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Zitat:Frank postete
Das kann ich nur bestätigen, seit ich im Besitz einer M21 bin. Das Hebelchen stiftet große Freude beim Rangieren, obwohl es leider noch nicht wirklich perfekt arbeitet. In Verbindung mit der Vorkopfschere sollten auch größere Schneideorgien entspannt durchzuführen sein.
Lieber Frank, ich merke, Du bist auf den Geschmack gekommen!
Wenn ich Meß- und Prüfbänder schneide und klebe, ist das schon prima. Mittels Rangierhebel genau die richtige Stelle anfahren, eventuell die verschätzten 0,5 - 2 Sekunden per Hand schnell drehen und dann Schnipp, die Vorkopfscheere hat geschnitten. Schnell 'rauf das Band auf die Schiene Kopfträger, Gelbteil dazwischen, Strip 'drauf und weiter geht es!
Andreas, DL2JAS
Habe hier auch noch 2 A77 seit über 30 Jahren am laufen...
A77 MkIII Dolby Halbspur Bj. 74
- Leicht modifiziert
- Studer AEG-Bandteller auf Wickeltellern mit langen Achsen
- Eingemessen auf Agfa PEM 468 (mit Nakamichi T-100 Audio Analyzer)
- Schneid/Klebeschiene von B77 auf der Tonkopfabdeckung (Klappe geht noch zu!)
- Mikroeingang hinten entfernt
- dafür Radioeingang an die Cinchbuchsen gelötet (kein Übersprechen mehr)
- R307/308 C304/305 auf dem Schalterprint entfernt -> besseres Verhalten des Wiedergabeverstärkers und Balancereglers
- Q801 im Wiedergabeverstärker durch rauscharmen Typ ersetzt
A77 MkIII Dolby Halbspur Bj. 72
- Stark modifiziert, 1982 umgebaut auf 19/38
- Modifizierungen wie oben
- Tonmotor durch einen mit "dicker" Tonwelle ersetzt -> 19/38
- Entzerrung bei 19 nach NAB, bei 38 IEC (50/35µs) das rauscht am wenigsten (Geräuschspannungsabstand über 75 dB)
- Kondensatoren für die Wickelmotoren verstärkt und R125 auf dem Laufwerksprint geändert für besseren Bandzug
...und sonst noch ein paar Kleinigkeiten.
Btw dass die A77 brummen soll, ist mir bislang nicht aufgefallen, ausser ein Kondensator oder Gleichrichter im Netzteil hätte sich verabschiedet.
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Hat jemand sich schonmal Gedanken gemacht, die VU-Meter auf Hinterband zu legen?
Ich meine, es wäre bedeutend schöner zu wissen, was nachher wirklich auf dem Band ist, anstatt was evtl. drauf sein könnte, so die Maschine korrekt eingemessen ist - meine ist es nämlich nicht.
Ich bin alleinstehend. Aber nicht nachts - da leg ich mich hin. 
---
Aufnahmen bestätigen die Pegel
Zitat:Kabelsalat postete
Hat jemand sich schonmal Gedanken gemacht, die VU-Meter auf Hinterband zu legen?
Das ist nicht ohne weiteres möglich, da die VU-Meter bei den Nicht-Dolby-Ausführungen vom Aufnahmeverstärker gespeist werden (bei den Dolby-Geräten hängen sie hinter dem Dolby-Wiedergabeprozessor).
Bei Wiedergabe gibt es ja immer noch die Möglichkeit, die Eingangswahlschalter auf 1=>2 und 2=>1 zu stellen und die Record-Regler auf ca. 9 zu stellen...
Der echte Tonbandprofi hat aber eh an geeigneter Stelle ein RTW Peakmeter o.ä. angeschlossen und freut sich beiläufig, dass die eingebauten Schätzeisen noch irgendwie zappeln
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Wenn die Maschine nicht korrekt eingemessen ist, hast du ohnehin nur irgendetwas auf dem Band, gleichgültig, wo sich das Aussteuerungsmesswerk befindet (vor oder hinter Band), von Planbarkeit der elementarsten Aufzeichnungsqualität keine Spur, denn: Ohne Einmessung keine sinnvolle Aussteuerungsmessung. Die Signale vor und hinter Band dürfen sich bei einer A77 in der höheren Bandgeschwindigkeit bei ordnungsgemäßem Umgang mit dem Gerät nicht unterscheiden.
Ein Aussteuerungsmesser hat primär zu protokollieren, welche Pegel der Maschine zugemutet werden sollen, die gleichzeitig erforderliche spektrale Analyse des aufzuzeichnenden Signales hat anhand dessen ohnehin schon das Ohr des Aufnehmenden durchzuführen. Je niedriger die Bandgeschwindigkeit liegt, umso kritischer (und wichtiger) wird das.
Zeigt der Aussteuerungsmesser erst, was bereits auf das Band gebracht wurde, ist es zu spät. Dass bei Amateurgeräten wiedergabeseitig Messeinheiten mitlaufen, hat lediglich beschäftigungstherapeutischen Wert, weil im Gegensatz zu nun auch vergangenen Profitagen für nachfolgende Senken kein genormter Pegel einer nominellen Vollausteuerung definiert ist. Selbst für Einmesszwecke taugt solch eine Einrichtung nur begrenzt, weil durchweg VU-Meter verbaut wurden, die ab -15 dB nurmehr sehr ungenau abzulesen sind.
Wenn du die Schaltzeichnungen der B77 und der A77Dolby zum Vergleich heranziehst, kannst du dir ein Bild davon machen, wie Revox dies Problem in deinem Sinne gelöst hat. Bedenke dabei aber, dass die vorgesehene Modifikation (der originale Eintransistor-8-dB-'Messverstärker' befindet sich in der A77 auf den Aufnahmeverstärkerplatinen) erheblich ist und beispielsweise bei der B77 auch die Beseitigung des Wiedergabe-Volumestellers nebst der Balancejustage einschloss, was nebenbei auch noch andere Gründe hatte. Bei der A77 wird man dies deshalb so nicht realisieren, dafür aber einen Trennverstärker vor dem Volumesteller vorsehen müssen, um ein Signal für das VU-Messerle rückwirkungsfrei auszukoppeln.
All dies lässt sich prinzipiell problemlos realisieren, greift aber -Sammlers Alptraum- erheblich in die originale Integrität deines Gerätes ein. Für ein VU-Meter ist es -so meine ich- den Aufwand nicht wert. Solltest du eine HS-Version haben, diese artgerecht aussteuern wollen, sieht sich die Sache allerdings anders an. Doch dann dräut ohnehin schnell der Mischpultwunsch, weil solche Pläne ihren Nachdruck meist aus eigenen Produktionsunternehmungen schöpfen. Dann aber bedient man sich anderer Strategien.
Hans-Joachim
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Hm... nee, der Aufwand is mir dann doch zu hoch. 
Aber was doch machbar wäre, ist die Charakteristik der Anzeigen von VU nach Peak level zu ändern. Oder?
Habe mich durch die B116 so dran gewöhnt...
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Zitat:Kabelsalat postete
Hm... nee, der Aufwand is mir dann doch zu hoch. 
Aber was doch machbar wäre, ist die Charakteristik der Anzeigen von VU nach Peak level zu ändern. Oder?
Habe mich durch die B116 so dran gewöhnt... 
Das geht, setzt aber neue/zusätzliche Messwerstärker voraus, die man zweckmäßigerweise mit 24 Volt speisen, mit einer anderen Gleichrichtung versehen und ggflls. auf Zeigerendlage rechts umstellen sollte. Außerdem bedürfte es dann einiger Versuche, um die dynamischen Eigenschaften des Messwerkes zu verbessern, es sei denn, man wollte lediglich eine Peak-LED nachrüsten. Da tut man sich erheblich leichter: Siehe B77.
Aber eine richtige Aussteuerungsmessung? Die realisiert man im vorgeschalteten Mischpult.
Hans-Joachim
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Betreffend A77 VU-Anzeige auch bei Wiedergabe
habe ich mal eine kleine Platine entwickelt und als Prototyp bei mir eingebaut. Dieser Zusatz vermeidet auch den starken Einschalt-Zeigerausschlag.
Einfacher Einbau mit einigen Löt-Anschlüssen am Lautstärke-Pot und Aufnahme-Verstärker.
Mangels Käuferintresse habe ich das Projekt nicht weiter verfolgt.
Kann ja noch kommen.
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ich schon wieder... 
und auch schon wieder das "Sorgenkind".
Hab jetz die letzten Tage meiner A77 neue Köpfe verpasst. Einmessung ist erledigt, Eintaumelung... naja, dank der wirklich übertrieben spartanischen Bandführung wäre das selbst mit nem hochpräzisem Messband nur "pi mal Daumen" machbar. 
Es müsste doch möglich sein, im Bandpfad eine zusätzliche Höhenführung einzubauen, selbst wenn es nur ein einfaches Blech mit entsprechend breitem Einschnitt ist. Am zweckmäßigsten sollte diese zwischen L- und A-Kopf sein.
Denn das anderswo erwähnte Hoch- und Runtertanzen des Bandes führt ja nicht nur zu falscher Spurlage, sondern versaubeutelt auch jede Azimut-Einstellung.
Ich hab hier zwar aus einigen Schlachtgeräten ein paar Führungsbleche, aber natürlich passt keines so recht...
Ich meine, wenn sich einer bereit erklären würde, nach einer entsprechenden Maßzeichnung ein passendes Führungsblech zu fertigen... bzw. fertigen zu lassen...?
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