04.09.2007, 13:46
Rainers Hinweis ist von wesentlicher Bedeutung für die Kompandertechnologie überhaupt, die -wenn das Ergebnis überschaubar bleiben soll- einwandfrei eingemessene Bandgeräte voraussetzt. Jeder Frequenzgangfehler, den das Bandgerät einmischt wid um den Kompressionsfaktor verschärft ausgegeben. Kommt es zu einer Abweichung von 6 dB in den Höhen, macht die dB-lineare Kennlinie des dBx (Steigung 1 : 1,55) aus 6 sofort 10 dB; aus drei werden viereinhalb, aus vier sechs dB.
Dies ist übrigens der Grund dafür. dass Kompanderssysteme die Auflösung einer Analogbandaufnahme nicht steigern können. Die den 60 dB bei unkodierter Aufnahme zukommenden etwa 1000 Pegelstufen, die die analoge Aufnahme bereitstellen kann, bleiben beim Kompanderverfahren erhalten, es werden lediglich die Stufen um den Kompressiongrad gröber. Die 1000 Pegelstufen verteilen sich also auf die neue Betriebsdynamik von 75 bis 90 dB.
Ob allerdings dies als Problem gelten muss, wenn -etwas bissig und überspitzt formuliert- ein klassisches Musikinstrument interpretatorisch halbwegs sinnvoll reproduzierbar auf ein Dutzend Pegelstufen (bzw. weniger) kommt, von denen die Komponistenriege zwischen zwei und acht systematischer nützt?
Die Probleme liegen woanders und wurden von Rauschminderern sinnvoll bekämpft. Sonst wäre diese Technologie nicht für 25 Jahre erfolgreicher Stand der Technik gewesen.
Einmal mehr aber kommen wir an den Punkt, an dem fachliche Kompetenz als Voraussetzung eines solcherart erfolgreichen Einsatzes und der daraus folgenden fachlichen Selbstverständnisse ("man kennt ja sein Werkzeug, weiß damit umzugehen!") definiert wird. Das HiFi-Zeitalter läuft nun gut 40 Jahre, trotzdem dauerte es bis heute, dass solche Diskussionen wie die jetzige auch unter interessierten Laien nutzbringend geführt werden können. Man sehe sich die seinerzeit trotz einer breiten HiFi-Marktströmung kleine Breh-Gemeinde an, wenn man heute darüber nachdenkt, warum zeitgenössisch bestimmte Aktivitäten der professionellen Riege nicht oder nur mühselig in den Amateurbereich abkindern konnten: Der Massenkunde war dazu ebenso nicht empfangsbereit, wie die Industrie Produkte hätte abliefern können, die selbst den damals schon Interessierten mit ihren Mitteln den Ausweg aus der 'Unmündigkeit' hätten ermöglichen können.
Hans-Joachim
Dies ist übrigens der Grund dafür. dass Kompanderssysteme die Auflösung einer Analogbandaufnahme nicht steigern können. Die den 60 dB bei unkodierter Aufnahme zukommenden etwa 1000 Pegelstufen, die die analoge Aufnahme bereitstellen kann, bleiben beim Kompanderverfahren erhalten, es werden lediglich die Stufen um den Kompressiongrad gröber. Die 1000 Pegelstufen verteilen sich also auf die neue Betriebsdynamik von 75 bis 90 dB.
Ob allerdings dies als Problem gelten muss, wenn -etwas bissig und überspitzt formuliert- ein klassisches Musikinstrument interpretatorisch halbwegs sinnvoll reproduzierbar auf ein Dutzend Pegelstufen (bzw. weniger) kommt, von denen die Komponistenriege zwischen zwei und acht systematischer nützt?
Die Probleme liegen woanders und wurden von Rauschminderern sinnvoll bekämpft. Sonst wäre diese Technologie nicht für 25 Jahre erfolgreicher Stand der Technik gewesen.
Einmal mehr aber kommen wir an den Punkt, an dem fachliche Kompetenz als Voraussetzung eines solcherart erfolgreichen Einsatzes und der daraus folgenden fachlichen Selbstverständnisse ("man kennt ja sein Werkzeug, weiß damit umzugehen!") definiert wird. Das HiFi-Zeitalter läuft nun gut 40 Jahre, trotzdem dauerte es bis heute, dass solche Diskussionen wie die jetzige auch unter interessierten Laien nutzbringend geführt werden können. Man sehe sich die seinerzeit trotz einer breiten HiFi-Marktströmung kleine Breh-Gemeinde an, wenn man heute darüber nachdenkt, warum zeitgenössisch bestimmte Aktivitäten der professionellen Riege nicht oder nur mühselig in den Amateurbereich abkindern konnten: Der Massenkunde war dazu ebenso nicht empfangsbereit, wie die Industrie Produkte hätte abliefern können, die selbst den damals schon Interessierten mit ihren Mitteln den Ausweg aus der 'Unmündigkeit' hätten ermöglichen können.
Hans-Joachim
