05.03.2017, 12:22
als Mercedes W210 Fahrer kenne ich das Problem mit den Automatikgetrieben gut. Was die Sache besonders blöd macht - weil der Hersteller ja keinen Wechsel vorgesehen hat, sind die Getriebe auch nicht für einfachen Ölwechsel konstruiert. Bei den frühen W210 gibt es z.B. keine Ablass-Schraube am Wandler, so dass immer eine größere Restmenge des Altöls im Getriebe zurückbleibt. Es gibt seit längerem eine Methode, die Getriebe mit Öl zu spülen, um das unerreichbare Altöl rauszudrücken, nur verdoppelt dies den Preis, den man für den normalen Ölwechsel zahlen muss. Später hat man dann die Ablassschraube vorgesehen, und es war ein einmaliger Wechsel bei 60tkm vorgeschrieben, aber auch hier sollte man den Ölwechsel alle 60tkm wiederholen. Hält man sich einigermaßen an die Intervalle, überlebt das Getriebe das Auto, tut man es nicht, kann es schon bei weniger als 100tkm den Geist aufgeben.
Weshalb ich die Geschichte des Opel Omega so schade finde. ist, dass der Omega wie auch der Mercedes W210 die letzten Autos waren, die einfach nur spießige komfortable Langstreckenautos sein durften, mit hervorragenden Fahrleistungen aber ohne jeden Anflug von Sportlichkeit und aufdringlichem Bling bling. Diese Autos, die zuerst langweilig wirken, und deren Wert man erst entdeckt, wenn man sie jeden Tag um sich hat, die gibt es heute nicht mehr. Hätte ich nicht in meinem Umfeld so viele Katastrophen mit der Omega Qualität mitbekommen, wäre ich wahrscheinlich damals zum Opel Fahrer geworden.
Gruß Frank
@maddin2 - was mich jetzt wundert, ist, dass Du den Kadett D als Zäsur siehst. Nach meinen Erinnerungen war der Kadett D bis auf einige Kinderkrankheiten ein sehr solides Auto, deutlich besser als der VW Golf, der damals rostmäßig oft den ersten TÜV nicht geschafft hat. Mir ist erst der Kadett E so richtig als qualitativer Niedergang aufgefallen, bei dem man die Probleme auch während der Laufzeit nicht in den Griff bekommen hat.
Weshalb ich die Geschichte des Opel Omega so schade finde. ist, dass der Omega wie auch der Mercedes W210 die letzten Autos waren, die einfach nur spießige komfortable Langstreckenautos sein durften, mit hervorragenden Fahrleistungen aber ohne jeden Anflug von Sportlichkeit und aufdringlichem Bling bling. Diese Autos, die zuerst langweilig wirken, und deren Wert man erst entdeckt, wenn man sie jeden Tag um sich hat, die gibt es heute nicht mehr. Hätte ich nicht in meinem Umfeld so viele Katastrophen mit der Omega Qualität mitbekommen, wäre ich wahrscheinlich damals zum Opel Fahrer geworden.
Gruß Frank
@maddin2 - was mich jetzt wundert, ist, dass Du den Kadett D als Zäsur siehst. Nach meinen Erinnerungen war der Kadett D bis auf einige Kinderkrankheiten ein sehr solides Auto, deutlich besser als der VW Golf, der damals rostmäßig oft den ersten TÜV nicht geschafft hat. Mir ist erst der Kadett E so richtig als qualitativer Niedergang aufgefallen, bei dem man die Probleme auch während der Laufzeit nicht in den Griff bekommen hat.
