31.08.2018, 14:37
maddin2,'index.php?page=Thread&postID=224471#post224471 schrieb:RealHendrik,'index.php?page=Thread&postID=224466#post224466 schrieb:für das japanische KinderklavierFindest Du die echt so schlecht?
Naja, relativ. Sie haben einen relativ typischen, sagen wir mal: "japanischen" Klang: Eher brilliant, fast stählern. Dazu haben sie eine Tastatur, die ich (subjektiv) unangenehm finde.
Mein persönlicher Favorit ist Bösendorfer. Ich liebe diesen vollen, beinahe glockigen Klang. Ich schätze allerdings nicht viel weniger einen guten Kawai oder auch ein Samick (um mal bei den Asiaten zu bleiben), darf aber auch ein Grotrian-Steinweg sein oder ein Steingräber (die machen ganz hervorragende Upright-Pianos!). Bechstein habe ich lange nicht mehr gespielt - das letzte Mal kam es mir vor wie eine Mittelding aus Steinway und Yamaha. Vielleicht sind sie neuerdings besser. Achja, im März habe ich in Leipzig mal einen Blüthner ausprobiert. Die scheinen sich ihren Vorkriegsruf immer noch erhalten zu haben. (Man erkennt vielleicht: Ich bin auf der Suche. Mittelfristig soll etwas Pianisches ins Haus. SIcher eher etwas gestutztes Geflügel, wird doch sonst eng in den 45 m² Wohnzimmer.)
Steinways sind für ihren Perfektionismus bekannt, und sie werden dafür auch geschätzt: In jeder Hinsicht ausgeglichen. Wundert mich nicht, dass die meisten Pianisten diese Instrumente bevorzugen. Was das fehlende "Lebendige" angeht: Das kriegen gute Pianisten durchaus aus diesem Flügel. Das Vergnügen, einen Fazioli zu spielen, hatte ich leider noch nicht, aber der Italiener muss phänomenal sein.
Gruss,
Hendrik
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Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?
Hendrik
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Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?
