01.02.2008, 22:46
Zitat:Nikola posteteMir hat jemand vor Jahren eine für mich damals plausible Erklärung geliefert:
die Akai GX400- doppelcapstan Antrieb ebenfalls, wechselt die Lage des Riemens nicht und ist auch Autoreverse. Wie geht es dann?? Mysterium eben.
Der Riemen bei der Akai 400, wie auch GX650 oder Pro1000 umschlingt ja die beiden Capstan Schwungscheiben und die Riemenscheibe des Antriebsmotors.
Dieses Prizip haben im übrigen auch viele Akai Kassettendecks.
Seiner Meinung nach würde sich der Riemen minimal dehnen bzw. stauchen, je nach dem welche Capstanriemenscheibe sich zuerst in Bewegungsrichtung des Riemens befindet. An der Riemenscheibe die zuerst kommt wird der Riemen wohl minimal gestaucht (Motor schiebt). An der nachfolgenden Riemenscheibe wird der Riemen leicht gedehnt (Motor zieht).
Auf diese Art und Weise kommt es wohl zu einer minimalen Drehzahldifferenz zwischen den beiden Wellen, die hier gesucht wird und dafür sorgt, dass das Band vor den Tonköpfen gespannt ist.
Wenn die Akai GX-400 in Gegenrichtung läuft (Reverse) funktioniert das dann nach dem gleichen Prinzip, da die gezogene bzw. die geschobene Schwungscheibe nun wechselt.
Die Sonys 850, 854, 755, 756, 758, 765, 766, 788 laufen wohl nach dem gleichen Prinzip, wobei nur die 758 Autoreverse hat und man sich wohl nur hier ähnlich den Kopf zerbricht wie bei der Akai GX-400.
Die Riemenscheiben der Sonys sind aber meines Wissens links und rechts gleich groß, auch bei den Nicht-Reverse-Maschinen.
Teac ging wohl noch zusätzlich auf Nummer sicher und läßt den Riemen bei Rechts-bzw. Linkslauf noch auf unterschiedliche Durchmesser der Riemenscheiben umspringen. Damit ist die Drehzahldifferenz klar.
Bleibt für mich auch noch die Frage mit der Technics.
Entweder reicht es, dass bei der Technics das Band an beiden Andruckrollen exakt gleich schnell ist, bedingt durch die eine Antriebswelle. Oder auch hier gibt es minimale Verformungseffekte der beiden Andruckrollen, die eine ähnlich Wirkung haben, wie bei dem Akai-Riemen. Der große Durchmesser der Capstanwelle spielt dann dabei bestimmt eine Rolle.
Kann man bestimmt rechnen.
Hätte man damals in Mechanik nur besser aufgepaßt.;-)
