21.05.2009, 20:51
Lieber Niels,
(und lieber Friedrich),
die durch den obigen Beitrag ausgelösten Bewertungen Friedrichs halte ich zwar nicht nur für absolut zutreffend, sondern auch sachbedingt indirekt gültig für die von dir, lieber Niels, angesprochenen Bandgeräte, die bei Permanentmagnetlöschung ja eher der sehr einfachen Sorte zugehörten.
Selbst wenn einen die durch die DC-Löschung entstehenden qualitativen Probleme nicht störten, wäre die durch das Schüllerhorn (ich habe solch einen Kopfträger in meinem Besitz) erhöhte Löschdämpfung bereits vergebliche (= unnötige) Liebesmüh' gewesen, die überdies noch einen Fertigungsaufwand erfordert hätte, den ein Anbieter der in Frage stehenden Geräte nie hätte erbringen wollen, weil dies seine Kalkulationen erheblich hätte durcheinander bringen müssen. Da standen also alle Signale auf Rot.
Wenden wir den Blick in die von Friedrich vorgezeichnete Richtung stoßen wir allerdings schon recht bald, aber knapp vor Geschäftsschluss der analogen Magnetbandgeräteentwicklung auf den nicht gerade wenig verdienstvollen Studer-Entwickler Paul Zwicky, mit dem wir ("Deutschland, deine Eliten", ja, ja...) vor einigen Wochen das nicht geringe Vergnügen hatten, einige Stunden zu verbringen, die uns neuerlich vielschichtige Einblicke in das sich seit den 1960ern in er Mitarbeiterschaft entwickelnde Selbstverständnis der Firma Studer vermittelten. Doch nicht das soll uns interessieren, sondern das Revirement, dem Paul Zwicky die Prinzipien der magnetischen Tonaufzeichnung zwischen der Remanenzkurventhorie Walter Webers und der Anwendung des Preisach-Diagramms durch Götz Schwantke unterzog. Dies führte nicht nur zu zwei Patenten ("Im Grunde viel, viel zu spät!", sagte uns Zwicky: EP166210 und EP416324), deren früheres, einen Löschkopf betreffend, das Schüller-Horn auch theoretisch, nun allerdings unter den Prämissen der Hf-Löschung wieder belebt.
Insofern führt Friedrichs Einwand doch wieder ganz am Ende der historischen Entwicklung des Analog-Magnetofons sehr zentral in den von dir angesprochenen Sachverhalt hinein.
Ich habe allerdings nie einen entsprechend kompliziert profilierten Permanentmagnetlöschkopf gesehen, was nicht bedeuten soll, dass es diesen -und sei es in Umgebungen, an die ich jetzt gar nicht denken kann- nicht gegeben haben könnte.
Hans-Joachim
(und lieber Friedrich),
die durch den obigen Beitrag ausgelösten Bewertungen Friedrichs halte ich zwar nicht nur für absolut zutreffend, sondern auch sachbedingt indirekt gültig für die von dir, lieber Niels, angesprochenen Bandgeräte, die bei Permanentmagnetlöschung ja eher der sehr einfachen Sorte zugehörten.
Selbst wenn einen die durch die DC-Löschung entstehenden qualitativen Probleme nicht störten, wäre die durch das Schüllerhorn (ich habe solch einen Kopfträger in meinem Besitz) erhöhte Löschdämpfung bereits vergebliche (= unnötige) Liebesmüh' gewesen, die überdies noch einen Fertigungsaufwand erfordert hätte, den ein Anbieter der in Frage stehenden Geräte nie hätte erbringen wollen, weil dies seine Kalkulationen erheblich hätte durcheinander bringen müssen. Da standen also alle Signale auf Rot.
Wenden wir den Blick in die von Friedrich vorgezeichnete Richtung stoßen wir allerdings schon recht bald, aber knapp vor Geschäftsschluss der analogen Magnetbandgeräteentwicklung auf den nicht gerade wenig verdienstvollen Studer-Entwickler Paul Zwicky, mit dem wir ("Deutschland, deine Eliten", ja, ja...) vor einigen Wochen das nicht geringe Vergnügen hatten, einige Stunden zu verbringen, die uns neuerlich vielschichtige Einblicke in das sich seit den 1960ern in er Mitarbeiterschaft entwickelnde Selbstverständnis der Firma Studer vermittelten. Doch nicht das soll uns interessieren, sondern das Revirement, dem Paul Zwicky die Prinzipien der magnetischen Tonaufzeichnung zwischen der Remanenzkurventhorie Walter Webers und der Anwendung des Preisach-Diagramms durch Götz Schwantke unterzog. Dies führte nicht nur zu zwei Patenten ("Im Grunde viel, viel zu spät!", sagte uns Zwicky: EP166210 und EP416324), deren früheres, einen Löschkopf betreffend, das Schüller-Horn auch theoretisch, nun allerdings unter den Prämissen der Hf-Löschung wieder belebt.
Insofern führt Friedrichs Einwand doch wieder ganz am Ende der historischen Entwicklung des Analog-Magnetofons sehr zentral in den von dir angesprochenen Sachverhalt hinein.
Ich habe allerdings nie einen entsprechend kompliziert profilierten Permanentmagnetlöschkopf gesehen, was nicht bedeuten soll, dass es diesen -und sei es in Umgebungen, an die ich jetzt gar nicht denken kann- nicht gegeben haben könnte.
Hans-Joachim
