05.07.2007, 10:12
Zitat:bluetooth54 posteteBei Internetkäufen sehe ich eigentlich das gleiche Problem wie du und würde abholen. Viele Verkäufer verpacken die Ware nicht ordnungsgemäß.
Es mag sein, dass die 21 Kg der GX-635D im Vergleich zu anderen Maschinen eher leicht erscheinen.
Dennoch möchte ich es nicht riskieren, das "Leichtgewicht" irgendeinem Transportunternehmen, Fließbändern und linken Händen anzuvertrauen.
Da wird das Gerät in einen viel zu kleinen Karton gestellt und teilweise nur mit etwas zerknüllter Zeitung "ausgepolstert".
Da sind natürlich Beschädigungen vorprogrammiert und die werden dann immer den Transportunternehmen angelastet, vor allem von den Verkäufern.
Du hast es aber selbst in der Hand eine geeignete Verpackung für den Versand in eine Werkstatt deines Vertrauens anzufertigen.
Wenn du einen stabilen Karton mit ca.4 bis 5cm dicken extra zugeschnittenen Styroporplatten (aus dem Baumarkt) von allen Seiten auskleidest bist du schon auf der sicheren Seiten. Um das Ding bombensicher zu machen nimmst du dir einen Karton mit den Massen 60x60x45cm. Dann hast du bei der Akai Platz für ca. 7-8cm dicke Styroporplatten von allen Seiten. Wichtig ist, dass du das Gerät vorher in Folien einpackst, damit die Lackflächen nicht am Styropor scheuern. Dann muß sicher gestellt sein, dass das Gerät wirklich press in dem Styropormantel sitzt und sich nicht bewegen kann.
Ist zwar etwas Aufwand, den Tarnsportbehälter zu bauen, dafür kannst du aber auch in Zukunft die Akai zu jeder Werkstatt deines Vertrauens schicken. Zurück geht´s natürlich auch wieder so.
Mehr Reiz hat natürlich der Vorschlag von Hans-Joachim. Langfristig ist es natürlich sinnvoller nicht so sehr auf fremde Hilfe angewiesen zu sein und das Gerät auch noch in 10-20 Jahren selbst einstellen zu können.
Dazu muß man halt auch mal erst etwas Zeit investieren, um sich mit der Materie auseinander zu setzen.
Anders als Gyrator, sehe ich die Einmessung einer Akai GX 635 eher als leichtere Übung an. Falls die Tonköpfe nicht verstellt sind, auch sonst kein elektrischer Fehler (Stichwort Transistoren in den Verstärkerstufen) vorliegt und auch die Umschaltschiene einwandfrei funktioniert ,spricht eigentlich nichts dagegen sich mit geeignetem Meßequipment auch mal an die Einstellregler, die sich unter der Bodenplatte befinden, ranzutrauen. Kaputtmachen kann man da nichts. Meist muß bei den Akais nur etwas die Vormagnetisierung nachkorrigiert werden, dann ist der Frequenzgang wieder in Ordnung. Das verstellt sich halt über die Jahre. Liegt an den Einstellkondensatoren. Bei der Gelegenheit kann man sich auch der Pegel annehmen.
Wenn du das Teil mal unten offen hast und dir einen Überblick verschafft hast, kann man dir gezielt auch aus der Ferne Anweisungen geben, welches Poti oder welcher Kondensator für was ist.
Die Frage bleibt natürlich, ob du das an deiner Akai 635 üben willst, oder nicht erst mal an einem "billigeren" Objekt probierst.
Falls du das Tonbandhobby längerfristig betreiben möchtest würde ich mir an deiner Stelle diese Grundkenntnisse aneignen. Denn es ist abzusehen, dass in einigen Jahren, die wenigen Werkstätten die das heute noch anbieten auch von der Bildfläche verschwunden sind.
