19.12.2007, 19:00
Der "Arbeiter", sprich Normalverbraucher, hat von vornherein keine hohen Ansprüche an ein Aufzeichnungsgerät gestellt. Mein Vater war auch "nur" ein einfacher Arbeiter und hat sich 1967 den Grundig TK 240 gekauft, weil er schön anzusehen war und sich harmonisch in das damalige Wohnzimmer einfügte. Zudem er auf dem Nordmende-Musikschrank ein stimmiges Bild abgab. Und Viertelspur-mono bei 9,5 cm/s reichte völlig aus für die Schlagermucke aus dem Radio. Letztlich kostete die Grundig auch nur ein Viertel einer "guten" Bandmaschine. Ich stelle mir die Revox G36 stattdessen in der damaligen elterlichen Wohnstube vor, da schaudert´s selbst mich als bekennenden Röhren-Revox-Fan. Ich bin ihm jedenfalls dankbar für die damalige Entscheidung, war doch der TK 240 mein erstes Tonbandgerät und hat mich zu unserem schönen Hobby gebracht. Und laufen tut die Klappermühle auch immer noch tadellos.
Nein, der einfache Mensch war mit den grossen Drei (Grundig, Telefunken und Philips) zufrieden und glücklich. Ich glaube übrigens nicht, dass zu Zeiten der G36 der Viertelspuranteil der Geräte niedriger gewesen sein sollte als an Halbspurgeräten, Mitte der 60er haben sich viele bewusst für die Viertelspur entschieden, gerade wegen der Halbierung der Bandkosten. Professionelle Ansprüche hatte doch kaum ein Privatmensch. Da griff höchstens mal einer zur Uher RdL, aber die kostete auch schon ein kleines Vermögen. Was sie ja definitiv auch wert war...Heute bekommt man all diese schönen Geräte für vergleichsweise kleinstes Geld und darüber sollten wir froh sein. Ich hätte es 1977 niemals für möglich gehalten, heute sooo viele Tonbandgeräte mein eigen nennen zu dürfen. Damals war ich überglücklich, wenigstens eine Viertelspurgurke zu besitzen.
Thomas
Nein, der einfache Mensch war mit den grossen Drei (Grundig, Telefunken und Philips) zufrieden und glücklich. Ich glaube übrigens nicht, dass zu Zeiten der G36 der Viertelspuranteil der Geräte niedriger gewesen sein sollte als an Halbspurgeräten, Mitte der 60er haben sich viele bewusst für die Viertelspur entschieden, gerade wegen der Halbierung der Bandkosten. Professionelle Ansprüche hatte doch kaum ein Privatmensch. Da griff höchstens mal einer zur Uher RdL, aber die kostete auch schon ein kleines Vermögen. Was sie ja definitiv auch wert war...Heute bekommt man all diese schönen Geräte für vergleichsweise kleinstes Geld und darüber sollten wir froh sein. Ich hätte es 1977 niemals für möglich gehalten, heute sooo viele Tonbandgeräte mein eigen nennen zu dürfen. Damals war ich überglücklich, wenigstens eine Viertelspurgurke zu besitzen.
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
