Hi ihr,
ich wollt mich hier mal vorstellen.
Ich heiße Robert, bin junge 22 und armer Student
Vor dem Winter fand ich ein Tonbandgerät auf dem Flohmarkt. Es sollte 10€ kosten, dabei waren ein Batzen Tonbänder und ein kleines Kästchen. Ich ging zwei, drei mal vorbei und entschloss mich die Ausgabe zu tätigen.
Dann stand es erstmal im Zimmer rum, und in den Winterferien entschloss ich mich es mal auszuprobieren.
Diverse Sachen hab ich ausprobiert und rumgespielt. Das Gerät mal geöffnet und mit erstaunen festgestellt, das dass Gerät soweit ganz gut aussieht. Kaputte Keilriemen, zerkratzte Köpfe oder leiernde Motoren fand ich nicht. Auch sieht die gesamte Mechanik an sich gut aus. Weder verstaubt, noch kaputte Federn, weiche und Rissfreie Keilriemen, funktionierende Hebelchen u.s.w.
Dann fand ich das Forum hier, meldete mich an, und musste zum erstaunen meinerseits feststellen, das ich nicht sofort posten kann, wie in der Hilfe beschrieben. Daher hab ich die SuFu mal gestresst und so Krankheiten der Geräte gesucht. (Siehe oben: Keinriemen, Köpfe u.s.w.)
Hier mal ein paar Bilder von der Kiste. Sieht nicht mehr ganz so gut wie einige Andere hier aus, erfüllt aber seinen Zweck.
Dann noch eine andere Frage. Ich hab das Modell hier nicht gefunden. Beziehungsweise nur zwei, drei Freds... Ist das Ding soo schlecht? Oder wurds nur wenig verkauft? Bitte nun aber keine Diskussion über Philips losbrechen
Außerdem hab ich noch ein Problemchen mit der Aufnahme, aber das werd ich mal in nem anderen Forum posten.
Soweit so gut,
Robert
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Zitat:i440bx postete
Dann noch eine andere Frage. Ich hab das Modell hier nicht gefunden. Beziehungsweise nur zwei, drei Freds... Ist das Ding soo schlecht? Oder wurds nur wenig verkauft? Bitte nun aber keine Diskussion über Philips losbrechen 
Hallo Robert!
Gut, gemäß Wunsch keine Diskussion über die Glühlampenfabrik. Und über Intel auch nicht. :-)
Im Philips-Programm waren die 45xx-Typen diejenigen ohne integrierten Endverstärker, die 44xx-Typen diejenigen mit (wobei die letzten beiden Ziffern allerdings bei ansonsten identischen Modellen aus unerfindlichen Gründen nicht gleich waren). Die 4502 war in der damaligen Baureihe meines Wissens die kleinste 45xxer und hat nur zwei Tonköpfe, Monitorbetrieb (Hinterbandkontrolle) ist somit nicht möglich.
Die Seltenheit ist wahrscheinlich in der Kombination dieser Eigenschaften zu suchen. Zweikopfmaschinen waren eher als Standalone-Geräte (also mit eingebautem Verstärker und Lautsprechern) gefragt, während die Käufer eines "Decks" ohne eigenen Endverstärker lieber zu gehobenen Modellen mit drei Köpfen griffen.
Schlecht ist die Maschine deswegen nicht. Immerhin hat sie ein Dreimotorenlaufwerk. Als Einstiegsgerät in das Tonbandhobby kann sie durchaus gute Dienste leisten. Wenn Du Spaß an der Sache findest, kannst Du ja irgendwann den Aufstieg in die Dreikopfliga wagen.
Gruß,
Timo
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Hallo Robert,
....ein herzl. Willkommen hier im Forum!
Das Maschinchen, das Du da ergattert hast, mag ein Philips-Sparfuchs
sein (zB wg. nur eines Austeuerungsinstrumentes für beide Kanäle - aber
so was haben Grundig und Telefunken auch gemacht) - aber die 4502 ist
auf jeden Fall recht selten. Möglicherweise war sie nur sehr kurz
im Programm, was die Verkaufzahlen klein hielt aber sie scheint mir
ein kleines Schätzchen zu sein - eingefleischte "Alles-von-Philips-Sammler"
hätten sicher ihre Freude dran.
Und von wegen "Problemchen mit der Aufnahme" und "in nem anderen
Forum posten" ! Nix da - wo gibt´s denn sowas - das darfst Du ruhig
hier fragen. Ich kenne zwar nicht die Forums-Statistik aber wg. einer
Philips-Frage ist hier noch niemand zurückgewiesen worden (...die
Dinger sind hier weiter verbreitet als Du denken magst...  )
Viel Spass noch im "Rostwickler"-Forum,
Gruss
Peter
edit:
...aaah, prima - Timo war schneller und hat direkt noch
ein paar techn. Infos zu dem Teil parat. Danke... ...ich habe
die 4502 näml. auch noch nie gesehen.
edit-ende:
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
Hi Timo,
was hast du denn gegen Intel?  Ich weiß, über Hersteller kann man sich kaputt diskutieren
Nun, die Hinterbandkontrolle erwähnten meine Eltern, als sie das Ding im Zimmer sahen (Nach dem entsetzen "Was willst du denn damit???). Das währe wohl schon praktischer. Wenn ich Aufnahmen mache, hab ich das Level 4 auf den Reglern als besten Kompromiss, zwischen Lautstärke und Klang, gefunden.
Was mich etwas wundert, ist der Aufnahmekopf aus Kunststoff ist. Sieht billig aus, wenn man weiß das es Plastik ist...
Etwas überrascht war ich aber doch von der Qualität, die die Kiste auf Metall bringt. Ich hab testeshalber verschiedene Musikrichtungen, Radio und Sprache (Hörspiele) aufgezeichnet. Mein alter Telefunken Verstärker gab alles wieder, was der MP3 Player dem Verstärker sonst zu knabbern gibt. Von wummernden Bässen, über gute Sprachaufzeichung bishin zu hohen Tönen erkennt man (außer an den teilweise grottigen Abschnitten auf den Bändern) nicht, das es kein Digitales-Verstärker-Füttergerät ist. Bei Stufe 9 (cm/sek?) ist das jedoch schon brachial anders.
Außerdem war ich, ebenso mein Vater, erstaunt, als ich mal Lieder, die mit 19 aufgenommen wurden, mit 9 wiedergegeben habe. Ich konnte die Tiefenmembrane sich im <20HZ Takt bewegen sehen, wenn entsprechende Musikstücke liefen.
Bin doch schon etwas angetan von dem Klotz
€dit @ PeZett:
Nun, das mit dem anderen Forum, kenn ich eigentlich aus den CPU oder Autoforen, in denen ich unterwegs bin. Dort sind die Mod's des Verschiebens süchtig. Mag vieleicht auch an der Alterklasse liegen, die dort (speziell Autoforum) schreibt.
Na, dann zu dem Problemchen:
Manche Bänder lassen sich problemlos beschreiben. Andere (leider die Mehrzahl) hat verschobene Spuren.
Will heißen: Nehme ich in Stereo auf, ist der linke Kanal immer Lauter als der Rechte. Kann ich einfach testen, indem ich auf die jeweile Spur (1-4 ; 3-2) schalte. Dagegen lassen sie die alten Stereoaufnahmen problemlos bzw. gleichlaut abspielen.
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Hi Robert,
wenn ich mich da einmischen darf... ...das ganz links ist
der Löschkopf, nicht der Aufnahmekopf - deshalb konnte der Konstrukteur
sich den auch völlig ungeschirmt in Kunststoff-Vergussmasse leisten.
(Das ist auch bei anderen Geräten nicht immer unbedingt ein
Metall-Kopfgehäuse).
Der Kombikopf i.d. Mitte ist für Aufn. und Wiedergabe.
edit: ...wenn Du bei gleicher Pegel-Potistellung nach der Aufnahme
einen Unterschied in der Wiedergabe zwischen L und R hast, dann
ist irgendetwas nicht 100%ig in Ordnung in dem Gerät. Verstellte
Trimmpotis , Verschmutzung und Kontaktkorrosion (Schalter,
Trimmpotis) bis hin zu "schwächelnden" Bauteilen (Kondensatoren
oder Transistoren) kämen als Ursache in Frage.
edit-ende:
Gruss
Peter
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Oh. Danke PeZett.
Dann hat sich das Problem also auf den schwarzen Kopf verschoben.
Ich hab schon verblombte, bzw. verklebte, Einstellschrauben gefunden, wage es mich jedoch nicht, daran zu drehen.
Hab was von einmessen und so schon gelesen. Dafür fehlt mir auf jeden Fall die Hardware und Kenntniss.
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Zitat:i440bx postete
...Ich hab schon verblombte, bzw. verklebte, Einstellschrauben gefunden, wage es mich jedoch nicht, daran zu drehen.
...
Wenn diese "Verplombung" (Lack) noch "wie orignal" aussieht - ein
Hinweis darauf könnte die Farbe sein, die an allen Schrauben gleich
sein sollte - dann solltest Du auch daran erstmal nicht rühren. Immer-
hin ist die Wiedergabe ja links wie rechts gleich (...was allerdings
auch daran liegen kann, dass die alten Aufnahmen auf dieser Maschine
bereits schon mit unterschiedl. Pegel bei der Aufnahme entstanden
sind).
Wenn Du der Sache genauer auf den Grund gehen möchtest, lassen
sich da sicher Lösungswege finden - einstweilen reicht Dir aber vielleicht
auch erstmal die entsprechende Balanceeinstellung durch unterschiedl.
Aufnahmepegel (...ein paar Testaufnahmen und Du hast den Bogen
auch ohne Hinterbandkontrolle raus...)
Gruss
Peter
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Zitat:PeZett postete
edit: ...wenn Du bei gleicher Pegel-Potistellung nach der Aufnahme
einen Unterschied in der Wiedergabe zwischen L und R hast, dann
ist irgendetwas nicht 100%ig in Ordnung in dem Gerät. Verstellte
Trimmpotis , Verschmutzung und Kontaktkorrosion (Schalter,
Trimmpotis) bis hin zu "schwächelnden" Bauteilen (Kondensatoren
oder Transistoren) kämen als Ursache in Frage.
edit-ende:
Gruss
Peter
Sind die Bänder also auszuschließen? Ich bin gelernter Mechaniker, und hab mir, nach auftreten erster Problemchen, natürlich alles damit zusammenhängende angeschaut. Ausnahmslos alle Bänder haben Riefen auf der zu bespielenden Seite. Also sichtbare Unterschiede der Beschichtung.
Oder kann das an den Watte-Band-an-Kopf drückern liegen? Hab hier auch gelesen, das dass die billigste Variante ist... Da der 4502 ja ein Sparmodell ist, macht das ja Sinn
EDIT: Nun, das mit dem Pegel ist so eine Sache. Hab ich schon ausprobiert. Wenn ich den über 5 stelle, ist die Wiedergabe "verranzt". Wie als würd ich das Bandmaschinchen an den Schallplattenspielereingang im Verstärker stecken.
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...die Bänder sind zwar nicht als Ursache für Qualitätseinbussen
auszuschliessen aber einen exakt reproduzierbaren Unterschied
zwischen L und R nach einer Neuaufnahme kann man
nicht dem Band anlasten. Der Andruckfilz hingegen (...das ist
Dein "Watte-Band-An-Kopf-Drücker".... ...herrliche Umschreibung!)
kann sehr wohl auch einen negativen Einfluss auf das Aufnahme bzw.
Wiedergabe-Ergebnis haben. Dieser Andruckfilz ist übrigens in vielen
zeitgenössischen Maschinen drin und hat hier eine wichtige Aufgabe.
Wenn der Andruck allerdings nicht mehr so einwandfrei ist, müsste
der rechte Kanal nicht nur leiser sondern eigentl. auch etwas dumpfer
klingen. Wenn dem so ist, kannst Du vielleicht mal während der
Aufnahme für ein paar Sekunden mit einem Q-Tip vorsichtig
von hinten das Band etwas an den Kopf "drücken" und wenn Du
Dir den Zählwerksstand zum Zeitpkt. des "Nachhelfens" merkst,
kannst Du so mal diesen Teil der Aufnahme mit dem Rest vergleichen.
Wenn es da wiederum Unterschiede zur Aufnahme "ohne Andruck-Nachhilfe"
gibt, könnte dies in Richtung "verbrauchter Filz" weisen.
Dass die Aufnahmen ab "5" verzerrt und/oder übersteuert klingen, kann
wiederum noch eine ganz andere Ursache haben - vor allem dann, wenn
diese Aussteuerungsgrenze für beide Kanäle annähernd gleich ist. Da
spielt der Zustand der alten Bänder sicher auch eine entscheidende Rolle.
Gruss (& gute Nacht)
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
Hallo Robert!
(Noch so'n Phlips-"Verrückter", wobei ich mich mit meinen drei Philipsen ja gar nicht ausnehme. Ist ja auch gut so!) Freut mich, dass Du mit Deinen "jungen Jahren" auch dem schönen 'Senkelhobby' nachgehen möchtest. Lass' es nur nicht soweit kommen wie bei den meisten unter uns, wer ein Tonbandgerät hat, hat meist schnell ein zweites, ein drittes, usw.. Ich bin gestern bei Nr. 16 angelangt.
Nur gerade Deine N 4502 - davon habe ich noch nie etwas drüber gelesen. Bei mir im Keller liegt noch eine Philips N 4500 da habe ich zwar schon die Riemen da, aber ich habe damit noch nicht angefangen. Es liegt noch viel zuviel anderes hier herum und kommt auch oft dazu.
Also, viel Spaß bei Deinem Tonbandhobby auch von mir und - neue "Watte-Band-An-Kopf-Drücker"  kann man bei Gummimeyer nachkaufen und sich auf seine belange selbst zurechtschneiden. Das habe ich bislang auch noch nicht gemacht, aber irgendwann... (natürlich baldmöglichst, man will die Tonköpfe ja nicht verschleißen!). Bin gespannt, ob Semih die Maschine kennt und dazu etwas sagen kann.
Gruß Jens
Hallo Tualatiner!
Ich hab' mit 18 Jahren angefangen.
Lass Dir gesagt sein: Tonbandmaschinen machen süchtig!
Das schlimmste dabei ist: Sie brauchen Platz!
Aber Du wolltest sicherlich nicht noch 279  dazukaufen.
Falls doch, ich schmeiss hier demnächst ein Dutzend Uher Reports raus, die brauchen auch gar nicht soviel Platz
Zitat:2BLUE postete
Hallo Tualatiner! 
Ich hab' mit 18 Jahren angefangen.
Lass Dir gesagt sein: Tonbandmaschinen machen süchtig!
Das schlimmste dabei ist: Sie brauchen Platz!
Aber Du wolltest sicherlich nicht noch 279 dazukaufen.
Falls doch, ich schmeiss hier demnächst ein Dutzend Uher Reports raus, die brauchen auch gar nicht soviel Platz
Ahh, ein bekannter  Wie klein die Welt ist. Wer bist du im tualatin?
Nun, mit meiner 4502 bin ich erstmal bedient  Danke. Ich muss den erstmal 100%ig machen, bevor ich über eine zweite Nachdenke...
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