Jetzt springen die Hersteller auch auf den Vintage-Zug
leserpost,'index.php?page=Thread&postID=224697#post224697 schrieb:Die werden sich Plattenspieler anschaffen ohne jemals zu wissen wie die funktionieren. Es wird sie auch gar nicht interessieren und sie werden trotzdem Spaß haben wenn sich was dreht und es halbwegs so klingt wie ein Handy.
Sorry, wenn ich immer wieder darauf hinweise, dass wir auch schon früher zu einer Randgruppe gehört haben. Ich war vor über 30 Jahren unter 20. Big Grin

Damals war es nicht viel anders. ES gab ein paar gaaanz wenige, denen Klangqualität wichtig war. Aber der "Masse" war das auch damals komplett wurscht. Hauptsache, man hörte was. Und zwar aktuelle Musik. Egal ob vom supermiesen Walkman, Radiorecorder oder daheim auf der Saftpresse. Hauptsache, man erkannte das Lied, konnte mitsummen oder auch schunkeln ( 8) ).

Das Märchen von der vermeintlich qualitätsegaligen "heutigen" Jugend ist ein ebensolches. Es war nie anders.
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maddin2,'index.php?page=Thread&postID=224757#post224757 schrieb:Das Märchen von der vermeintlich qualitätsegaligen "heutigen" Jugend ist ein ebensolches. Es war nie anders.

In meinem Umfeld war es zwischen den späten 1980er und mittleren 1990er Jahren eigentlich schon angesagt, einigermaßen vernünftige HiFi-Komponenten zu besitzen. In vielen Fällen ging es da aber wohl weniger um die Klangqualität, sondern eher um Statussymbole. Insofern hat sich also wirklich nicht viel geändert, nur daß die Statussymbole heute andere sind.

Meine Zweifel hatten auch gar nichts mit Klangqualität zu tun. Ich bin einfach nur der Meinung, daß ein netzwerkbasierter Plattenspieler mit Multiroom-Anbindung keinen Sinn ergibt, weil er alles aufzehrt, was das Vinyl ausmacht. Die vermeintlich oder tatsächlich überlegene analoge Klangqualität ist dahin, sobald das Signal danach durch das Netzwerkkabel gejagt wird. Und von "Da dreht sich was" und Atmosphäre hat man auch wenig, wenn man nicht vor dem Plattenspieler sitzt, sondern sich das Signal zwei Räume weiter streamen lässt.

Aber gut, wenn es eine Zielgruppe dafür gibt... ich muss ja nicht alles verstehen.
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timo,'index.php?page=Thread&postID=224761#post224761 schrieb:In vielen Fällen ging es da aber wohl weniger um die Klangqualität, sondern eher um Statussymbole.
Ja, das stimmt. So habe ich das auch erlebt. Und es war eine Sache der Jungs. Die Mädels hat das Thema schon gar nicht interessiert. Entweder ein Mofa oder ne Anlage "musste" man haben.

Was waren wir schön doof... 8)
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maddin2,'index.php?page=Thread&postID=224762#post224762 schrieb:Entweder ein Mofa oder ne Anlage "musste" man haben.

Was waren wir schön doof...
:thumbsup: :thumbsup: Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Genau so war es... Wink

Nostalgische Grüße, Rainer
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dl9day,'index.php?page=Thread&postID=224515#post224515 schrieb:Meine Mutter hatte eine Yamaha Anlage "Piano Craft" dazu fällt mir auch nichts diplomatisches ein. Viel Show mit schwarz glänzendem Plastik an den Boxen und Alufronten, das wars

Vor ein paar Jahren habe ich mir für's Schlafzimmer eine Yamaha Pianocraft gekauft, irgendwas mit "560", glaube ich. Sollte kompakt sein, "alles" können (incl. Internetradio und Netzwerkspieler mit FLAC). Kostete so um die 400 Euro und die Anlagen dieser Preisklasse anderer Hersteller (ich erinnere mich an Onkyo, Pioneer, Kenwood und - besonders schlecht - Denon) klangen dagegen topfig oder blechern, jedenfalls deutlich schlechter.Okay, die Yamaha kommt bei Weitem nicht an die Anlagen im Musikzimmer und im Wohnzimmer heran, aber für den Preis ist sie durchaus passabel. Ich bin jedenfalls recht zufrieden mit ihr.

leserpost,'index.php?page=Thread&postID=224580#post224580 schrieb:Yamaha fertig auch bei Musikinstrumenten hervorragende Industriequalität!

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die grundsätzliche Qualität von Yamaha-Instrumenten wollte ich mit meinen Stellungnahmen nicht gänzlich in Abrede stellen - es gibt garantiert wesentlich schlechtere Instrumente. Allerdings handelt es sich, wie Du selbst schreibst, um Industriequalität: Solide, aber kein Highlight. Was Yamaha bei Musikinstrumenten ausmacht: Die Japaner sind verdammt breit aufgestellt - es gibt, glaube ich, kein Instrument, was sie nicht herstellen. Allerdings gilt nach meiner Erfahrung für alle das Gleiche: Ordentliche Qualität, aber es gibt für jedes Instrument andere Hersteller, die bessere Instrumente fertigen. (Wie bei den Pianos gilt umgekehrt: Es gibt auch Hersteller, die wesentlich Schlechteres fertigen.) Was das Yamaha-Piano von PeZetts Tochter angeht: Es wurden immer Pianos hergestellt, die qualitativ ausgesprochen schlecht waren und sind. Wenn nun eine Auswahl von gebrauchten und/oder restaurierten Pianos zur Verfügung stand, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das schließlich erworbene Yamaha als Bestes aus dem Rennen hervorging. Und ich bin auch sicher, dass man durchaus zufrieden bis begeistert über das Piano sein kann, und ich wünsche seiner Tochter noch viel Freude an diesem Instrument - möge sie mit diesem Piano in der Musik eine Liebe für's Leben finden. (Notabene: Meine musikalische Liebe für's Leben habe ich interessanterweise auf einem unterdurchschnittlichen Fabrikat gefunden, aber mittlerweile spiele ich hochwertige Instrumente anderer Hersteller. Von Yamaha ist allerdings nichts dabei.)
Gruss,

Hendrik

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Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?
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Zur Entstehungs-Zeiten dieses Threads (unglaublich, schon wieder über zehn Jahre her!) war ich ziemlich euphorisch, daß das Thema Zweikanal-HiFi wieder Aufwind bekommt.

Leider weicht das beim Blick in das aktuelle Angebot der großen Hersteller inzwischen zunehmend der Ernüchterung. Es scheint sich zur Marotte zu entwickeln, die höherwertigen Verstärker-Modelle nur noch mit integrierten Digital-Features wie D/A-Wandlern und USB-Eingängen anzubieten.

Ich bin beileibe kein eingefleischter Analogi und finde es auch ganz praktisch, an einem HiFi-System einen USB-Datenträger anschließen und davon Musik hören zu können. Aber was in aller Welt hat die entsprechende Funktionalität am Verstärker verloren? Für mich deklassiert das diese eigentlich zeitlose und fast unbegrenzt nutzbare Komponente zu Wegwerfgeräten. Einen analogen Zweikanal-Verstärker kann man, sofern er noch funktioniert, auch nach 40 oder mehr Jahren noch problemlos verwenden, abgesehen von Komfort-Features wie Fernbedienung und vielleicht ein paar zusätzlichen Eingängen, entspricht er immer noch dem Stand der Technik und hat keine wirklichen Nachteile gegenüber einem Neugerät. Diese Dinger mit dem Digital-Firlefanz dürften dagegen in zehn Jahren u.A. wegen des überholten und zu aktuellen Datenträgern womöglich nicht mehr kompatiblen USB-Standards veraltet sein.

Natürlich kann man die analogen Eingänge auch dann noch verwenden, aber wenn man mal ehrlich ist, ist so ein nur noch teilweise nutzbarer Verstärker für mich eine unschöne Vorstellung und wird höchstwahrscheinlich viele eigentlich gute Geräte in Partykeller, Kinderzimmer oder dem Wertstoffhof enden lassen. Sad
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Um ehrlich zu sein halte ich auch lieber an den alten Dingen fest.

Ich persönlich habe immer noch als Verstärker meinen Ende 80ziger neu gekauften Revox B250 E am werkeln.
Irgendwann spiele ich mal mit dem Gedanken das gute Teil zu überholen.
Ebenso habe ich noch meinen alten Plattenspieler Elac Mirracord 50 H den ich als Jugendlicher mir gekauft habe.
Wo ich mich heute noch darüber ärgern kann das ich zu vorschnell meinen damals ebenfalls neu gekauften CD Spieler Philips 104 wieder abgegeben habe.

Gruß
holger
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Der Hintergrund dürfte anderer Natur sein:
Die digitale Audio-Technik (A/D & D/A-Wandler, digitale Signalverabeitung) und deren Integration in ICs (oder gar nur eins) ist mittlerweile auf einem Niveau, das mehr als ausreichende Qualität bei viel größerer Flexibilität in Sachen Einstellbarkeit von Parametern, Bereitstellug besonderer Features zu niedrigeren Herstellungspreisen als gleichwertige Analogtechnik erlaubt. Der Trend zum Klasse-D Endverstärker zur Vermeidung unnötiger Wärme-Erzeugung/Verlustleistung und benötigter Kühlkörper und damit erreichbarer Verkleinerung der Geräte fügt sich da harmonisch ein (zB durch PWM-Steuerung der Leistungsschalter direkt aus dem digitalen Audio-IC).
Diese Aspekte bewegen die (Massen-)Hersteller, nicht die "Analog ist besser"-Philosophie einer Minderheit.
Und wenn schon digital, dann ist ein USB-Anschluß nur noch eine übliche Draufgabe, die nur unwesentlich in die Herstellungskosten eingeht.
Preistreibend sind dagegen zB Potentiometer für Lautstärke, Bass- und Höhen-Einstellung, die deshalb Tasten oder Jog-Rädern weichen...

Das ist der unaufhaltbare Trend

MfG Kai
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Hallo!

kaimex,'index.php?page=Thread&postID=228634#post228634 schrieb:Preistreibend sind dagegen zB Potentiometer für Lautstärke, Bass- und Höhen-Einstellung, die deshalb Tasten oder Jog-Rädern weichen...
Ja, das ist der Fall. Obwohl aber z.B. der Yamaha A-S801 (und ich glaube auch die anderen x01er) noch über ein Motorpoti mit Endanschlag verfügt, geschieht die komplette Signaverabeitung im Inneren über einen DSP. Eigentlich sind diese Stereoverstärker nur noch abgespeckte AV-Reciever.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertrauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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kaimex,'index.php?page=Thread&postID=224637#post224637 schrieb:....Wenn man nun Vinyl als "voll geil" wegen Haptik & Cover und mit dem Märchen von der Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille vermarket......
Kay, der ist gut. Ich kenne genug Fans die wirklich an die "Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille" glauben und diese These bis aufs Messer verteidigen.
Viele Grüße
Michael
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Adler23,'index.php?page=Thread&postID=230851#post230851 schrieb:
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=224637#post224637 schrieb:....Wenn man nun Vinyl als "voll geil" wegen Haptik & Cover und mit dem Märchen von der Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille vermarket......
Kay, der ist gut. Ich kenne genug Fans die wirklich an die "Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille" glauben und diese These bis aufs Messer verteidigen.

Kommt drauf an.
Meine ältesten Schellacks sind von vor 1910.
Laufen einwandfrei.

Ob meine Musikdaten in 110 Jahren noch jemand vom Stick auslesen kann?
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Der "kleine" Unterschied ist, du kannst die Musikdateien immer wieder "beizeiten" auf ein aktuelles frisches Speichermedium verlustlos umkopieren.
Die leben solange, wie sich jemand findet, das zu tun.

An den Rillen der Schellack-Platten nagt nicht nur die Nadel.
Geräte zum Abspielen der Edison-Walzen sind nicht mehr handels-üblich, existieren nur noch als Einzelstücke bzw. Laser-Abtaster in Forschungsprojekten.

MfG Kai
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Sicher kannst Du das - solange Du Rechner und Strom hast.
Die Schallplatte brauche ich nur zu drehen und kann sie mit einem spitzen Dorn abspielen... 8)
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maddin2,'index.php?page=Thread&postID=230884#post230884 schrieb:Sicher kannst Du das - solange Du Rechner und Strom hast.

Und solange nicht mal eines der Medien außerplanmäßig früh seine Daten verliert. Smile
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maddin2,'index.php?page=Thread&postID=230884#post230884 schrieb:und Strom hast.
Die Schallplatte brauche ich nur zu drehen und kann sie mit einem spitzen Dorn abspielen.
Demnach hast du noch ein Grammophon mit Kurbelantrieb.
So eins gab es in meiner frühen Jugend auch noch im Wohnzimmer. Da konnte man die Schellackplatten sogar mit dem Nagel des kleinen Fingers abspielen. Big Grin

Um dir noch ein bischen Angst zu machen: Ich habe schon Fotos von Schellackplatten gesehen, bei denen lokal die Rillenstruktur durch ?Bakterien o.ä.? zerfallen/zerfressen war.

Ich hatte mal so an die 75 geerbte Schellackplatten. Die habe ich anfang dieses Jahrtausends einem Hamburger Sammler geschenkt. Der hat mir zum Dank nach Reinigung der Platten davon digitalisierte Kopien auf CDs gegeben und sogar von den beschädigten Platten, sofern er intakte Doppelgänger hatte, Kopien hinzugefügt. Der Herr ist inzwischen verstorben. Ein Kumpel führt das "Schallarchiv" wohl weiter.
Einen speziellen Tonabnehmer für Schellackplatten von ELAC habe ich immer noch.

MfG Kai
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kaimex,'index.php?page=Thread&postID=230890#post230890 schrieb:Um dir noch ein bischen Angst zu machen: Ich habe schon Fotos von Schellackplatten gesehen, bei denen lokal die Rillenstruktur durch ?Bakterien o.ä.? zerfallen/zerfressen war.

Bakterien sind in Sammlerkreisen nicht bekannt. Wohl aber Hitzeschäden, die zu Veränderungen des Materials führen.
Schimmelpilze dringen auch nicht in idie Struktur ein. Man kann sie, wenn sie oberflächlich befallen sind, sehr gut wieder abwaschen.
Jedoch nie: Alkohol an die Schellackplatte!
Die Reinigungsmischung, die für Vinyl wunderbar funktioniert, löst die Schellackplatte auf.

Ich spiele meine Schellackplatten - Grammophon ist natürlich vorhanden, aber mehr als Deko- mit einem Dual 1219 und einem entsprechenden Diamanten für Schellackplatten ab.
Zu Demozwecken stecke ich manchmal eine kleine Nadel in eine Postkarte und halte diese dann auf die drehende Platte. Man versteht alles...
(dafür müssen dann Massenplatten wie zB Schlager aus den 50ern herhalten).

Gruss, Martin
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Das neue Marantz-Design: https://www.modernhifi.de/marantz-model-30-sacd-30n/

Eigenständig ist es, aber mich spricht es überhaupt nicht an. Überhaupt ist Marantz aus meiner Sicht in den letzten 20 Jahren immer uninteressanter geworden. Der alte PM-7000 war für mich ein Wunsch-Verstärker, ebenso das Nachfolgemodell PM-7200. Was danach kam, konnte mich aber nur noch selten begeistern, und inzwischen hab' ich die Marke eigentlich gar nicht mehr auf dem Radar.
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;( Das sieht ja furchtbar aus. Was ist denn in den Chefdesigner gefahren? Manchmal ist Harakiri (rechtzeitig!) doch eine Lösung.
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Sieht ja wirklich extrem schlimm aus und sowas nennt sich "neues Industriedesign".
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Der Anblick erinnerte mich sofort an Produkte dieser Firma:
https://nad.de/
die schon seit "geraumer Zeit" so aussehen.
Vielleicht haben die jetzt den gleichen Designer oder das gleiche Stammhaus.

MfG Kai
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Das ist nicht das gleiche Stammhaus, Marantz wie auch Denongehört zur amerikanischen Sound United, NAD zur kanadischen Lenbrook Gruppe.

Das Design ist neben Zeitgeist Geschmackssache und kein Grund für irgendjemanden Harakiri zu begehen.

Gruß Ulrich
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Die einfachste Lösung ist immer noch "einfach ignorieren".

Andererseits sind die Geräte heutzutage innen so aufgebaut, daß der Hersteller eigentlich Frontplatten-Design nach Kundenwunsch innerhalb einer Palette von Auswahl-Möglichkeiten anbieten könnte.

MfG Kai
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kaimex,'index.php?page=Thread&postID=268126#post268126 schrieb:Der Anblick erinnerte mich sofort an Produkte dieser Firma:
https://nad.de/

NAD ist zwar in Sachen Design auch sehr eigenwillig, hab' ich immer eher als minimalistisch unter dem Aspekt "Form follows function" gesehen, Was ich grundsätzlich sogar nicht unsympathisch finde. Das Problem ist nur, daß sich die Geräte optisch nicht einigermaßen würdevoll mit denen anderen Hersteller kombinieren lassen. Das ist vor allem deswegen ein Nachteil, weil ich eigentlich nur die Verstärker der Marke für gut und den Rest vor allem für überteuert halte.

Diese Marantz-Geräte sehen für mich mti der "Blende in der Blende" dagegen eher überdesignt aus.
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uk64,'index.php?page=Thread&postID=268133#post268133 schrieb:Das Design ist neben Zeitgeist Geschmackssache und kein Grund für irgendjemanden Harakiri zu begehen.

Aber doch! Nämlich wenn die Firma aufgrund des komplett verfehlten Designs endgültig Pleite gegangen ist. Und das sehe ich hier als recht realistisch an.
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Zum einen gibt es ja den Unterschied Firma und Marke, der Schritt wurde ja bei Marantz ?1964? (>Superscope Company) vollzogen. Der andere Punkt ist der persönliche Geschmack. Nur weil es mir persönlich nicht gefällt müssen es ja Andere nicht genauso sehen. Es ist für jeden Hersteller schwierig den momentanen Kundengeschmack voraus zu sehen (oder nur auf den Zug auf zu springen?) und zu bedienen. Es heißt halt manchmal riskieren oder von vorne herein verlieren.

Die dahinter stehende Technik (gerade heute inklusive Software) ist da ebenso eine bedeutende Ebene die leider weniger beachtet wird.

PS: Das war mir nur
Zitat: Manchmal ist Harakiri (rechtzeitig!) doch eine Lösung.
eine Nummer zu heftig. Ein Beispiel für die "ungeliebte" Political correctness.

Gruß Ulrich
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...sehe ich ganz genauso wie Ulrich...
Das Marantz-Design ist absoluter Mainstream (und nicht "vintage") in der sogenannten Oberklasse - siehe Union Research, Musical Fidelity, Nubert und wie sie alle heissen. Muß nicht gefallen, könnte es aber. (EDIT: ...ich finde den Kasten durchaus ansprechend. Allemal stimmiger also so inhomogene Zwitterwesen, wie z.B. den T&A Solitaire HA200.) Gründe zur Firmenpleite liegen i.d.R. woanders... ...Gründe zum Harakiri erst recht.
Also: alles halb so wild...

Gruß
Peter
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PeZett,'index.php?page=Thread&postID=268341#post268341 schrieb:(EDIT: ...ich finde den Kasten durchaus ansprechend. Allemal stimmiger also so inhomogene Zwitterwesen, wie z.B. den T&A Solitaire HA200.)

https://www.sempre-audio.at/T_A_Solitair...d.7219.htm

Was findest Du an dem inhomogen? Die Kombination von Digital-Display und analogen Zeigerinstrumenten? Ist für meinen Geschmack eigenwillig, aber nicht unansehnlich. Das stört mich eher das Gerätekonzept. 6.500 € für so einen Digitalo, der potentiell nach ein paar Jahren schon wieder veraltet sein könnte? Selbst wenn das in mein HiFi-Budget passen würde, würde ich mir sowas nie kaufen.

Zu den Marantzen: Könnte es sein, daß hinter diesem unkonventionellen Design der Versuch steckt, die Geräte von denen der Schwestermarke Denon abzugrenzen? Denon für die konservativen Käuferschichten, für die HiFi-Geräte auch wie solche aussehen sollen, und Marantz eher für eine kleine avantgardistische Zielgruppe? So würde es ja irgendwie Sinn ergeben.
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Hallo,

gerade hab ich mir mal die Info unter Timo's Link zu T & A Solitär angesehen.
Das führte zum Putzen der Brille, nochmal Augentropfen genommen und schön gleichmäßig verteilt,
aber trotzdem keine weiteren Dezimalkommas in den beiden genannten Preisen für den Kopfhörer Solitär P und den Kopfhörerverstärker Solitär HA 200 entdeckt.
Da frage ich mich, wieviele Kopfhörer zu 4800 € und Kopfhörerverstärker für 6500 €, zusammen also 11300 €, die wohl verkaufen werden.
Und mit wieviel Watt der mit großen Kühlrippen an den Seiten ausgestattete Verstärker die Ohren bombardiert.

MfG Kai
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kaimex,'index.php?page=Thread&postID=268363#post268363 schrieb:Da frage ich mich, wieviele Kopfhörer zu 4800 € und Kopfhörerverstärker für 6500 €, zusammen also 11300 €, die wohl verkaufen werden.

Ich denke mal, die setzen einfach nicht auf Stückzahlen. Vermutlich sind die Preise schon so kalkuliert, daß die Entwicklungskosten bei jeweils 200 verkauften Geräten weltweit wieder drin sind.

Ich plädiere dafür, T&A als m.W. letzten HiFi-Vollsortimenter mit Fertigung in Deutschland unter Artenschutz zu stellen. Wink
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Das sind nur reine Prestigeobjekte, wirklich viele werden von so etwas nicht verkauft werden.

Das können durchaus renommierte Hersteller übrigens auch, siehe Sennheiser

Gruß Ulrich
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Sehe ich da etwa "Sennheiser-Röhren" "en gros" in Pillendöschen ?
Und kostet keine 60000 € !

MfG Kai
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timo,'index.php?page=Thread&postID=268361#post268361 schrieb:Was findest Du an dem inhomogen? Die Kombination von Digital-Display und analogen Zeigerinstrumenten? Ist für meinen Geschmack eigenwillig, aber nicht unansehnlich.

In der Tat - ja! Vor allem die Ausführung der Instrumente, in dieser Form bei den klassischen Vorbildern allenfalls bei Mobilgeräten oder sehr alten Geräten (50er Jahre) anzutreffen. Ein Stilmix, der in meinen Augen nicht recht zusammengehört. Zum Display hätten m.E. eher LCD-Ketten gepasst. Aber so unterscheiden sich eben die Geschmäcker.

Gruß
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PeZett,'index.php?page=Thread&postID=268371#post268371 schrieb:
timo,'index.php?page=Thread&postID=268361#post268361 schrieb:Was findest Du an dem inhomogen? Die Kombination von Digital-Display und analogen Zeigerinstrumenten? Ist für meinen Geschmack eigenwillig, aber nicht unansehnlich.

In der Tat - ja! Vor allem die Ausführung der Instrumente, in dieser Form bei den klassischen Vorbildern allenfalls bei Mobilgeräten oder sehr alten Geräten (50er Jahre) anzutreffen. Ein Stilmix, der in meinen Augen nicht recht zusammengehört. Zum Display hätten m.E. eher LCD-Ketten gepasst. Aber so unterscheiden sich eben die Geschmäcker.

Gruß
Ich muss mich da PeZett anschließen, aber das ist ja auch eine Frage von subjektivem Geschmack letztlich. Finde die Vermischung der verschiedenen Designsprachen gelingt in den wenigsten Fällen wirklich zufriedenstellend.
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timo,'index.php?page=Thread&postID=268365#post268365 schrieb:Ich plädiere dafür, T&A als m.W. letzten HiFi-Vollsortimenter mit Fertigung in Deutschland unter Artenschutz zu stellen. Wink
Analogzappler liegt halt aktuell wieder im Trend. Was mich eher stört ist das sobald HDMI In im Spiel ist kein LineOut mehr vorhanden ist. Ob das nun ein Rechteproblem ist oder ein technisches das man Mehrkanalsound nicht auf Stereo reduzieren kann würde mich interessieren.
VG Martin
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... allerdings nicht analog, sondern per Bluetooth und/oder per Glasfaser oder koaxial digital. Ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt, Stereo-Audioausgänge nur noch per Bluetooth zu nutzen, die Adapter von Bluetooth auf analog kosten nicht viel und liefern mittlerweile eine wirklich gute Qualität. Und zumindest AV-Receiver haben auch HDMI-Ausgänge, meist sogar zwei, damit man neben der Glotze noch einen Beamer anschließen kann. Diese kann man mit Adaptern auch als analoge Ausgänge nutzen.

Den Grund für den Geiz bei den Schnittstellen sehe ich schlicht in dem brutalen Preisverfall aller Multimediageräte. Ein Siebenkanal AV-Receiver mit Dolby-Atmos und fünf HDMI-Eingängen für unter 400 Euro Endpreis, da muss auch bei analogen Anschlüssen gegeizt werden. Wenn man sich mal bei den AV-Receivern jenseits von 1000 Euro umsieht, findet man einige Modelle, die alle Anschlüsse haben, die man braucht. Der Downmix vom Mehrkanal auf stereo ist technisch kein Problem.

Gruß Frank
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JBL SA750 - Streaming-Verstärker zum 75 jährigen Jubiläum

Hübsch sieht er ja aus, aber ich mag keine Verstärker mit integriertem Digitalkram.
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(08.01.2021, 10:42)timo schrieb: JBL SA750 - Streaming-Verstärker zum 75 jährigen Jubiläum

Hübsch sieht er ja aus, aber ich mag keine Verstärker mit integriertem Digitalkram.

Aber ein heftiger Preis !! Und wieder nix, um ein Tonbandgerät anzuschließen ......

Manni
meine Spielzeuge: Telefunken M 15, Philips N4520 und Pro12, Akai X330, ASC 5004, Revox A76,77,78,  Dual TG29, Uher Report4400 und RdL, National RS790S, Teac X 10  und A4300SX, Tandberg3000x und 10 XD, Kenwood KW5066, Sony TC640A, Pioneer RT71,  Denon DP 30L, Teac TN300,  Saba 9241 T+A t160, Elac EL75 u.a.
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Manni, wenn man sechs analoge Quellen anschließen kann, sollte doch auch ein Bandgerät dran passen, oder habe ich mich verlesen?

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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Das Ding hat keinen Rec-Out, wenn ich alles richtig gelesen hab'
Gruß
Manfred

....und jetzt mit einer weiteren Verbesserung der Grundig TS1000.....
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Genau; Rec- Out meinte ich natürlich.

Manni
meine Spielzeuge: Telefunken M 15, Philips N4520 und Pro12, Akai X330, ASC 5004, Revox A76,77,78,  Dual TG29, Uher Report4400 und RdL, National RS790S, Teac X 10  und A4300SX, Tandberg3000x und 10 XD, Kenwood KW5066, Sony TC640A, Pioneer RT71,  Denon DP 30L, Teac TN300,  Saba 9241 T+A t160, Elac EL75 u.a.
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Na, vielleicht gibt's ja einen Pre-Out, aber der Preis ist ohnehin schon deftig ;-) Dann vielleicht doch lieber einen "echten" alten Verstärker...
Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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Für 3000,-- Euros gibts sogar schon Accuphase/McIntosh.

Dann hat man was "gscheits"
Gruß
Manfred

....und jetzt mit einer weiteren Verbesserung der Grundig TS1000.....
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