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Moin, moin,
manchmal wird die Frage gestellt, wo all die alten Firmen geblieben sind.
Wer sich wirklich für das Thema interessiert, der sollte sich in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch um 1:15 Uhr morgens auf ARTE die Sendung Der Wal-Mart-Effekt anschauen!
http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcas...=2008.html
Der Bericht thematisiert natürlich nicht alle Facetten, erst recht nicht die speziell den deutschen Markt betreffenden Geschichten, ist aber trotzdem interessant.
Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch
Ich hab´s am Wochenende gesehen.
Achtet mal genau darauf, wie das Programm gerafft wird. Der Mechanismus läßt am Ende nur noch ein Produkt zu, während wir durch Werbemanipulation dazu gebracht werden, uns mit dem einen zu begnügen.
Gottseidank erfordert das Wunschdenken unserer "Erfolgreichen" Konzerne den gleichen Einheitsmenschen, wie der Kommunismus. Wenn das Marx und Engels gewußt hätten.
Ich will "Blödmarkt-Perestroika" und "Aldi-Glasnost"
Arnulf.
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Hallo,
danke f. den Tip - ansehen lohnt sicher.
An anderer Stelle hier im Forum habe ich meine Ansichten zu diesen
Effekten schon zum Ausdruck gebracht. Und auch hier in diesem Arte-Beitrag
finde ich eine der Kernaussagen, die sich mit meiner Meinung decken.
Ich zitiere:
"Hedrick Smith und Rick Young stellen in ihrem Dokumentarfilm einen Zusammenhang her zwischen dieser Wanderungstendenz von Produktionsstätten und dem Verlangen der Verbraucher nach preiswerter Ware, sogenannten Schnäppchen."
Wer Blödmarkt&Co. nicht aufsuchen will, muss nicht hin...
Sicher ist es nicht ganz so leicht, Alternativen zu finden aber
es gibt sie. Man muss sie (nur) suchen. Gross beworben werden
die Hersteller und ihre Produkte natürlich nicht aber sie sind
trotzdem existent.
@Arnulf
Zitat:Der Mechanismus läßt am Ende nur noch ein Produkt zu, während wir durch Werbemanipulation dazu gebracht werden, uns mit dem einen zu begnügen.
Das mit dem "finalen" Produkt kann ich, zumindest derzeit, nicht ganz
nachvollziehen. Vielleicht verstehe ich Dich nicht richtig aber die Produkt-
vielfalt der Hersteller ist doch gross wie nie, oder? Sicher gibt es Branchen,
in denen die Produktvielfalt in den letzten Jahren drastisch abgenommen
hat (...so zum Bsp. in der hier im Forum so heiss diskutierten HiFi-Branche)
...ist halt ein absterbender Geschäftszweig wg. starkem Umsatzrückgang.
(Ist schade aber nicht zu ändern ....). In anderen Branchen hingegen hat
die Produktvielfalt enorm zugenommen (z. Bsp. Lebensmittel).
Naja... ...ich gleite in´s "Off" ab - entschuldigt bitte.
Gruss
Peter
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Zitat:Araso postete
Ich will "Blödmarkt-Perestroika" und "Aldi-Glasnost"
Discounter wie Aldi sichern durch den Vertrieb von Produkten kleinerer Hersteller die Vielfalt am Markt. In meiner Stadt leben vier mittelständische Lebensmittelhersteller (Wurst, Reis, Gewürze, Backwaren), die mit ihren eigenen Marken keine Chance mehr gegen die Großkonzerne der jeweiligen Branche hätten, allein von der Zusammenarbeit mit Discountern. "Aldi-Glasnost" würde eine weitere Marktkonzentration und somit einen Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten.
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Hallo zusammen,
es gibt aber glücklicherweise Ausnahmen, wo nicht die Produktion nach China verlagert wurde. Mir fällt spontan LOEWE ein (ehemals Loewe-Opta), die ihre Fernsehgeräte immer noch in Deutschland herstellen.
Als im Geschäftszeitraum 2003/04 das Unternehmen beinah Konkurs ging, haben die Mitarbeiter ihr Geld geliehen, auf einen Teil des Monatslohns verzichtet usw. "Gehaltsstundung" hieß es damals. Nur wenige Zeit später, im Jahr 2007, haben sie ihr Geld sogar mit Zins zurückbezahlt bekommen! Das Unternehmen war gerettet.
So was, wie hier im nordbayerischen Kronach stattfand, ist wohl einzigartig auf der Welt. ;-) Aber so kann es gehen, wenn der Wille da ist. Naja, und Qualität setzt sich eben immer durch.
Darum gibt´s ja auch noch Grundig in Nürnberg mit Entwicklung und Innovation "Made in Bavaria". ;-) Zwar findet die Serienfertigung TV-Geräte mittlerweile in der Türkei statt, aber das ist ja deshalb nicht schlechter. Auch die Ersatzteileversorgung ist zuverlässig und schnell, man hat keine nennenswerten Wartezeiten, wenn man etwas aus der Türkei bestellt. Habe zumindest noch nichts dergleichen gehört.
Philips hat ja auch noch Werke in Europa. Man hat also allein mit diesen 3 Traditionsweltmarken genug Auswahl am Markt.
Bei anderen Handelsmarken muß man halt vorsichtig sein. Vor allem sollte man sich nicht täuschen lassen von schön klingenden Namen wie Telefunken, AEG, SABA, Nordmende, Dual, Schneider, Schaub-Lorenz usw., da ist viel Schlitzaugerl-Schrott dabei und kommt mehr oder weniger alles aus dem selben Stall. Man muß sich schon genau mit diesen Herstellern beschäftigen, um die wenigen "guten" Produkte herauszupicken, sofern es sie überhaupt noch gibt. Habe erst letzte Woche die aktuelle Palette von "Dual"-Fernsehgeräten unter die Lupe nehmen können und das war nur mittelprächtig. Jedenfalls kein Vergleich zu LOEWE oder gar Grundig.
Schaub-Lorenz hat dieses Jahr immerhin die Produktion von China zurück nach Europa (Italien) verlagert. Es gibt also auch die Abwanderung in die entgegengesetzte Richtung. Wie´s mit der Qualität aussehen wird... schaun mer mal. ;-)
Viele Grüße,
Manuel
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Zitat:Manuel postete
da ist viel Schlitzaugerl-Schrott dabei und kommt mehr oder weniger alles aus dem selben Stall.
Der Stall steht auch da in den meisten Fällen in der Türkei (Vestel, Profilo-Telra, seltener Beko). Danach dürfte der chinesische Hersteller TCL folgen, der hierzulande unter den Markennamen Thomson, Nordmende, Saba und Schneider vertreten ist.
"Schrott" sind diese Geräte mitnichten. Oft ist es nur so, daß in dem Markengerät mehr oder weniger die gleiche Technik steckt, die man auch bei viel billigeren No- oder Low-Name-Geräten bekommt. Ich habe mal vor einiger Zeit geforscht, in welchen Geräten das gleiche (Vestel-)Chassis wie das meines SEG-Fernsehers zum Einsatz kommt. In der Liste waren jede Menge große Namen zu lesen - und auch solche, bei denen die gleichnamige Firma nach wie vor existiert.
Zitat:Manuel postete
Philips hat ja auch noch Werke in Europa. Man hat also allein mit diesen 3 Traditionsweltmarken genug Auswahl am Markt.
Am TV Markt ja, wobei du Metz noch vergessen hast.
OT: Aber wer kann dieses schwachsinnige Programm noch ertragen?
Aber was ist mit richtigem HIFI?
Der Markt ist schon seit den 80ern in japanischer Hand. Und heute isses sowieso alles vorbei. Es war spätestens vorbei seit Grundig nurnoch Mist herstellte, also seit den frühen 90ern. Dann haben nurnoch die Japaner brauchbare Produkte hergestellt. Und das tun sie jetzt auch nicht mehr. Wenn man sich die aktuellen Programme der verbliebenen wie Marantz, Yamaha usw. ankuckt, ein Trauerspiel.
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Gestern kam, ich glaube auf NDR, eine Sendung über die Neuheiten auf der IFA
http://www.ifa-berlin.de/
Dort hiess es, HiFi wäre wieder im Kommen. Im gleichen Atemzuge zeigte man einen I-Pod, der an einen Verstärker angedockt wurde. Mit 192er Bitrate und Abgriff des Datenstroms vor der I-Pod-eigenen Umwandlung wollte man wohl so eine Art CD-Feeling aufkommen lassen. Der Verstärker allerdings hat dann den ach so reinen Klang wieder weichgeklopft: mit chinesischen Röhren  Fraunhofer präsentierte übrigens noch MP3 Surround 5.1, wobei wir dann wieder im heutigen Wohnzimmer angekommen sind.
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´
Metz fertigt neben Fernsehempfängern auch noch Blitzgeräte in Deutschland. Diese Blitzgeräte waren und sind Weltklasse, und werden trotzdem zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten.
Nur Fotoapparate aus deutscher Fertigung gibt es kaum noch.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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Zitat:Matze postete
Wenn man sich die aktuellen Programme der verbliebenen wie Marantz, Yamaha usw. ankuckt, ein Trauerspiel.
Warum? An den aktuellen Yamaha-Geräten habe ich so gut wie nichts auszusetzen. Bei Marantz kannte ich nur die vorletzte Serie (PM-7200 und Konsorten), aber auch die machten einen grundsoliden Eindruck.
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Und wo wir gerade beim Thema sind - Hifi aus Deutschland
(Entwicklung und Fertigung). Warum nicht? Guckst Du
hier:
http://www.thel-audioworld.de/module/acuso/acsnd40.htm
(ok - hier muss/darf man selbst ran aber dafür ist´s halt
individuell)
oder hier:
http://www.reussenzehn.de/
Und bevor Ihr jetzt das Schlucken kriegt - schaut mal genau auf
die Preise. So dramatisch ist das nicht (billig ist natürl. was anderes...).
(Anm.: ...persönl. Erfahrungen mit o.g. Herstellern liegen mir allerdings
nicht vor.)
Gruss
Peter
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Zitat:Matze postete
Es war spätestens vorbei seit Grundig nurnoch Mist herstellte, also seit den frühen 90ern.
Na, na. Ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Seit 1984 arbeitete Grundig ja mit Philips zusammen. Ca. 10 Jahre später trennte sich Philips wieder von Grundig.
Von 1992 bis März 1996 wurde in den portugiesischen Grundig-Werken der legendäre Grundig Satellit 700 (Weltempfänger) hergestellt, der heute bei eBay zu Preisen in Euro gehandelt gehandelt wird, wie er früher in DM neu zu kaufen war. Dafür war der Nachfolger im Jahr 1999 ein Kind von Nevada/USA und grottenschlecht - eigentlich eine Unverschämtheit, daß "Grundig" auf dem Gehäuse steht. Kein einziger deutscher Ingenieur war an der Entwicklung beteiligt gewesen damals.
Auch Fernseher waren und sind gut. Zwar beileibe nicht jedes Modell, vor allem, wenn es Toshiba-Bildröhren sind, aber sonst... alles supergut.
CD-Player, Kassettenrekorder etc. von Grundig - habe sehr viele davon aus den Neunziger Jahren. Alle Geräte wurden relativ häufig bei mir eingesetzt (jetzt nicht mehr, weil sie zu Sammlerobjekten aufstiegen) und hatte noch nie Reparaturen oder Wartungsarbeiten nötig.
Freilich sind z.B. CD-Player nicht Made in Europe, sondern auch Schlitzaugerl-Ware im Grundig-Gehäuse, aber es ist eben kein Schrott. Ich kann mir das nur so erklären, daß strenge Qualitätsrichtlinien das hohe Niveau aufrecht erhielten.
Aber lassen wir das mit Grundig, erstens bin ich diesbezüglich nicht objektiv und zweitens sollen die anderen Marken auch nicht zu kurz kommen. :-)
Wie z.B. Metz, ja, richtig, hatte ich vergessen. ;-)
Viele Grüße,
Manuel
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Hallo,
eventuell gibt es da noch einen kleinen Lichtblick.
Was bringt die Zukunft für TechniSat.
Mit dem eigentlichen Standbein Satteliten Technik ist zumindest der Flachbildschirm schon mal nachgerückt.
Vielleicht kommt da ja Audio mäßig auch noch was ordentliches bei herum.
Band ab - Band läuft,
Rainer
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Ihr habt noch T+A vergessen. Ist zwar hochpreisig, aber nicht unbedingt highendig. Passt mehr so in das Preisgefüge von Metz und Loewe. Ich habe bis jetzt nur Made in Germany auf den Rückseiten gelesen.
btw.
@Manuel:
Ich finde die Bezeichnung 'Schlitzaugerl-Ware' ziemlich geschmacklos. Da wird so einiges 'über den Kamm geschert', was nicht stimmt.
Gruß,
Michael/SH
Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)
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Moin, moin,
ob wohl außer Arnulf jemand den Bericht gesehen hat?
Er stellt zwei industrielle Konzepte als konkurrierend gegenüber: Einerseits die Vorstellung, man müsse nur gute Produkte herstellen, und die Zukunft des Unternehmens sei gesichert, andererseits - am Beispiel der US-Handelskette - man müsse den Preis so weit drücken, wie nur irgend möglich, d.h. sich auch von jeder Verantwortung für eine Region oder für die Umwelt befreien.
Als Konsequenz des zweiten Konzeptes wird geschildert, daß jenes Handelsunternehmen z.B. seinen Lieferanten dezidiert nahe gelegt habe, die Produktion nach China zu verlagern, um konkurrenzfähig zu sein. Dies betreffe amerikanische Firmen, aber selbst Japanische: Sanyo wurde als Beispiel genannt. Als Folge davon sei (zum Zeitpunkt der Dreharbeiten) nur noch ein einzelner Fernsehgeräte-Hersteller in den USA übrig geblieben, der wiederum aus Vorprodukten assembliere. Selbst Thomson habe in den USA ein ehemals hoch-rentables Werk schließen müssen.
Interessanterweise seien die Exporte Chinas in die USA explodiert, nachdem Mr. Clinton ein Handelsabkommen verkündet hatte, das innerhalb der USA als Zugang der amerikanischen Industrie nach China propagiert worden war. Heute (Zeitpunkt der Dreharbeiten) exportieren die USA Altmetall, Altpapier und andere hochwertige Güter nach China und bekommen dafür die gesamte Palette an Industrieproduktion zurück und produzieren dabei jährlich ein enormes Außenhandels-Defizit. Kein Wunder, arbeiten die meisten Chinesen doch noch immer für Löhne im Cent-Bereich, können sich also keinesfalls westliche Produkte leisten.
Seit einiger Zeit sei auffällig, daß China nicht mehr nur einfache, sondern durchaus höchstwertige Ware herstelle. Ein technologischer Vorsprung bestehe also nicht mehr.
Interessant finde ich einerseites die Darstellung der Situation und Entwicklung in China. Dort greifen exakt die gleichen Mechanismen, wie zuvor z.B. in Japan oder Deutschland. Wir waren auch mal Billiglohn-Land und "Made in Germany" war als Warn-Aufdruck erfunden worden.
Andererseits stellt der Bereicht die Macht eines einzelnen und sehr jungen Handelsunternehmens dar, das sich abseits von jedweder Kontrolle und Verantwortung für die Folgen seines Tuns als Weltpolitiker gebärdet.
Ich erinnere mich an die Beratung eines Einzelhändlers anno 1978, der mir damals erklärte, Grundig könne man nicht kaufen, weil altmodisch, unmodern.
Apropos "Grundig". Tut mir leid, Manuel, aber die "Zusammenarbeit mit Philips" begann schon n den Siebzigern. Was Du meinst ist der Übergang des ganzen Unternehmen san Philips.
Auch stammten die CD-Player von Grundig / Philips nicht alle aus Asien! Die Grundig stammen entweder aus Belgien (Philips) oder Portugal - die wenigsten / billigsten aus Asien -, die Philips aus den Niederlanden, aus Belgien und erst mit der 900er Serie (?) aus Asien (Singapur?).
Marken, die mir "Made in Germany" werben gibt es immer noch eine Menge. Die Frage lautet, wer die Entwicklung gemacht und wer die Vorprodukte gefertigt hat.
Wen's interessiert: Wir haben einen Thread mit einer Link-Liste.
Tschüß, Matthias
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Hallo Matthias,
Grundig hat natürlich auch schon vor der "Machtübernahme des Philips-Konzerns" im Jahr 1984 bereits mit Telefunken, Philips und Siemens zusammengearbeitet, um nur die bekanntesten Namen zu nennen, schon klar.
Sorry ich habe das wieder mal mißverständlich geschrieben.
Mit den CD-Playern hast Du auch Recht.
Aus der 400er-Serie der CD-Player von 1992 bis 1994 gab es Modelle aus Fernost, wie z.B. den CD 435, weil ich diesen erst vor kurzem hier hatte, ich muß nochmal auf der OVP nachsehen, war es Singapur oder Thailand?
Ist aber trotzdem sehr sehr gut!!! :-)
Gruß,
Manuel
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Zitat:...Andererseits stellt der Bereicht die Macht eines einzelnen und sehr jungen Handelsunternehmens dar, das sich abseits von jedweder Kontrolle und Verantwortung für die Folgen seines Tuns als Weltpolitiker gebärdet.
...eine von vielen Folgen der "Globalisierung des Kapitals", wie´s so schön
heisst.
W.M. ist übrigens vor einigen Jahren in der (Fach)Presse mit dem Ziel,
weltweit die Nr.1 zu werden, an die Öffentlichkeit getreten. Wachstum
hiess die Devise - und das geht nun mal weltweit wohl nur über
die Preise. Einigen Quellen zu Folge ist es ihnen tatsächlich gelungen - so
beschäftigt W.M. heute ca. 2 Mrd. Mitarbeiter mit einem Gesamtumsatz von
wohl mehr als 300 Mrd. US-$.
Um so erstaunlicher aber der Umstand, dass das zitierte Handels-
unternehmen nach 10 Jahren in Deutschland bekanntermassen aufgegeben
hat (...hier war die "Margenluft" vor allem im Lebensmittel-Bereich
wohl doch zu dünn). Auch aus Sudkorea hat sich W.M. wieder
zurückgezogen - wo sie nicht wachsen können, geben sie auf... ...eine
Praxis vieler grosser Kapitalgesellschaften. Wenn man bedenkt, nach
welchem "Erfolgsschlüssel" deren Top-Manager bezahlt werden, ist das
auch kein Wunder. Schliesslich geht es ja nicht primär um die erfolgreiche
Produktion und Vermarktung eines Produktes (oder einer Warengruppe)
sondern um "die richtigen Trendverläufe" einer Kurve auf einem
Chart (oder an der Börse). Aber so ist das eben...
Gruss
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Zitat:Manuel postete
Auch Fernseher waren und sind gut. Zwar beileibe nicht jedes Modell, vor allem, wenn es Toshiba-Bildröhren sind, aber sonst... alles supergut.
Gerade so einen Grundig-Fernseher habe ich noch, mit Toshiba-Röhre und der läuft seit 1982 ohne defekt und hat dazu auch noch ein annehmbares Bild.
Wobei der andere Grundig-TV den wir hatten ein Reinfall war, nebst einigen Ausfällen fing der Monolith sogar mal Feuer. Der funktioniert zwar heute wieder, allerdings ist das Bild nur noch ein blasser Farbbrei.
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Tjahaaa, von 1982!!! Das war noch absolute Spitzenqualität auch mit Toshiba-Bildröhre. Überhaupt waren Grundig-Fernseher von 1980 bis 1983 einfach nur Wahnsinn, wahrscheinlich die besten Fernseher der Welt. Wenn Du so was zuhause stehen hast, kann ich Dich nur beglückwünschen. Wahrscheinlich werden Deine Enkel und Urenkel noch damit fernsehen können.
Nein, ich meinte, wenn Du einen Fernseher aus dem Zeitraum von ca. 1997 bis 2001 von Grundig hast und da drinnen eine Bildröhre von Toshiba verbaut worden ist, dann kannst Du Pech haben. Sehr mieses Bild, an den 4 Ecken (oben links, oben rechts, unten links, unten rechts) wird z.B. das Bild unscharf oder bei Standbild mit hellblauer Farbe ändert sich die Farbe in leicht rosa.... und besonders langlebig sind diese Röhren auch nicht. Nach ca. 5 bis 7 Jahren kann es passieren, daß man nur noch rot sieht... im wahrsten Sinn des Wortes.
Es gab aber Ende der Neunziger auch noch "gute" Grundig-Fernseher, vielleicht sollte ich mal eine Liste erstellen und irgendwo ins Forum stellen oder in den Download-Bereich. Wenn ich mal Zeit habe... und sofern überhaupt Interesse daran besteht.
Gruß,
Manuel
Zitat:Manuel postete
Von 1992 bis März 1996 wurde in den portugiesischen Grundig-Werken der legendäre Grundig Satellit 700 (Weltempfänger) hergestellt
So einen habe ich auch. Die Tuner waren ja eine Stärke von Grundig. Ich habe auch 2 Philips FT980 RDS Tuner mit HF Teil von Grundig. Eigentlich das beste vom Preis/Leistungs Verhältnis her was man gebraucht kaufen kann, da deutlich günstiger als andere gute Tuner und auch günstiger als die Grundigs aus dieser Zeit.
Zitat:Auch Fernseher waren und sind gut.
Mein Onkel hat kürzlich seinen grossen Grundig von mitte der 80er weggeschmissen.
Da habe ich Lautsprecher (2 Wege System!) und Verstärker ausgebaut.
Die könnte ich eigentlich mal bei Ebay reinsetzen. Als Highend Vintage Breitbänder... Wobei, dann wären sie ja weg... Grundig hat die LS ja selber produziert. Die Fertigungstiefe war wohl sehr hoch.
Auch Lautsprechermässig fand ich Grundig sehr gut. Die Beiden Grundig Boxen Paare die ich hatte (Jetzt habe ich nurnoch eins, weil die Aktivboxen zu kostenintensiv sind wenn mal was dran ist.) waren klanglich am besten so wie sie waren. Man musste nix machen. Hinstellen und gut. Ich hatte für 10 EUR ein Paar Box 550 auf dem Flohmarkt gekauft und die haben klanglich verschiedene Highend Boxen an die Wand gespielt.
Das ich auf alte deutsche Boxen schwöre ist ja bekannt und das nicht zuletzt wegen diesem Aha Erlebnis.
Trotz alledem sammle ich Grundig nicht mehr, weil Grundig ja nicht so gut mit seinen Mitarbeitern umgegangen sein soll. Und da habe ich ja so meine Erfahrung / Meinung dazu.
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Zitat:Matze postete
Trotz alledem sammle ich Grundig nicht mehr, weil Grundig ja nicht so gut mit seinen Mitarbeitern umgegangen sein soll. Und da habe ich ja so meine Erfahrung / Meinung dazu.
"Bruder Joshua, nimm auch einen Tee! Ist heut' nicht ein wundervoller Tag? Die Sonne, das satte Grün der Wiese, die Schmetterlinge! Die Vöglein, die mit ihrem Gesang den Lenz verkünden! Dieser herrliche Duft, der die Welt erfüllt! Ich fühle mich so stark und motiviert, daß ich auch den letzten Transistor in unseren politisch korrekten Vollverstärker eingelötet habe.
Wenn Du Deine Meditation beendet hast, würdest Du dann den Gehäusedeckel anschrauben? Es eilt natürlich nicht, immer erst schön in Ruhe zu Ende meditieren! Niemand soll sich wegen schlechter Arbeitsbedingungen in diesem Hause moralisch außer Stande sehen, unsere Geräte zu sammeln!"
Ah... Unsere CDU Fraktion meldet sich mit der gewohnten rethorischen Anmut und Grazie...
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Naja,
man kann zum alten Max stehen, wie man will. Ich fand ihn gut.
Ob das alles stimmt, was man so über ihn erzählt, weiß ich natürlich auch nicht. Man sagt, er hätte seine Entwickler und Ingenieure in ein stilles Kämmerlein gesperrt und erst wieder heraus gelassen, wenn sie ein vernünftiges Ergebnis präsentieren konnten. Oder wenn ihm ein Gerät rein optisch nicht gefiel, hat er es aus dem Fenster geworfen.
Sei es, wie es will. Der Erfolg gab ihm recht. Auch wenn er vielleicht gegen Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger lieber auf seine Berater hätte hören sollen. Aber so ist das nun mal. Ältere Menschen können stur und bockig werden. Nobody is perfect. Wer weiß, wie wir gehandelt hätten an seiner Stelle.
Es gibt Schlimmeres und triftigere Gründe, irgendetwas zu boykottieren, Stichwort Nokia oder Elektrolux oder Siemens. "Alles Ganoven." 
Im Vgl. dazu war Max Grundig ein frommes Lamm.
Viele Grüße,
Manuel
Zitat:Manuel postete
Nobody is perfect. Wer weiß, wie wir gehandelt hätten an seiner Stelle.
Das kann natürlich nur Spekulation sein, klar. Und letztendlich gibt es ja auch über jeden erfolgreichen Unternehmer solche und solche Sprüche. Sei es Studer oder Apple, es gibt immer Kritiker und da wird immer ein Körnchen Wahrheit dran sein.
Zitat:Es gibt Schlimmeres und triftigere Gründe, irgendetwas zu boykottieren, Stichwort Nokia oder Elektrolux oder Siemens. "Alles Ganoven." 
Im Vgl. dazu war Max Grundig ein frommes Lamm.
Viele Grüße,
Manuel
Meinste das war er? Hm... Gut, er hat die Betriebskohle wohl nicht im Puff von Barcelona durchgebracht wie im Norddeutschen Autobau üblich, aber ob er so fromm war?
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Zitat:Matze postete
Ah... Unsere CDU Fraktion meldet sich mit der gewohnten rethorischen Anmut und Grazie...
OK, noch mal sachlich: Ich weiß nicht, was für Geschichten über die Arbeit bei Grundig im Umlauf sind. Grundsätzlich bin ich aber gegenüber Pauschalaussagen wie "schlechter Umgang mit Mitarbeitern", "Ausbeuterfirma" u.Ä. immer skeptisch. Das hat nichts mit politischer Gesinnung zu tun, sondern damit, daß ich diese Sichtweise in den meisten Fällen nicht teile, wenn ich Details kenne. Oft stammen solche Aussagen von Berufseinsteigern, die sich im Freundeskreis und in Berufs- oder Hochschulen in absolut realitätsfremde Erwartungshaltungen bzgl. Gehalt und Arbeitsbedingungen hochgeschaukelt hatten und dann sehr hart in der Realität gelandet sind, wo schlechte Bezahlung, Stress, unbezahlte Überstunden und Wochenendarbeit inzwschen zur Tagesordnung gehören.
Und Grundig gehörte als eines der letzten Unternehmen, die im Hochlohnland Deutschland Unterhaltungselektronik in Serie gefertigt haben, zu den Arbeitgebern, die es sich kaum leisten konnten, es anders zu handhaben. Anders als Nokia, die eine Fertigungsstätte in Deutschland trotz üppiger Gewinne geschlossen haben (wofür ich rein gar kein Verständnis habe), ging es Grundig finanziell schon lange nicht mehr gut. Ein börsennotiertes Unternehmen muss aber zwangsläufig profitabel sein, weil es sonst unter die Räder kommt. Wenig Gewinn heißt sinkender Aktienkurs, sinkender Aktienkurs heißt drohende Übernahme zum Schnäppchenpreis. Und wenn es soweit kommt, interessiert sich der Käufer normalerweise nur für den Markennamen und eventuell das Know-How, aber so gut wie nie für den Erhalt der Arbeitsplätze. Damit ist also keinem gedient.
Ich sage nicht, daß ich das alles gut finde, aber man darf nun mal die Realitäten nicht verkennen. Solange der Börsenwert eines Unternehmens über dessen Schicksal entscheidet, muss man das Spiel mitspielen, oder man hat von vornherein verloren.
Edit: ... und daß ich nicht "die CDU-Fraktion" bin, kann ich Dir wohl noch tausend mal sagen, ohne daß Du es ernsthaft zur Kenntnis nimmst...
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@hallo Matze,
es war kein Puff in Barcelona wo ein Norddeutscher Autobauer sein Geld durchgebracht hat.
Übrigens hatte die entsprechende Dame mit dem norddeutschen Autobauer ( wer mag denn das blos sein ? ) einen gültigen Vertrag über Werbung mit uns geschlossen.
Und wenn unsere Herren Betriebsräte nicht so übermütig geworden wären, würde das Ding heute noch so laufen.
Im übrigen steht dieser norddeutsche Autobauer in der Weltrangliste jetzt auf Platz drei. Und wenn erst einmal Porsche Einzug hält, und unseren Laden ein bißchen aufpeppt, wer weis , wer weis .
Gruss
Revoxidiert
Revox A76 , A78 , B285 , B739 , B750 , B760 , B790 , C36 , C115 , C221 , D88 , E36 , G36 MKI , Lautsprecher Agora B , STUDER A 68 , A 81R , A 721 , 1 x A 730 , 1 x A 62 ( 9,5 / 19,0 cm/ sec ) , 1 x B 62 , ..... C37.... meine absolute Lieblingsmaschine ..... Telefunken 1 x M 5 A mono ...... 2 x M 5 B stereo ..... Grundig TK- 6 L .. TK - 42 ...2 mal TK 46...Telefunken Musikus 504 V ........ S.A.B.A. M.E.E.R.S.B.U.R.G --- S.T.E.R.E.O. - G .
Plattenspieler E M T 9 4 8
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Zitat:Matze postete
Meinste das war er? Hm... Gut, er hat die Betriebskohle wohl nicht im Puff von Barcelona durchgebracht wie im Norddeutschen Autobau üblich, aber ob er so fromm war?
Fromm, fromm, was heißt fromm? Kann alles mögliche bedeuten. Vielleicht hätte ich ein anderes Adjektiv wählen sollen. Bei Grundig herrschte eben eine andere Moral, sagen wir halt so.
Am besten wäre es, könnte sich ein ehemaliger Grundig-Mitarbeiter zur Tastatur melden, der Zeitzeuge ist. Dieser Person könnte ich so ganz nebenbei noch einige Fragen zu Grundig stellen, deren Anwort ich bereits seit längerem suche.
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Hallo,
nachdem ´mal wieder der Max Grundig als leuchtendes Beispiel deutschen Unternehmertums dargestellt wurde, und wie schlimm wir dran sind, daß uns jetzt Unternehmer aus dem näheren und dem ferneren Osten über den Löffel balbieren und nicht mehr die ehemaligen Patriarchen der fast untergegangenen und nicht zuletzt an der eigenen Überheblichkeit gescheiterten deutschen Unterhaltungsindustrie, möchte ich doch noch ein paar Sentenzen dazu beitragen.
Schließl ist, was den Maxl Grundig betrifft, ja wohl wenigestens ein Teil seines Rufes hier im Forum durch mich beschädigt worden.
Über sein Verhalten seinen Arbeitnehmern gegenüber in den 50-iger Jahren möchte ich auch gar nichts weiter schreiben, das kenne ich ja auch nur vom Hörensagen.
In den 60-igern hatte Herr Grundig eine für unser heutiges Verständnis eigenartige Vorstellung von Garantieleistungen: Garantie gab´s nur auf Teile!
Nun waren die Lohnkosten bereits damals nicht mehr vernachlässigbar, was dazu führte, daß bei Defekten während der Garantiezeit das oft billige Ersatzteil "kostenlos" ersetzt wurde, die ungleich höheren Arbeitskosten aber vom Verbraucher zu bezahlen waren. Das hat dann auch zu verschiedenen Anfechtungen von Verbrauchertest-Zeitschriften und Verbraucherschutzorganisationen geführt, bis diese Praxis beendet wurde.
Wenn´s in den Büchereien noch Testzeitschriften aus jener Zeit geben sollte, kann das der interessierte Leser gerne nachlesen.
Die Sprüche:
"Außen pfundig, innen Grundig"
"Grundig ist pfundig" etc. hatten schon einen Kern...
Der letzte Coup des Max war aber wohl der Verkauf seines Unternehmens an Philips, nicht, wie oben gepostet, "Zusammenarbeit"
Es stand damals, wenn ich mich recht erinnere, im "Spiegel", wie sehr sich die
Damen und Herren von Philips gefreut haben, als sie nach der Übernahme merkten, daß Grundig ganze Lagerhallen voll mit unverkäuflichen Fernsehern dem Betriebsvermögen zugeschlagen hatte, und es ihm damit gelungen war, den Kaufpreis freundlicher zu seinen Gunsten zu gestalten ...
Und wozu das alles?
Um seiner jungen Witwe und seinem Leibarzt, der nach dem Abbleben von unserem Max deren neuer Lebensabschnittgefährte geworden ist (oder war?),
ein sorgenfreise Leben zu ermöglichen...
Frank
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Zitat:Frank Stegmeier postete
nicht, wie oben gepostet, "Zusammenarbeit"
Grundig und Philips arbeiteten vor dem Jahr 1984 zusammen. Schon die gemeinsame Entwicklung von z.B. Video 2000 vergessen ?!?
Ab 1984 hatte Max Grundig nichts mehr zu melden, da führte Philips die Regie. Aber Grundig bekam jährlich eine Art Rente ausbezahlt, habe leider vergessen, wie hoch der DM-Betrag gewesen ist, aber das kann man sich ja wohl denken.
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Nun, Manuel,
ohne nachkarten zu wollen:
Anders als in Deinem letzten post
behauptetest Du weiter oben:
" Seit 1984 arbeitete Grundig ja mit Philips zusammen. Ca. 10 Jahre später trennte sich Philips wieder von Grundig."
Nicht nur Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Grundig
weiß:
"1979 schloss Grundig eine gesellschaftsrechtliche Verbindung mit dem niederländischen Philips-Konzern, der Firma, der er nur fünf Jahre später die Aktienmehrheit und Leitung seines ganzen Konzerns vollständig übergeben würde...."
Also: ab 1984 hatte Philips das Sagen in der Kurgartenstraße in Fürth. Philips hat den Laden auch nie mehr zum Laufen gebracht und sich, wie Du auch bemerkt hast, später wieder davon getrennt:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...index.html
Kann man das als Rente bezeichnen?
"Max Grundig verkaufte sein Imperium an den holländischen Philips Konzern (laut gewöhnlich gut informierter Kreise) für die Gesamtheit der Zahlungen von 20 (Jahren) x (je) 50 Millionen (manche sprechen von 45 Mio, andere von 52 Mio - also wie es jedem gefällt) und einem Rest- (Aktien-Rückkauf- ) Betrag von ca. 500 Millionen (oder 350 oder 450) nach 15 oder 20 Jahren. Wie auch immer, das sind zusammen irgendwie stolze ca. 1,5 Milliarden Mark, aber es sind eben "nur" 1,5 Milliarden."
http://www.useddlt.de/das-grundig-erbe.0.html
Dem Wikipedia-Artikel kann man sicher zustimmen, was die Charakterisierung der Person betrifft:
"Frühere Geschäftspartner und Mitarbeiter beschreiben Max Grundig als echte Unternehmerpersönlichkeit, aber eben auch als selbstherrlich, dominant und autoritär."
Frank
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Hallo Frank,
Antwort #028 ist richtig.
Weiter oben steht´s aber auch richtig, "Zusammenarbeit" ist das hier nämlich schon:
Zitat:
"Die Grundig AG und Philips AG Eindhoven werden im Prinzip zusammengelegt.
Man nennt das dann so:
Die Grundig AG und Philips werden ihre Zusammenarbeit intensivieren, um den Herausforderungen standzuhalten, die durch die Probleme im Markt für Unterhaltungselektronik hervorgerufen werden. Um den Prozeß der Rationalisierung zu fördern und mit Rücksicht auf die finanzielle Verantwortlichkeit für Grundig, hat sich Philips entschlossen, die Grundig AG ab dem 01.01.92 auf konsolidierter Basis in die Rechnungslegung einzubeziehen."
Ätschibätsch! :musik:
Grüße,
Manuel
Zitat:timo postete
OK, noch mal sachlich: Ich weiß nicht, was für Geschichten über die Arbeit bei Grundig im Umlauf sind.
Ich meine im besonderen das Posting eines Forumsmitglieds, wo es darum geht das ein grossteil der Angestellten zur Urlaubszeit entlassen wurden um keinen bezahlten Urlaub geben zu müssen. Und zwar zu einer Zeit als es dem Laden gut ging.
Und so macht man es nicht, auch wenn es heute normal ist.
Andere Geschichten kenne ich auch nicht. Dann gabs hier noch das Posting mit den appen Fingern. Das ist auch so eine Sache, aber hier, wo ja alle bei VW sind, gibt es auch appe Finger. Das scheint also Berufsrisiko zu sein.
Es ging mir nicht darum was heute los ist. Die Situation ist eine ganz andere.
Zitat:... im Hochlohnland Deutschland...
Im Hochpreisland Deutschland. Wenn die Monatskarte für den Bus den Mehrverdienst im Vergleich zur Sozialhilfe auffrisst, dann simmt etwas nicht. Modern ist es zu sagen das die Sozialhilfe zu hoch wäre aber ich bin da anderer Meinung.
Zitat:Edit: ... und daß ich nicht "die CDU-Fraktion" bin, kann ich Dir wohl noch tausend mal sagen, ohne daß Du es ernsthaft zur Kenntnis nimmst...
Natürlich bist du nicht "Die CDU Fraktion". Aber deine Sichtweise geht ja nun in diese Richtung.
Edit: Quoting Zeichen berichtigt
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