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Liebe Forenmitglieder! Seit Jahren kämpfe ich mit der Überlegung, mir eine richtige Studiomaschine zuzulegen. Inzwischen scheint mein "Über-Ich" zu gewinnen, das sagt, dass ich mit dieser Anschaffung schon viel zu lange gewartet habe. Nur das "Es" meint dazu noch, dass man seine Ersparnisse ja auch in andere Dinge stecken könnte. ;-)
In die engere Wahl habe ich folgende Modelle gefasst:
Telefunken M15A; M20; M21
Studer A807; A810; A812; A820
Für eine Kaufentscheidung wären mir Eure Erfahrungen als Nutzer solcher Geräte unheimlich wichtig, da Kataloge hier eben nicht weiterhelfen. Ich persönlich suche eine Maschine, die robust und langlebig sein soll. Wichtig wäre mir hierbei auch die Servicefreundlichkeit und eine möglichst gute Ersatzteilversorgung. Klanglich dürfte es bei diesen Maschinen wohl keine großen Unterschiede mehr geben, sodass dieses Kriterium in den Hintergrund tritt. Wichtig wäre mir auch, dass die Maschine mit Langspielband schonend umgehen kann, da ich dank des Fuhrparks von Amateurmaschinen ja auch solche Bänder habe.
Ich sage schon mal Danke für Eure Hinweise! Gruß,
Björn
Hallo Björn,
ohne hier einen Krieg entfachen zu wollen, fehlen mir in Deiner Aufstellung noch einige Maschinen aus beiden Häusern.....
Telefunken M-15 ---- weil die eine Umstellung des Bandzuges hat, und hier bei mir auch schon sehr gut mit DP und Tripple-Band zurecht kam. Die ersatzteilversorgung ist als sehr gut zu bezeichnen, da nur Standartbauteile verwand wurden.
Studer B-67/B-67 MK II ---- auch hier bei mir im Einsatz (MKnix) und keinesfalls meiner A-820 unbedingt unterlegen. Sie macht genau dass, was sie soll, sie gibt wieder.....
Studer A-80 ----- Studer Pedant zur M-15/A...... robust und zuverlässig wie der berühmte Ackergaul... vielleicht klanglich nicht ganz so die Klasse wie die A-820 (was aber eher an deren Mehr an Möglichkeit liegt auf verschiedene Bänder einzumessen.), gilt aber auch für die B-67, aber mehr als ausreichend.
Vergleich Telefunken M-15 <=> M-15A <=> M-20 <=> M-21 (die hier alle ihren Dienst tun....)
M-15/A haben nur zwei Geschwindigkeiten (19/38 oder 38/76), getrennt einmessbar, die M-21 kann auch zwei Geschwindigkeiten, die von außen einstellbar sind, ist aber innen per DIP-Schalter vorwählbar in den Bandgeschwindigkeiten.
Die M-20 hat 4 Geschwindigkeiten und ist für jede Geschwindigkeit getrennt auf drei verschiedene Bandsorten einmessbar, die Daten abrufbar durch einfaches Umschalten. Also Interessant für denjenigen mit vielen Unterschiedlichen Bandsorten, die er optimal nutzen möchte. Zusätzlich lassen die Einmessparameter auf Band speichern und rücksichern.
Zumindestens die M-20 hat bei mir noch kein DP-Band geschrottet, erst Recht kein LP-Band. Aber wenn einmal ein Defekt da ist, möchte ich ihn nicht reparieren müssen.... da komplettes IC-Grab.... und ob diese komplett noch zu bekommen sind, weiß ich nicht, da müsste man u.U. bei Kai Hilppert in Hamburg nachfragen....
Studer B-67/MK-II <=> A-820
Die B-67 hat im Gegensatz zur MK-II nur die Möglichkeit 28er Wickel zu fahren, MK-II 30er Wickel und die A-820 sogar 34/36cm Wickel, je nachdem ob Studioversion oder Broadcastversion....
Die B-67 in beiden Versionen gab es als 9,5/19/38 oder 19/38/76 Version.... die A-820 kann wiederum alle 4 Geschwindigkeiten.....
Die B-67 ist für jede Geschwindigkeit getrennt auf eine Bandsorte einmessbar, die A-820 auch, nur kann diese auch die Daten wie die M-20 auf Band abspeichern und rücksichern.....
Beide kamen hier mit LP-Band gefüttert auf keine "krummen" Gedanken.
Wenn noch Fragen sind..... dann bitte stellen....
Gruß
Jürgen
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´
Bei mir stehen sowohl eine Studer A810 als auch eine Telefunken M15a im Betrieb.
Die Studer ist eine Maschine mit vielen Möglichkeiten, wie Locator und so weiter. Auch Kunststücke wie Einmeßdaten auf Band speichern und rücksichern beherrscht sie. Aber, Jürgen erwähnte es bei der M20/21, wenn da mal was zu reparieren ist - nichts für jeden.
Die Telefunken ist Bandmaschine pur, Vorlauf, Rücklauf, Aufnahme, Wiedergabe- mehr nicht. Vieles was bei der Studer eingebaut ist, läßt sich über Zusatzbausteine nachrüsten. Ob man es braucht, ist die große Frage. Dafür hat sie Vacodur- Köpfe, die sich durch extreme Langlebigkeit auszeichnen.
Die M15 ist nach ganz kurzer Zeit zu meiner Alltags- und Lieblingsmaschine geworden. Alle Bedienungselemente sich da wo man sie braucht, alles ist praktisch, sinnvoll und logisch. Mit dem sog. Rangierhebel läßt sich die Wickelrichtung ein- und umstellen, und ebenso die Wickelgeschwindigkeit. Und man hat auf dem Teil jede Menge Platz, um das Band einzulegen, oder -eher selten- zu schneiden. Zwar ist sie recht nüchtern gestaltet, Hammerschlaglackierung und eine Aluplatte im Bedienteil, aber es ist eine Maschine, sie soll produktiv und nicht unbedingt schön sein. Und das ist sie, nicht umsonst war sie Jahrzehnte DIE Bandmaschine beim Rundfunk und in zahllosen Studios.
Und noch einen großen Vorteil hat die M15: Sie ist von etlichen Rundfunkanstalten recht preiswert zu haben, dann noch auf des ebenfalls preiswert erhältliche PER528 eingemessen. Eine A810 kostet in vergleichbarem Zustand schon etliches mehr, und für VU- Meter wird noch einmal ein Aufschlag fällig.
Die M20/21 sind wahre Wunderwerke der Technik, nur im Inneren sitzen die IC´s dichter zusammen als Fliegen auf einem Kuhfladen. Auch die Mechanik ist nicht ohne, zum Einstellen der Bremsen braucht man angeblich Spezialwerkzeuge.
Ich würde aus Überzeugung und eigener Erfahrung zur M15 raten. Und beim Kauf versuchen, zumindest noch je einen Satz Tuchel- Stecker und Kupplungen zu bekommen. Die werden so langsam rar.
Frank
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Hallo Björn,
wenn ich sehe, welche Alternativen Du Dir überlegst, scheint der Preis ja keine Rolle zu spielen: Glückwunsch!.
4 von 6 Maschinen, die Du aufführst, sind Maschinen, die typischerweise in fahrbaren Racks oder Truhen betrieben werden, was bei A807 und A810 zwar auch möglich ist, die kann kann man aber auch ins Gelsenkirchener-Barock-Büffet stellen.
Wenn es Dir darum geht, eine gut erhaltene und funktionierende Maschine zu bekommen, sollte die möglichst jung sein.
Also TFK M20 , Studer A807/A810/A820
TFK M 15A wird es nur wenige perfekte Maschinen auf dem Markt geben, das meiste, was angeboten wird, ist halbwegs ausgelutscht und ohne, daß man selber Hand anlegt, nicht zu betreiben. Allerdings ist die Ersatzteilsituation gut, man kann, inbesondere im Bandlauf, vieles selber machen, und besitzt dann einen Traktor: robust, aber auch im Vergleich zu Studer lauter (was dem indirekten Antrieb geschuldet ist), mit weniger Flair.
Ich habe ´mal einen ehemaligen TFK-Mitarbeiter gefragt, warum in den M15A der Bandzug mechanisch geregelt wird, im Gegensatz zur Konkurenz aus der Schweiz, der A80. Die Antwort war, daß man damals mit der elektrischen Steuerung noch nicht so weit gewesen sei, sie sei im Vergleich zur nächsten Generation zu träge gewesen, was dazu hätte führen können, daß das System schwingt, wenn man keine meschanische Dämpfung einführt.Deshalb habe man bei TFK darauf verzichtet und nach alter Väter Sitte mit mechansichen Bremsen gearbeitet. Studer habe die damals noch notwendie Dämpfung seiner Bandwaagen durch die Reibung innerhalb der Potis realisiert. Bei Studer wurde das ab B67 anders, bei TFK ab M20.
Meine Lieblingsmaschine ist die M20 (M21 ist von den Möglichkeiten her abgemagert, für mich eigentlich 2. Wahl, nicht zu reden von der Spar-Version der M21R)
Das liegt aber im wesentlichen am Umspulhebel der TFK Maschine, der mir besser gefällt als irgendwelche Tastensteuerungen. Die M20 soll ja ein Sensibelchen sein. Meine ist´s bisher nicht....
Bei der A807 sind mir die Tasten zu klein und fühlen sich haptisch schlecht an.
Wenn Studer, dann A810 oder A820.
Wobei die schnucklige A810 überall hin paßt, aber, wenn Platz und Preis keine Rolle spielen, dann würde ich zur A820 raten.
Wichtiger als die Maschine wären für mich die Fragen, wo sie her kommt, wer welchen Service wann gemacht hat, in welchem Zustand sie ist, ob mir der Verkäufer nach dem Kauf noch weiterhelfen kann bzw. dazu bereit ist. Und dazu ist zwingend notwendig, daß ich mir die Maschine vor dem Kauf ansehen kann.
Ich denke, mit Langspielbändern hat keine Deiner Alternativen Probleme.
Höchstens mit der Geschwindigkeit: M15A kennt nur 19 und 38 cm/sec.
bei A810 gibts Versionen mit 2 und mit 4 Geschwindigkeiten...
Wie Jürgen schon erwähnt hat, fehlt auf Deinem Wunschzettel die Studer B67, und auch die A816.....Die A816 ist die Maschine, mit ich selber noch liebäugle  ie ist kompakter als die A820, und ist sicher der letzte Stand der Entwicklung im Hause Studer.
Viele Grüße
Frank
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Zitat:Frank Stegmeier postete
...Höchstens mit der Geschwindigkeit: M15A kennt nur 19 und 38 cm/sec.
bei A810 gibts Versionen mit 2 und mit 4 Geschwindigkeiten...
Die M15 gab es auch mit 38/76 cm/s, aber das ist wohl leicht übertrieben.
Meine A810 läuft mit 9,5 (wozu man das braucht...?), 19,05 und 38,1 cm/s, es gibt aber auch Modelle, die zusätzlich noch die 76 cm/s können.
Bei meiner Rundfunk- M15 war alles vom Feinsten, da mußte nichts getan werden. Es lag sogar noch der drei Monate alte Prüfbericht im Steckkartenmagazin, auf dem die Wartung dokumentiert war.
Ich spiele mit dem Gedanken, beim WDR einzukaufen. Wenn sich Interessenten finden, könnte man sich auf einen Preis für 4 - 5 Maschinen (mehr passen nicht in meinen Wagen) einigen und versuchen den Preis zu drücken. Die zukünftigen Besitzer suchen sich eine der Quersummen der Seriennummern aus. Die Auswahl vor dem Kauf versuche ich nach den vorliegenden Möglichkeiten bestmöglichst zu treffen.
Macht jemand mit?
Edit: Hast Du schon an eine große Otari gedacht?
Frank
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Björn, du hast doch gar keinen Platz für so ein schweres Geschütz samt Lafette.  SCNR
Das Drumherum:
Liebe® ...
(Beitragstext s.o.)
LG, Jochen
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Zitat:Ferrum postete
Für eine Kaufentscheidung wären mir Eure Erfahrungen als Nutzer solcher Geräte unheimlich wichtig, da Kataloge hier eben nicht weiterhelfen. Ich persönlich suche eine Maschine, die robust und langlebig sein soll. Wichtig wäre mir hierbei auch die Servicefreundlichkeit und eine möglichst gute Ersatzteilversorgung.
Hallo Björn,
ich denke mal, in Sachen "Typenkunde" hilft Dir dieser Text von Frank Stegmeier auch weiter:
http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...eadid=7807.
Findet sich auch hier:
http://www.tonbandgeschichte.de.vu/
Ergänzend zu den vielen Details, die in diesem Thema hier schon erwähnt wurden: Die A807 kenne ich aus dem Funkhaus - sie ist ok, aber auf mich wirken die M15(/A) robuster und auf die Dauer vertrauenerweckender. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer zu den Telefunkens tendieren - außerdem muß man für alles, wo Studer/Revox draufsteht, auf dem Gebrauchtmarkt offenbar auch mehr berappen als für die anderen Teile. Möglicherweise ist die A807 auch ähnlich unangenehm zu reparieren wie die M20/21.
Mit meinen M15 A fahre ich sehr gut und würde sie in jedem Fall empfehlen. Wenn man sich - wie ich - nicht 100%ig mit Mikroelektronik auskennt, hat allerdings auch die M15 A mit ihren Einschubkarten schon einiges an Rätseln auf Lager. Laut Aussage eines unserer WDR-Techniker war es früher auch kein besonders beliebter Job, defekte Karten in der sendereigenen Werkstatt zu reparieren  - da kam es offenbar auch auf viel Erfahrung an. Zum Glück gibt es, wie Jürgen Heiliger und Frank Stegmeier schon gesagt haben, Ersatzteile genug. Kosten dann halt ggf. was.
Hast Du mal an eine M10 A (nicht M10, die hat eine notorische Achillesferse  hocked  gedacht? Vorteil gegenüber der M15(/A): auch für Nicht-Oberfüchse durchschaubar, da keine ICs, deshalb tendenziell womöglich leichter zu reparieren. Dank Direktantrieb und Knüppelmechanik ziemlich robust :respekt:. Klanglich habe ich bei meinen M10ern und M15A noch keine sooo großen Unterschiede festgestellt. Leider ist die M10 A ziemlich selten - vermutlich wissen die, die sie haben, warum sie sie nicht rausrücken...  Ok, und für die HiFi-optisch orientierten Ästheten ist die M10A natürlich auch erst mal ein traumatisches Erlebnis. :lachen:
Wenn es bei Dir soweit ist und Du Dich für ein Gerät (welches auch immer) entschieden hast - die nötigen Service-Unterlagen sind hier im Forum mit einiger Sicherheit irgendwo aufzutreiben. Bei den Telefunken-Traktoren (außer M20/21) könnte ich Dir damit aushelfen. (M15A ist allerdings ein Materialberg, den ich auch nicht komplett habe.)
Michael
=> Frank,
Deine beiden M-15er sind M-15A......
Wie ich schon schrieb bietet nur die M-15 einen umschaltbaren Bandzug....
Und aus eine M-15A möchte ich nicht unbedingt ein DP-Band oder dünner legen wollen, erst Recht wenn sie vom WRD sind. ;-)
Auch läuft meine M-20 hier zur vollsten Zufriedenheit..... doch was ist wenn da mal was dran ist....
Übrigens haben die meisten M-20 unterschiedliche Software aufgespielt, und daher kann nicht gesagt werden, jede ist gleich, was die Möglichkeiten betrifft. Ich bitte dies zu bedenken....
Dafür gab' es sie aber auch mit eingebautem Telcom C-4 und/oder Dolby SR/A. die dann nicht seperat gekauft werden müssen.
Dies bieten die Studers meines Wissens nur in den Mehrkanalversionen....
Gruß
Jürgen
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Und ich gebe noch zu bedenken, daß für die 810 KEINE Ersatzteile mehr bei Studer erhältlich sind, da sämtliche Ersatzteile in einer frühstmorgendlichen Nebelaktion allesamt vernichtet wurden. Es gibt weder Köpfe, Rollen noch sonstwas mehr.
Aktuellster Stand von der AAA vor einer Woche.
Sämtliche Mitarbeiter von Studer mußten um 8 Uhr Morgens das Werk komplett verlassen und wußten nicht, weshalb. Sofort legte der Vernichtungstrupp los und sammelte alle Teile ein und zerstörte diese umgehend. Kein Mitarbeiter war in der Lage, den Erst der LAge zu erkennen und noch Köpfe oder so zu bunkern.
A810 ist vorbei! Komplett!
Gruß
MArtin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
Zitat:Zelluloid postete
Sämtliche Mitarbeiter von Studer mußten um 8 Uhr Morgens das Werk komplett verlassen und wußten nicht, weshalb. Sofort legte der Vernichtungstrupp los
HÄ?
Ist das ein Aprilscherz?
Wozu soll sowas gut sein?
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´
Zumindest Tonrollen gibt es noch - sie sind baugleich mit denen der PR99 / B77.
Im Übrigen halte ich das für eine Räuberpistole, wozu sollte ein Rollkommando quasi das Werk stürmen um Ersatzteile zu zerstören? Mit den Teilen kann man gutes Geld machen, und das ist der Sinn eines Unternehmens. Zudem gab es bei Studer eine Art Baukasten, viele Teile wie Tonköpfe, Motoren und eben Andruckrollen wurden in vielen Typen verbaut. Die Story scheint mir nicht glaubhaft.
@ Martin: War Dein Informant dabei?
Frank
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Als Räuberpistole würde ich dies nicht bezeichnen wollen was Martin da geschrieben hat....
Nur wurde da einiges verzerrt wiedergegeben, da dieses ja besser in's Bild passt.
Zitat:Fakt ist, die Werkangehörigen mussten nicht das Werk verlassen, damit diese Aktion gestartet werden konnte..... Es war sogar bekannt, wer die Fracht per LKW aus dem Werk zum Verschrotter bringen sollte.
Der Fahrer war auch in der Scene bekannt..... und bereit das Frachtgut gegen ein gewisses Honorar "umzuleiten", doch leider bekam man im Werk auch davon "Wind". Somit wurde dem Fahrer ein Notar als Geleitschutz zugeordnet...... damit wurde natürlich aus der Umleitung nichts.....
Soweit wiedergegeben wie es mir aus zuverlässiger Quelle berichtet wurde.
Betroffen waren übrigens nicht nur Teile der A-810 sondern auch aus den anderen Baureihen Studerchen Bandgeräteschaffens.... ;-)
Gruß
Jürgen
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Zitat:Frank postete
Die Story scheint mir nicht glaubhaft.
Ganz abwegig ist sie nicht. Bei Firmen, in denen BWLer am Ruder sitzen, ist die Denkweise oft: Ersatzteile erzeugen Lagerkosten, bringen nur auf lange Sicht Geld, und auch nicht gerade große Summen, also weg damit. Und damit nicht irgendwelche Idealisten das Zeug an sich reißen, damit die alten Geräte womöglich noch über Jahrzehnte am Laufen halten und die Kundschaft somit von Neuanschaffungen abhalten, wird es halt kontrolliert vernichtet.
Sowas soll es in ähnlicher Form auch bei einem in den 80er Jahren populären Computer- und Spielekonsolenhersteller gegeben haben, der vor Modellwechseln sogar schon an Händler ausgelieferte alte Typen zurückkaufte, um sie dann zu verschrotten.
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Hallo,
daß Studer seine Altlasten aus dem analogen Zeitaler entsorgt hat, bzw, entsorgt, ist wohl richtig. Ich verweise hier auch auf die Mitteilung im Bulletin, auf das hier im Forum bereits hingewiesen wurde.
http://www.studerrevox.museum/index.htm
Allerdings ist mir wegen Ersatzteilen nicht bange. Die Lager der ehemaligen und auch gegenwärtigen Anwender dürften noch gefüllt sein, und im Zweifelsfall kann man den Kai Hilpert fragen. Was Reparaturen betrifft scheinen Mitglieder hier im Forum mit der Firma des Herrn Hilpert eher zweifelhafte Erfahrungen gemacht zu haben, meine eigenen, was Ersatzteil betrifft (z.B. VU-Brücke M20 oder überholter Capstan M15A) waren gut.
http://www.hilpert-audio.de/audio/index...._titel.htm
Frank
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@Frank:
Der Informant war auf der AAA vertreten, er war kein Gast. Ich kenne ihn seit letztem Jahr. Und Du hast Dich in meiner Gegenwart auch mit Ihm unterhalten, wobei in mir der Eindruck aufkam, daß ihr Euch noch nicht persönlich kanntet.
Liebe Grüße
MArtin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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Liebe Leute, leider muss ich gleich schon wieder weg, ich sage aber schon mal vielen Dank für die Fülle an nützlichen Informationen, die ich hier erhalten habe. Ich hoffe, dass ich vielleicht noch heute Abend dazu komme, ein paar der bei mir noch aufgekommenen Fragen hier zu posten.
@ Frank:
Deinen Vorschlag eines Großeinkaufes beim WDR behalte ich mal im Auge.
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Björn -
ich habe in den letzten paar Jahren das gute Glück gehabt eine M15A und eine Studer A62 zu haben (und tagtaeglich benützen) parallel mit einer Otari MX55 -
Ich schliesse mich vollends Frank Meinung an: etwas zuverlaessigeres, "gutmütigeres" und konstantes wie die 15A habe ich nicht bis Dato erlebt - obwohl die Otari schon ein tüchtiges Geraet ist - aber die Art von Soliditaet verströhmt sie nicht wie die AEG-Maschine; Platzsparender ist sie natürlich...  Und: die Studer-Maschine ist ja auch nicht ohne, aber wenn es um Reparaturen geht, dann schon lieber die M15...
Grüsse
Tamas
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Bei mir kristallisiert sich auch die M 15 A heraus, obwohl ich mich noch mal nach einem Tipp weiter oben mit der Studer A 80 und B 67 beschäftigen werde.
Otari kommt für mich nicht in Frage. Mir ist diese Marke zwar inwzischen bekannt, aber mir fehlt die emotionale Bindung dazu. Als ich den 80ern anfing, meine ersten Tonbandträume zu entwickeln, da war für mich klar, dass es ein deutsches oder helvetisches Fabrikat sein muss. Wahrscheinlich tue ich Otari jetzt böse Unrecht. Aber ein Tonbandgerät benutzt man heute halt auch aus emotionalen Gründen und der harte Sparkurs, der jetzt ansteht, lässt sich mit der nötigen Freude besser durchstehen.
Hi Björn,
ohne Dich beeinflussen zu wollen, aber ich sehe für Dich persönlich, Vorteile bei einer M-15.
Sie hat einen umstellbaren Bandzug.....
also wenn Du oft Bänder aus dem LP-Bestand abspielen möchtest würde ich einer dieser mir holen....
Deren Zustand unterscheidet sich, wenn mit Gedult an die Aufgabe heran gegangen wird, auch nicht von dem einer M-15 A.
Und da Standartteile auf den Karten verbaut sind, ist eine Reperatur auch in Jahren noch möglich.....
Gruß
Jürgen
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Ich freue mich über jeden Tipp, auch eine subtile Beeinflussung! :-) Ich muss nur noch mal Prospektmaterial zur M 15 finden, um mir mal ein Bild von den Unterschieden beider Modelle zu machen. Irgendwie scheint es auch leichter zu sein, eine M 15A zu kriegen. Gibt es denn elektronisch / elektrisch wesentliche Unterschiede zwischen den Modellen?
Ich werde weiterhin über die B 67 nachdenken. Ich finde sie ganz attraktiv, da sie über die Bandgeschwindigkeit 9,5 cm/s verfügt. Daneben bleibt die Studer A820 bzw. A816 im Fadenkreuz, obwohl mir wegen der vielen Elektronik etwas mulmig ist. Ein wenig irritiert mich bei Studer die Ersatzteilvernichtungspolitik - egal, wieviel da jetzt dran ist. Das mindert etwas das Vertrauen in diese Firma. Auf der anderen Seite ist Telefunken nur noch ein Name.
Naja, ich muss die Entscheidung nicht übers Knie brechen. Die Vorfreude des Aussuchens ist schließlich ein wesentlicher Teil des Vergnügens und ein bisschen sparen muss ich ja noch. Ich will mich später nicht ärgern, weil ich irgendwo an der falschen Stelle geizig oder vorschnell in meiner Entscheidung war.
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Zitat:Ferrum postete
Gibt es denn elektronisch / elektrisch wesentliche Unterschiede zwischen den Modellen?
Hallo Björn,
im besagten Text
http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...eadid=7807
steht dazu schon mal was; außerdem hat es dazu auch mal Anmerkungen in der Zeitschrift "Keyboards" gegeben; die müßte ich heute abend mal zuhause raussuchen, hab sie irgendwo.
Michael
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Zitat:Ferrum postete
... Ich muss nur noch mal Prospektmaterial zur M 15 finden, um mir mal ein Bild von den Unterschieden beider Modelle zu machen...
Für M15A guggsu hier: http://www.hilpert-audio.de/audio/dokume...M15A_D.pdf
Es gibt einige Unterschiede, bei der A sind wohl ein paar IC´s mehr verbaut und sie hat ein elektronisches Zählwerk, das Minuten und Sekunden anzeigt, die M15 zählt noch mechanisch.
Telefunken ist mehr als nur ein Name, Fa. Hilpert ist Rechtsnachfolger der Magnetophonsparte und versorgt die Tfk- Eigner mit Teilen, falls nötig.
Ein anderer Telefunken- und Studerprofi ist Erich Schleicher. Auch er hat, ebenso wie Kai Hilpert, mitunter überholte Geräte im Angebot.
Frank
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Zitat:Ferrum postete
Ich freue mich über jeden Tipp, auch eine subtile Beeinflussung! :-) Ich muss nur noch mal Prospektmaterial zur M 15 finden, um mir mal ein Bild von den Unterschieden beider Modelle zu machen. Irgendwie scheint es auch leichter zu sein, eine M 15A zu kriegen. Gibt es denn elektronisch / elektrisch wesentliche Unterschiede zwischen den Modellen?
Hallo,
der mechanische Aufbau ist bei M15 und M15A prinzipiell gleich, deswegen sind auch die meisten Laufwerksteile austauschbar, mit einer fraglichen Ausnahme: ich habe einmal einen M15- Motor in der Hoffnung auf Austauschbarkeit gekauft, der sich als 18V-Motor herausgestellt hat, während die M15A 24V-Motore hat.
Die M15A hat eine verbesserte Laufwerkssteuerung, was aber eher die Nachsteuerbarkeit und damit die Synchronisierbarkeit verbessert und für uns blutige Amateure keine Rolle spielen dürfte.
Bei der M15 wurden die Audio- Verstärker der M10A beibehalten, aber im Gegensatz zur M10a, bei der sie sich in der Truhe unter dem Laufwerk befanden, waren die Verstärker bei der M15 in einem Verstärkermagazin im Gerät selber untergebracht
M15A bekam andere Verstärker, die angeblich rauschärmer sein sollen...
Beim endlosen Kopieren sollte das ein Vorteil sein, für uns spielt das wohl auch keine Rolle.
Für mich der gravierende Nachteil der M15 gegenüber M15A: M15 ist älter, aber wenn man ein gutes Exemplar auftut...
Frank
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@ mk1967:
Vielen Dank für den nützlichen Link und für das Suchen der Zeitschrift! Interessant finde ich die Probleme mit den Ferrit-Köpfen, denen ich eigentlich den Vorzug gegeben hätte. Also werde ich auf Vacodur zurückgreifen. Um Deine Äußerung von weiter oben aufzugreifen: Als traumatisch würde ich die Optik der M 10A aber nicht beschreiben, aber der erste Eindruck war irgendwie irritierend. Es ist halt eine richtige Maschine. ;-)
@ Frank:
Danke für den Link, aber der war mir schon bekannt. Der dortige Katalog war sogar der Auslöser für den Wunsch nach einer großen Bandmaschine. :-)
@ Frank Stegmeier:
Dein letzter Satz entspricht auch meiner Denkweise: Die M 15A ist neuer. Außerdem ist sie leichter zu kriegen und bei mir muss jedes Tonbandgerät immer einen baugleichen Partner bekommen.
@ Alle:
In der Telefunken-Reihe kristallisiert sich für mich die M 15A heraus, auch wenn man mit ihr nicht den Bandzug umschalten kann. Ich bin aber auch zu dem Schluss gekommen, dass ich eine solche Maschine, die man ja zum Ausreizen der Technik anschafft, ausschließlich mit Studioband betreiben sollte. Für Langspielbänder habe ich letztendlich meine Uher und Revox Geräte. Ich werde mich jetzt nur noch mal etwas mehr mit den Studer Geräten befassen. Ein bisschen fühle ich mich ja gerade so wie damals in den 80ern, als ich meine erste gebrauchte Bandmaschine ausgesucht habe...
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Guten Morgen
Ich kann hier den meisten nur Beipflichten was die M 15 A angeht, ich bin sehr zufrieden mit dieser Maschine.
Ein Bandmaschinenfreund aus Bremen hat sich zu seinen zwei M 21 eine M 15 A gekauft und mir mitgeteilt das er mit dieser Maschine zufriedener ist als mit den M 21 Maschinen.
Er meinte das die Wiedergabe bei der M 15 A besser ist als bei den M 21 die wie er meinte schon wieder zu Digital in der Musikreproduzierung ist.
Was die Ersatzteile angeht so ist es auch bei dem Rundfunksender zu dem ich Kontakt habe so gewesen das sie die gesamten Ersatzteile für die M 10 A vor ca 4 Jahren entsorgt haben.
Die Ersatzteile der M 15 A kaufe ich alle auf, die zusage habe ich bereits.
Das heißt wenn sich ein paar von euch zusammen tun oder einer bereit ist die Teile von einer Rundfunkanstalt zu kaufen werden sie es vielleicht machen.
Ich bekam die Auskunft das der Verwaltungsaufwand zu groß ist einzelne Ersatzteile an verschiedene Personen zu Verkaufen, einer der alles Kauft ist aber Willkommen.
Wie man gesehen hat an den von mir abgebildeten Köpfen von Studer und Telefunken habe ich einiges schon bekommen, darunter auch Antriebsriemen, Motoren, Löschköpfe, Kugellager , Platinen usw.
Meine Empfehlung an euch, meldet euch bei den Rundfunksendern und bietet den Kauf der gesamten Ersatzteile an dann gibt es keine Engpässe.
Gruß
Oldie54
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Zitat:oldie54 postete
Was die Ersatzteile angeht so ist es auch bei dem Rundfunksender zu dem ich Kontakt habe so gewesen das sie die gesamten Ersatzteile für die M 10 A vor ca 4 Jahren entsorgt haben.
O Mann... schnief :undnun: erst vor vier Jahren - hätte man DAS mal früh genug gewußt...
Bei welchem Sender war das denn (damit man den direkt bei der weiteren Suche nicht mehr behelligt)?
Wobei ich bei den M10(/A)-Monstern das Gefühl habe, daß die spezifischen Teile einigermaßen panzerbrechend solide sind, oder...? :? Ausnahme natürlich die Schwungscheiben für die M10. Wirklich Ärger gemacht haben bei mir bislang zum Glück nur elektronische Teile, die man ersetzen konnte - selbst im Falle der Selengleichrichter funktionierte das bislang gut.
Zitat:oldie54 postete
Meine Empfehlung an euch, meldet euch bei den Rundfunksendern und bietet den Kauf der gesamten Ersatzteile an dann gibt es keine Engpässe.
Keine schlechte Idee...  Möglicherweise ist es für einen Abgriff der M15A-Teilbestände noch was früh, wenn ich mal in die Studios gucke, wo ja noch einige der Schätzchen stehen... Aber wer weiß, in ein paar Jahren :daumen: BEVOR die Techniker womöglich merken, daß ihre Nerven mit den Maschinen doch besser dran waren als mit :pc: von der Software-Industrie schlampig konzipierter Sende-Software...? :ugly:
Michael
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Also, an einem Sammelkauf hätte ich Interesse. Es sollte aber besser am Anfang des neuen Kalenderjahres sein, da ich dann finanziell etwas entspannter bin.
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Ersatzteile für die M 10 A, auch die Schwungscheibe für den zweiten Capstanantrieb bekommst du noch in Hamburg bei Horst Andrä.
Er ist auch derjenige der seine M 10 A verkaufen möchte. Herr Andrä hat alle Ersatzteile für die M 10 A noch vorrätig, die Schwungscheibe kostet bei ihm mit neuem Gummi 50 Euro.
Der Mann hat auch alle Werkzeuge die man für die Maschine benötigt und original Servicemanuals.
Die Ersatzteile für die M 15 A werden erst abgegeben wenn die letzte Maschine das Rundfunkhaus verlassen hat, also schätze ich in ein bis zwei Jahren.
Gruß
Oldie54
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Ich brauche noch mal einen Tipp. Mir wurde gerade eine Telefunken M 15 A angeboten. Laut Beschreibung sind die Köpfe noch gut, der übrige Zustand der Maschine ebenfalls gut, kaum Gebrauchsspuren, Riemen neu. Sie hat bereits 9.800 Betriebsstunden hinter sich. Sind das für so ein Gerät viele Stunden? Was würdet ihr grob gerechnet für so eine Maschine investieren? Nochmals Danke für Tipps!
Hi Björn,
der Stundenzähler bei der M-15A zählt die Kopfstunden, also die Stunden im Wiedergabebetrieb.....
Bei der Stundenanzahl würde ich expliziet fragen welche Köpfe (Anhand der Bezeichnung kann man eruieren ob die neueren und härteren Vaccudurköpfe verbaut sind oder die weichen...) im Kopfträger sitzen und wieviel mm der Kopfspiegel ist.....
Bezahlen würde ich zwischen 250 und 350€ je nach Zustand der Köpfe und ob die Maschine auf die Bandsorte Deiner Wahl neu eingemessen wurde.....
Ansonsten verkauft Klaus v.d. G. diese neu eingemessen für 390€ bei eBay. Nur mal als Hausnummer
Gruß
Jürgen
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Hallo
Für eine M 15 A sind 9800 Betriebsstunden wenig, ich persönlich bevorzuge die Maschine mit den weicheren Schmetterlingsköpfen da der Sound der Maschine etwas satter ist als mit den härteren Vaccudurköpfen.
Auf das einmessen auf eine spezielle Bandsorte würde ich verzichten wenn du den Verkäufer nicht kennst, wenn du ihn kennst und weisst das er es kann ,dann natürlich, ansonsten würde ich die Maschine selbst einmessen oder einmessen lassen bei jemanden dem du es zutraust.
Bei der Preisfrage und dem zustand der Köpfe kann ich mich nur Jürgen anschließen.
Übrigens wieviel Stunden Betriebszeit auf der Uhr stehen ist eigentlich nicht so wichtig da ich zum Beispiel eine Maschine bekommen habe die laut der Uhr 16 Minuten gelaufen ist.
Das heißt hier war irgendwann die Uhr defekt und wurde gegen eine neue getauscht.
Am zustand der Maschine sieht man am besten ob sie was taugt oder nicht.
Wichtig ist zum Beispiel ob die Tonwelle fest sitzt oder Spiel hat, also das Lager erneuert werden muß.
Gruß
Oldie54
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OK, das deckt sich mit meinen Vorstellungen.
@oldie54:
Ist Vacodur nicht das weichere Material? Laut meinem Katalog gibt es Tonköpfe aus Vacodur oder Ferrit, wobei Ferrit das härtere Material sein sollte.
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So wie mir von einem Rundfunkmitarbeiter mitgeteilt wurde sollen die Vacudurköpfe härter sein als die Schmetterlingsköpfe, vielleicht verwechselst du die Glasferritköpfe mit normalen Ferritköpfen.
Vielleicht kann uns hier jemand aufklären der mehr Fachwissen hat als ich.
Ich kann nur sagen das die Schmetterlingsköpfe die Musik besser wiedergeben als die Vacudurköpfe die die Musik etwas schlanker im Klang reproduzieren als die Schmetterlingsköpfe da ich Maschinen mit beiden Köpfen im vergleich laufen hatte.
Die gleiche Meinung hatte auch Wolfgang der ebenfalls im Forum vertreten ist und bei dem Test zugegen war.
Bestes Beispiel war auch eine kleine Akai Quadro Maschine die ich hatte, die keine Glasferritköpfe hatte und alle Großspuler an die Wand gespielt hat die mit Glasferritköpfen bestückt waren ,dabei war auch die große Sony TC 765
Gruß
Oldie54
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Das ist relativ, die Ferritköpfe sind zwar verschleißfester als die Vacodurköpfe, haben aber andere Nachteile. Angeblich soll im Betrieb die Kanten des Kopfspalts ausbröckeln, was zu Problemen bei der Hochtonwiedergabe / Aufzeichnung führen soll.
Zumindest bei meinem Ferritkopfträger für die M15 haben die Köpfe zwar 0,75mm Trennspur, sind aber keine Schmetterlingsköpfe. Das schlägt sich in geringerer Kanaltrennung nieder.
Irgendwo hier hat sich PhonoMax zu Vacodurköpfen geäußert; er gab -wenn ich mich recht erinnere- an, dass Telefunken noch zu Zeiten des PER525 15.000 Betriebsstunden garantiert habe.
Edit:
Zitat:PhonoMax postete
...Übrigens garantierte AEG-Telefunken schon zur 525er-Zeit eine Kopflebensdauer (Vacodur, 38,1 cm/s), die erst nach knapp zwei Jahren ununterbrochenen Betriebes rund um die Uhr, tagaus, tagein (!) erreicht werden kann (15000 Stunden). ...
Richtig erinnert.
Hinzugefügt: Erst jetzt ist mir aufgefallen, dass zwischen Vacodur- und Schmetterlingsköpfen unterschieden wird. Beim Rundfunk kommen fast ausnahmslos Schmetterlingsköpfe zum Einsatz, schon aus den Gründen des bestmöglichen Störabstands und der Forderung, alte Monobänder verlustarm wiedergeben zu können.
Nicht- Schmetterlingsköpfe gab es natürlich auch, aber die kamen in der Regel bei Maschinen mit Timecodezusatz zum Einsatz. Timecode ist ein System, mit dem Bandmaschine und Filmprojektor synchron laufen können, und diese Synchronspur liegt in der Mitte zwischen den Stereospuren auf dem Band. Da dieses Signal die Tonspuren einstreuen kann, kommen hier nur Köpfe mit 2mm Trennspur in Frage. Diese können ebenfalls Vacodurköpfe sein.
Der Betriebsstundenzähler der M15A kann so angeschlossen sein, dass er die Zeit zählt, in der das Band läuft, oder aber die Zeit in der das Gerät unter Strom steht. Auch der Tonmotor kann so geschaltet werden, dass er nur dreht, wenn die Start- Taste gedrückt wird. Ich denke, dass es wichtiger ist, die Zeit zwischen den Schmierdiensten zu messen als die "Kopfstunden". Letztere sind eh Humbug, da Verschleiß an den Köpfen von der Länge des vorbeilaufenden Bandes abhängig ist. Eine Stunde mit 38,1 cm/s rubbelt ebensoviel von den Köpfen ab wie zwei Stunden mit 19,05 cm/s. Wobei die oben erwähnten 15.000(?) Stunden sich vermutlich auf die rundfunküblichen 38,1 cm/s beziehen dürften.
Frank
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Hallo Leute,
da geht einiges durcheinander:
zunächst: das Material des Tonkopfes, ob Glasferrit oder Vacodur, hat nichts mit dem Begriff "Schmetterlingskopf" zu tun.
Als Schmetterlingsköpfe bezeichnt man üblicherweise Köpfe mit abgewinkelten Kernpaketen, was dazu führt, daß die Spulen der beiden Kanäle etwas weiter auseinanderliegen, obwohl die Tonkopfspalten relativ nahe nebeneinander liegen, also z.B. bei 0.75 mm Trennspurköpfen.
Allerdings gab s bei Telefunken auch Köpfe mit 0.75 mm Trennspur, die keine abgewinkelten Kernpakete hatten und deshalb auch keine "Schmetterlingsköpfe" waren....
Das Problem aller namhafter Hersteller in den 60-igern war, daß die Metalltonköpfe sich relativ schnell abnutzten.
Deshalb suchte man nach Wegen, die Haltbarkeit zu verlängern.
Man experimentierte mit verschiedenen Materialien. Dabei kristallisierten sich 2 Wege heraus:
1. die Verwendung von Ferrit, das als Tonkopfmaterial wegen seiner magnetischen Eigenschaften sehr gut geeignet ist. Ich glaube, ich habe in meinem kleinen geschichtlichen Abriss darüber geschrieben. Das ist aber ein relativ sprödes Material, aus dem sich keine Voll-Ferrit-Tonköpfe herstellen lassen. Man mußte das Ferrit also "einbetten" oder die "Spalten verlöten". Dazu gab es Versuche, u.a. mit Kunststoffen, die aber nicht befriediegend verliefen, weil sich bei diesen Köpfen die Breite des Kopfspalts temperaturabhängig änderte.
Als geeignet fand man Glas als Lot, womit dann ja auch TFK mit AC/WC 26 Köpfe angeboten hat, im Amateursektor Akai, und wohl auch Sony (die haben nie darüber viel geschrieben, aber das Material, in das die ihr Ferrit eingebettet haben, sieht mir doch sehr nach schwarz gefärbtem Glas aus)
2.die Entwicklung von härteren Metall-Legierungen, aus denen man dann Vollmetallköpfe herstellen konnte. Die hießen bei TFK dann Vacodur, bei Studer im Amateurbereich Revodur, ob sie im Profibereich dem Material einen Namen gegeben haben, weiß ich nicht.
Glas-Ferrit wird im Vergleich zu Metall zwar nicht eingeschliffen, es findet also keine wesentliche Matrialabtragung statt, rauht aber mit der Zeit auf. Insofern ist die Behauptung Akais, ihre Köpfe würden nicht kaputt gehen, schlicht gelogen.
Studer hat meines Wissens nie Ferrit-Köpfe eingebaut.
TFK hat bei M15 und M15A Ferrit und Vacodur-Köpfe parallel angeboten.
TFK hat dann aber die Entwicklung von Metall-Tonköpfen fortgesetzt: M20 etc. wurden m.W. nur noch mit Metall-Tonköpfen angeboten....
Meine Maschinen haben alle Metallköpfe. Unter dem Strich glaube ich, daß das Kopfmaterial für uns unwichtig ist: so, wie die Geräte durch uns Amateure betrieben werden, dürfte weder die Materialabtragund von Metalltonköpfen, noch die Aufrauhung von Ferrit-Köpfen eine Rolle spielen
Frank
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"Glas-Ferrit wird im Vergleich zu Metall zwar nicht eingeschliffen, es findet also keine wesentliche Matrialabtragung statt, rauht aber mit der Zeit auf."
Das ist eine sehr interessante Erklärung für meine Beobachtung bei Revox/Studer-(Woelke) Löschköpfen, die nie mehr richtig sauber werden.
Ich denke, daß die Verwendung von "weicheren" Kopfmaterialien den Sinn hat,
das Band zu schonen, denn die Aufnahme ist wichtiger als der Kopf als Verschleißteil.
Erst als mit der Compactcassette das beinharte CrO2-Band kam, war die
absolute Notwendigkeit gegeben, harte Köpfe zu bauen.
meint der Pausenprofi
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Hm, also ich habe bislang noch immer auch die Löschköpfe problemlos sauber bekommen. Auch dei Telefunken- Ferritköpfe glänzen einwandfrei- obwohl ich diesen Kopfträger für die uralten "Reibeisenbänder" verwende und dieser Kopfträger ein mir unbekanntes Vorleben hat. Dem eigentlichen Kopfträger nach zu urteilen ein durchaus Bewegtes.
Frank
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Zitat:Frank postete
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Hm, also ich habe bislang noch immer auch die Löschköpfe problemlos sauber bekommen. Auch dei Telefunken- Ferritköpfe glänzen einwandfrei- obwohl ich diesen Kopfträger für die uralten "Reibeisenbänder" verwende und dieser Kopfträger ein mir unbekanntes Vorleben hat. Dem eigentlichen Kopfträger nach zu urteilen ein durchaus Bewegtes.
Hallo Frank,
das mit dem Aufrauhen ist nicht erlebtes Leben, sondern die Aussage von Telefunken bei Einführung der Ferritköpfe zusammen mit der M15, so steht´s in:
"Magnetbandtechnik - magnetophon Studiotonbandgerät M 15 - Kurzfassung der Referate anläßlich der Vorstellung im Herbst 1970"
Wann das allerdings passiert, darüber habe ich nichts gefunden..
Frank
Frank
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Vieleicht muss man da auch an die erheblich längeren Betriebszeiten denken, die eine Studiomaschine hinter sich bringt. Im Amateurbereich - so könnte ich mir vorstellen - wird der kritische Punkt nicht so schnell erreicht. Auch meine Löschköpfe von Woelke (an Uher und Revox-Geräten) lassen sich noch immer problemlos reinigen. Allerdings hatte ich bei Köpfen, die offenbar lange mit schweren Verschmutzungen herumlagen, etwas Schwierigkeiten bei der Reinigung. Hier reichten aber wieder einige Betriebsstunden mit einem BASF DP 26, um den Schmutz "herunterzuschmirgeln".
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So, die erste Telefunken M 15 A ist jetzt unterwegs zu mir. Hoffentlich kann ich am Wochenende die ersten Tests machen. Ich werde bei Gelegenheit mal über meine Erfahungen berichten. Natürlich fehlt noch einiges an Zubehör, wie z. B. Rollwagen oder Gehäuse, Service-Handbuch und vor allem ein vernünftiges Mischpult mit Aussteuerungsanzeige. Mal schaun, wie ich am besten Platz für diese Monstermaschinen schaffe... Aber ich fühle mich irgendwie elektrisiert.
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Hallo Ferrum,
ich wünsche Dir viel Spass mit der M15a. Dir geht es genau so wie mir als ich am 9.Januar meine M15a abgeholt habe. Von den Abmessungen her war ich auch erst mal platt (ein Dinosaurier :-) ), mittlerweile habe ich einen vorläufigen Platz gefunden um sie auszuprobieren. Meine hat allerdings viel mehr Betriebsstunden auf dem Zähler, aber keinen Einschliff auf den Schmetterlingsköpfen und ist 2008 noch gewartet worden. Der entsprechende Aufkleber ist noch drauf. 2 Großtuchelstecker hatte ich noch, aber 2 Kupplungen muße ich neu kaufen, um auch Probeaufnahmen machen zu können. (Conrad a 14,xx Euro) Versuche mit einem vorhandenen Mischpult habe ich auch schon gemacht, aber noch nicht so richtig.
Viele Grüße vom
Soundboss
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 3x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)
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Aber mit dem Mischpult immer schön an die richtige Aussteuerung denken, da das Pult ja keine VU´s hat. So mußt Du also beim Pult bis etwa +8 / +10 dB aussteuern, jedenfalls wenn das Pult am Ausgang für 0 dB = 0,775 Volt hat.
Liebe Grüße
MArtin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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Hallo MArtin,
also etwas VU`s hat es schon, 4 Led = -20, 0, +6 dB und Clip. Und bei leuchtender +6 Led habe ich am Ausgang ~ 1,5 Volt. (am Meßplatz ausprobiert) Ist mir aber etwas zu ungenau und leider kein Zeigerinstrument. Aber darüber können wir ja am Freitag diskutieren.
Also bis Freitag
Viele Grüße
Friedhelm
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Ist also genau, wie ich gesagt habe, somit hast Du dann bei Aussteuerung am Pult auf + 6 dB genau 1,55 Volt auf der Leitung und somit einen Bandfluß von 514 Nanoweber. Da die "modernen" Bänder noch einiges mehr an Pegel vertragen, empfahl ich eine Aussteuerung von mindestens +8 dB.
Zum Beispiel das gute alte PER 528 kannst Du bei 19 cm CCIR + 9,5 dB über Bezugspegel aussteuern. Und der Bezugspegel liegt hier schon nicht mehr bei von mir ausgegangenen 250 Nanoweber, sondern schon bei 320.
Also nicht so zimperlich sein und ruhig +8 / +10 draufgeben, allerdings nur, sofern die Mischpultelektronik diesen hohen Pegel überhaupt mitmacht.
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Es gibt so nette kleine Verstärker, die in Stufen schaltbare Verstärkung haben.
Das ist nützlich, wenn man am Pult bei einer Anzeige von 0 dB nur 0,775 Volt am Ausgang hat. Da kann man sicher sein, dass die Elektronik des Pults nicht am Rechtsanschlag arbeitet und verzerrt.
Frank
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So, ich habe bei meiner M 15 A erst mal einen Test der Laufwerksfunktionen unternommen. Was mich irritiert: Der rechte Fühlhebel für den Bandzug lässt sich nur bis etwa zur Mitte (bezogen auf das ausgestanzte Loch im Gehäuse) bewegen, während der linke Fühlebel sich fast bis auf Anschlag nach innen drücken lässt. Ist das normal?
Ansonsten sage ich nur: Trotz ihrer Größe hat sie was Elegenates und scheint mit Bändern sehr feinfühlig umzugehen. Im direkten Größenvergleich kommt mir mein Royal de Luxe nur auf einmal so lütt vor.
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Hallo Ferrum,
ich habe bei meiner M15a gerade mal nachgesehen, ist da genauso. Ich hatte mich anfangs auch gewundert, der linke Bolzen war fest und ließ sich nicht drehen. Den rechten konnte man drehen, (lose ?) genauer nachgesehen und festgestellt man kann ihn auch nach oben hochziehen. Von unten nachgesehen, es ist ein Hubmagnet darunter, der bei betätigung den Bandbolzen hochdrückt und so eine Markierung im Bandwickel erzeugt. Ist wohl eine Zusatzausstattung. Am Magnet ist auch ein Stecker, aber da ich noch kein Schaltbild habe, weis ich nicht ob da nur ein Kontakt oder eine Spannung angelegt werden muß.
Grüße vom
Soundboss
(der sich auch noch in die M15a einarbeiten muß)
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Danke, meiner verhält sich genau so, wie Du es beschreibst. Er ist ebenfalls drehbar und kann vom Magneten angehoben werden. Ich werde auch mal schauen, ob ich herausfinde, wie man diese Funktion auslöst. Aber wichtig war mir zunächst nur zu wissen, dass die eingeschränkte Beweglichkeit normal ist und kein Transportschaden.
Ansonsten freue ich mich auf die ersten Probeaufnahmen.
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Zitat:Soundboss postete
es ist ein Hubmagnet darunter, der bei betätigung den Bandbolzen hochdrückt und so eine Markierung im Bandwickel erzeugt. Ist wohl eine Zusatzausstattung. Am Magnet ist auch ein Stecker, aber da ich noch kein Schaltbild habe, weis ich nicht ob da nur ein Kontakt oder eine Spannung angelegt werden muß.
Genau, hat eine von meinen HR-Maschinen auch - beschriftet mit "Bandanheber" - aus den seligen Zeiten der Analogproduktion  im Funkhaus: Band läuft, Sprecher macht einen Ver-Sprecher, Techniker drückt kurz auf den Knopf "Bandanheber" (es macht satt und vernehmlich "frapp!"), und dann kann er hinterher beim Sauberschneiden des Bandes (das er von hinten nach vorn macht) ganz leicht die Versprecher wiederfinden. Besonders klasse war das immer, wenn die Techniker den Bandanheber per Fernsteuerung direkt vom Pult aus auslösten :engel:
Ich kann mal gucken - möglicherweise steckt in meinen Ordnern zur M15A das Schaltbild drin.
Michael
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