Russische Bandmaschine "BERESA" (Militär)
#1
Hallo!
Ich wette, dass Sie sowas noch nicht gesehen haben.
Hat 12 Kanäle (Audio und Digital)
Bandtransport 4-9-19-38-72 cm/sek
neu, wurde nicht benutzt.
Alleine serviceunterlagen wiegen 2 kg

Am 22.04.2008 wurde für 1622€ angeboten (ohne Zollgebühren)
http://foto.mail.ru/mail/j-23hk/108/577.html
http://foto.mail.ru/mail/j-23hk/108/578.html
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#2
Zitat:hrymll postete
...Ich wette, dass Sie sowas noch nicht gesehen haben....
Moin, moin,

da scheint jemand Recht zu haben. Jetzt hätten wir aber auch gerne mehr Infos! (Ist z.B. das rote Bänzel am linken Teller der berühmte Gummiband-Antrieb?).

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch
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#3
...panasonic steht da !
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#4
Hallo Leute,
denkt bei diesen (russischen?) "TONBAND"-Geräten nicht mit eurem
High-Fidelen Sachverstand (sofern vorahnden), sondern bleibt auf dem
Teppich der akustischen Messtechik, die auch hier benutzt wird, um
schnell ablaufenden Vorgänge über eine Transformation im Zeitbereich
sichtbar durch Betrachtung mit mit Osziloskop zu machen. Im Regelfall lässt die Betrachtung der Hüllkurve (ADRS-Kurve) Rückschlüsse auf die mechanischen
Eigenschaften von schwingsfähigen Systemen zu.
Eine der üblichen Anwendungen in der Bauphysik ist die Ermittlung von Durchgangsdämpfungen bei Wänden und Decken im Hochbau.
Anwendungen finden wir bei Explorationen (Erdölquellen suchen und finden
mit gezielten Sprengungen und Laufzeitmessungen der Schwingungen in unterschiedlichen BohrTiefen). Untersuchungen an Vulkanen (Erregungsfrequenzen zwischen 1,5 und vier Hertz) setzen zwingend eine Wandlung mit dem Faktot 32 (von 2,38 Zenbtimeter je Sekunde auf 76,1 Zentimeter je Sekunden Bandgeschwindigkeit) oder auch mit dem 64-fachen voraus, damit das menschliche Ohr "etwas" wahrnehmen kann.

Auch wenn in Beschreibungen von "INSTRUMENTATIONS"-Recordern (so lautet die korrekte Bezeichnung) das Wort AUDIO auftaucht, man kann über Bandpassfilter in den einzelnen Eingangsmodulen in Abhängiglkeit von der gewählten Geschwindigkeit bestenfall mit der höchsten Geschwindigkeit (76,1 oder auch 152,2 Zentimter je Sekunde) mit einem Frequenzumfang vonm 50 bis 15-tausend Hertz aufzeichnen, aber die Spulengrössen liegen entweder bei maximal 18 oder 22 Zentimeter (BRUEL & KJAER und RACAL), und damit schafft man einige Musikstücke der üblichen zwei bis drei Minuten-Längen, für eine komplette Langspielplatte reicht die Länge nicht.

[Bild: 7003_BRUEL-KJAER.jpg]

Manchmal schwimmt in der Bucht auch ein dänischer Instrumentations-Recorder mit der Modellbzeichnung 7003. Den schönen Beschreibungen sollte man etwas skeptisch gegenüber stehen, wenn dann Beschreibungen wie "SUPER-Tonbandgerät" dabei auftauchen.

Viele Grüsse
H A N N S -D.

edit_bild verkleinert
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#5
Zitat:hanns-d.pizonka postete
.... aber die Spulengrössen liegen entweder bei maximal 18 oder 22 Zentimeter (BRUEL & KJAER und RACAL), und damit schafft man einige Musikstücke der üblichen zwei bis drei Minuten-Längen, für eine komplette Langspielplatte reicht die Länge nicht...
Hier, lieber Hanns- D irrst Du. Es gibt durchaus auch Instrumentationsrekorder mit größeren Spulen- bis hin zu gewaltigen 14" Wagenrädern.

Ich habe selbst tonnenweise Instrumentationsbänder auf 26,5 cm Spulen verarbeitet. Diese Bänder wurden, wenn man den Inhaltsangaben trauen darf, mit 38,1 cm/s auf 8- Spurmaschinen vom Ampex bespielt. Zu hören sind bei der Wiedergabe auf einer 8- Spur Audiomaschine Töne, ähnlich denen eines Modems oder Faxgeräts.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#6
Dieses Thema kommt mir ja wie gerufen. Neugierig geworden, was das nun ist, schlug ich in der Bucht zu. Nun ist die Hoffnung geweckt, das ich erfahre, was ich da nun gekauft habe. Ob es je zu irgendwas zu gebrauchen ist oder ob man damit wirklich nur Shamrock von der Spule wickeln kan. Hier mal der Link zur Auktion:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?View...:IT&ih=017

Also, hat jemand irgendwelche Infos dazu.
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#7
So weit ich weiß (OK, es ist mehr so eine Art “Ahnung“) hatten diese Geräte zwar eine recht große Bandbreite (in der Gegend 300Hz bis 100khz) aber keine große Dynamik.
Die Daten (nicht Audio) die darauf Aufgezeichnet wurden waren in der Regel aber irgendwie Moduliert (FM, QPSK).

Im Audiobereich ist so etwas wohl nur zum Umspulen zu gebrauchen.

Gruß Ulrich
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#8
Hallo snzgl,

die kenn ich doch glatt, die Racal, ist eigentlich ein Datenrecorder und arbeitet, wenn ich mich recht erinnere, mit FM Modulation. Wir haben damit zu Ende der 80er Jahre elektophysiologische Daten gespeichert, bei denen es darauf ankam, auch DC Anteile wiedergeben zu können. Diese Maschinen wurden dann recht bald durch digitale Aufzeichnung am PC abgelöst.
Je nach gewünschtem Frequenzumfang wählte man die Bandgeschwindigkeit, wenn mich nicht alles täuscht lag das Maximum bei 15kHz,vom Radio aufnehmen sollte daher ja kein Problem sein. Ich wollte ohnehin immer ausprobieren, ob das Ding für HiFi oder besser Audiozwecke einsetzbar ist, hab die Gelegenheit aber versäumt, war wegen mangelnder Kabeladapter in unserem Labor nicht zu testen. Am Oszi war jedenfalls die Trägerfrequenz immer gut zu sehen, vielleicht sollte man das Signal noch einmal tiefpassfiltern wenn man seine Boxen liebt. Bin schon gespannt, wie sie klingt, bitte um Berichte.

Viele Grüße
Lukas
Viele Grüße
Lukas
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#9
Nun ist diese "Wunderkiste" bei mir eingetroffen. Da kann man sich wirklich nur wundern, was manche als "GUTE!" Verpackung ansehen. Naja, jedenfalls, erster Eindruck: Max Spulengröße 22cm. Bandgeschwindigkeiten sind in Zoll angegeben, jedenfalls sind es etliche. Das ganze Ding ist groß, etwa so wie eine Uher-Royal-deluxe und schwer. Über die BNC-Anschlüsse ist keine Tonwiedergabe möglich, es kommen nur kratzende Geräusche von einem bespielten Band (defekt?) ist das Band leer, dann rauscht es normal. Eine Din-Buchse ist mit "Voice" bezeichnet. Nehme ich dort ein Signal ab, ist die Musik im Radio zu hören allerdings sehr stark mit Nebengeräuschen (Rumpeln) unterlegt. Denke mal, daß die Maschine auf Grund der doch so hervorragenden Verpackung irgendeinen Schaden hat. Achso, sie wird nicht mit Capstan und Andruckrolle getrieben sondern wohl eine Art Omega-Trieb. Das Band umschlingt eine Rolle.
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#10
Hallo,
die "WUNDERKISTE", die bei Dir eingetroffen ist, heisst
RACAL STORE 4 DS
und hier ist ein Foto davon.
[Bild: RACAL_STORE4DS.jpg]
Viele Grüsse und Spass beim Versuch der Maschine Musik-Klänge zu entlocken
Mit vielen Grüssen
H A N N S -D.

Wenn Du Abnehmer suchst, Ich kaufe oder tausche (bei 92 Tonbandgeräten
wird auch für Dich was dabei sein).
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#11
Habe nun schon etwas weiter "gefummelt", die vordere Klappe, da wo die Regler sind, läßt sich öffnen. Neben etlichen Steckkarten findet man dort auch einige Kippschalter um irgendwas zu verstellen. An einem steht "Tape <> Tacho". Steht dieser auf Tape, dann läuft das Band unregelmäßig als ob es nach Daten abgesucht wird. Scheint die Maschine was gefunden zu haben, läuft es langsamer, mit der eingestellten Geschwindigkeit. Sind die vermeintlichen Daten jedoch unlesbar, wird wieder schneller weitergespult. Bei Tacho läuft das Band eben wie bei einer normalen Bandmaschine mit der jeweils gewählten Geschwindigkeit. Ist schon faszinierend, wenn man ein Band mit 76 oder gar mit 152 cm/s laufen sieht. Ein Unitra ZK120 zum Beispiel läuft nicht mal beim Umspulen so schnell. Wenn ich nun richtig gezählt habe, sind die Geschwindigkeiten 2,4 - 4,76 - 9,53 - 19,05 - 38,1 - 76 und 152 cm/s. Werden wohl rein elektronisch geschaltet. Der Omega-Antrieb erfolgt direkt. Die Motorwelle ist gleichzeitig Tonwelle, wenn es bei dieser Antriebsart auch so heißt. Was noch neckisch ist an der Maschine. Die Wiedergabe kann in
beiden Richtungen erfolgen. Also ich kann ein Band mit Normgeschwindigkeit auch rückwärts abspielen.

Mal sehen, ob es auch klappt, hier mal ein kleines Video, bei miyvideo
Der Film ist aber bestimmt nicht Oscar-verdächtig.

http://www.myvideo.de/watch/5123962/Racal_Store_4_SD

Erster Versuch hatte nicht geklappt.
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#12
Inzwischen habe ich weiter experimentiert. An den vier BNC-Buchsenpaaren an der Frontseite liegt bei Wiedergabe jeweils an der rechten der paarig stehenden Buchsen ein Signal an, wenn ein Viertelspur-Musikband abgespielt wird. Allerdings ist im Radio nur ein Rauschen und knacksen zu hören eben wie digital. Dann habe ich spaßenhalber mal je eine LED in jede Ausgangsbuchse gesteckt, die haben schön geflackert, eben so, wie man es manchmal in Filmen sieht, wenn eine Datenübertragung optisch in Szene gesetzt werden soll. Weiterhin habe ich, wie schon erwähn, unter der Frontklappe jede Menge Steckkarten entdeckt, ähnlich wie bei ReVox. Jedem Kanal scheinen drei dieser Karten zugeordnet zu sein. Auf jeweils einer von ihnen ist der Stufenschalter untergebracht, mit dem wohl das Nivou des Schreibpegels für die Datenaufzeichnung eingestellt wird. Daneben sind auch etliche, wohl Spindeltrimmer, um die Maschine einzumessen. Außerdem sitzt auf jeder dieser Platinen mit dem Stufenschalter eine zweiteilige Dipschaltergruppe mit einem roten und einem schwarzen Schieber. Nun wäre es ja hilfreich, wenn jemand, vielleicht aus der datenverarbeitenden Branche dieses Gerät noch kennen würde und Hinweise geben könnte. Ich möchte die Maschine auch nicht unnötig "verleiern" um zum Ziel zu kommen. Ob diese Dipschalter vielleicht von Daten- auf Analogaufzeichnung umschalten? Wie auch schon erwähnt klappt die Audiowiedergabe über die Dinbuchse, die mit "Voice" bezeichnet ist aber nur die Spur 1, oder Halbspuraufnahmen in Mono. Habe neugierigerweise auch mal die Bodenplatte abgeschraubt, also ein Computer ist wohl ein Sch...dreck dagegen, soviele ICs auf etlichen Platinen.
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#13
Nun hat die Racal inzwischen leider ihren Geist aufgegeben. Weiß leider nicht woran es liegt und werde ohne sehende Hilfe auch nicht weiterkommen. Vermute mal, daß es Nachwirkungen der, ach so hervorragenden Verpackung waren. Habe die Maschine gestern ausgeschaltet und heute wollte ich das Band weiter anhören aber da kam aus dem Voice-Anschluß nur noch Rauschen und der entsprechende Regler reagiert auch nicht mehr. An den vier Digitalausgängen (ich nenne sie mal so) liegen noch Signale an. Habe ich mit dem Oszi kontrolliert. Ich vermute einen Riß in einer der Leiterplatten, deswegen habe ich die Bodenplatte abgeschraubt und die Platinen fotografiert, in der Hoffnung, auf den vergrößerten Fotos etwas zu entdecken aber einen Riß oder dergleichen habe ich nicht gefunden, sondern das hier:

[Bild: panzer.jpg]

War das Layout der Platine etwa früher mal eine militärische Landkarte Smile oder hat das Symbol vielleicht sogar eine nützliche Bedeutung.
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#14
Vielleicht eine spezielle Serie die für das Militär aufgelegt wurde.
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#15
´
Das könnte sein. Telefunken hat ein Tonbandgerät für das Militär gebaut, wo die Unempfindlichkeit gegen Erschütterungen im Einsatz auf Militärfahrzeugen gefordert war. Die Gleichlaufschwankungen durften auch unter diesen harten Bedingungen nicht über ein normales Maß ansteigen. So ein Panzer ist vemutlich nicht gut gefedert.

Bei den Instrumentationsrecordern dürfte ein guter Gleichlauf mindestens ebenso wichtig sein, wie bei Audiogeräten.

Möglichkeit 2: Ein Hinweis darauf, dass Du das Gerät abgeschossen hast Smile
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#16
Lieber Frank, gute Logik, Smile Panzersymbol auf einer Baustufe weist darauf hin, daß diese abgeschossen wurde. Ist der Fehler ja nun schon mal soweit eingekreist. Dann noch eine Feuerwehr auf den Motor, wenn er durchgebrannt ist. Oder eine Rakete auf den Schaltkreis wenn dieser hochgegangen ist.
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#17
Meines Erachtens wurde diese TB-Maschine heute Nacht kurz auf DMAX gezeigt, im Bericht über den Absturz des TWA-Flugs 800 (von 00:15 - 01:15 Uhr). Leider war mein VCR nicht aufnahmebereit. Sad Es ging um die Auswertung der Blackboxes des TWA-Flugzeugs. Vielleicht hat es noch jemand außer mir gesehen?

Gruß Jens
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#18
Hallo zusammen kennt jemand so ein seehhr schönes Gerät?

Deutschland 1942 Militär

http://radikal.ru/F/s51.radikal.ru/i131/...b.jpg.html

so was erstaunliches habe schon lange nicht gesehen!!
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#19
Das "seehhr schöne Gerät" ist ein Tonschreiber b. "Tonschreiber" ist der Militärausdruck für "magnetophon", der in den 30er Jahren bei der Wehrmacht geprägt wurde.

Der Tonschreiber b konnte mit einem sog. "Dehnerkopf" ausgestattet werden. Dies ist ein rotierender Vierspaltkopf, mit dem es möglich wurde, die Tonhöhe bei geänderter Bandgeschwindigkeit gleich zu halten. Auf dem verlinkten Bild ist der Kopf direkt unterhalb der linken Spule zu erkennen.

Reel-to-reel-man hat einen Tonschreiber b1 und auch einen Youtube-Film darüber.

http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...eadid=7870

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#20
Niels Vielen Dank!

http://www.vintagerecorders.co.uk/VR_Vie...asp?IDS=59
!!!
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#21
Ein Bild vom TONSCHREIBER b
[Bild: K_WAS1.jpg]
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#22
Hallo!
"Der Tonschreiber b konnte mit einem sog. "Dehnerkopf" ausgestattet werden. Dies ist ein rotierender Vierspaltkopf, mit dem es möglich wurde, die Tonhöhe bei geänderter Bandgeschwindigkeit gleich zu halten."

Kann jemand erklären das Prinzip, wie es funkzioniert. Warum benutzte keiner sowas in 70-80er - muss doch gute Sache sein?

Noch ein Foto
http://en.wikipedia.org/wiki/File:%D0%93...D1%85).jpg

Apropos das ist eine Deutsche Funkstation TORN.FU.G.
aus dem
Militärhistorischen Museum der Artillerie, des Ingenieur- und des Fernmeldecorps der Armee, Sankt Petersburg.

Gibt es auch in Deutschland ähnliche Ausstellungen?

Danke!
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#23
Nehmen wir einmal an... wir haben eine Aufnahme mit der Bandgeschwindigkeit a und wollen sie auf a/2 verlangsamen, dabei aber die Tonhöhe beibehalten, so muss sich der rotierende Kopf entgegen der Bandrichtung bewegen und zwar mit der Umfanggeschwindigkeit a/2. Daraus resultiert die Abtastgeschwindigkeit a. Die Kopfumschlingung ist dabei so, dass die Kopfspalte nacheinander über das Band streichen. Dabei werden Abschnitte der Aufzeichnung wiederholt wiedergegeben.
Wenn im umgekehrten Fall die tatsächliche Bandgeschwindigkeit erhöht wird, dreht sich der Dehnerkopf in gleicher Richtung wie die Bandbewegung. Dabei werden Abschnitte der Aufzeichnung übersprungen.

Diese Technik wurde und wird fleißig benutzt. Nur in elektronischer Weise. Die Geräte heißen "Pitch-shifter" oder "Harmonizer" und funktionieren im Prinzip genau so, nur dass heutzutage digital gespeichert wird.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#24
Danke! Ich bin begeistert ... wie immer von Bandmaschinen und Technik!
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#25
´
Solche Dehnerköpfe wurden auch beim Rundfunk verwendet, damit das Programm in die Sendung paßt. Ein paar Minuten pro Stunde konnte man so das Programm stauchen oder dehnen, wenn man übertrieb konnten feine Ohren das dann aber hören.

Bei militärischer Nutzung kam es wohl mehr auf Verständlichkeit und weniger auf musikalische Qualität an.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#26
Hallo!
kann jemand noch eine Bandmaschine erkennen:

http://photofile.name/users/vitaly77dnep...ull_image/

es geht hier vor allem um die Autenzitität. Diese Bandmaschine sieht wie eine Tonschreiber aus ... aber nicht so ganz (inbes. die Tonbandbefestigung - nicht wie von AEG). Wurde die bishen umgebaut? Angeblich wurde sie bis 1945 hergestellt.

Und noch eine Frage ... ob eine Bandmaschine auf einer Briefmarke jemals abgebildet war?

MfG
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#27
???
[Bild: WHATisIT.jpg]
Wer ist der Hersteller, wie heisst das Modell?
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#28
Hier ist das richtige Verhältnis von "Draht-Tongerät" STILLE-MARCONI MSR3 und dem Menschen - für das Gewicht der Maschine braucht man fünf bis sechs normalgewichtige Menschen.
[Bild: MSR3_STILLE_MARCONi.jpg]
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#29
Und im Winter braucht man keine Heizung wenn das Teil in Betrieb ist.
VG
Wolfgang
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#30
Hallo hrymll,

auch hier ist die Basis dieses wohl privaten Umbaus eindeutig ein Tonschreiber b, wie er auf dieser website schon mehrfach zu sehen ist, zu erkennen an der "Uhr" unten rechts - ursprünglich die Bandgeschwindigkeitsanzeige. Allerdings, mit Dreizack-Spulen habe ich bisher noch keinen gesehen!

Alle diese "Schöpfungen" stammen aus den ca. ersten zehn Nachkriegsjahren, als es sich fianziell noch lohnte, derart viel Arbeit in ein Tonbandgerät zu investieren.

Es würde sich inzwischen fast lohnen, diese Um- und Halb-Neubauten einmal zu sammeln, auch hier im Forum sind, wenn ich mich recht erinnere, schon einige aufgetaucht. Andere standen im NWDR-Studio für elektronische Musik, auch Oskar Sala hatte einen verunstalteten Tonschreiber b, beim SWF Baden-Baden waren mehrere im Einsatz (offiziell "Magnetophon Type b2", weil noch bis ca. 1947/1948 aus Restbeständen gebaut und mit 77 cm/s laufend), in einem Museum hier in der weiteren Umgebung sind gleich zwei in verschiedenen Umbauzuständen zu finden etc. etc. Spitzenleistung auf diesem Gebiet ist ein Ts.b, der zu einem Magnetfilm-Laufwerk umgebaut wurde.

Könntest Du bitte die komplette URL der Fund-website nachliefern?

Hanns-D., nur zur Sicherheit: die MSR-3 arbeitete mit 3 mm breitem Stahlband, 80 µm dick. Die Gewichtsangabe stammt aus einem Informationsblatt des Technischen Museums Stockholm (wo ebenfalls eine MSR-3 steht oder stand).

F.E.
ZEITSCHICHTEN, barrierefreier Zugriff im "GFGF-Buchladen", URL https://www.gfgf.org/de/b%C3%BCcher-und-schriften.html (ca. 240 MB)
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#31
Friedrich, wurden die Tonschreiber-Umbauten schon auf 6,3 mm Bandbreite geschrumpft?

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#32
Niels: das glaube ich nicht - kann natürlich nicht sagen, ob die "Privatumbauer" schon den Schritt von 6,5 mm auf 6,3 mm mitgemacht haben. Mögich wär's schon.

Das "Magnetophon Type b2", also das AEG-Gerät aus Berlin, war mit Sicherheit noch für 6,5 mm ausgelegt.

F.E.
ZEITSCHICHTEN, barrierefreier Zugriff im "GFGF-Buchladen", URL https://www.gfgf.org/de/b%C3%BCcher-und-schriften.html (ca. 240 MB)
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#33
Hallo!
Friedrich Engel schrieb:"Könntest Du bitte die komplette URL der Fund-website nachliefern?"

Dieses Bild stammt aus einem TV-Spielfilm UdSSR (etwa 1973) wo es um eine Sicherung der Gespräche beim Verhör (Vernehmung) 1945 ging. Im Film wurden mehrere Tonbandgeräte gezeigt, darunter auch ein tragbares (mit Akubetrieb! Smile).

Hier sind weitere Geräte zu sehen
http://savok.name/144-magnitofon.html

Beim "МАГ-Д1" (П-181) brauchte mann allerdings kein Band, sondern eine magnetische Disk.
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#34
Ganz oben sieht es doll nach K 4 aus.

Einiges kann die Abkunft von diversen Tonschreibervarianten nicht verleugnen, dringt doch auch immer wieder die deutsche Schichtlage durch.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#35
Niels, "ganz oben" sieht es nicht nur doll nach K 4 aus: das ist eine! Das Bild ist ein Ausschnitt aus einem bekannten Foto, das die AEG zum 50. Jahrestag der Magnetophon-Premiere veröffentlicht hat (siehe auch ZS, Bild 460). Über die Jahreszahl "1930" brauche ich in dieser erlesenen Runde ja kein Wort zu verlieren - die K 4 erschien schließlich "erst" 1939.

Eigentlich noch interessanter ist, das, was im darunterstehenden Bild in der Ecke rechts unten zu sehen ist: das ein eine "angeschnittene" Draht-Kassette aus einem Dailygraph (oder - da habe ich zu wenig Informationen - aus einer speziellen Textophon-Version) der Lorenz AG.

Eines der Geräte kommt mir wie eine stilsichere Kopie der Maihak MMK 1 vor - kann das jemand "verifizieren"?

hrymll, besten Dank für die Information. Im genannten Zusammenhang wäre ein umgebauter Ts.b ja angebracht.

F.E.
ZEITSCHICHTEN, barrierefreier Zugriff im "GFGF-Buchladen", URL https://www.gfgf.org/de/b%C3%BCcher-und-schriften.html (ca. 240 MB)
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#36
´
Sollte das rote Gerät mit Maihak- Klon gemeint sein, glaubt Google, dass dies die Übersetzung ist:



MIZ-8''''this ist die erste Reportage inländischen portable, self-powered-Rekorder mit einer Feder-Antrieb, "Talking Art". In den Recorder verwendet zwei Köpfe, gelöscht, und die universelle, für die Aufnahme-Wiedergabe. Power wird von den beiden Batterien (ein Fach auf der linken Seite). Die Palette der bespielbaren und reproduzierbar auf einem linearen Frequenz 200-5000 Hz. Speed Broschen LPM 26 cm / Sek. Zeit Aufnahme - 15 Minuten. Die Größe des Recorders 350h246h177 mm, Gewicht 7,2 kg
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#37
Frank, hat es einen Sinn, dieses Kauderwelsch noch einmal durch die Google-Übersetzungsmaschine laufen zu lassen? Viel mehr als erahnen lässt sich ja kaum etwas!

F.E.
ZEITSCHICHTEN, barrierefreier Zugriff im "GFGF-Buchladen", URL https://www.gfgf.org/de/b%C3%BCcher-und-schriften.html (ca. 240 MB)
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#38
´
Ja, das gibt nicht viel ab, 26 cm/S Bandgeschwindigkeit, 2 Köpfe und das Gewicht. Aber immerhin etwas mehr als die kyrillischen Schriftzeichen, die für mich nur drollig aussehen, aber nicht lesbar sind.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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#39
Zitat:digilog postete
...panasonic steht da !
Panasonic - Technics ist immer noch in Russland beliebt
http://content.foto.mail.ru/mail/j-23hk/108/s-574.jpg
http://content.foto.mail.ru/mail/j-23hk/108/s-575.jpg

Береза
http://foto.mail.ru/mail/j-23hk/108/577.html
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#40
Zitat:hrymll postete
Hier sind weitere Geräte zu sehen
http://savok.name/144-magnitofon.html
Was da als "Melodija MG-56" zu sehen ist, ähnelt verblüffend einem Grundig TK820/3D, nicht nur aussen, sondern auch innen.

Hier zum Vergleich:
http://www.radiomuseum.org/r/grundig_ton...8203d.html

Gruss
TSF
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#41
Melodiya MG56

[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_0.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_1.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_2.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_3.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_4.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_5.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_6.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_7.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_8.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_9.jpg]
img]https://tonbandforum.de/bildupload/Magnitofon_Melodiya_56_10.jpg[/img]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_11.jpg]
[Bild: Magnitofon_Melodiya_56_12.jpg]
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#42
Hallo inomics,

danke für die tollen Bilder. Das ist ja genau die Maschine von der russischen Seite!

Bist Du der Besitzer? Kannst Du uns mehr darüber erzählen?

Gruss
TSF
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#43
Das würde mich allerdings auch sehr interessieren !

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#44
Nein, leider gehoert diese MG56 mir nicht.

Ich selbst habe vier andere von Melodiya.

inomics
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#45
Wenn Du Zeit und Lust hast, kannst Du diese vier gerne mal hier im Forum vorstellen.

Vielleicht kannst Du uns auch etwas über diesen Hersteller erzählen.

Gab es da mal eine Zusammenarbeit mit Grundig? Oder wie kam sonst die Ähnlichkeit zwischen Melodiya MG und Grundig TK zustande?

Gruss
TSF
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#46
Max Grundig war nicht nur einmal zu Gast im Kremel. Zu seiner Begleitung gehörte u.A. Berthold Beitz.

Es gibt noch andere Grundigmodelle, welche seinerzeit in der Sowjetunion gefertigt worden sind. Dabei wurde der mechanische Part weitestgehend vom Original übernommen, die elektrischen Komponenten entsprechend der im Lande produzierten Bauelemente gefertigt.

Mit größter Wahrscheinlichkeit wurden also "Rohbaugeräte" bei Grundig montiert und "gen Moskau" versendet. Sowas nennt man Arbeitsbeschaffung :-)
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