26.12.2007, 10:23
Es gibt ja nichts, was nich schon einmal dagewesen wäre, auch wenn es sich hier primär nicht um einen Brand-, sondern einen Wasserschaden handelt:
Wenn Software ins Wasser fällt, ist sie in der Regel unbrauchbar. Für die Computer-Tüftler der BASF Magnetics in Mannheim aber gilt das nicht. In einer bislang beispiellosen Rettungsaktion für Daten gelang es ihnen, Millionen beschädigter Bites wieder lesbar zu machen. Ein Mineralölkonzern hatte monatelang vor Nigeria die geographischen Voraussetzungen für Öl- und Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden erkundet und dazu 3750 Megabyte Daten an Bord des Forschungsschiffes auf Magnetbändern gespeichert. Beim Verladen im Hafen rutschten die Kassetten ins verschmutzte Wasser. Sie wurden aus dem Hafenbecken gefischt und dann per Luftfracht nach Mannheim gebracht. Dort reinigten die BASF-Techniker zunächst rund 200 Meter Magnetband mit Isopropylalkohol. Anschließend kopierten sie die wertvollen Meßergebnisse auf unbeschädigte Kassetten. Mit einer selbst entwickelten Software gelang es dann, die Daten wieder lesbar zu machen. Neunzig Prozent der Bits wurden gerettet, die verlorenenge-gangenen Daten stellen die Meßergebnisse nicht in Frage. [scala, Frankfurt, Nr. 6, November-Dezember 1992]
Isopropylalkohol ist vielleicht ein guter Tipp, vermutlich nimmt er restliches Wasser auf bzw. sorgt für schnellere Verdunstung.
F.E.
Wenn Software ins Wasser fällt, ist sie in der Regel unbrauchbar. Für die Computer-Tüftler der BASF Magnetics in Mannheim aber gilt das nicht. In einer bislang beispiellosen Rettungsaktion für Daten gelang es ihnen, Millionen beschädigter Bites wieder lesbar zu machen. Ein Mineralölkonzern hatte monatelang vor Nigeria die geographischen Voraussetzungen für Öl- und Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden erkundet und dazu 3750 Megabyte Daten an Bord des Forschungsschiffes auf Magnetbändern gespeichert. Beim Verladen im Hafen rutschten die Kassetten ins verschmutzte Wasser. Sie wurden aus dem Hafenbecken gefischt und dann per Luftfracht nach Mannheim gebracht. Dort reinigten die BASF-Techniker zunächst rund 200 Meter Magnetband mit Isopropylalkohol. Anschließend kopierten sie die wertvollen Meßergebnisse auf unbeschädigte Kassetten. Mit einer selbst entwickelten Software gelang es dann, die Daten wieder lesbar zu machen. Neunzig Prozent der Bits wurden gerettet, die verlorenenge-gangenen Daten stellen die Meßergebnisse nicht in Frage. [scala, Frankfurt, Nr. 6, November-Dezember 1992]
Isopropylalkohol ist vielleicht ein guter Tipp, vermutlich nimmt er restliches Wasser auf bzw. sorgt für schnellere Verdunstung.
F.E.
ZEITSCHICHTEN, barrierefreier Zugriff im "GFGF-Buchladen", URL https://www.gfgf.org/de/b%C3%BCcher-und-schriften.html (ca. 240 MB)
