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Hallo,
es ist nicht ganz einfach, für dieses Thema den richtigen Forumsbereich zu finden, aber ich denke, mein Anliegen ist hier nicht falsch platziert:
Ich habe einen großen und einen kleinen Schatz. Der große ist meine Frau, der kleine eine Schallplatte, die ich (noch keine 20, vgl. mein Avatar) ihr als Geschenk von einer selbst gesungenen Tonbandaufnahme in einem kleinen Tonstudio schneiden ließ. Die Platte hat 17 cm Durchmesser, aber 78 UpM. Ich habe noch einen Plattenspieler, aber der kann nur 33 und 45 UpM.
Nachdem die Möglichkeiten, die kleine Rarität anzuhören, immer weniger werden, möchte ich die Aufnahme gerne digitalisieren, kann es aber eben selbst nicht. Wenn jemand hier die technische Einrichtung dazu hat, wäre ich für die Übernahme dieser "Arbeit" (die Laufzeit dürfte keine drei Minuten sein) sehr dankbar. Ich würde die Platte zwar mit gemischten Gefühlen der Post anvertrauen, aber sehr gut gepolstert wird der Versand hoffentlich klappen.
Wer also kann und mag, melde sich bitte. Dann erst bitte ich meine Frau um Zustimmung, der die Platte natürlich seit den 60er Jahren gehört.
Es gibt übrigens noch eine zweite Platte, auch Schell(l)ack, aber die ist bereits modern mit 45 UpM geschnitten, und sie kommt auf die geplante CD natürlich mit drauf.
Gespannte Grüße,
Anselm
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Hallo Anselm!
Du könntest Dir mit einem Trick behelfen:
- Digitalisiere die Platte mit Wiedergabegeschwindigkeit 45 UpM
- Öffne die WAV-Datei mit Audacity (sofern Du das nicht ohnehin schon zum Digitalisieren verwendet hast) und wähle die Funktion Effekt - Geschwindigkeit. Da gibt es dann gleich eine Option, die die gängigen Vinyl-Abspielgeschwindigkeiten 33, 45 und 78 UpM untereinander konvertieren kann.
Gruß,
Timo
Eine Single mit 78UPM ist ja wirklich selten. Ist das denn schon eine Mikrorillenplatte oder braucht man da noch eine spezielle Nadel?
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Mensch Timo!
Zitat:timo postete
Du könntest Dir mit einem Trick behelfen:
- Digitalisiere die Platte mit Wiedergabegeschwindigkeit 45 UpM
- Öffne die WAV-Datei mit Audacity (sofern Du das nicht ohnehin schon zum Digitalisieren verwendet hast) und wähle die Funktion Effekt - Geschwindigkeit. Da gibt es dann gleich eine Option, die die gängigen Vinyl-Abspielgeschwindigkeiten 33, 45 und 78 UpM untereinander konvertieren kann.
Du bist jut, Du kommst in die Suppe!  Das ist natürlich die Lösung! Zumal ich Audacity natürlich auf der Festplatte habe. Ich sag's ja: Dieses Forum und seine Mitglieder - I'd be lost without it. (Meiner Erinnerung nach Werbespruch der Londoner U-Bahnen.)
Danke Dir!
Anselm
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Gute Idee.
Ich bin ja in der Computertechnik nicht so drin, weiß das also nicht.
Aber lieber Anselm, Du wirst doch wohl nicht in einem einzigen Moment den Gedanken gefaßt haben, eine selbstbesungene, ca. 80 Jahre alte ( ;-) ) Schellackplatte der Post zu übergeben?
Im Zweifelfall alten Dualplattenspieler her, Normalnadel drauf und los gehts.
Wißt ihr eigentlich, wie gut Schellack klingen kann? Probierts mal aus!
Ihr habt halt nur immer das "pschpschpschpsch" als lautes Rillengeräusch im Hintergrund.
Liebe Grüße
MArtin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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Zitat:Anselm Rapp postete
Du bist jut, Du kommst in die Suppe!
Zu viel der Ehre. :-) Freut mich, wenn ich helfen konnte.
Endschuldigt, wenn ich ob Eurer Tips nur den Kopf schütteln kann. :dance:
Anselm, vor allen ist es wichtig zu wissen, mit welcher Entzerrung diese 78er geschnitten wurde..... Ob in Monorille oder schon in Mikrorille. (ja dies gab's auch!)
Und dann gehört dies, um richtig wieder zu geben, auf einen Plattenspieler mit 78er Geschwindigkeit!
Alles andere ist in meinen Augen nichts halbes, und erst Recht nichts Ganzes....
Anselm, sollte sich kein anderer melden biete ich an Dir die Platte zu digitalisieren.... gegen Portoerstattung.
Hast PN.
Gruß
Jürgen
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Ja, an die Entzerrung hab ich auch gedacht. Gab es da nicht im Prinzip drei verschiedene?
Schellack 78 Mikrorille hab ich noch nie gehört.
Erzähl! :-)
Liebe grüße
MArtin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
Hallo Jürgen,
was ist denn daran so schlimm, mit Audacity die Geschwindigkeit nachträglich zu ändern? Ob ich eine Schellack nun mit 78 UpM digitalisiere oder mit 45 UpM (mit Audacity nachträglich auf 78 UpM gebracht), bringt nicht den geringsten Qualitätsunterschied. Und wenn das eine Schellackplatte ist, gehe ich mal stark davon aus, dass es sich auch um eine gewöhnliche Schellackrille handelt.
Liebe Grüße,
Mario
Zitat:cassettenfreund postete
was ist denn daran so schlimm, mit Audacity die Geschwindigkeit nachträglich zu ändern?
Das Schlimmste wäre wohl das die Entzerrung nicht angepasst wird. Andererseits könnte man natürlich auch die Entzerrung mit modernen Computern bestimmt umrechnen so das es wieder passt. Die Frage ist nun ob Audacity das tut.
Hi,
es gab alleine meines Wissens über 25 verschiedene Entzerrungen!, die sich zwar teilweise ähneln und sich daher in etwa 5 Gruppen einsortieren lassen, bei Schellack....
=> Martin,
dies sind Sonderpressungen in geringster Auflage, bisher sind mir persönlich 2 bekannt geworden.....
Also soetwas ähnliches wie es eventuell bei Anselm ist.....
=> Mario,
Geschwindigkeiten digital zu ändern halte ich für den falschen Weg. Dabei die Tonhöhe korrekt zu treffen artet meiner Meinung nach in ein Lotteriespiel aus.
Da habe ich halt eine andere Meinung halt wie Du.
Zu der Rille, nur was ist eine gewöhnliche Schellackrille? Auch da gab es etwa 6 verschiedene Breiten und Tiefen.....
Du siehst also so einfach ist das Thema nicht.....
weiterführendes zum Thema Schellackplatten und deren Wiedergabe.....
http://www.fabtech.de/de/emt/schallplatt...meter.html
Matze,
ich sehe noch ein Problem...... womit werden die Tonabnehmersignale verstärkt?
Mittels eines üblichen Phonopres? Also mittels RIAA?
ist man überhaupt in der Lage mit Audacity die RIAA zunächst einmal originalgetreu um zu kehren?
Denn dann erst wäre eine Digitale Aufbereitung mit den richtigen Kennlinien zu machen.....
Und wie sauber arbeitet die eventuel vorgeschaltete RIAA Entzerrung des Phonopres?
Warum dann nicht direkt richtig entzerren?
Gruß
Jürgen
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Hallo Jürgen und alle anderen, die mir geantwortet haben,
Zitat:Jürgen Heiliger postete
Anselm, vor allen ist es wichtig zu wissen, mit welcher Entzerrung diese 78er geschnitten wurde..... Ob in Monorille oder schon in Mikrorille. (ja dies gab's auch!)
Und dann gehört dies, um richtig wieder zu geben, auf einen Plattenspieler mit 78er Geschwindigkeit!
Alles andere ist in meinen Augen nichts halbes, und erst Recht nichts Ganzes....
Anselm, sollte sich kein anderer melden biete ich an Dir die Platte zu digitalisieren.... gegen Portoerstattung.
Hast PN.
Ich denke, es kommt vor allem darauf an, welche Maßstäbe "man", konkret ich, anlegt.
Entzerrung, Monorille, Mikrorille - sicher alles berechtigt. Nur muss ich bei diesen Fragen passen, das war in der ersten Hälfte der Sechziger, und ich habe keine Ahnung, wie ich das jetzt überhaupt noch feststellen könnte. Die Platte ist vor allem so oft und auch auf qualitativ geringwertigen Plattenspielern wiedergegeben worden, dass es vermutlich ziemlich egal ist, wie man sie jetzt digitalisiert: "schön" wird die Wiedergabe sicher nicht mehr. Es geht mir also in allererster Linie darum, sie wieder hörbar zu machen, was mir mangels 78er-Plattenspieler seit Jahren nicht möglich ist.
Ich habe mal in ähnlichem Zusammenhang einen Thread im Usenet geführt und sehr gute Ratschläge bekommen, wie ich alte Kauf-Platten möglichst knacks-, rumpel- und knisterfrei digitalisieren kann. Ich habe damals geantwortet, dass das Knacksen, Rumpeln und Knistern schon da waren, als ich die Platten als sehr junger Mann laufend gehört habe, und dass sie für mich als Jugenderinnerung einfach dazugehören.
Jürgen, krieg das bitte nicht in den falschen Hals. Ich danke Dir sehr für Dein freundliches Angebot. Aber ich habe mich entschlossen, zunächst Timos Tipp als den am allereinfachsten zu realisierenden zu probieren. Dann werde ich zusammen mit meiner Frau, die noch etwas hochfrequenter hört als ich  , das Ergebnis mit dem Original vergleichen. Hören wir einen deutlichen Verlust, komme ich sehr gerne auf Dein Angebot zurück. Wenn nicht, sind wir sicher glücklich, das "Weltkulturerbe" einfach vor dem Verfall gerettet zu haben.
Danke Euch allen,
Anselm
Edit: Mangels Vorschau einen Tippfehler nachträglich eliminiert.
Hallo Anselm,
ich kriege das nicht in den falschen Hals..... ;-)
Ich habe mich nur über die oberflächlichkeit der ersten Antworten geärgert, sie gehören um den diesbezüglichen Hinweis ergänzt.
Gruß
Jürgen
Zitat:Jürgen Heiliger postete
Zu der Rille, nur was ist eine gewöhnliche Schellackrille? Auch da gab es etwa 6 verschiedene Breiten und Tiefen.....
Du siehst also so einfach ist das Thema nicht.....
Meine Schellacknadel hat eine Verrundung von 65µm, und meines Wissens haben alle elektrisch geschnittenen Schellacks eine solche Rille.
Liebe Grüße,
Mario
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Hallo Anselm,
Du gehst da völlig richtig an die Sache heran, ganz genau so sehe ich das auch. Wichtig ist zunächst einmal, daß man die Aufnahme überhaupt hören kann, wie gut die Qualität ist, spielt momentan keine so große Rolle.
Wenn es nicht so recht klappen sollte, würde sich bei mir bestimmt der eine oder andere Dual-Plattenspieler mit 78er-Geschwindigkeit finden, den ich Dir gegen Portoerstattung überlassen könnte. Lieber so, bevor man die wertvolle Platte verschickt, denn wenn sie auf dem Transport Schaden nehmen sollte, ist sie unwiederbringlich dahin. Dual-Dreher hingegen gibt es wie Sand am Meer...  die können ruhig kaputt gehen.
Viele Grüße,
Manuel
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´
Was wird den mit der unteren Grenzfrequenz? Rutscht die nicht wegen der um ca. 40% geringeren Geschwindigkeit in einen Bereich, den der TA nicht mehr mitbekommt?
@ Martin: Das Hintergrundgeräusch bei Schellackplatten ist hauptsächlich Verschleiß. Bedenke, was eine Stahlnadel mit einem halben Pfund Auflagekraft anrichtet. Würde man frisch gepresste Schellackplatten mit heutiger Tonabnehmertechnik abspielen, wäre das Rauschen kaum mehr wahrnehmbar.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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Hallo Manuel,
Zitat:Manuel postete
Wenn es nicht so recht klappen sollte, würde sich bei mir bestimmt der eine oder andere Dual-Plattenspieler mit 78er-Geschwindigkeit finden, den ich Dir gegen Portoerstattung überlassen könnte. Lieber so, bevor man die wertvolle Platte verschickt, denn wenn sie auf dem Transport Schaden nehmen sollte, ist sie unwiederbringlich dahin. Dual-Dreher hingegen gibt es wie Sand am Meer... die können ruhig kaputt gehen.
Aus der Perspektive, dass man nicht unbedingt den Stuhl zum Klavier ziehen muss, habe ich das noch gar nicht betrachtet.  Ich habe grade mal bei eBay geguckt: 1620 Treffer, allerdings muss man sich wohl die Rosinen rauspicken. Ein potenzieller Käufer fragt:
Zitat:Welche Drehgeschwindigkeiten lassen sich bei dem Plattenspieler einstellen?
Antwort:
Zitat:ÄÄÄÄHHH ok also da sind einmal 3 zahlen links vom Plattenteller und einmal 3 zahlen rechts vom Plattenteller
 Jedenfalls behalte ich diese Möglichkeit mal im Auge und melde mich gegebenenfalls auf Dein Angebot.
Danke! Anselm
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Hallo Frank,
Zitat:Frank postete
Was wird den mit der unteren Grenzfrequenz? Rutscht die nicht wegen der um ca. 40% geringeren Geschwindigkeit in einen Bereich, den der TA nicht mehr mitbekommt?
Berechtigte Frage.
Ich ahnte nicht, dass das Thema so spannend wird!
Gruß, Anselm
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So Leute,
bei all der Hilfe sollt Ihr einen vergnügten Sonntag-Spätnachmittag haben. Ich habe das Meisterwerk inzwischen mit 45 UpM aufgenommen (es lebe mein TEAC-Receiver, Michael F.!) mit Audacity nach 78 UpM konvertiert, und einen Sampler kreiert. Wundert Euch nicht, wenn ich in Kürze unter den Top Ten auftauche!
http://www.anjora.de/a/audio/AUDIO005_Teil.mp3
Ich war damals vermutlich noch nicht bei UHER, die Tonbandaufnahme dürfte mit meinem damaligen Siemens Protos gemacht sein - ich denke, da lässt sich nichts mehr dran "verbessern" ...
Dank und Gruß, Anselm
:phono: :musik:
Zitat:Frank postete
´
Was wird den mit der unteren Grenzfrequenz? Rutscht die nicht wegen der um ca. 40% geringeren Geschwindigkeit in einen Bereich, den der TA nicht mehr mitbekommt?
......
HI Frank,
sehe ich nicht als das eigentliche Problem..... TA die eine untere Grenzfrequenz von 10 und kleiner haben gibt es genug.... Aber wie sieht dies beim digitalisieren aus? Wie war da noch mal der Frequenzgang?
Nur Frank ist in dem Frequenzspectrum bei der Schellack mit keiner Amplitude zu rechnen..... und wenn ist es das Rumpeln des (T)reibrades.... ;-)
Gruß
Jürgen
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Zitat:Anselm Rapp postete
Wundert Euch nicht, wenn ich in Kürze unter den Top Ten auftauche!
Für einen Handy-Klingelton reicht es allemal.
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Zitat:Manuel postete
Für einen Handy-Klingelton reicht es allemal. 
Frechdachs.  Es ist halt ein Einzelstück, hergestellt ausschließlich für meine Liebste - und sie hat mich trotzdem geheiratet.
Gruß, Anselm
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Zitat:Jürgen Heiliger postete
Geschwindigkeiten digital zu ändern halte ich für den falschen Weg. Dabei die Tonhöhe korrekt zu treffen artet meiner Meinung nach in ein Lotteriespiel aus.
Da die "oberflächliche" Antwort (warum eigentlich die Mehrzahl?) von mir stammte, hätte ich gerne noch eine Erklärung zu der obigen Aussage (das mit den Mikro- und Monorillen sowie der Entzerrung nehme ich mal hin, davon habe ich zugegebenermaßen keine Ahnung).
Warum sollte, wenn die 45er-Wiedergabegeschwindigkeit von Anselms Plattenspieler stimmt, die Aufnahme bei einer digitalen Geschwindigkeitserhöhung mit Faktor 1,73E nicht korrekt mit der Geschwindigkeit 78 UpM laufen?
Die Frequenzen ändern sich übrigens je nach verwendetem Verfahren bei der digitalen Geschwindigkeitsänderung genau wie bei der analogen (das ist hier der Fall) oder überhaupt nicht. Wo soll da das Problem des "korrekten Treffens" sein?
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Zitat:timo postete
Wo soll da das Problem des "korrekten Treffens" sein?
Wenn ich da mal kurz dazwischenfunken darf...
Es gibt etwas preisgünstige PC-Soundkarten, die nicht ganz genau die von der Software eingestellten Abtastfrequenzen einhalten. Die dadurch entstehende Geschwindigkeitsabweichung dürfte jedoch so dermaßen extrem niedrig sein, daß man es wohl unmöglich hören wird.
Da sind die Gleichlaufschwankungen des Plattenspielers sowie das Eiern der Schallplatte höchstselbst 1000-Mal hörbarer.
Das "Lotteriespiel" hat man sowieso jedes Mal, wenn man eine Schallplatte laufen läßt. Da sind die ca. 0,00000001 Prozent Geschwindigkeitsabweichung der PC-Soundkarte wirklich nicht mehr von Bedeutung.
Gruß,
Manuel
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Zitat:Manuel postete
Es gibt etwas preisgünstige PC-Soundkarten, die nicht ganz genau die von der Software eingestellten Abtastfrequenzen einhalten.
Mag sein, aber Jürgens Zweifel bezogen sich ja nicht auf das eigentliche Digitalisieren, sondern auf die Änderung der Abspielgeschwindigkeit und, damit verbunden, die der Tonfrequenzen. Wieso das auf digitalem Wege nicht zuverlässig funktionieren soll, kann ich nicht nachvollziehen.
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Das Problem sehe ich auch bei der Umrechnung der Geschwindigkeit bei gleicher Abtastrate.
Eine solche Aktion ist keine einfache Sache!
Nur weil man etwas digital macht wird es noch lange nicht gut.
Mit der Post versenden würde ich die Platte übrigens auch nicht!
Wenn die Platte von jemanden mit nach Frankfurt gebracht werden könnte, würde ich die Digitalisierung durchführen.
Gruß
96k
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Zitat:96k postete
Das Problem sehe ich auch bei der Umrechnung der Geschwindigkeit bei gleicher Abtastrate.
Eine solche Aktion ist keine einfache Sache!
Ich stimme Dir für den Fall zu, daß die spätere Abspielgeschwindigkeit niedriger ist als die Aufnahmegeschwindigkeit, Die größere Datenmenge für die längere Spielzeit erreicht man bei konstanter Abtastrate nur durch Interpolation, was Qualitätsverluste bedeutet (was man aber vermeiden kann, indem man zunächst eine höhere als die letztendlich benötigte Abtastrate verwendet, bei mir sind bis zu 96 kHz möglich).
Hier ist es aber genau andersherum. Letztendlich werden erst einmal mehr Daten aufgezeichnet, als es in Echtzeit der Fall wäre, und diese dann bei der Konvertierung heruntergerechnet.
Zitat:timo postete
Ich stimme Dir bedingt für den Fall zu, daß die spätere Abspielgeschwindigkeit höher ist als die Aufnahmegeschwindigkeit, wodurch dann bei der Geschwindigkeitsänderung die effektive Abtastrate (und damit die Qualität) sinkt. Die größere Datenmenge erreicht man ja nur durch Interpolation.
Hier ist es aber genau andersherum. Letztendlich werden erst einmal mehr Daten aufgezeichnet, als es in Echtzeit der Fall wäre, und diese dann bei der Konvertierung heruntergerechnet.
...wobei das Herabsetzen der Abtastrate auch nicht unproblematisch ist. Bei vielen Programmen klingt das am Ende nicht gut. Audacity macht das aber ausgezeichnet, mit Music Cleaning Lab von MAGIX war das bisher die beste Lösung.
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Kriegen wir nicht jetzt bitteschön den Hit auch nochmla komplett zu hören und zum downloaden? ;-)
Liebe Grüße
MArtin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!
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Hallo 96k,
Zitat:96k postete
Mit der Post versenden würde ich die Platte übrigens auch nicht!
Wenn die Platte von jemanden mit nach Frankfurt gebracht werden könnte, würde ich die Digitalisierung durchführen.
Ich danke auch Dir für Dein Angebot, das Du vermutlich gemacht hast, nachdem Du meinen Minnesang gehört hast. Ich selbst kenne niemanden, der gelegentlich nach Frankfurt kommt. Und ich bin sehr sicher, dass sich die Qualität wirklich kaum noch hörbar verbessern lässt.
Das bringt mich allerdings auf die Idee, bei der geplanten "Hörung" (von Sichtung kann man ja schlecht sprechen) meiner archivierten Tonbänder darauf zu achten, ob ich nicht irgendwo noch das Tonband-Original entdecke. (Ich habe manch Unwiederbringliches zu Gunsten aktueller Schlager aus dem Radio gelöscht.  ) Dessen Qualität sollte schon ein ganzes Stück besser sein. Ich habe die Platte meiner Frau in den Urlaub bei Verwandten auf dem Bauernhof geschickt, und die hatten ein Grammophon, das möglicherweise noch mit Handkurbel betrieben wurde und als Abtastnadel einen Zimmermannsnagel hatte.  Jedenfalls hat die arme Platte schon viel durchmachen müssen; kein Wunder, dass meine kaum zwanzigjährige Stimme dadurch nicht besser wurde.
Dank und Gruß, Anselm
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Hallo Martin,
Zitat:Zelluloid postete
Kriegen wir nicht jetzt bitteschön den Hit auch nochmla komplett zu hören und zum downloaden? ;-)
Ich danke für die indirekten Blumen.  Der komplette Download scheitert leider an der Regierungsgenehmigung. Meine Frau hat schon wegen des Anspiels etwas die Stirn gerunzelt, und sie möchte, dass der Song ihr Unikat bleibt. Tipp: Das Anspiel so lange aneinanderkopieren, bis etwa 3 Minuten draus werden.
Gruß, Anselm
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Oha, die Frau greift aber hart durch!
Wenn ich mal in München bin, möchte ich mir dann wenigstens das berühmte Lied anhören dürfen.
Liebe Grüße
Martin
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Zitat:Zelluloid postete
Wenn ich mal in München bin, möchte ich mir dann wenigstens das berühmte Lied anhören dürfen.
Sowie meine Frau zustimmt, melde ich mich.
Gruß, Anselm
Zitat:Manuel postete
Zitat:timo postete
Wo soll da das Problem des "korrekten Treffens" sein?
Wenn ich da mal kurz dazwischenfunken darf...
Es gibt etwas preisgünstige PC-Soundkarten, die nicht ganz genau die von der Software eingestellten Abtastfrequenzen einhalten. Die dadurch entstehende Geschwindigkeitsabweichung dürfte jedoch so dermaßen extrem niedrig sein, daß man es wohl unmöglich hören wird.
Da sind die Gleichlaufschwankungen des Plattenspielers sowie das Eiern der Schallplatte höchstselbst 1000-Mal hörbarer.
Das "Lotteriespiel" hat man sowieso jedes Mal, wenn man eine Schallplatte laufen läßt. Da sind die ca. 0,00000001 Prozent Geschwindigkeitsabweichung der PC-Soundkarte wirklich nicht mehr von Bedeutung. 
Gruß,
Manuel
Hallo
ich habe mich mit diesem Thema schon beschäftigt und benutze dafür das Programm "WAVEPURITY". Ablauf: Die Schellackplatte spiele ich mit 33 (statt der normalen 78 ) U/min mit entsprechender breiterer "Nadel" über einen (üblichen) RIAA-Vorverstärker in den Rechner ein. Das Programm bringt dann die Musik wieder auf Solltempo und die unerwünschte Veränderung durch die RIAA-Kennlinie des Vorverstärkers wird ebenfalls korrigiert. Jetzt liegt die Musik in Originalform vor und kann jetzt entsprechend der "Hersteller-Entzerrung" in die richtige "Klang-Form" gebracht werden (mit dem RIAA-Plugin). Kennt man -wie in den meisten Fällen- nicht die entsprechenden Einstellungen kann man sich aus etlichen "Normen" sich das gehörmäßig richtige -durch probieren- aussuchen.
Übrigens: ich habe bereits eine Auflistung (mit Daten) von über 100 Schallplatten-Entzerrungskurven.
Für weitere Infos bitte melden
Gruss
Diego
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