03.09.2009, 14:06
Hallo,
zum Thema VU-Meter: Nicht so schnell aufgeben und wegwerfen!
Bei meinen beiden geretteten Geräten neulich (A77 und RdL) waren sie auch
defekt, bei der A77 machten sie keinen Mucks, bei RdL ging nur das obere.
Da man sie immer noch wegwerfen kann, warum nicht einen Reparaturversuch wagen?
Revox: Nach Entfernen der Fenster zeigte sich, dass bei beiden Instrumenten
der innere Magnet abgefallen war, nicht mehr zentrisch lag und die Spule blockierte.
Wahrscheinlich eine Alterserscheinung, bei einer alten Royal 784 hatte ich das Problem auch schon mal und es stellte sich heraus, dass das untere Instrument der RdL ebenfalls aufgrund dieses Problems ausgefallen war.
Revox: Runde Plastikfolie an der Unterseite des Instrumentes entfernt und mit durchgesteckten Holzstäbchen den Magneten wieder in seiner Ausgangslage fixiert.
Mit einer Stecknadel zwei winzige Tropfen Sekundenkleber quasi durch Kapillarkraft in die alte Klebefläche laufen lassen und warten.
Nach 20 min die Holzstäbchen entfernt, den Zeiger probehalber etwas angepustet.
Aha, die Spule dreht sich frei. Mit zittrigen Fingern voller Erwartung eingeschaltet: Jawoll! Instrument gerettet.
Glück auch beim zweiten Instrument, Wiederbelebung nach selbigem Verfahren.
RdL: Voooooorsichtig (!) den Schrumpfschlauch aufschneiden und langsam und mit Ruhe und Geduld das Glasfenster abnehmen. Nicht die kleinen Kästchen mit
den Anzeigelämpchen aus den Augen lassen, wenn sie verkanten brechen sie ab.
Ein Abrutscher und die Sache hat sich erledigt!
Hier kommt man nicht an die Unterseite des Instrumentes heran, es aus seinem Gehäuse herauszupulen war mir zu heikel. Mit zwei passend geschliffenen Hölzchen wieder den Magneten fixiert und wie oben geklebt.
Auch hier: Unterer Zeiger zappelt wieder, schön synchron zum oberen.
Wer eventuell auf zehntelmillimetergenaue Eichung fixiert ist, der kaufe sich neue
Instrumente. Ich sehe auf Anhieb keinen Genauigkeitsverlust, zum Aussteuern der Aufnahmen ist es völlig ok.
Es lohnt sich also, bei defekten Instrumenten nachzusehen ob sich die Spule durch Überspannung den Hals umgedreht hat oder doch nur der Magnet danebenhängt, es sei denn, man hat eine Familienpackung Ersatzinstruente zur Hand.
Das geöffnete RdL-Intrument: Filigran und superempfindlich!
![[Bild: RdL-VU.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/RdL-VU.jpg)
Gruß
Peter S.
zum Thema VU-Meter: Nicht so schnell aufgeben und wegwerfen!
Bei meinen beiden geretteten Geräten neulich (A77 und RdL) waren sie auch
defekt, bei der A77 machten sie keinen Mucks, bei RdL ging nur das obere.
Da man sie immer noch wegwerfen kann, warum nicht einen Reparaturversuch wagen?
Revox: Nach Entfernen der Fenster zeigte sich, dass bei beiden Instrumenten
der innere Magnet abgefallen war, nicht mehr zentrisch lag und die Spule blockierte.
Wahrscheinlich eine Alterserscheinung, bei einer alten Royal 784 hatte ich das Problem auch schon mal und es stellte sich heraus, dass das untere Instrument der RdL ebenfalls aufgrund dieses Problems ausgefallen war.
Revox: Runde Plastikfolie an der Unterseite des Instrumentes entfernt und mit durchgesteckten Holzstäbchen den Magneten wieder in seiner Ausgangslage fixiert.
Mit einer Stecknadel zwei winzige Tropfen Sekundenkleber quasi durch Kapillarkraft in die alte Klebefläche laufen lassen und warten.
Nach 20 min die Holzstäbchen entfernt, den Zeiger probehalber etwas angepustet.
Aha, die Spule dreht sich frei. Mit zittrigen Fingern voller Erwartung eingeschaltet: Jawoll! Instrument gerettet.
Glück auch beim zweiten Instrument, Wiederbelebung nach selbigem Verfahren.
RdL: Voooooorsichtig (!) den Schrumpfschlauch aufschneiden und langsam und mit Ruhe und Geduld das Glasfenster abnehmen. Nicht die kleinen Kästchen mit
den Anzeigelämpchen aus den Augen lassen, wenn sie verkanten brechen sie ab.
Ein Abrutscher und die Sache hat sich erledigt!
Hier kommt man nicht an die Unterseite des Instrumentes heran, es aus seinem Gehäuse herauszupulen war mir zu heikel. Mit zwei passend geschliffenen Hölzchen wieder den Magneten fixiert und wie oben geklebt.
Auch hier: Unterer Zeiger zappelt wieder, schön synchron zum oberen.
Wer eventuell auf zehntelmillimetergenaue Eichung fixiert ist, der kaufe sich neue
Instrumente. Ich sehe auf Anhieb keinen Genauigkeitsverlust, zum Aussteuern der Aufnahmen ist es völlig ok.
Es lohnt sich also, bei defekten Instrumenten nachzusehen ob sich die Spule durch Überspannung den Hals umgedreht hat oder doch nur der Magnet danebenhängt, es sei denn, man hat eine Familienpackung Ersatzinstruente zur Hand.
Das geöffnete RdL-Intrument: Filigran und superempfindlich!
![[Bild: RdL-VU.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/RdL-VU.jpg)
Gruß
Peter S.
