05.05.2020, 22:44
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=259059#post259059 schrieb:Ich habe solche Kompaktwagen als Servicetechniker reichlich bewegen müssen, und immer das Gefühl gehabt, dass die so kosntruiert sind, dass man während der Arbeit auf keinen Fall Spaß haben darf, nicht mal auf den Fahrten von Kunde zu Kunde.
Hallo Frank,
ich glaube, es ist ein ganz großer Unterschied, ob man so einen Kompaktwagen als erstes, zweites, drittes eigenes Auto kennengelernt hat, oder als verranzten Firmenwagen in Minimalausstattung und wahrscheinlich auch noch als Kombi. Ich fand die Form des Kadett E immer sehr gelungen (anders als die des Vorgängers, mit der ich bis heute nicht so richtig warm werde), und für mich wirkt sie sogar heute, sage und schreibe 36 Jahre nach Markteinführung, immer noch zeitgemäß. Auch das Platzangebot und die Motoren fand ich für diese Klasse herausragend. Ein Kadett E mit der Einstiegsmotorisierung mit 60 PS fuhr sich einfach angenehm ohne unangenehme Geräuschentwicklung und fühlte sich nicht untermotorisiert an, ganz anders als der Basis-Golf-II mit 55 PS. Für mich war das Modell ein ganz großer Wurf für Opel und hätte sich die Krone der Kompaktklasse sichern können, wären die Verarbeitungs- und Materialqualität und der Rostschutz etwas besser gewesen. Das konnten Volkswagen und damals auch zunehmend die Japaner besser.
Natürlich ist und bleibt es nur ein Kompaktwagen, klar. Aber ich kenne viele Leute, die bei der Erwahnung ihrer ersten Autos mehr in's Schwärmen geraten, als bei den deutlich schnelleren, größeren und komforfableren Modellen, die sie später in er der Garage stehen hatten.
Gruß,
Timo
