pflegen
sie auch(....schau Dir an, wie die Menschen in NewMexico leben, schau nach
Utah auf die Amish, schau auf die Indianerstämme und Du wirst wissen,
was ich meine). Außerdem gehen die Europäer mit ihrer Kultur nicht
besser um (Deutschland ist da ein gutes Beispiel). Ist aber wurscht, weil´s
zu weit führt...
OT No.2: Der automobile Fortschritt wurde und wird vor allem in Entwicklungen gesteckt,
die den Verkauf fördern. Und eines dieser fördernden Elemente ist nun mal
der Komfort! Das ist hüben wie drüben gleich. In den USA war man da
nur 20 Jahre früher dran, weil die Kaufkraft und die breiten Strassen
da waren. Das mit der Kaufkraft kam dann auch nach Europa, die Strassen
blieben natürlich klein, folglich gibt es weniger "Dickschiffe" zu kaufen.
Und durch Komfort und Sicherheit werden unsere PKWs auch immer
schwerer (Golf V so um die 1.2 to - ein Wahnsinn ist das). Zwar wird das
Blech dünner und seltener dafür steigt der Elektroanteil, Dämmstoffe,
Sicherheitselemente etc. . Genau darum ist der Matador auch nicht schwerer
gewesen, als ein heutiger 5er! Das wundert mich gar nicht: ein Heckflossen-
Daimler von 1962 wiegt auch nicht mehr, als ein moderner VW-Passat.
(Oder ein anderes Beispiel: Ford 17m P4 "Blechschiff" 1969 = Ford
Escort Turnier 1998 = VW Polo 2008. Alle wiegen sie etwa gleich viel, näml.
ca. 1050 kg)
Also - nicht daß der Eindruck entsteht, ich möchte die europäische
Technik über den grünen Klee loben und den steinzetlichen Ruf
von "Auto-Amiland" nähren. Weit gefehlt... ...aber nüchtern betrachtet
"tun die sich alle nichts" weil sie viel von einander abgucken. Zeit also,
den weitverbreiteten Irrglauben etwas zu "ent-mystifizieren".
OT No.3: ...klar kann man mit ´nem Lambo auf einer stark befahrenen Stadt-
Autobahn nichts anfangen. Im Grunde haben wir in D schon seit langem
eine Geschwindigkeitsbegrenzung - sie wird lediglich auf kleinen Teilstücken
kurz aufgehoben. Denn welche Autobahn lässt sich schon länger als 30 km
ohne Limit durchfahren? Das Bundesrepublikanische Verhältnis zum Auto
würde es aber als einen echten "Freiheitsverlust" empfinden, wenn es
eine generelle Begrenzg. wie zB in den Niederlanden geben würde
(obwohl dies besser wäre, weil´s Staus und Stress vermeiden hilft)!
Letztendlich ist´s aber nur Selbstbeschiss einer grossen Zahl von
Bürgern (und der Automobil-Lobby) - mehr nicht. Insofern erübrigt
sich die Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Mittelklasse-PKWs mit
einer Motorleistung über 200 PS (...von der elektronisch abgeriegelten
Ober- u. Luxusklasse mal ganz abgesehen).
OT No.4: ...die schönen Zeiten sind vorbei? Wieso? Moderne Autos fahren
perfekt - nahezu geräuschlos, mit hohen Wartungsintervallen, gutem
Fahrwerk, leichtem Handling. Was willst Du mehr? Natürlich sind die
Straßen voller als vor 30 Jahren, das Cruisen damit weniger genussvoll
aber das liegt nicht an den Fahrzeugen ansich sondern daran, daß "wir"
zuviele davon zeitgleich bewegen (wollen)! Der Stress und seine Ursachen
spielt sich doch nur in unseren Köpfen ab. Etwas mehr Gelassenheit und
Toleranz würde da für deutliche Entspannung sorgen und dann könnte man
das Cruisen, auch mit einem modernen Cabrio z.B., geniessen. Ob´s
ökologisch gesehen noch zeitgemäß ist, steht auf einem anderen Blatt.
back to theme: ...wg. eines neuen Rätsels lasse ich anderen den Vortritt.
Herzl. Grüsse
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
