21.12.2019, 22:21
Die Szene ist in der Tat recht klein, in den Niederlanden geht da z.B. deutlich mehr.
Die 100er-Serie war in der Tat die einzige, die offiziell nach Deutschland importiert wurde - und das auch nur für drei Jahre. In unseren Nachbarländern hingegen war der Crown seit den 1960ern durchgehend erhältlich gewesen (der erste europäische Markt, in den Toyota einsteig, war 1963 Dänemark). Der älteste, den mein Schrauberfreund stehen hat, ist ein Crown S40 von 1964, lief früher in Luxemburg. Bis auf die 80er Serie aus den mittleren 70er Jahren (die findet er langweilig) hat er sämtliche Modellreihen von 1962 bis 1983 . Übrigens auch einen braunmetallicfarbenen SuperSaloon mit hellbeigem Interieur.
Der Crown war nichts für die Tester von Auto Motor Sport, das ist ohne Wenn und Aber ein gemütlicher Cruiser, seine Vorzüge beim Fahren sind sehr ruhiger Motorlauf, Elastizität und ein hervorragender Abrollkomfort. Sein Vorzug für den Oldie-Fan ist die fast schon zu solide Bauweise, zum Mitschreiben: Selbst der Crown der 100er Serie, der 1979 auf den Markt kam, hat noch einen Leiterrahmen! Da dieser nach unten offen ist und die Materialstärke eines Geländewagenchassis besitzt, geht der nicht kaputt. Die Karosserie ist draufgesetzt und angeschraubt, der Wagen ist daher auch relativ schwer. Das ist einmalig.
Eigentlich ein Auto, welches das ewige Leben haben könnte, wäre da nicht die Ersatzteillage. Sagen wir es mal so: Es lohnt sich, vernetzt zu sein oder ein eigenes Teilelager zu unterhalten. Vor 15 Jahren wollte selbst die Modelle aus den 1960ern noch kaum jemand haben, da hat er sich eingedeckt. Nutzt aber auch nicht immer etwas, sein 110 Station steht gerade, weil die Benzinpumpe kaputt ist, keine neue mehr zu finden ist und er momentan keine Zeit hat, eine von Bosch nach der Anleitung eines niederländischen Toyota-Clubkollegen umzupfriemeln.
Ich fürchte, irgendwann kann ich nicht mehr an mich halten und schwatze ihm einen seiner Crown S50 ab, bei dem Modell gibt es aber ein signifikantes Versorgungsproblem, was Bremsenteile angeht.
Inzwischen steigt das Interesse und auch die Preise steigen. Es bleibt aber immer noch recht übersichtlich. Für Land Cruiser und Celica gibt es einen größeren Markt und die sind in den vergangen zehn Jahren sehr viel teurer geworden. Einen Corolla (Ausnahme ist das AE86 Coupé) oder Starlet hingegen will immer noch kaum jemand haben, was für Einsteiger vielleicht ein Tip sein könnte. Bis 1984 hatten die Heckantrieb und sind daher gar nicht so langweilig, wie man denken würde.
Zum Glück braucht man nicht so häufig Teile. Denn regelmäßig bewegt sind die Autos sehr zuverlässig und genügsam, selbst meine abgerockte Celica. Bei einem Unfallschaden hätte ich allerdings ein Problem.
Beste Grüße
Nils
Die 100er-Serie war in der Tat die einzige, die offiziell nach Deutschland importiert wurde - und das auch nur für drei Jahre. In unseren Nachbarländern hingegen war der Crown seit den 1960ern durchgehend erhältlich gewesen (der erste europäische Markt, in den Toyota einsteig, war 1963 Dänemark). Der älteste, den mein Schrauberfreund stehen hat, ist ein Crown S40 von 1964, lief früher in Luxemburg. Bis auf die 80er Serie aus den mittleren 70er Jahren (die findet er langweilig) hat er sämtliche Modellreihen von 1962 bis 1983 . Übrigens auch einen braunmetallicfarbenen SuperSaloon mit hellbeigem Interieur.
Der Crown war nichts für die Tester von Auto Motor Sport, das ist ohne Wenn und Aber ein gemütlicher Cruiser, seine Vorzüge beim Fahren sind sehr ruhiger Motorlauf, Elastizität und ein hervorragender Abrollkomfort. Sein Vorzug für den Oldie-Fan ist die fast schon zu solide Bauweise, zum Mitschreiben: Selbst der Crown der 100er Serie, der 1979 auf den Markt kam, hat noch einen Leiterrahmen! Da dieser nach unten offen ist und die Materialstärke eines Geländewagenchassis besitzt, geht der nicht kaputt. Die Karosserie ist draufgesetzt und angeschraubt, der Wagen ist daher auch relativ schwer. Das ist einmalig.
Eigentlich ein Auto, welches das ewige Leben haben könnte, wäre da nicht die Ersatzteillage. Sagen wir es mal so: Es lohnt sich, vernetzt zu sein oder ein eigenes Teilelager zu unterhalten. Vor 15 Jahren wollte selbst die Modelle aus den 1960ern noch kaum jemand haben, da hat er sich eingedeckt. Nutzt aber auch nicht immer etwas, sein 110 Station steht gerade, weil die Benzinpumpe kaputt ist, keine neue mehr zu finden ist und er momentan keine Zeit hat, eine von Bosch nach der Anleitung eines niederländischen Toyota-Clubkollegen umzupfriemeln.
Ich fürchte, irgendwann kann ich nicht mehr an mich halten und schwatze ihm einen seiner Crown S50 ab, bei dem Modell gibt es aber ein signifikantes Versorgungsproblem, was Bremsenteile angeht.
Inzwischen steigt das Interesse und auch die Preise steigen. Es bleibt aber immer noch recht übersichtlich. Für Land Cruiser und Celica gibt es einen größeren Markt und die sind in den vergangen zehn Jahren sehr viel teurer geworden. Einen Corolla (Ausnahme ist das AE86 Coupé) oder Starlet hingegen will immer noch kaum jemand haben, was für Einsteiger vielleicht ein Tip sein könnte. Bis 1984 hatten die Heckantrieb und sind daher gar nicht so langweilig, wie man denken würde.
Zum Glück braucht man nicht so häufig Teile. Denn regelmäßig bewegt sind die Autos sehr zuverlässig und genügsam, selbst meine abgerockte Celica. Bei einem Unfallschaden hätte ich allerdings ein Problem.
Beste Grüße
Nils
