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Hallo an die Runde,
habe im November ein LPR 35 auf 26,5er Kunststoffspule gekauft. Nach ca. 2 min. (Test)Aufnahme auf meiner A 77 Halbspur hatte sich auf dem Wiedergabekopf solch eine Ablagerung angesammelt, daß im Vergleich Vorband/Hinterband ein deutlicher Höhenabfall ergab. Weitere Minuten später sank auch der Aufnahmepegel langsam ab. Köpfe gereinigt, neue Testaufnahme, gleiches Ergebnis.
Habe dann das Band mit weichem Tuch im sachten Schnellauf gereinigt mit deutlichen Bandabrieb. Danach noch eine Testaufnahme mit leider wieder negativem Ergebnis.
In den ersten Sekunden der Aufnahme ergaben sich noch keine Unterschiede Vor/Hinterband, so daß ich die sonstige Qualität des Bandes als hervoragend bezeichnen muß.
Habe das Band bei D+L hier in Köln erworben.
Ein Vergleichtest mit dem selben Tonmaterial auf einem uralten TDK-Audua-Band ergab nicht den geringsten Bandabrieb und bestes Hörvergnügen.
Heribert
Hallo Heribert,
wie es aussieht, sind die schmierenden LPR35 von RMG wohl leider kein Einzelfall und damit nicht nur auf Anlaufprobleme in der Produktion zurückzuführen, wie es das von Dir im November erworbene Band zu zeigen scheint.
Es wäre interessant zu erfahren, aus welcher Charge das Band stammt, ob es neueren Herstelldatums ist oder vielleicht doch eine Uralt-Charge aus der Anlaufzeit. Das von mir über eBay von Privat vor ca. 3 Jahren erworbene Band hat die folgende Chargennummer 8035A009095 34520.
Hast Du das Band beim Händler reklamiert (D+L in Köln kenne ich übrigens nicht, obwohl ich selber in der Region wohne)?
Für mich lautet (leider) das Fazit, weiterhin auf BASF und Emtec Bestände zurückzugreifen und die Finger von RMG zu lassen, bis die Probleme dauerhaft aus dem Weg geräumt sind und keine weiteren Meldungen über Schmierbänder mehr in den einschlägigen Foren auftauchen!
Tom
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Hallo Tom,
sorry, habe nur die Abkürzung von Dabelstein & Lubos (Revoxhändler), Siegburger Str., genannt. Eine Woche vor dem Kauf waren alle RMG-Bänder ausverkauft und somit stammt das Band aus einer neuen Lieferung. Werde es wohl zurückbringen und vielleicht läßt sich die Chargennummer herausfinden?
Bin mal gespannt, was die Revoxleute dazu sagen... Es ist z. Zt. laut D&L das Standardband für Revoxmaschinen.
Übrigens versicherte mir der Techniker, daß bei einer Maschine, die ursprünglich auf Revox 601 eingemessen wurde, keine Neueinmessung für LPR 35 notwendig ist. Leider konnte ich dies nur so ca. 10 sek. hören, kann es aber vorsichtig bestätigen. Auch die vorzügliche Höhenaussteuerbarkeit habe ich ganz kurz antesten können. Die Wickeleigenschaften sind ganz toll. Hoffentlich kriegt RMG die Schmiererei in den Griff!
Auch ich muß vorerst wohl meine Liveaufnahmen mit alten TDK- u. Revoxbänder erstellen.
Heribert
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Zitat:Heribert W postete
Übrigens versicherte mir der Techniker, daß bei einer Maschine, die ursprünglich auf Revox 601 eingemessen wurde, keine Neueinmessung für LPR 35 notwendig ist.
Die Behauptung vom Techniker ist schon heftig!
wie ein jeder dem zugehörigen Service Manuel entnehmen kann handelt es sich hierbei um unterschiedliche Bänder, welche auch eine eigenständige Einmessung erfordern.
Weiterhin steht das 601 technologisch deutlich hinter dem LPR35 und dies ist auch den Daten der Bänder zu entnehmen.
Sollte die Maschine jedoch auf Typ 621/631 odr 641 eingemessen sein, so könnte man evt. ohne Neueinmessung leben.
Die Version der A77 MK IV könnte durchaus auf 621 vom Werk eingemessen sein. Allerdings ob solch eine "nicht gewartete" Maschine dem noch entspricht bezweifel ich.
Das hätte ich von den Juwelier-ReVox-Service nicht erwartet.
Thomas
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Hallo zusammen,
könnt ihr mir mal sagen, welche Chargen als "kritisch" einzustufen sind, und welche Serien unbedenklich sind? Mein erstes RMG-Band war ein DP, von dem ich aber nachher die Finger gelassen habe, weil es doch sehr dünn ist. Seitdem nutze ich das LPR35. Und ich habe den Rat befolgt, vor der ersten Nutzung eine Bandreinigung durchzuführen. So kann ich eigentlich nicht über Probleme berichten.
Gruß Olli
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Das Revox 601 oder Scotch 207 war zu seiner Zeit sicher Stand der Technik, aber das LPR35 war praktisch der Gegenschlag der Ludwigshafener.
Revox gibt an, dass auf das letzte Revox- Band 641, also das Quantegy 457, eingemessene Maschinen für die Verwendung von LPR35 nicht umgestellt werden müssen. Aber das 601 ist schon eine ganz andere, frühere Generation.
Es mag sein, dass es halbwegs funktioniert, aber selbst wenn, holt man aus dem LPR35 nicht alles heraus, was drinsteckt.
Frank
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Zitat:Olli83 postete
könnt ihr mir mal sagen, welche Chargen als "kritisch" einzustufen sind, und welche Serien unbedenklich sind?
Leider gibt es innerhalb der Chargen Variationen, so dass man nicht sagen kann, ob eine Charge unkritisch ist.
Übrigens stehen die Chargennummern in der "Produktbeschreibung" auf einer Seite der blauen Box.
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Ich habe vor über einem Jahr fünf Rohwickel RMG LPR 35 geordert ,ich war und bin zufrieden mit den Bändern.
Der Sound der vom Band kommt ist sehr gut, der Abrieb war es auch, der hat sich aber mit der zeit normalisiert.
Emtec per 528 läuft auf meinen Sony Maschinen sehr gut ( eingemessen auf LPR35 ), ohne Neueinmessung bei 19er Geschwindigkeit.
Der Höhenanteil fällt etwas geringer aus als beim LPR35 ist aber noch im Grünen Bereich.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit gebrauchten TDK Audua 3600 , Maxell XL I und BASF Bändern gemacht, wobei bei jeder Bandsorte mal ein Ausrutscher dabei sein kann.
Die schlechtesten Bänder waren alle von Sony die sich in ihre Bestandteile aufgelöst haben.
In der Ruhe, der Musik und meinen Bandmaschinen liegt die Kraft!!!
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Zitat:oldie54 postete
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit gebrauchten TDK Audua 3600 , Maxell XL I und BASF Bändern gemacht, wobei bei jeder Bandsorte mal ein Ausrutscher dabei sein kann.
Dem kann ich nur zustimmen. Auf meiner Sony TC 765 nutze ich auch am liebsten Maxell XL I und TDK Audua Bänder. Habe mir einige in der Bucht ersteigert und bin mit der Qualität sehr zufrieden.
Jetzt wollte ich eigentlich mal die LPR 35 von RMG probieren, aber da liest man ja nicht gerade viel positives. Ich weiß auch nicht ob mein Gerät da noch neu eingemessen werden müßte. Das möchte ich dann doch vermeiden zumal ich selber das auch nicht hinkriege. Aber einen Versuch kann man ja mal wagen.
Wolfgang
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Auf meinen Sony TC 755 A und bis zum Verkauf der TC 765 liefen die RMG Lpr 35 Bänder auf beiden Maschinen hervorragend, auch ohne eine neueinmessung.
oldie54
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Hallo liebe Tonbandfreunde ,
habe heute mein SM 900 zwecks Umtausch zum Händler zurücgeschickt.
Auf meiner B 77 waren ebenfalls nach kurzer Zeit die Köpfe verschmiert. Hoffentlich ist die neue Charge besser.
Peter
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Hi!
Habe vor ca einer Woche ein RMG PM 975 bestellt, da ich davon ausging das Problem bei RMG sei erledigt. Ergebnis: Das Band weißt einen inakzeptabel hohen Abrieb auf. Reinigen der Köpfe und des Bandpfades nach jedem Abspielen sind ein muss. Werde das Band zurückschicken. Das Thema RMG is damit für mich erledigt... Werde mal Zonal Bänder ausprobieren. Die sollen nicht schlecht sein...
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Für Zonals muss man aber leider anders einmessen. Und irgendwo wurde hier auch von Problemen mit Zonal berichtet.
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Dann bleibt wohl oder übel nur noch ebay.... *g*
Zitat:icebreaker postete
Habe vor ca einer Woche ein RMG PM 975 bestellt, da ich davon ausging das Problem bei RMG sei erledigt. Ergebnis: Das Band weißt einen inakzeptabel hohen Abrieb auf. Reinigen der Köpfe und des Bandpfades nach jedem Abspielen sind ein muss. Werde das Band zurückschicken.
Hast du vor der ersten Benutzung das Band gereinigt? Wenn nicht, dann mach das mal, danach ist der Abrieb weg.
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Nein, habe ich nicht gemacht. Werde das mal probieren.
Ob es bei einem fabrikneuen Band allerdings mittlerweile zum "Standard-Prozedere" gehört, das Band erstmal selber zu bearbeiten damit es läuft wie es soll muss halt jeder für sich selbst beantworten. Ich persönlich finde es nicht toll...
Man kann von dieser Reinigung halten, was man will. Nötig ist sie auf jedenfall, da die Bänder im RMG-Werk vor dem Konfektionieren definitiv nicht gereinigt werden. Da ist also noch der ganze Dreck vom Zuschneiden drauf. Das PM975 ist nach dem Reinigen auf jeden Fall abriebsfrei. Ich spiele mit meinem Tesla B90 ziemlich viele Bänder ab, unter anderem auch oft das PM975. Ich habe vor einem halben Jahr zum letzten Mal die Köpfe gereinigt, und es ist alles immer noch schön sauber.
Bei gebrauchten Bändern sollte man übrigens nicht anders verfahren. Ich reinige jedes Band, welches ich vom Flohmarkt oder von eBay kaufe, grundsätzlich vor der ersten Benutzung.
Eigentlich müsste man bei den Bändern aus aktueller Fertigung noch mehr ankreiden. Das weder Vorspannband noch Schaltfolie ab Werk angebracht sind, würde ich ebenfalls als Mangel ansehen.
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Hallo zusammen,
nach der Reinigung (Ich halte das Band bei schnellem Umspulen gegen ein Wattestäbchen) sind die RMG-Bänder wirklich top! Nur am Bandende ist vorsicht geboten, da dies regelmäßige Knitterstellen aufweist. Ach ja: Ich spreche vom LPR35.
Gruß aus dem Ruhrgebiet
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Zitat:cassettenfreund postete
Das weder Vorspannband noch Schaltfolie ab Werk angebracht sind, würde ich ebenfalls als Mangel ansehen.
Das gilt für den Homesektor, weniger für das professionelle Umfeld.
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Das PM975 ist aber auch ein Band für den Heimbereich.
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Hier war aber auch schon von anderen Bändern die Rede, wenn ich mich nicht irre.
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Zitat:cassettenfreund postete
Das weder Vorspannband noch Schaltfolie ab Werk angebracht sind, würde ich ebenfalls als Mangel ansehen.
Richtig, sehe ich auch so. Fehlender Vorspann ist wie ein Glas Bier ohne Schaum.
Verzichtbar ist der Vorspann lediglich bei Rohwickeln. Das Band für den Heimgebrauch m u s s dagegen einen Vorspann haben.
Die letzten von mir neu erworbenen Bänder waren Quantegy. Das ist schon einige Jahre her. Diese hatten auch keinen Vorspann, zudem waren die Spulen auch nur zu 3/4 voll. Dafür gabs ein mehrfarbiges Klebebändchen, welches das Bandende auf der Spule hielt. Irgendwie erinnerte mich das Ganze an diverse Käufe von Billig-Bändern in den Siebzigern. Deren Name fing mit Sh...... an.
Kein gutes Omen.
Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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Zitat:Das weder Vorspannband noch Schaltfolie ab Werk angebracht sind, würde ich ebenfalls als Mangel ansehen.
Ansichtssache, mich würde es eher stören. Ich verwende nach Möglichkeit Vorspannband mit normgerechter Kennfarbe entsprechend der Aufnahmegeschwindigkeit, Schaltfolie brauche ich nicht.
So nebenbei: Kann es sein, dass RMG das SM468 aus dem Sortiment genommen hat, oder ist es nur vorübergehend nicht erhältlich? Ist derzeit weder bei Frank noch auf bluthard.de im Shop gelistet...
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´
Im Moment sind noch einige Emtec SM468 aus Münchener Fabrikation zu sehr günstigen Preisen verfügbar - da ist nach RMG SM468 nicht ausreichend Nachfrage.
Auf Anfrage ist es aber lieferbar, wenn die Emtec- Bänder abverkauft sind wird auch das RMG- Band wieder ins Lieferprogramm aufgenommen.
Frank
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Hallo zusammen,
Könnte mal einer die sogenannte Reingung für das Band beschreiben, oder vielleicht ein Bild abstellen ?
Grüße
Rainer
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Ganz einfach, man nimmt ein weiches Tuch -ein Stück von einem alten T- Shirt oder Bettlaken- zwischen zwei Finger und umfaßt damit das Band. Nun auf schnellen Vor / Rücklauf schalten und ein Stück durchlaufen lassen.
Wenn man stoppt, um das Tuch zu wechseln, ein kurzes Stück in die Gegenrichtung spulen, damit ein eventueller Rest Staub mit dem zweiten Läppchen weg geputzt wird.
Das Band zwei- dreimal durchlaufen lassen sollte reichen.
Frank
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Hallo Tonbandler,
zum Thema RMG-Tonbänder habe ich einige Anmerkungen zu machen.
Ein 27 cm Band SM 900 hatte ich von der Firma Heinz Bluthard bezogen.
Zunächst war ich von den gemessenen elektroakustischen Daten sehr beeindruckt. Klasse Höhen, gute Dynamik, wenig Pegelschwankungen.
Nach einem Banddurchlauf fielen dann die Höhen weg, bedingt durch starken Abrieb.Das Band war trotz Reinigung nicht verwendbar, die Tonköpfe waren zu-
geschmiert. Auch die Gummiandruckrolle und die Tonwelle der verwendeten Revox 270 waren extrem verschmutzt.
Daraufhin schickte ich das Band Heinz Bluthard zurück. Dieser testete es auch noch mal und schloß sich meiner Meinung an: unbrauchbar.
Völlig unproblematisch tauschte er das Band kostenlos um.
Wenig später erhielt ich von einem Bekannten zwei RMG SM 900, die dieser von der Firma Thomann bezogen hatte. Auch diese Bänder waren unbrauchbar.
Um den Holländern selbst Gelegenheit zu geben, ihre defekten Bänder zu begutachten, schickte ich beide Bänder zu RMG, was mich 16 Euro für den Versand kostete.
Heute nun erhielt ich von RMG eine Email in dem mir mitgeteilt wird, man könne diese Bänder nicht kostenlos tauschen, weil sie nicht von einem zertifizierten Händler verkauft worden seien.
Zusammenfassend kann man sich über den Kundendienst dieser Firma nur wundern.
Ich persönlich werde auf Grund der negativen Erfahrungen RMG-Bänder in Zukunft nicht mehr kaufen.
Das von der Firma Bluthard kostenlos getauschte Band zeigt auch schon wieder
Abrieb, allerdings etwas weniger als die anderen SM 900.
Der Firma RMG wäre kein Zacken aus der Krone gefallen, wenn sie die mangelhafte Ware ersetzt hätten.
Die Firma RMG stellt sich durch ihr unkulantes Verhalten selbst ein Armutszeichen aus.
Mit freundlichen Grüßen/
Peter
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Warum habt ihr denn nicht versucht, das Band beim Lieferanten zu reklamieren? Denn mit dem besteht der Kaufvertrag und somit ist der Verkäufer in der Pflicht. Bei Herrn Bluthard gab es, wenn ich es richtig verstanden habe, kein Problem mit Garantie oder Umtausch. Aber der ist ja ein seriöser Händler und seit vielen Jahren als korrekt bekannt.
Die Firma RMG ist sicher nicht unkulant. Ich habe vor einiger Zeit im Werk mit den Verantwortlichen gesprochen und auch einige fehlerhafte Bänder vorgeführt. Diese wurden ohne Wenn und Aber ersetzt.
Hättest Du das Bluthard´sche Band dort reklamiert, wäre es mit großer Wahrscheinlichkeit problemlos getauscht worden. Anhand der Chargennummern kann man feststellen, wohin die Bänder geliefert wurden.
Es ist so, dass RMG den Vertrieb über Fachhändler organisiert hat, die direkt vom Werk oder über die RMG- Distributoren beliefert werden. Diese Fachhändler sind auf den Internetseiten von RMG aufgeführt. Sollte es zu Problemen mit bei diesen Händlern gekauften Produkten kommen, gibt es keine Schwierigkeiten mit dem Ersatz fehlerhafter Ware.
Nun gibt es allerdings auch Anbieter, die mit Dumpingpreisen den Fachhandel unterbieten. Deren Endkundenpreise liegen teilweise unter den Einkaufspreisen des Fachhandels. Woher diese Firmen ihr Bandmaterial beziehen ist offiziell nicht zu erfahren.
Das unter solchen Umständen Reklamationen von
diesen Billiganbietern nicht gerne angenommen oder möglichst mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt werden, ist durchaus denkbar. Im letzten Jahr hat jemand von einem Musikalienhändler eine plausible Erklärung bekommen, warum das Band Abrieb zeigt: Die Maschine ja sei nicht darauf eingemessen.
Das ist echte Kompetenz.
Frank
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Hallo Frank,
natürlich hast Du recht.Ansprech-und Vertragspartner sollte immer der Fachhändler sein. Mein Anliegen war, daß RMG tatsächlich defekte Bänder zurück erhält, um Ursachenforschung zu betreiben, damit in Zukunft solche Ausfälle nicht mehr vorkommen.
Im übrigen gibt es zur Abwechslung einmal etwas sehr positives zu berichten.
Unabhängig von der ablehnenden Haltung der Firma RMG, hat sich der deutsche Generalimporteur großzügig gezeigt und die Bänder kostenlos umgetauscht.
Bleibt die Frage, warum nicht gleich so. Ob amerikanischer Import oder nicht, es waren RMG- Bänder.
Die Hoffnung bleibt, daß uns Tonbandler zumindest eine europäische Firma
erhalten bleibt.
Mit freundlichen Grüßen!
Peter
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@Peter: Wie ich schon erwähnte, habe ich im vorigen Jahr die RMG- Leute im Werk besucht und länger über die Probleme gesprochen und auch einige problematische Bänder mitgenommen.
Man geht dort sehr wohl Reklamationen nach, es gibt eine eigene Abteilung, wo nicht nur Stichproben aus der Fertigung, sondern auch Rückläufer geprüft werden. So wurden auf Grund der Ergebnisse dieser Prüfungen schon Änderungen in der Fertigung vorgenommen. Die Fehlerquote ist mittlerweile fast gegen Null gegangen.
Frank
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Hi
Ich hatte auch 3 abreibende LPR 35 von RMG. Das war letztes Jahr. Habe direkt mit RMG Mail Kontakt aufgenommen und die baten mich die Bänder einzuschicken.
Nach kurzer Zeit und einigen netten Mails habe ich dafür 4 Stück (1 Band als Portoersatz) direkt geschickt bekommen.
Das finde ich schon nett und kulant.
Die 3 Bänder waren übrigens von Thomann.
Gruß
Lars
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Zitat:Die 3 Bänder waren übrigens von Thomann.
Wobei ich bezweifle, dass der Händler dabei eine Rolle spielt. Es handelt sich ganz offensichtlich um Produktionsfehler.
RMG hat vorteilhafterweise in Zonal einen Konkurrenten. Das belebt das Geschäft und die Kulanzbereitschaft, zumal die Zonal-Ware ganz offenbar von guter Qualität zu sein scheint.
Gibt es eigentlich eine Webseite von Zonal?
Grüße Martin
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Wenn ich mir die ganzen Beiträge hier anschaue, muss ich mir immerwieder eine Frage Stellen...
Wenn die Firma RMG über die ganzen Beschwerden ihrer Kunden, wegen des Abriebes bei ihren Bändern bescheid weiß, warum werden die Bänder nicht vor dem Verkauf im Werk gereinigt? Sind ihnen unzufriedene Kunden lieber? Das ist für mich absolut unverständlich! Seit wann ist es die Aufgabe des Kunden, deren Ware nachzuarbeiten?
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Zitat:maddin2 postete
...
Gibt es eigentlich eine Webseite von Zonal?
...
Hallo,
naja - nicht so richtig:
http://www.zonalmedia.co.uk/
Wobei das hier...
http://users.telenet.be/audiomedia/Zonal.htm
...nichts gutes verheist (wenn es denn stimmt bzw aktuell ist)
Was kann Frank dazu vermelden?
Gruss
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
Abend Leute,
als Initiator dieses Threads kann ich mich nur der Meinung von icebreaker anschließen: Es kann nicht Aufgabe des Käufers sein, für funktionierende Bänder durch Nacharbeit/Reinigen zu sorgen, das ist einzig und allein Aufgabe des Herstellers. Was mit Herstellern passiert, deren Produkte aus qualitativen (sowie anderen) Gründen durch den Kunden nicht mehr gefragt sind, kann man zur Zeit jenseits des Atlantiks in einer anderen Branche gut beobachten (Chrysler, GM). Der Markt wird es richten.
Immerhin legt man für ein neues Band (LPR 35-180) um die 40 € (bzw. 55 € mit Aluspule) hin, was nun nicht gerade ein Pappenstiel ist, und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, hierfür auch auf Anhieb funktionierende Ware zu erwarten und auch zu erhalten.
Es kann keinen Persilschein für den Umstand geben, daß RMG mehr oder weniger einzige weltweit noch verbliebene Hersteller von Tonbändern ist (ich kann zu Zonal nichts sagen und werde meine Maschine auch nicht auf das mir unbekannte Bandmaterial mit unbekannten Eigenschaften ummessen lassen, da ich zum Glück noch einen kleinen Lagerbestand an neuen BASF sowie Emtec-Bänder besitze).
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß RMG hier für Abhilfe sorgt, denn wenn auf Originalmaschinen nach Originalrezeptur von BASF/Emtec hergestellt wird, dann sollten auch deren Qualitätsstandards erreichbar sein! Die zusätzlichen Kosten, um den durch das schneiden der Bänder in der Produktion entstehenden Bandstaub zu entfernen, kann nicht die Welt sein und sollte dem Hersteller im Hinblick auf die eigene Zukunft alles andere als egal sein!
Nur zufriedene Kunden kehren wieder zurück!
In diesem Sinne
Tom
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Zitat:sounds-good postete
[...]
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß RMG hier für Abhilfe sorgt, denn wenn auf Originalmaschinen nach Originalrezeptur von BASF/Emtec hergestellt wird, dann sollten auch deren Qualitätsstandards erreichbar sein!
[...]
Lieber Tom,
genau hier liegt vielleicht der erklärende Irrtum begraben: Originalrezepturen: ja, Originalmaschinen: nein, auch nicht: Originalpersonal und Original-know-how, nur soviel, wie ein 14 Tage Einweisungskurs halt so hergibt. (Eine Trennmaschine wurde angeblich 99%-ig umgesiedelt, mehr nicht)
Aber man hat dort auch vorher schon Qualitätsbänder gefertigt (andere können dazu mehr sagen) und eben gedacht, daß man das schon geschultert bekommt.
Die teilweise euphorischen Meldungen über die Oosterhout-tapes halten sich mit den Kopfschüttelnachrichten ein wenig im Gleichgewicht, so mein Eindruck.
Ich habe eines der Vorserien LPR35 hier gehabt und die Serie ist deutlich besser geworden. Mehr sage ich dazu jetzt nicht.
P.N.
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Hi zusammen!
Nach langem habe ich mal wieder ein RMG LPR 35 gekauft, weil mir langsam das Bandmaterial ausgeht. Ich hatte einfach die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Jungs von RMG das doch noch hinbekommen. Und soll ich euch etwas sagen?... Das Band ist PERFEKT! Kein schmieren. Null Abrieb. Fantastischer Sound. Weiter so! :-)
Grüße
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An anderer Stelle habe ich es schon geschrieben: Bei RMG geht man den Reklamationen nach und sucht die Gründe der Qualitätsschwankungen um diese abzustellen. Ich bin schon mehrfach im Werk gewesen, um mit der Verantwortlichen bis hin zum Geschäftsführer zu sprechen.
Nach Änderungen im Herstellungsprozeß -nicht in der Chemie- ist die Qualität gut.
Ein mit entsprechenden Meßgeräten ausgerüsteter Fachmann hat das grade wieder bestätigt. Gleichmäßigkeit der Schicht, Schnittgüte, elektroakustische Eigenschaften sind einwandfrei. Und was den Anwender freut, die Preise für LPR35 konnten ein wenig gesenkt werden.
So hat man es gern: Qualität rauf - Preis runter
Frank
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