31.01.2008, 13:26
Hallo Nikola,
...... Deine Fragen:
1) Hat der Capstanmotor überhaupt Kugellager?
2) Hat jemand ähnliches beobachtet?
3) Hat jemand den Motor schon mal zerlegt? (Auf der Rückseite des Motors ist eine ausdrückliche Warnung davor)
4) Hat jemand den Motor schon geschmiert?
Meine Antworten:
1) ob dieser/der in Deiner RS1700 Kugellager hat?? Wenn Du in das Service-Manual schaust (ich habe keines) wirst Du nach meiner Vermutung KEINE Explosionszeichnung vom Capstan-Motor finden. Denn auch bei Technics könnte es wie bei TEAC/TASCAM sein, die Motoren sind Zulieferteile, damit fremdgefertigt und damit Ersatzteile, die, wenn defekt, "einfach" komplatt ausgetauscht werden.
Wenn, was ich annnehme, der Motor in Deiner Maschine oben ein Kugellager und unten auf der Welle von einem Gleitlager geführt wird, dann kannst Du nach meiner Erfahrung (war bei meinen beiden OTARIS so) in liegender Stellung (irgendwie) mit der Kanüle einer Spritze die obere Abdeckung erreichen. Ein bis zwei Tropfen (TROPFEN !!!!) auf die Welle (nach Abnahme einer Kunststoff-Abeckung??) einlaufen lassen; Welle mit der Hand drehen und mit etwas Geduld nach einer Viertelstunde noch mal ein bis zwei Tropfen.
Tropfen von was? Dünnflüssiges Öl (Motoröl geht auch) gemischt mit Molykote A - die kleinste VPE (Verpackungseinheit nehmen? 125 Milliliter? - im Netz suchen - im Autoteile-Zubehörhandel zu finden). Man nehme:
einen Esslöffel Öl (W 5 bis 40)
einen Teeloffel Molykote A
und rühre und schüttele das zusammen in einem kleinen Glasbehälter (irgendein Miniglas mit Schraubeverschluss) bis die Flüssigkeit gleichmässig schwarz ist.
Wichtig ist: Man muss Geduld haben, es läuft gaaanz langsam (Graviation hilft - auch ein mittlerweilke verschlissene Dichtung/Abdeckung wird überwunden - warum? Vorlesungen Molekularphysik helfen) den Capstan runter. Nach 24 Stunden dasselbe Spiel nochmal, dann Maschine im Leerlauf (Motor dreht bei der RS1700 nach dem Einschalten??) mehrer Stunden laufen lassen. Ausschalten und mit der Hand Capstanwelle drehne - dabei fühlen und lauschen. Wenn dann noch irgendwas zu merken ist - dann hast Du schlechte Karten.
2) Ähnliches beobachtet? Ja, bei mehren Dutzend Bandmaschinen über mehr als drei Jahrzehnte immer wieder. Wir haben fast immer bei den "CONSUMER"-Heimtonbandgeräten Motoren gewechselt - und den Kunden mit der Rechnung erschreckt, er (der Kunde) hat immer eine Vorwarnung in Form eines Kostenvoranschlages bekommen. Einige nicht repaparierte "Maschinchen" (Grundig, Philips, Telfunken und andere) haben dann wohl den weg in die Ewigen Jagdgründe gefunden. Seitdem empfehle ich REVOX A77 (alle Versionen in meiner Sammlung, Halb-Viertel und HS mehrere Male).
3) Zerlegen? Man kann, wie Du weisst ALLES zerlgen, und wenn man weiss, wie das geht, auch wieder korrekt spielfähig zusammenbauen. Bei den A77-Motoren alles kein Problem gwesen - die Sinnvolle Anwendung von Heissluft und Kältespray - es macht Plop und das Lager fällt runter. Heute werden dafür A77 geschlachtet (auch bei mir).
4) Geschmiert? Wie oben beschrieben: War meine erste Tat nach Erhalt der beiden Otaris (MX-55), denn eine machte fühlbare Geschräusche beim Drehen ann der Capstanwelle - nach der Ölkur läuft sie fast unhörbar.
![[Bild: PLAYING_GENOTONb.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/PLAYING_GENOTONb.jpg)
Denk daran, das Ganze ist als Notmassnahme anzusehen, bei uns in der Werkstatt hat es einge Male geholfen. Versuch macht kluch!
Viel Spass und viele Grüsse
H A N N S -D.
...... Deine Fragen:
1) Hat der Capstanmotor überhaupt Kugellager?
2) Hat jemand ähnliches beobachtet?
3) Hat jemand den Motor schon mal zerlegt? (Auf der Rückseite des Motors ist eine ausdrückliche Warnung davor)
4) Hat jemand den Motor schon geschmiert?
Meine Antworten:
1) ob dieser/der in Deiner RS1700 Kugellager hat?? Wenn Du in das Service-Manual schaust (ich habe keines) wirst Du nach meiner Vermutung KEINE Explosionszeichnung vom Capstan-Motor finden. Denn auch bei Technics könnte es wie bei TEAC/TASCAM sein, die Motoren sind Zulieferteile, damit fremdgefertigt und damit Ersatzteile, die, wenn defekt, "einfach" komplatt ausgetauscht werden.
Wenn, was ich annnehme, der Motor in Deiner Maschine oben ein Kugellager und unten auf der Welle von einem Gleitlager geführt wird, dann kannst Du nach meiner Erfahrung (war bei meinen beiden OTARIS so) in liegender Stellung (irgendwie) mit der Kanüle einer Spritze die obere Abdeckung erreichen. Ein bis zwei Tropfen (TROPFEN !!!!) auf die Welle (nach Abnahme einer Kunststoff-Abeckung??) einlaufen lassen; Welle mit der Hand drehen und mit etwas Geduld nach einer Viertelstunde noch mal ein bis zwei Tropfen.
Tropfen von was? Dünnflüssiges Öl (Motoröl geht auch) gemischt mit Molykote A - die kleinste VPE (Verpackungseinheit nehmen? 125 Milliliter? - im Netz suchen - im Autoteile-Zubehörhandel zu finden). Man nehme:
einen Esslöffel Öl (W 5 bis 40)
einen Teeloffel Molykote A
und rühre und schüttele das zusammen in einem kleinen Glasbehälter (irgendein Miniglas mit Schraubeverschluss) bis die Flüssigkeit gleichmässig schwarz ist.
Wichtig ist: Man muss Geduld haben, es läuft gaaanz langsam (Graviation hilft - auch ein mittlerweilke verschlissene Dichtung/Abdeckung wird überwunden - warum? Vorlesungen Molekularphysik helfen) den Capstan runter. Nach 24 Stunden dasselbe Spiel nochmal, dann Maschine im Leerlauf (Motor dreht bei der RS1700 nach dem Einschalten??) mehrer Stunden laufen lassen. Ausschalten und mit der Hand Capstanwelle drehne - dabei fühlen und lauschen. Wenn dann noch irgendwas zu merken ist - dann hast Du schlechte Karten.
2) Ähnliches beobachtet? Ja, bei mehren Dutzend Bandmaschinen über mehr als drei Jahrzehnte immer wieder. Wir haben fast immer bei den "CONSUMER"-Heimtonbandgeräten Motoren gewechselt - und den Kunden mit der Rechnung erschreckt, er (der Kunde) hat immer eine Vorwarnung in Form eines Kostenvoranschlages bekommen. Einige nicht repaparierte "Maschinchen" (Grundig, Philips, Telfunken und andere) haben dann wohl den weg in die Ewigen Jagdgründe gefunden. Seitdem empfehle ich REVOX A77 (alle Versionen in meiner Sammlung, Halb-Viertel und HS mehrere Male).
3) Zerlegen? Man kann, wie Du weisst ALLES zerlgen, und wenn man weiss, wie das geht, auch wieder korrekt spielfähig zusammenbauen. Bei den A77-Motoren alles kein Problem gwesen - die Sinnvolle Anwendung von Heissluft und Kältespray - es macht Plop und das Lager fällt runter. Heute werden dafür A77 geschlachtet (auch bei mir).
4) Geschmiert? Wie oben beschrieben: War meine erste Tat nach Erhalt der beiden Otaris (MX-55), denn eine machte fühlbare Geschräusche beim Drehen ann der Capstanwelle - nach der Ölkur läuft sie fast unhörbar.
![[Bild: PLAYING_GENOTONb.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/PLAYING_GENOTONb.jpg)
Denk daran, das Ganze ist als Notmassnahme anzusehen, bei uns in der Werkstatt hat es einge Male geholfen. Versuch macht kluch!
Viel Spass und viele Grüsse
H A N N S -D.
