09.02.2009, 21:18
Liebr Harald,
lieber Stefan,
wenn wir tatsächlich über dasselbe Gerät sprechen, bleibt kaum etwas an Schadensorten übrig. Ich besitze die Schaltungen der GX630D und der GX630DB, unter denen ich das Gerät in deinem Besitz erhoffe.
Du hörst Bandrauschen im Wiedergabeprozess und kannst in Abhörwahl "Source" alles hören und zusätzlich die Aussteuerung messen. Damit funktioniert praktisch das gesamte Gerät: Nf-Eingang, Ausgang ab Abhörwahlschalter bis zur Linebuchse. Dieser Abhörwahlschalter mus auch im Tape-Modus angemessen Dienst tun, weil sonst das Bandrauschen nicht zu hören sein dürfte. Schließlich arbeitet der Löschoszillator.
Was nicht arbeitet, ist offensichtlich der Aufsprechverstärker, der bei dir aber nur aus einem (1) Transistor (TR5 auf Rec-Amp) besteht. Bis zum Kollektor von TR4 einschließlich musst du noch 'Dampf' haben, weil du sonst in Stellung "Source" am Ausgang (Kopfhörer, Line oder VU) kein Signal erhieltest.
Gegebenenfalls wurden durch irgendjemanden die Rec-Level-Trimmpots (VR2 auf Rec-Amp) auf beiden Kanälen zugedreht, u. U. haben beide Transistoren TR5 etwas, oder die Masseverbindung des Aufnahmekopfes zur Elektronik geht ab.
Der von Stefan sehr zielsicher angesprochene Fehlerfall beträfe das Aufnahmerelais, das du eindeutig klacken hören musst. Dieses Relais schließt den Weg zum Aufnahmekopf kurz und könnte eine schöne Erklärung für deine Symptomatik ('Störung beider Kanäle') liefern, denn es schließt als einzelne Einheit einfach hinter dem Kollektor von beiden TR5 für Wechselspannnungen (also hinter den Trennkondensatoren) den Signalpfad gegen Masse kurz.
Wenn das Relais nicht klickt, und ggflls. auch die Rec-Leuchte nicht arbeitet, liegt hier auf jeden Fall etwas vor. Sollte das Relais zu hören sein, bedeutet das aber noch keineswegs, dass auch der Signalpfad von TR5 (Rec-Verstärker) zum Aufnahmekopf freigegeben wird. Du musst definitiv kontrollieren, ob der vom Relais bestimmte Kurzschluss dann aufgehoben wird, wenn die Aufnahmefunktion angewählt ist.
Ich hoffe ja einmal, dass mit den Kopfwicklungen nichts ist. Gerade bei den sehr, sehr hochohmigen Anlagen der Japaner sollte man mit Manipulationen unmittelbar am Kopf immer sehr zurückhaltend sein. Bitte belaste die Köpfe daher nicht mit dem Gleichstrom des Ohmmeters eines Vielfachmessinstrumentes; die Folgen könnten unerfreulich sein.
Du hast ein Oszilloskop und im Rechner einen 1-kHz-Generator. Lege das 1-kHz-Signal ab dem Kopfhörerausgang des Rechners an Cinch "Line In", drücke 'Aufnahme' und kontrolliere ohne Kurzschlussverursacheungen an andereren Orten, ob du bei angemessener Aussteuerung gemäß VU ein Vertrauen erweckendes Signal an der Basis von TR5 (Rec-Verstärker) nachweisen kannst. Wenn ja (da dürfte Hf drüber liegen, was dich aber nicht stören darf), sollte auch etwas am Kollektor nachzuweisen sein. Wenn aber nicht, so liegt dein Problem im Relaisbereich. Entweder sind die Kontakte in Kurzschlussposition verklebt oder das Relais zieht gar nicht erst an.
Dass du bezüglich der 230 Volt im Gerät vorsichtig zu sein hast, weißt du.
Hans-Joachim
lieber Stefan,
wenn wir tatsächlich über dasselbe Gerät sprechen, bleibt kaum etwas an Schadensorten übrig. Ich besitze die Schaltungen der GX630D und der GX630DB, unter denen ich das Gerät in deinem Besitz erhoffe.
Du hörst Bandrauschen im Wiedergabeprozess und kannst in Abhörwahl "Source" alles hören und zusätzlich die Aussteuerung messen. Damit funktioniert praktisch das gesamte Gerät: Nf-Eingang, Ausgang ab Abhörwahlschalter bis zur Linebuchse. Dieser Abhörwahlschalter mus auch im Tape-Modus angemessen Dienst tun, weil sonst das Bandrauschen nicht zu hören sein dürfte. Schließlich arbeitet der Löschoszillator.
Was nicht arbeitet, ist offensichtlich der Aufsprechverstärker, der bei dir aber nur aus einem (1) Transistor (TR5 auf Rec-Amp) besteht. Bis zum Kollektor von TR4 einschließlich musst du noch 'Dampf' haben, weil du sonst in Stellung "Source" am Ausgang (Kopfhörer, Line oder VU) kein Signal erhieltest.
Gegebenenfalls wurden durch irgendjemanden die Rec-Level-Trimmpots (VR2 auf Rec-Amp) auf beiden Kanälen zugedreht, u. U. haben beide Transistoren TR5 etwas, oder die Masseverbindung des Aufnahmekopfes zur Elektronik geht ab.
Der von Stefan sehr zielsicher angesprochene Fehlerfall beträfe das Aufnahmerelais, das du eindeutig klacken hören musst. Dieses Relais schließt den Weg zum Aufnahmekopf kurz und könnte eine schöne Erklärung für deine Symptomatik ('Störung beider Kanäle') liefern, denn es schließt als einzelne Einheit einfach hinter dem Kollektor von beiden TR5 für Wechselspannnungen (also hinter den Trennkondensatoren) den Signalpfad gegen Masse kurz.
Wenn das Relais nicht klickt, und ggflls. auch die Rec-Leuchte nicht arbeitet, liegt hier auf jeden Fall etwas vor. Sollte das Relais zu hören sein, bedeutet das aber noch keineswegs, dass auch der Signalpfad von TR5 (Rec-Verstärker) zum Aufnahmekopf freigegeben wird. Du musst definitiv kontrollieren, ob der vom Relais bestimmte Kurzschluss dann aufgehoben wird, wenn die Aufnahmefunktion angewählt ist.
Ich hoffe ja einmal, dass mit den Kopfwicklungen nichts ist. Gerade bei den sehr, sehr hochohmigen Anlagen der Japaner sollte man mit Manipulationen unmittelbar am Kopf immer sehr zurückhaltend sein. Bitte belaste die Köpfe daher nicht mit dem Gleichstrom des Ohmmeters eines Vielfachmessinstrumentes; die Folgen könnten unerfreulich sein.
Du hast ein Oszilloskop und im Rechner einen 1-kHz-Generator. Lege das 1-kHz-Signal ab dem Kopfhörerausgang des Rechners an Cinch "Line In", drücke 'Aufnahme' und kontrolliere ohne Kurzschlussverursacheungen an andereren Orten, ob du bei angemessener Aussteuerung gemäß VU ein Vertrauen erweckendes Signal an der Basis von TR5 (Rec-Verstärker) nachweisen kannst. Wenn ja (da dürfte Hf drüber liegen, was dich aber nicht stören darf), sollte auch etwas am Kollektor nachzuweisen sein. Wenn aber nicht, so liegt dein Problem im Relaisbereich. Entweder sind die Kontakte in Kurzschlussposition verklebt oder das Relais zieht gar nicht erst an.
Dass du bezüglich der 230 Volt im Gerät vorsichtig zu sein hast, weißt du.
Hans-Joachim
