Wiederbelebung eines Grundig TK 12
#8
Nun zur Eingangsfrage (gilt für GRUNDIG T819/820, T919/920, T 9, T10 und T12):

Das Bild mit der zerbröselten grauen Masse zeigt eine der beiden oberen Kupplungsschalen („Wickelteller“).

Die graue Masse ist laut GRUNDIG-Service-Anleitung eine „Kunststoff-Gummi-Mischung“.

Zum Prinzip:

Die beiden oberen Kupplungsschalen liegen durch ihr Gewicht auf den unteren Kupplungsschalen. Eine gewisse Haftung zwischen beiden gibt es durch den im Bild sichtbaren äußeren Filzbelag.

Die unteren Kupplungsschalen enthalten jeweils eine Magnetspule und eine mit dem Unterteil verbundene, horizontal bewegliche Blechscheibe.

Nur die unteren Kupplungsschalen werden, je nach Bedarf, per Riemen angetrieben.

Beim normalen Spielbetrieb reicht im Prinzip die Reibung per Filzbelag aus, um sowohl die Aufwickelspule (also die obere Kupplungsschale) anzutreiben, als auch dafür, dass die Abwickelspule zur Vermeidung von Bandsalat etwas abgebremst wird.

(Ausserdem sorgt im Spielbetrieb ein kleiner Strom durch die Magnetspulen für eine Vermehrung der Haftung: die mit dem Unterteil verbundene Blechscheibe wird etwas angehoben und vermehrt den Andruck zwischen Ober- und Unterteil)

Anders dagegen beim schnellen Vor- bzw. Rücklauf:

Ein nun größerer Strom durch die jeweilige Spule der unteren Kupplungsschale lässt die Blechscheibe nach oben bewegen und sehr stark an das Gummi (die zerbröselte Masse…) der oberen Kupplungsschale drücken. Dadurch wird das Oberteil – der Aufwickelteller – angetrieben, und das Vor- bzw. Rückspulen kann problemlos erfolgen.

Allerdings wird das Umspulen nicht reibungslos erfolgen, wenn nur, wie vorgeschlagen, Filz für die Haftung zwischen dem per Riemen angetriebenen Unterteil und dem Oberteil der Kupplungen sorgt. Das reicht eher nicht. Sondern: Gummi erforderlich.

Das Problem habe ich wie folgt gelöst:

Ein Flachgummi (mindestens 4 oder 5 mm Breite, ggf. „Einweckring“) mit im Prinzip beliebiger Länge wird in den von der „grauen Masse“ befreiten Zwischenraum der oberen Kupplungsschalen hineingeklebt. Es muss einerseits – ggf. durch Hintereinanderlegung von mehreren Gummis – den Zwischenraum ausfüllen, andererseits darf es nicht mehr als ca. 1 mm über die Schalenoberfläche hinausragen. Also: vor dem Einkleben wegen der Breite zurechtschneiden.

Dann sollte es schon klappen…

JuergenK
alte Radioexperimentierkästen ansehen? Aber gerne. Nämlich hier: http://www.experimentierkasten-board.de :-)
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[Kein Betreff] - von TSF - 03.03.2008, 14:22
[Kein Betreff] - von TK 240 - 03.03.2008, 22:17
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