04.03.2009, 09:11
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.04.2025, 05:42 von user-332.
Bearbeitungsgrund: mit Nachtrag ergänzt " => '
)
Nach Überfliegen des threads fiel mir folgendes, nicht unbedingt zutreffen müssendes, aber doch sehr wahrscheinliches, zu dem Thema ein:
Ich hätte mir beim Kauf meiner A-700 auch gerne ein Dolby an Bord gewünscht (Stand der Technik Anspruch). Es war aber wohl so, daß in Maschinen, die die 38-er Geschwindigkeit bereitstellten, der liebe Ray zwingend das Dolby A vorschrieb, die B Variante wurde von ihm nicht lizensiert.
Abgesehen vom astronomischen Gesamtgegenwert solch eines Produktes bin ich heute doch sehr froh, daß weder ein diskret aufgebauter Dolby B Schaltkreis - noch irgendwelche IC-Gräber in der A-700 werkeln.
Extern ist ja (wie wir heute wissen und auch so langsam beherrschen) nahezu jede beliebige Rauschunterdrückung adaptierbar.
Von Lizensierungsproblemen abgesehen zeigt dies die Weitsicht der A-700 Konstrukteure, über deren Arbeitsweise 'wir' ja letztes Wochenende so einiges in Erfahrung bringen durften. Ray Dolby wurde nur einmal knapp am Rande der Diskussion erwähnt. Immerhin.
Ob Tandberg et al sich an die 38-er Regel gehalten haben (und welche Konventionalstrafe ggf. gezahlt werden mußte) entzieht sich meiner Kenntnis.
Pit
PS: Nachtrag im Jahr 2022; fast ein Jahr nach dem 'hiesigen' Statment führt hier der PhonoMax u.a. folgendes aus:
*** Übrigens erzählte uns Guido Besimo, dass man in der Naivität des Pioniergeistes der Regensdorfer Ingenieure den Gedanken ventiliert habe, die A77Dolby 'seinerzeit' mit einem Dolby A auszustatten, was aber schon im Zuge der Vorermittlungen bei den Dolby-Laboratories (wir sind in der frühesten Dolby-Zeit!) von dorten aggressiv vom Tisch gewischt worden sei: 'Dolby A NUR bei 38.' Es ging halt um Geld.... Ich vermute deshalb auch, dass man sich in Regensdorf zunächst noch nicht ausreichend über die finanziellen Vorstellungen zu London & San Francisco informiert hatte, weil diese sicher den Willi auf der Platte hätten erscheinen lassen. Mit einem klaren 'Nein!' des Züribieter Hausvaters versteht sich.
Noch 10 Jahre später (1977) kostete eine DolbyA-Cat22-Platine 800,00 DM (ein betriebsfähiger 360-Dolby-A-Einschub lag bei 1390,00 DM). In der A77 wären von den Cat22-Elektroniken derer vier Exemplare zu verbauen gewesen, was wohl auch den damaligen Markt mobiler Bandgeräte hätte von hinten aufrollen können... ***
Nachtrag 2025 zum Folgebeitrag von J.H.: die 38-er Regel bezieht sich auf Dolby A, nicht auf Dolby B. Letzteres war ja in der A-77 längst angekommen, ganz ohne highspeed
... Das Thema war nicht, Dolby B in eine 38-er Maschine einzubauen, sondern in einer 9,5/19 Kiste ein Dolby A unterzubringen!©DK1TCP A700 Dolby A & B
zur Entstehung der A-810: S.2 ff im ersten SwissSound von 1982
