20.01.2009, 13:20
Hallo "Bert",
im Computerbereich kennen wir ja die Nutzung von Magnetbändern
in Grossrechenanlagen - insofern hat diese "Spulentechnik", wenn
auch in anderer Form, dort durchaus Verw. gefunden.
Man darf auch nicht vergessen, dass die Speicherkapazität eines
Mediums immer vom aktuellen Stand der Entwicklung hinsichtlich
Fertigung, letztendlich aber auch hinsichtl. der möglichen Lese-
geschwindigkeiten von "Laufwerken" abhängig ist - und so etwas
wächst nun mal "mit der Zeit". Was hätte in den frühen 80ern eine 2-GByte-
Diskette für einen Sinn gemacht, wenn das Laufwerk eines Rechners
eine 1/2 Stunde gebraucht hätte, um die Spuren nach den gewünschten
Daten zu durchsuchen.
Und soooo begrenzt waren die Kapazitäten auch nicht: die für Backups
benutzten Streamer-Bänder z.B. hatten eine ganz
ordentliche Kapazität - da kam es aber auch auf die Lese-Speed nicht an.
Man hätte ohnehin nicht auf einzelne Files zugreifen wollen - da waren
Festplatten-Images zur vollständigen Datenrekonstruktion drauf.
Nun zur Verwendung im Audiobereich: "Entwicklers" haben wohl schnell
gemerkt, dass die nötige Abtastgeschwindigkeit durch den Bandvorschub
allein nicht bewerkstelligt werden kann. Die Lösung hies "Kopfrotation",
was ja in Videorecordern (und meines Wissens in DAT-Recordern) dann
umgesetzt wurde. Dies ist, wie man sich denken kann, mit kompakten
Einheiten leichter möglich. "Entwicklers" hätten also die klassischen
Bandmaschinen aufwendigst umstricken müssen - und dies zu einem
Zeitpunkt, als schon absehbar war, dass der Senkelwickler in d.
Käufergunst der Kompakt-Kassette (bzw. ihren Ab-
wandlungen) bereits unterlegen war. Wer hätte das noch bezahlen wollen...
...da haben die Hersteller im Verlauf der 80er dann nur noch den
kleinen Rest vom Markt "abgefrühstückt" und auch keine nennenswerte
Entwicklungsarbeit mehr betrieben. (Wenn sie nicht schon vorher
aufgegeben hatten, wie z.B. Grundig, Telefunken etc.).
{edit: im gleichen Masse, wie übrigens bei der Produktion von
MCCs und ihren Abspielgeräten - da tut sich seit ca. 10 Jahren
auch nichts mehr - auch das ist nur noch "Reste-Abverkauf" einer
Technologie, in die niemand mehr Entwicklung hineinsteckt.}
So seh`ich das jedenfalls...
Gruss
Peter
edit 2) ....ob es nicht doch Versuche gegeben hat, entzieht sich
meiner Kenntnis - auf breiter Basis wohl nicht (zumindest habe ich nie
was gesehen/gelesen).
im Computerbereich kennen wir ja die Nutzung von Magnetbändern
in Grossrechenanlagen - insofern hat diese "Spulentechnik", wenn
auch in anderer Form, dort durchaus Verw. gefunden.
Man darf auch nicht vergessen, dass die Speicherkapazität eines
Mediums immer vom aktuellen Stand der Entwicklung hinsichtlich
Fertigung, letztendlich aber auch hinsichtl. der möglichen Lese-
geschwindigkeiten von "Laufwerken" abhängig ist - und so etwas
wächst nun mal "mit der Zeit". Was hätte in den frühen 80ern eine 2-GByte-
Diskette für einen Sinn gemacht, wenn das Laufwerk eines Rechners
eine 1/2 Stunde gebraucht hätte, um die Spuren nach den gewünschten
Daten zu durchsuchen.
Und soooo begrenzt waren die Kapazitäten auch nicht: die für Backups
benutzten Streamer-Bänder z.B. hatten eine ganz
ordentliche Kapazität - da kam es aber auch auf die Lese-Speed nicht an.
Man hätte ohnehin nicht auf einzelne Files zugreifen wollen - da waren
Festplatten-Images zur vollständigen Datenrekonstruktion drauf.
Nun zur Verwendung im Audiobereich: "Entwicklers" haben wohl schnell
gemerkt, dass die nötige Abtastgeschwindigkeit durch den Bandvorschub
allein nicht bewerkstelligt werden kann. Die Lösung hies "Kopfrotation",
was ja in Videorecordern (und meines Wissens in DAT-Recordern) dann
umgesetzt wurde. Dies ist, wie man sich denken kann, mit kompakten
Einheiten leichter möglich. "Entwicklers" hätten also die klassischen
Bandmaschinen aufwendigst umstricken müssen - und dies zu einem
Zeitpunkt, als schon absehbar war, dass der Senkelwickler in d.
Käufergunst der Kompakt-Kassette (bzw. ihren Ab-
wandlungen) bereits unterlegen war. Wer hätte das noch bezahlen wollen...
...da haben die Hersteller im Verlauf der 80er dann nur noch den
kleinen Rest vom Markt "abgefrühstückt" und auch keine nennenswerte
Entwicklungsarbeit mehr betrieben. (Wenn sie nicht schon vorher
aufgegeben hatten, wie z.B. Grundig, Telefunken etc.).
{edit: im gleichen Masse, wie übrigens bei der Produktion von
MCCs und ihren Abspielgeräten - da tut sich seit ca. 10 Jahren
auch nichts mehr - auch das ist nur noch "Reste-Abverkauf" einer
Technologie, in die niemand mehr Entwicklung hineinsteckt.}
So seh`ich das jedenfalls...
Gruss
Peter
edit 2) ....ob es nicht doch Versuche gegeben hat, entzieht sich
meiner Kenntnis - auf breiter Basis wohl nicht (zumindest habe ich nie
was gesehen/gelesen).
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
